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Meisenbabys (?) sind aus dem Nest gefallen

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    #16
    Hey, guten Morgen Federvieh,

    hab jetzt grad erst Deinen Beitrag gelesen.

    Letztes Jahr hab ich auch ein kleines Blaumeisen-Baby groß gezogen. Allerdings ist es unbefedert aus dem Nest gefallen, welches bei uns im Rolladen-Kasten am Schlafzimmer-Fenster war. Den oder die Kleine konnte ich also nicht mehr zurücksetzen. Es hatte sogar noch die Augen zu. Und da es Muttertag war (also Sonntags), waren natürlich auch alle Läden zu, um Aufzuchtfutter zu kaufen. Ich hab dann erstmal ne kleine Spritze aus der Garage geholt und dem Küken 2-3 Tropfen Wasser eingeflößt. Es war schon mehr tot als lebendig. Da ich großartig natürlich nix zum Futtern im Haus hatte, hab ich die Kinder unserer Nachbarn zum Raupen suchen geschickt. Diese dann geköpft und ins Schnäbelchen gestopft, da es nicht selbständig fressen wollte. Montags dann direkt zum Zoohandel und alles Mögliche an Lebendfutter gekauft.

    War schon ziemlich stressig. Alle zwei Stunden aufgestanden, die Wärmflasche wieder warm machen, füttern und danach noch 2 Tröpfchen Wasser hinterher.

    Was soll ich sagen, ich hab es groß bekommen (hätte niemand mit gerechnet) und leider hab ich wohl auch die Zeit zum Auswildern verpaßt. Ich war mit dem Kleinen öfter mal draussen, er flog auch von Baum zu Baum und untersuchte jeden Ast. Aber sobald ich gehen wollte, saß er auf meiner Schulter. Also wieder mit rein. Unsere Balkontür stand jeden Tag offen, er konnte raus. Aber sobald ich von der Arbeit heim kam, war auch das Kleine wieder da. Und draussen schlafen wollte es auch nicht. Wir hatten so ein kleines Finken-Nest an dem Schrank im Kinderzimmer hängen und dort wollte es auch immer schlafen. Das Kleine liebte es auf meiner Hand unter dem Wasserhahn zu baden. Mein Gott, was war das Kleine anhänglich. Nix durfte ich ohne ihn machen.

    Leider gibt es kein Happy-End. Es war schon Ende November und die kleine Meise wollte gar nicht mehr raus. War wohl schon zu kalt. Auf jeden Fall rief mich eines Morgens mein Lebensgefährte an (ich weiß es noch genau: es war der 29.11.) und weinte ganz doll, als er mir sagte, das er mein kleines "Mäuschen" tot getreten hat. Logo, unbeabsichtigt, und für mich brach eine Welt zusammen. Ich hab mich gar nicht mehr eingekriegt, so hab ich geheult.

    Auch heute noch denke ich sehr, sehr oft an "mein" kleines Baby.

    Ups, soviel wollte ich gar nicht schreiben.

    Beobachte bitte das Geschehen weiter und greife ein, falls die Eltern nicht mehr füttern sollten. Jedes Leben sollte gerettet werden. Und meistens haben auch Tierheime jemanden da, die sich mit Wildvögelaufzucht auskennen. Ruf doch da mal an.

    LG

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      #17
      Hallo federvieh, Du bist Deiner Intuition gefolgt und hast Dein Mögliches getan!

      Vielleicht könnte hier im Forum der link zur Wildvogelhilfe gepinnt werden, schließlich gibt es zur Zeit viele Menschen mit Wildvogelküken zur weiteren Aufzucht...

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        #18
        Zitat von Rouka
        oh... ich hoffe alles wird gut. Die kleinen sind ja so niedlich. Aber wenn die Eltern nicht mehr füttern...dann bleibt wenigstens ein Junges auch wenns nicht schön ist. Ich hab früher mal gehört man soll die Jungvögel nicht anfassen weil die Eltern sie dann nicht mehr annehmen..stimmt das eigentlich oder ist das unsinn?
        Nein, die Vögel haben keinen solchen Geruchssinn, daß sie es stören würde.
        Mehr als in die Hecke oder Gebüschs setzen kann man nicht tun.

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          #19
          Ich bin der Meinung das ist völlig normal.
          Bei uns im Stall gibt es jedes Jahr "tausende" Vogelnester mit den unterschiedlichsten Vögel. Irgendwann verlassen die Jungen das Nest und hüpfen dann erstmal auf dem Boden rum. Das ist bei sovielen Vögeln echt blöd weil man immer aufpassen muss wo man hintritt. Die meisten können dann aber spätestens nach ein paar Tagen etwas flattern und sich nach oben retten. Die Vögel werden von den Eltern versorgt.
          Wir haben sogar extra mal jemand aus der Vogelklinik und einen Wildvogelmenschen dagehabt. Die meinten wir sollten uns keine Sorgen machen, die Kleinen werden von den Eltern weiter versorgt. Wir könnten sie auch ruhig anfassen um sie aus gefährlichen Bereichen rauszubringen.
          Naja gegen unsere Stallkatze kann man leider nicht allzuviel machen.

          LG, Bonny

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            #20
            Leider gibt es kein Happy End, zumindest für das Kleinste nicht. Heute Morgen haben wir es tot in der Kiste im Baum entdeckt.
            Gestern Morgen beim Zurücksetzen sah alles ja noch soweit in Ordnung aus, aber als ich es abends wieder entdeckte, hatte es schon kleine Augen und hängende Flügel und konnte sich nicht mehr auf dem Ast halten. Traubenzucker und Blattläuse haben nicht mehr genutzt. Es tut mir richtig leid um den kleinen Vogel. Habe gestern Abend sogar noch meine Welli - Züchterin angerufen, ob sie den Kleinen aufpäppeln könnte oder mir so ein Fläschen geben kann, aber sie war leider nicht zu Hause.
            Ich hatte so gehofft, dass die Eltern wieder füttern, wenn es zumindest nicht mehr auf dem Boden sitzt, sondern oben im Baum (und dabei nicht mehr runterfallen kann). Aber vielleicht war es ja auch krank oder schlicht weg zu spät.

            Machs gut, kleine Meise!

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              #21
              Das tut mir sehr leid.
              Nun für das nächste mal, weisste ja Bescheid und kannst schneller helfen.

              Flieg hoch kleine Meise.

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                #22
                Ja, werde mir vorsorglich so ein Fläschchen kaufen, falls ich nochmal in so eine Situation kommen sollte.

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                  #23
                  Es muss nicht unbedingt so ein Fläschchen sein. Du kannst auch eine normale Spritze ohne Kanüle dazu nehmen. Die braucht man sowieso eher mal. (Apfelessig dosieren etc.) Von daher habe ich immer welche auf Lager.

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                    #24
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                    Ich nehme an, die bekommt man in der Apotheke? Gut, kann ich auch besorgen ...

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