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Heute mußte ich Berti gehen lassen
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Berti war in meinem kleinen Schwarm immer der kleinste und irgendwie verhutzelste von allen (wenn das ein Wort ist) - als ich ihn bei der Züchterin sah, wollte ich ihn sofort haben. Wahrscheinlich war er der jüngste oder schwächste im Nest, daher wurde er von seinen älteren Geschwistern immer drangsaliert und herumgestoßen. Er wirkte immer so, als hätten seine Federn Schaden genommen und auch sein Körperbau, da er das erste Jahr über immer etwas krumm und verwachsen wirkte.
Mit der Jugendmauser kam dann aber ein lieber, kleiner Kerl mit wunderschönem Gefieder zum Vorschein, der sich mit allen im Schwarm gut vertrug und alle lieb hatte - wir hätten ihn auch Guildo nennen können (er hat uns alle lieb) oder Dirk (wie Bach): klein, dick, rund, und immer zu Späßen aufgelegt. Als dann noch Krümel und Einstein dazustießen, war es zwischen Krümel und Bert im Prinzip Liebe auf den ersten Blick: Die beiden wurden unzertrennliche Freunde und machten alles zusammen, und Krümel wurde nicht müde, seinen Kumpel nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen.
Leider war die Zucht, aus der Bert stammte (und mit ihm noch Cheesecake und Fussel) nicht die allerbeste, und so war auch bei Bert die Sollbruchstelle schon eingebaut: Letztes Jahr um diese Zeit fiel mir auf, daß Berti immer ein Füßchen entlastete, weil es ihm offensichtlich wehtat. Außerdem setzte er immer dickere Häufchen ab, was mich einen Tumor befürchten ließ. Ein Röntgenbild zeigte, daß seine Leber ziemlich verfettet war und zudem seine Hoden ziemlich vergrößert waren, sodaß sie auf einen Nerv im Bauchraum drückten. Außerdem hatte er ordentliche Schwimmringe an Fett um die Kloake angelegt, sodaß der Ausgang ziemlich versperrt war (mein Leben mit 300 Kilo auf Sittichniveau).
Strenge Diät (von 52 auf 45 Gramm, immer noch viel für einen Hansibubi) und reduziertes Programm im Wüstenmodus halfen ein wenig, aber Krümel konnte nicht aufhören, Berti zu füttern - sie zu trennen hätte bedeutet, ihnen Stress zuzufügen.
Als die Hitze in den letzten Wochen ihren Höhepunkt erreicht hatte und nicht nur wir, sondern auch die Vögel massive darunter zu leiden begannen, zeigte Berti wieder Schwierigkeiten beim Häufchen absetzen. Ich zog also wieder die Diätbremse (noch ein bißchen strenger), aber irgendwie wollte es nicht besser werden, im Gegenteil: Berti fing an, piepsend nach Luft zu schnappen, und nur zeitweise war es nachts bei hm so entspannt, daß er mal Atem holen konnte. Immer öfter mußte ich die Kloake von Kotballen befreien, damit er Ballast abwerfen konnte - heute morgen war es so schlimm, daß ich mir einen Termin beim vkTA in der Gegend holte. Krümel mußte ich die Nacht über in ein anderes Häuschen sperren, weil er Bert mit seiner Zuneigung fast erdrückte - heute Mittag kuschelten die beiden ausgiebig, und Krümel kroch fast in Berti hinein. Und dann mußten wir fahren.
Das Röntgenbild verschlug mir die Sprache, da der voriges Jahr noch einigermaßen konturierte Bauchraum nunmehr nur noch durch die massiv angeschwollene Leber ausgefüllt wurde. Raum für Lungen und Herz war im Prinzip nicht mehr vorhanden. Wir zogen in Erwägung, Bert über 24 bzw. 48 Stunden stationär aufzunehmen, auch wenn die Prognose 70:30 zu seinen Ungunsten stand. Das hätte aber bedeutet, daß Berti nicht nur ohne seinen Schwarm, seinen Kumpel Krümel und die vertraute Umgebung hätte sein müssen - hätte sich in der Zwischenzeit sein Zustand verschlechtert, wäre die Ärztin in der Pflicht gewesen, den kleinen Kerl ohne mein Beisein zu erlösen, und das wollte ich nicht. Daher entschloss ich mich, Berti einen letzten Freundschaftsdient zu erweisen und ihn erlösen zu lassen, damit er nicht länger leiden mußte. Er schlief friedlich in meiner Hand ein, und das Wasser in seiner Lunge verließ den kleinen Körper. Was zeigte, wie schlimm es schon um ihn gestanden hatte.
Zuhause stellte ich den kleinen Körper für seine Freunde hin, damit sie sich verbaschieden konnte -- Fussel war völlig entsetzt in Panikhaltung, Cheesy äugte beunruhigt auf seinen gegangenen Freund, und Krümel schreit sich seit zwei Stunden die Seele aus dem Leib und versteht nicht, was los ist.
So schön die Augenblicke sind, die einem diese kleinen Vögel schenken, so schrecklich ist der Preis, den man dafür bezahlen muß.
Immer.
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Fanny
Hallo Stephen,
das ist wirklich schlimm, der arme Berti! Und auch sein Freund Krümel, was der jetzt durchmacht.
Es tut mir sehr leid für euch. Guten Flug für den schönen Grünling Berti
🌳🌳🌳🌾🌾🌾
Drüben wird er nicht alleine sein, dort warten ja so viele...
Ich wünsche euch, dass ihr das alle gut verarbeiten könnt, vor allem sein Witwer Krümel
.
Einen naturgrünen Berti hatte ich auch mal. Er wurde 7 Jahre alt und starb an einem Hodentumor.
Herzliche Grüße
die Fanny & Co. mit Felo Susanne
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Nelly2008
Unser Beileid zum vorausflug..
Berti komm gut ins Hirseland und lass dich von den anderen in Empfang nehmen..
Dir liebe fusselmolly Kraft für dich und deinen Schwarm.
LG Tanja und die budgielove Familie
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Es tut mir sehr leid, dass Berti seinen letzten Flug ins Regenbogenland antreten musste.
Mein Beileid zum schmerzlichen Verlust.
Auch wenn es nie ein leichter Weg ist, einer seiner Lieblinge gehen zu lassen, so hast du Berti
heute nochmal gezeigt wie sehr du ihn lieb hast indem du ihn von seinem Leid erlösen ließt.
Nun fliegt Berti mit all unseren vorausgeflogenen Lieblinge im Hirsenland seine Runden
und kein Leid oder Erkrankung kann ihm jemals wieder etwas anhaben.
Zurück bleiben die Erinnerungen, die einem nach der Trauerphase wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern,
wenn man an die schönen Zeiten mit Berti denkt.
Ich wünsche dir und Krümel viel Kraft und Trost in der Zeit der Trauer.
Berti dir alles Gute im
Mitfühlende Grüße
Tine
Liebe Grüße
Tine und ihre neun Zwerge
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Roya
Mein aufrichtiges Beileid zum Vorausflug von Berti
Freud und leid liegen immer so nah beieinander. Er hatte ein tolles Leben mit seinen Freunden und wacht nun über sie und über dich
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Danke für die lieben Worte.
Wir haben Berti gerade an der Mauer am Feldrain begraben, sodaß wir und seine Kumpels ihn vom Wohnzimmer aus sehen können. Dort liegen auch schon Molly (2022), Schneewittchen (2024) und Eddy (2025).
Was besonders schade ist: Berti waren gerade mal zwei Jahre hier vergönnt. Nur mein erster Fussel (1996 - 1997), der an einem Lebertumor starb, hatte noch weniger Zeit und noch nicht einmal die Jugendmauser richtig hinter sich gebracht.
Krümels Kontaktruf heute Morgen dauerte beinahe zwei Stunden.
Zuletzt geändert von fusselmolly; 07.07.2026, 10:49.
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Auch von mir liebe Worte zum Heimflug von Berti
.Die Trauer ist immer groß wenn ein Familienmitglied geht.Hoffentlich trauert Krümel nicht so lange. Alles Gute für Euch
Liebe Grüße von den Piepsies aus Halle-Saale
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Auch von mir herzliches Beileid zum Vorausflug von Berti. Wo er jetzt ist, wird es ihm wieder gut gehen und ihr werdet euch wieder sehen.
Viele Grüße aus OWL von Siggi, Paulinchen, Albert, Rosemarie und Steffi
Hilde und Hedwig werden immer in meinem Herzen sein.
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