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Lebenserwartung: Wie alt sind eure Wellis geworden?

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    #16
    hallo zusammen.

    es ist ein schweres thema, aber ich finde es auch gut darüber zu reden. leider habe auch ich schon gehört dass aufgrund der überzüchtungen die lebenserwartung über die jahre sinkt.



    Kora war die erste, die gestorben ist, woran wissen wir leider nicht. sie hatte akut durchfall am morgen und wir haben sie zum ta gebracht, aber die konnten ihr nicht mehr helfen (keine vogelkundler). sie ist 9 monate alt geworden.

    Stevie ist auch schon krank zu uns gekommen, nach wenigen wochen Nierenversagen. er ist 4 monate alt geworden.

    bei Lilly hatten wir nach langer odyssee endlich einen vkta gefunden, leider kam das für sie zu spät, da unser ganzer schwarm eine chronische zinkvergiftung hatte. bei ihr war es schon zu schlimm. sie ist 3 jahre alt geworden.

    Max hatte einen Tumor, vermutlich durch den Zink begünstigt. er hatte noch ein gutes jahr mit tumor und schmerzmitteln bevor wie ihn erlösen mussten. er und Lilly waren meine beiden ersten. er ist 4 jahre alt geworden.

    Jessy war nur wenige wochen bei uns. sie ist ca. ein jahr alt gewesen. akuter megaschub, multiples organversagen, starke mauser. damals auch verdacht auf papageienkrankheit, was für viel wirbel bei uns sorgte, aber unbestätigt.


    unser Schwarm:
    die damen: Sky(7), Luna(7), Pitty(7), Frieda(8), Susi(~6)
    und die herren: Nemo(7), Paulchen(5), Amy(4) und Krümel(2)

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      #17
      Hallo

      Meine Wellis sind alle an der virusbdingten Gefiederstörung erkrankt.

      Die Erkrankung ist schon weit verbreitet.

      Durch die Erkrankung ist die Lebenserwartung der Federchen schon eingeschränkt.

      Die süße Hansibubi Henne Bibi wurde gerade 3 Jahre alt.
      Sie hatte eine Herz-Kreislauferkrankung, aber die Tröpfen haben gut geholfen.
      Mit 3 Jahren haben dann die Nieren versagt.

      Kurz danach mußte ich auch Mauselie Hansibubi wegen Nierenversagen einschläfern lassen.
      Sie wurde nicht nicht einmal 4 Jahre alt.

      Ich hoffe, dass meine anderen Wellis noch lange gesund bleiben.
      Liebe Grüße Meise.

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        #18
        Habe mit Interesse eure Beiträge gelesen und versuche mich gerade so zu erinnern, wie es bei uns war.

        Wir hatten als Kind einen einzelnen grünen, wie man sie so aus Australien kennt. Da war es noch nicht bekannt, wie Wellis leben. Er war aber sehr munter und aufgeweckt und total zutraulich. Leider ist er dann irgendwann entflogen.

        Auch danach kamen dann ein oder zwei Nachfolger, die auch zutraulich wurden. Da es aber schon so lange her ist, kann ich über deren Alter leider nichts weiter sagen.
        Als ich viele Jahre später selber Wellis hatte, immer mindestens zwei, wenn nicht gar mehr, waren sie so um die 10 Jahre alt geworden.
        Aber auch da wusste man nicht soviel, wie man heute weiss, und das nur aus Büchern, Internet gabs noch nicht.
        Hatte dann irgendwann auch mal einen einzelnen von meiner Schwester aufgenommen, weil dessen Partner gestorben war und ich schon einen hatte. Bei Ricki wusste ich leider nicht wie alt er war, schätze aber so um die 5-6 Jahre alt oder älter.
        Dann kam der Tommy ins Haus, hat sich gleich nach 2 Tagen Einzelhaltung bei meinen beiden einquartiert und sofort Gefallen an Ricki gefunden
        Dank Tommy hat der Ricki bis letztes Jahr noch viele schöne Jahre gehabt und ist dann beim TA sanft entschlafen, er konnte nicht mehr, es fehlte ihm die Kraft.
        Und nachdem mich vor einigen Wochen der Pucki verlassen hat, der leider nur ein Jahr leben durfte, habe ich dem Tommy wieder einen Welli zugeholt, diesmal die Lilly. Die beiden mochten sich sofort.
        Bei Pucky wusste ich leider nicht, was er hatte.
        Tommy ist inzwischen auch schon 5-6 Jahre, merkt man ihm aber nicht an. Ist dank Lilly wieder jeden Tag draussen und hoffentlich noch lange gesund und munter. Er war es nicht gewohnt, allein zu sein, es war immer noch ein Welli da, mit dem er spielen kann. Und die zwei Tage, wo er allein war, waren echt nicht schön für ihn;(


        HeidiLi mit Tommy und Lilly

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          #19
          Wirklich interessant diese Frage - und die Antworten darauf! Hier ist unsere:

          Seit fast 9 Jahren nun haben wir Wellis als Mitbewohner.
          Vierzehn Flauschbällchen waren bisher bei uns.
          Sechs sind aktuell in unserem Minischwarm und die Zahl Sechs war eigentlich auch unser angedachtes Maximum (durch Notfallaufnahmen waren es manchmal auch 7).

          Bis auf Röschen und Bounty kamen alle im Alter von etwa 3 bis 6 Monaten zu uns.

          Unser aktueller Mini-Schwarm

          8,5 Jahre - Fanny (m)
          7 Jahre - Wölkchen (w)
          5,5 Jahre - Karl (m)
          5 Jahre - Lotte (w)
          5 Jahre - Röschen (w)
          4 Jahre - Maja (w)

          Unsere Mäuse im Regenbogenland:

          5,5 Jahre - Mickey (m) - Hodentumor
          3,5 Jahre - Beppo (m) - Hodentumor
          3 Jahre - Bounty (m) - Epileptischer Anfall
          3 Jahre - Lilly (w) - polyzystisches Ovar, Lipom, Tod bei OP
          3 Jahre - Lucky (w) - Unfall
          3 Jahre - Lenchen (w) - Tumor
          2 Jahre - Cindy (m) - Flugunfall (gleiche Zucht wie Fanny - wäre heute sicher auch 8,5 Jahre alt)
          1,5 Jahre - Clairchen (w) - Tumor
          1 Jahr - Sally (w) - Nierentumor

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            #20
            Unsere ersten Wellis bekamen wir, als ich 6 Jahre alt war. Wir hatten immer zwei zur gleichen Zeit.

            Die ersten waren Nestjung:
            Carolin: circa 3 Jahre alt (gleiche Zucht wie Friedolin).
            Friedolin: circa 8 Jahre alt (gleiche Zucht wie Carolin).
            Balduin: aus einer Zoohandlung. Er wurde nur wenige Monate alt.

            Dann bekame wir ältere Wellis zum Teil von privater Abgabe oder von Züchtern. Das Alter ist jeweils + x Jahre bei den Vorbesitzern:
            Hauser: circa 3 Jahre alt.
            Fipsi: circa 3 Jahre alt.
            Coco: Nestjung von einem privaten Züchter. Er wurde leider nur wenige Monate alt.
            Pauli: circa 3 Jahre alt. Hatte einen Tumor.
            Sammy: 5 Jahre.
            Trixie: 5 Jahre plus circa 2 Jahre bei Vorbesitzer.
            Tweety: 2 Jahre plus 3-5 Jahre bei Vorbesitzer.

            Ab da haben wir Nestjunge Wellis dazugeholt:
            Pico: 5 Monate, war krank und konnte sich nicht mehr auf der Stange halten.
            Tammy: ist jetzt bald 1,5 Jahre bei uns.
            Gipsy: ist bald 1 Jahr bei uns.

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              #21
              meine Eltern hatten einen blauen,ziemlich pummeligen Wellensittich.Er hatte einen
              damals üblichen kleinen Käfig und wurde allein gehalten.
              Er bakam Körnerfutter,Apfel und Salat zum baden,auch Kolbenhirse.
              Er war so zahm,daß er auf der Schulter saß,mit in den Garten ging,ein bißchen herumflog und nach einer Weile wieder zurück kam, um wieder auf der Schulter zu landen.
              Er durfte jeden Tag fliegen.Er wurde 7 Jahre alt.

              Später hatte und züchtete ich selbst Wellensittiche.Die Wellensittiche,die ich gekauft hatte,wurden zwischen 2 und 5 Jahre alt.Sie starben an Geschwülsten,einer hatte Leukämie,auch Herzversagen war dabei.Alle wurden auch vom Tierarzt versorgt,leider half es meistens nicht mehr.Die Piepmätzchen haben immer noch den Instinkt,nur nicht zeigen,daß es mir schlecht geht.In der Natur wäre das lebensgefährlich.

              Die jungen Wellensittiche,die ich aus meiner Zucht behielt wurden durchschnittlich 10 Jahre alt(.Ein Nymphensittich aus meiner damaligen Zucht wurde über 30 Jahre.) Ich habe jetzt zwei Wellensittiche,die heuer 7 und 14 Jahre alt werden (hoffentlich)

              Liebe Grüße und noch einen schönen Abend wünscht Karin

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                #22
                Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es alleine an der Überzüchtung liegt, dass das allgemeine Durchschnittsalter der Wellis gesunken ist. Meine Erfahrungen und Beobachtungen sind da andere und ich gehe an diese Sache auch sehr selbstkritisch heran...


                Meine eigenen Erfahrungen in der Vergangenheit:
                Zum einen wurden meine bisherigen Wellis bis zur Haltungsänderung allesamt nicht alt, ausgenommen mein erster (Einzel-)Welli vor 30 Jahren: der war zwischen 9 und 11 Jahre alt (wirklich alt ist das aber auch nicht!). Genau weiß ich das ohnehin nicht mehr. Alle nachfolgenden Wellis erreichten bestenfalls ein Alter von 4-5 Jahren, eine Henne starb sogar ohne ersichtlichen Grund wenige Monate nach dem Kauf. Damals gab es noch kein Internet und außerdem wusste ich nichts von einem vkTA. Die meisten von ihnen starben vermutlich an Kropfentzündungen, Megas oder Trichos u.ä.. Wäre aus der heutigen Sicht sehr leicht zu behandeln und die Vögel wären sicher sehr viel älter geworden.
                Außerdem hatte ich damals immer Jungvögel aus Zoohandlungen gekauft. Sie waren also nicht aus einer schlechten Haltung im Gegensatz zu den Tieren, die ich heute beherberge. Die stammen zumindest zu einem Teil aus sehr schlechter Haltung.

                Erst vor einigen wenigen Jahren änderte ich so manches in meiner Haltung und ich erfuhr übers Internet, dass es Tierärzte gibt, die vogelkundig sind.
                Seitdem habe ich es nur ein einziges Mal erlebt, dass ein Vogel nicht das dritte Lebensjahr erreicht.

                Die letzten Verstorbenen:
                Örmelchen war unser Methusalem mit geschätzten 13-14 Jahren. Trotz all ihrer Krankheiten und Behinderungen (deformierte Beinchen, die sie seit ihrer Kinderstube hatte) wurde sie also sehr alt!
                Suse war geschätzt 7-8 Jahre alt und hatte PH und ein Leberproblem.
                Idefix hatte ein Leberproblem und wurde nur 2,5 Jahre alt (Haltungsfehler meinerseits, bezüglich des Futters schließe ich nicht aus)

                Aktuell leben bei mir:
                Jene, die schon seit ein paar Jahren hier sind, hatten eine längere Zeit leider zu fettreiches Futter, welches mir übers Internet wärmstens empfohlen wurde. Damit sind Langzeitschäden alleine aufgrund des Futters nicht auszuschließen.

                Strolch, geschätztes Alter 7-8 Jahre, aus schlechter Haltung (sehr viele Tiere wurden beschlagnahmt), hatte bisher eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und wahrscheinlich eine "schwache Niere"
                Mistik, geschätztes Alter 5-6 Jahre, Lipom und schlechte Verstoffwechselung von Jod
                Zigge, Alter knapp 5 Jahre, trotz Megas seit 4 Jahren!
                Die Neue zähle ich mal noch nicht wirklich dazu, da ich noch zu wenig über sie weiß. Laut Ring ist sie 9 Jahre alt und bekam bisher das handelsübliche Futter.

                Im Schnitt kann ich also nicht behaupten, dass meine Vögel früher älter wurden, im Gegenteil!

                Trotz Eingangscheck
                ...ist es nicht garantiert, dass viele Krankheiten unerkannt in Schwärme eingeschleppt und auch weiter verteilt werden (über die Jahre gesehen, sind viele Schwärme schon durchseucht, was früher sicher nicht so stark verbreitet war wie heute). Trotz Eingangscheck kann man niemals alles ausschließen. Wer lässt auch schon ohne begründeten Verdacht auf alle möglichen Virenerkrankungen testen? Das sind schon einige und macht wohl keiner, denn da würde so ein Eingangscheck direkt mehrere hundert Euro kosten! So mancher Vogel ist nur Träger und verteilt daher munter weiter. So auch bei Züchtern (vor allem natürlich bei den schwarzen Schafen, die noch nie eine TA-Praxis von innen gesehen haben) und so lassen sich solche Ursachen für den Tod eines Tieres vermutlich nie ganz ausschließen.

                Futter:
                Vor allem die Futtermischungen haben sich im Laufe der letzten Jahre deutlich verändert und viele Halter bestellen mittlerweile online. Aber nicht alles was in diesen Shops käuflich ist, muss auch gut für die Vögel sein. Ein Futter sollte immer auf den Schwarm und dessen Haltungsbedingungen entsprechend abgestimmt sein. So manches Leberproblem führe ich auf die falsche Fütterung zurück. Mit den früher üblichen Mischungen, welche die meisten Halter kauften, war eine Verfettung einzelner Tiere des Schwarmes nur schwer möglich, da die Zusammensetzung insgesamt relativ mager ist und nicht selektiert werden konnte (wenn man mal von anderen Zusätzen, die man gerne verteufelt absieht). So arg viel Auswahl wie heute gabs damals auch gar nicht. Je mehr Auswahl, desto mehr Fehler können natürlich passieren.

                Haltungsbedingungen:
                Früher war Einzelhaltung sehr verbreitet. Besonders Einzelvögel laufen nicht die Gefahr, dass sie sich mit allerhand eingeschleppten Krankheiten anstecken. Vögel in reizarmer Umgebung (und damit nur wenigen Gefahrenquellen) laufen auch nicht die Gefahr, dass sie durch Unfälle ums Leben kommen, usw...
                Es ist natürlich klar, dass wir das heute keinesfalls für unsere Tiere haben wollen, aber besonders wenn man einen Schwarm mit mehreren Krankheiten hat, ist es sehr schwer, allen wirklich gerecht zu werden, wenn man sich nicht sehr intensiv mit allen Gegebenheiten auseinandersetzt.

                Fakten und Gerüchte übers Internet:
                Davon ab kursieren in vielen Foren und auch auf Webseiten über so manche Fakten diverse Gerüchte, die sich nur schwer ausräumen lassen und leider auch immer weiter ungehindert verbreiten. Auch solche Dinge können Ursachen für den vorzeitigen Tod eines Tieres sein oder zumindest maßgeblich dazu beitragen. Früher hatte man das nicht, da kein Internet. Ich für meinen Teil gehe daher auch einen großen Schritt zurück und glaube nicht mehr alles, was ich in Foren oder auf Webseiten lese.

                Tierärzte:
                auch wenn die vogelkundigen Tierärzte schon sehr viel machen können: auch sie können nicht jede Krankheit tatsächlich erkennen und behandeln. Da spielt es nach meinen Erfahrungen auch keine Rolle, wie viele diagnostische Möglichkeiten ein TA auffahren kann. Wellensittiche und damit auch ihre Krankheiten sind einfach noch viel zu wenig erforscht. Mittlerweile kenne ich nun einige vogelkundigen Docs und habe dadurch entsprechende Vergleiche.

                Züchter und Vermehrer:
                da gibt es solche und solche, wir wir alle wissen. Die einen betreiben Inzucht vom feinsten, nur um z.B. einen bestimmten Farbschlag zu erhalten. DA ist natürlich klar, dass das Tier (und natürlich auch seine Nachkommen) vielleicht schlechte Voraussetzungen hat. Auch ist es sehr wichtig, wie es um die Kinderstube der Tiere bestellt ist. Wenn falsches Zuchtfutter verwendet wird, kann man dem Tier schon die denkbar schlechtesten Voraussetzungen mit auf den Weg geben.
                Mit Örmelchen habe ich allerdings die gegenteilige Erfahrung gemacht, dass das nicht zwingend dazu führen muss, dass das Tier schon früh verstirbt. Oder: wenn die Küken zu früh von den Eltern getrennt werden, oder wenn ein Züchter trotz Viren im Bestand weiter züchtet und damit die Krankheit munter in die Welt verteilt, usw...

                Wenn der Vogel nun gute Brutvoraussetzungen hatte und in eine Haltung kommt, in der ungeeignetes (z.B. zu fettes und eiweißreiches) Futter gegeben wird, sind die Grundsteine für Organschäden trotz einer vorher guten Zucht gelegt. Nun wird der Vogel abgegeben und hat vielleicht noch gar keine sichtbaren Schäden. Die entstehen dann in der neuen Haltung und schon ist man dazu geneigt, es auf Überzüchtung zu schieben? Ist natürlich einfacher...

                Mein persönliches Fazit:
                das Alter eines Wellis hängt in meinen Augen nicht grundsätzlich von der Überzüchtung ab, sondern auch von den richtigen Brutbedingungen, der artgerechten Haltung (vor allem artgerechtes Futter, Freiflug und Beschäftigung) und der rechtzeitigen und vor allem richtigen Behandlung von Krankheiten, die in manchen Fällen auch ein Umdenken in Futter und Haltung mit sich bringen.

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                  #23
                  Hallo Haarmonster,

                  ich schließe mich deiner Meinung an. Ich denke auch, dass die häufigste Todesursache von Wellensittichen Haltungsfehler sind und ein nicht rechtzeitiges Erkennen und Behandeln von Erkrankungen. Schon allein das hohe Maß an Lebererkrankungen bei Wellensittichen ist größtenteils auf Fütterung und Bewegungsmangel zurückzuführen.

                  Ich glaube auch nicht, dass Tiere aus dem Zoofachhandel eine kürzere Lebenserwartung haben als die Tiere vom Züchter. Die Tiere stammen ja genauso von Züchtern und in der Regel ist der Durchlauf über den Handel bzw. die Verweildauer im Handel nicht sehr lang.

                  LG

                  sweet4

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                    #24
                    Bzgl. Informationen im Internet: natürlich gibt es im Internet viele falsche Informationen, aber die gibt es genauso in meist veralteten Büchern und ebenso über die "Mundpropaganda". Wenn ich daran denke, wie viele ihre Wellis falsch halten aufgrund der Denkweise, dass nichts daran falsch ist und weil sie es einfach nicht besser wissen... Meine Oma zB hat mir damals sehr viele Belehrungen gemacht, als ich Wellis bekommen hatte, und zwar ICH, für die ich Verantwortung tragen musste und auch die Tierarztkosten tragen musste.
                    Da waren so viele bekloppte Ratschläge dabei, da dreht es einen förmlich den Magen um! Da ich mich damals durch unterschiedliche Wellensittich-Bücher durchgearbeitet hatte und ich auch nicht den Unsinn meiner Großmutter übernommen hatte, hab ich kein schlechtes Gewissen. Aber viele übernehmen jahrelange Traditionen und manche Sachen wie diese Plastikvögel gibt es ja noch immer zu kaufen! Gehört doch eigentlich verboten.
                    Generell sollte alles verboten werden, was keiner tierartgerechten Haltung entspricht. Ich frage mich immer wieder, warum es noch so viele Plastikvögel zu kaufen gibt, ebenso Spiegel und kleine Käfige...

                    Bzgl. dem Futter:
                    äh, was kann man hier so sehr falsch machen, wenn man auf die Inhaltsstoffe achtet und sich vorab informiert hat, was für die Wellis gut ist und was nicht.. dann kann man hier herzlich wenig falsch machen... man darf eben auch hier nicht alles kaufen, was angeboten wird, und man sollte sich natürlich informieren. Aber das wird doch hoffentlich jeder tun, der sich ein Haustier zulegt, egal welcher Art?
                    Verfettung einzelner Tiere ist heute noch weniger möglich als früher... früher wurden sie meist in einem Käfig gehalten ohne Freiflug, in den Mischungen waren auch viele Sachen drinnen, die alles andere als gesund waren... Grünfutter wurde so gut wie gar nicht angeboten..
                    Heute: Freiflug, riesige, artgerechte Käfige, abwechslungsreiche Ernährung, bei den Mischungen wird auch mehr darauf geachtet, was drinnen ist und was nicht... also Überfettung und Leberprobleme sollten heutzutage nicht weit verbreitet sein.
                    Gegen Tumore kann man natürlich nichts machen, aber so wie bei uns Menschen kann man auch bei gesunder Ernährung Tumore bekommen, Krebs usw. Das liegt meist an den Genen... so auch bei Wellis.
                    Klar, nicht alles kann man auf die Überzüchtung münzen, aber dennoch das meiste.

                    @Haarmonster: deinem Text entnehme ich, dass deine Wellis früher auch alt geworden sind und nicht umgekehrt? Habe ich irgendetwas überlesen?

                    @Brutbedingungen: ja, hier sind sicherlich einige Fehler dabei.. ich selbst trau mich überhaupt nicht drüber, man kann hier so viele Fehler machen.. Züchten bedeutet so viel Verantwortung. Puh... Da muss man sich dem echt gewachsen fühlen!

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                      #25
                      Zitat von Wellensittich-Liebhaberin
                      Bzgl. dem Futter:
                      äh, was kann man hier so sehr falsch machen, wenn man auf die Inhaltsstoffe achtet und sich vorab informiert hat, was für die Wellis gut ist und was nicht.. dann kann man hier herzlich wenig falsch machen... man darf eben auch hier nicht alles kaufen, was angeboten wird, und man sollte sich natürlich informieren. Aber das wird doch hoffentlich jeder tun, der sich ein Haustier zulegt, egal welcher Art?
                      Verfettung einzelner Tiere ist heute noch weniger möglich als früher... früher wurden sie meist in einem Käfig gehalten ohne Freiflug, in den Mischungen waren auch viele Sachen drinnen, die alles andere als gesund waren... Grünfutter wurde so gut wie gar nicht angeboten..
                      Heute: Freiflug, riesige, artgerechte Käfige, abwechslungsreiche Ernährung, bei den Mischungen wird auch mehr darauf geachtet, was drinnen ist und was nicht... also Überfettung und Leberprobleme sollten heutzutage nicht weit verbreitet sein.
                      Gegen Tumore kann man natürlich nichts machen, aber so wie bei uns Menschen kann man auch bei gesunder Ernährung Tumore bekommen, Krebs usw. Das liegt meist an den Genen... so auch bei Wellis.
                      Klar, nicht alles kann man auf die Überzüchtung münzen, aber dennoch das meiste.
                      Klar - wenn du von den Standards ausgehst, die die Halter vorweisen, die sich über Haltungsfragen informieren und in Foren wie diesem aktiv sind. Das ist aber leider nicht die Norm, sondern wohl eher die Ausnahme.

                      LG

                      sweet4

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                        #26
                        Wie meinst du das? Meinst du mit Standards jetzt die Wellis oder die heutigen Haltungs-Standards?

                        naja... jeder Halter wird sich ja wohl oder übel über die Ernährung informieren! Ob beim Kauf eines Wellis oder wenn jemand in der Zoohandlung nachfragt. Keiner wird blindlings einfach etwas Kaufen, ohne zu wissen, ob es für die Wellis geeignet ist?

                        Wenn sich jemand einen Hund, eine Katze, einen Hamster, eine Ratte, einen Papagei oder sonst etwas kaufen möchte, dann wird sich doch wohl jeder vorab informieren und nicht einfach blind eine Packung kaufen, ohne nachzusehen, ob das überhaupt geeignet ist und was drinnen ist? Das sollte keine Ausnahme sein, sondern die Regel.. egal bei welchem Tier...

                        Und sollte ich jemanden kennen, der einfach blindlings losläuft und falsches Futter kauft, dann würde ich mit dem ein ernsthaftes Gespräch führen. Bisher ist mir in dieser Hinsicht zum Glück nur meine Oma untergekommen bzgl. ihrer Katzen... aber ansonsten kenne ich eigentlich nur verantwortungsvolle und liebende Tierhalter, die sich um ihre Tiere kümmern. (meine Oma tut das zwar auch, aber natürlich zu viel des Guten u Co. aber bei solchen Dingen spreche ich die Person immer darauf an)

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                          #27
                          Zitat von Wellensittich-Liebhaberin
                          Wie meinst du das? Meinst du mit Standards jetzt die Wellis oder die heutigen Haltungs-Standards?

                          naja... jeder Halter wird sich ja wohl oder übel über die Ernährung informieren! Ob beim Kauf eines Wellis oder wenn jemand in der Zoohandlung nachfragt. Keiner wird blindlings einfach etwas Kaufen, ohne zu wissen, ob es für die Wellis geeignet ist?
                          Ich meinte damit die Haltungsstandard. Ich bin davon ausgegangen, dass es aus dem Kontext meines Beitrags ersichtlich ist.


                          Schön wäre es! Das entspricht oftmals leider nicht der Realität. Ich glaube, hier können einige User einiges darüber erzählen, was die "Fachkompetenz" vom Zoofachhandels-Verkäufer angeht. Der Verkauf und Kauf von tierschutzwidrigem Welli-Spielzeug wie Spiegel und Plastikvogel widerspricht der Behauptung, dass sich jeder vor dem Kauf sachkundig macht. Der große Kleintieranzeigenmarkt mit dem Weiterverkauf von Wellensittichen widerspricht auch der Behauptung, dass die Anschaffung wohlüberlegt ist. Aber damit kommen wir zu weit vom Thema ab.

                          LG

                          sweet4

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                            #28
                            Zitat von sweet4
                            Ich meinte damit die Haltungsstandard. Ich bin davon ausgegangen, dass es aus dem Kontext meines Beitrags ersichtlich ist.
                            Gut, danke! Nein, davon bin ich eigentlich auch ausgegangen, vom Kontext her hätte ich es auch so verstanden, aber mit "vom Halter vorweisen" war ich dann etwas verunsichert

                            bei uns in Ö darf man Wellis sogar wieder zurückbringen in die Zoohandlung, wenn sich die Tiere zB nicht verstehen usw.
                            also auch bei einem unüberlegten Kauf. Ich bin bisher zum Glück nur kompetenten Verkäufern begegnet! Aber das ist wirklich ein anderes, aber auch sehr interessantes Thema!

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                              #29
                              eigentlich hatte ich den vorherigen Beitrag editiert, aber das darf man nur innerhalb von 15 Minuten.. naja, fürs Schreiben habe ich scheinbar länger gebraucht - entschuldigt die Beiträge hintereinander!

                              Edit:
                              @Haarmonster
                              natürlich, da bin ich deiner Meinung, dass man kann nicht jede Ernährung auf alle anwenden kann!

                              Bzgl. dem Alter: deinem Text ist zu entnehmen, dass deine Tiere damals ja auch älter geworden sind, zB dein Methusalem 13-14, und die anderen waren auch zwischen 9-11, alle anderen zwischen 4-5, eine Henne leider zu früh und ein paar starben auch jünger, aber die hast du nicht genauer erläutert. Dann 7-8, einer 2 1/5, und aktuell 7-8, 5-6, 5 und eine Neue. Also würd ich sagen, dass du einen guten Schnitt bei deinen Vögelchen hast
                              Aber bei den meisten sterben die Wellis derzeit leider zu früh. Als ich noch ein Kind war, wurde ein Wellensittich meist 12-14 Jahre alt.. heutzutage werden die schon als Methusalem angesehen, damals war das normal... und das ist ca 10-15 Jahre her...

                              Natürlich spielt alles miteinander eine Rolle: Überzüchtung, richtige Haltung, richtige Ernährung, richtige Krankheitsbehandlungen usw. Das ist klar.

                              Also ich weiß nicht, wie das bei euren Zoohandlungen ist, aber bei uns gibt es für jede Abteilung und jede Art einen spezialisierten Verkäufer, der sich auch dementsprechend bei den jeweiligen Tieren auskennt. Einer zB für Vögel, einer für Reptilien, einer für Katzen, Hamster usw.

                              Auch wenn hier natürlich auch ein Unterschied zwischen zB Wellensittich und Papagei besteht. Und unsere VK sagen sogar, wenn sie sich in einem Gebiet nicht auskennen.
                              Anders jedoch bei den Tierärzten... die könnt ich alle miteinander aufn Mond schießen! Manche I* geben einfach nicht zu, wenn sie sich nicht auskennen... und darunter leidet dann natürlich das Tier!


                              Ich finde es gut, dass du nicht jedem gleich immer alles glaubst. Darf ich fragen, was dein Piepmatz nicht fressen durfte und überall vorhanden ist?

                              Ich bin sehr froh, noch nicht mit Leberproblemen konfrontiert worden zu sein. Ich hoffe, das bleibt so!

                              LG

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                                #30
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                                Ich hatte meinen Beitrag extra mit Überschriften gegliedert, die eigentlich so missverständlich nicht sein können:

                                Meine eigenen Erfahrungen in der Vergangenheit:
                                Zum einen wurden meine bisherigen Wellis bis zur Haltungsänderung allesamt nicht alt, ausgenommen mein erster (Einzel-)Welli vor 30 Jahren: der war zwischen 9 und 11 Jahre alt (wirklich alt ist das aber auch nicht!). Genau weiß ich das ohnehin nicht mehr. Alle nachfolgenden Wellis erreichten bestenfalls ein Alter von 4-5 Jahren, eine Henne starb sogar ohne ersichtlichen Grund wenige Monate nach dem Kauf. Damals gab es noch kein Internet und außerdem wusste ich nichts von einem vkTA. Die meisten von ihnen starben vermutlich an Kropfentzündungen, Megas oder Trichos u.ä.. Wäre aus der heutigen Sicht sehr leicht zu behandeln und die Vögel wären sicher sehr viel älter geworden.
                                Außerdem hatte ich damals immer Jungvögel aus Zoohandlungen gekauft. Sie waren also nicht aus einer schlechten Haltung im Gegensatz zu den Tieren, die ich heute beherberge. Die stammen zumindest zu einem Teil aus sehr schlechter Haltung.

                                Erst vor einigen wenigen Jahren änderte ich so manches in meiner Haltung und ich erfuhr übers Internet, dass es Tierärzte gibt, die vogelkundig sind.
                                Seitdem habe ich es nur ein einziges Mal erlebt, dass ein Vogel nicht das dritte Lebensjahr erreicht.

                                Die letzten Verstorbenen:
                                Örmelchen war unser Methusalem mit geschätzten 13-14 Jahren. Trotz all ihrer Krankheiten und Behinderungen (deformierte Beinchen, die sie seit ihrer Kinderstube hatte) wurde sie also sehr alt!
                                Suse war geschätzt 7-8 Jahre alt und hatte PH und ein Leberproblem.
                                Idefix hatte ein Leberproblem und wurde nur 2,5 Jahre alt (Haltungsfehler meinerseits, bezüglich des Futters schließe ich nicht aus)

                                Aktuell leben bei mir:
                                Jene, die schon seit ein paar Jahren hier sind, hatten eine längere Zeit leider zu fettreiches Futter, welches mir übers Internet wärmstens empfohlen wurde. Damit sind Langzeitschäden alleine aufgrund des Futters nicht auszuschließen.

                                Strolch, geschätztes Alter 7-8 Jahre, aus schlechter Haltung (sehr viele Tiere wurden beschlagnahmt), hatte bisher eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und wahrscheinlich eine "schwache Niere"
                                Mistik, geschätztes Alter 5-6 Jahre, Lipom und schlechte Verstoffwechselung von Jod
                                Zigge, Alter knapp 5 Jahre, trotz Megas seit 4 Jahren!
                                Die Neue zähle ich mal noch nicht wirklich dazu, da ich noch zu wenig über sie weiß. Laut Ring ist sie 9 Jahre alt und bekam bisher das handelsübliche Futter.

                                Im Schnitt kann ich also nicht behaupten, dass meine Vögel früher älter wurden, im Gegenteil!
                                Ich sprach von Vögeln aus der Vergangenheit, also vor rund 10-30 Jahren!

                                Örmelchen starb ja erst vergangene Woche und zählt damit zu den letzten Verstorbenen. Suse starb ebenfalls erst dieses Jahr.

                                Jene die aktuell bei mir leben, sind ja noch nicht verstorben, also das endgültige Alter noch gar nicht bekannt! Trotzdem haben sie meine Vögel aus der Vergangenheit (bis auf meinen ersten Einzelwelli) schon jetzt im Schnitt überlebt.

                                Und warum sollte ich etwas genauer erläutern, wenn ich es nicht mehr genau weiß? Eine Todesursache ist außerdem nicht bekannt, weil ich damals, wie ebenfalls schon im Beitrag erwähnt, keinen vogelkundigen TA hatte. Bei mindestens 2 Tieren erinnere ich mich aber, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach etwas war, das man sehr gut hätte behandeln können, wenn der TA sich ausgekannt hätte: Trichos oder/und eine Kropfentzündung.

                                Darf ich fragen, was dein Piepmatz nicht fressen durfte und überall vorhanden ist?
                                Dabei handelte es sich um meine Nymphenhenne, die viel zu fett ist. Sie sollte keine Sonnenblumenkerne mehr bekommen, da diese sehr fettreich sind. Dass es noch andere ähnlich fettreiche Saaten gibt, wusste der TA offenbar auch nicht. Jedenfalls empfahl er ausschließlich Futtermischungen, in denen Kardi-, Sonnenblumenkerne und ähnliche Saaten anteilig mit den größten Teil des Futters ausmachten. Finde ich sehr unglaubwürdig. Und weil er meinen Futterhändler nicht kennt, konnte er eine mitgebrachte Liste meiner Futtermischung für Nymphen auch nicht bewerten. NOCH fragwürdiger

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