Ich muss mal meine Gefühle hier freien Lauf lassen. Kann also sein, dass man es nicht ganz versteht. Falls Fragen sind, meldet euch einfach.
Diesmal geht's um Merlin 7,5 Jahre alt. Er ist nach dem Tod von Neo mein ältester. Und er hat die Diagnose: PBFD, Lipome und Arthrose... Und ich persönlich habe den Verdacht auf Leberstörung/ Tumor... Er ist in den letzten 2-3 Wochen viel ruhiger geworden. Mag generell weniger zwitschern. Hat auch viel Gewicht zugenommen was wieder meinen Verdacht wegen eines Tumors bestätigen würde.. 65g... Hatte halt mal mitbekommen, dass wenn sie hauptsächlich zu nehmen dass das ein Tumor ist, der sich ausbreitet. Sein Kot ist sehr dünn, hat kaum Form und ist grünlich drum herum... Foto Versuche ich unten dran zu hängen. Gleichzeitig knickt er sein Schwanzfeder so nach unten. Habe selber auch letzte Woche einen Kotballen gefunden und ihn entfernt...
Habe sofort mit meiner Tierärztin telefoniert... Leider war sie letzte Woche im Urlaub... Sodass ich aufgrund der Arthrose und Probleme beim Kot absetzten Schmerzmedis rausgeholt habe... Diese gebe ich ihm täglich einen Tropfen oral, plus Wasser und morgens gibt's gemüse... Da ich der Meinung bin besser Durchfall, als gar keinen Kot... Wie gesagt ansonsten ist er mit den Medis wieder etwas besser drauf... trotzdem können Schmerzmedis natürlich auch über die eigentliche thematik hinweg täuschen. Ansonsten frisst er gut und sondert sich nicht ab, ist generell nur ruhiger (kaum noch quatschen) und mag nicht mehr fliegen. Das kann natürlich hauptsächlich an der Arthrose liegen. Oder an seinem Übergewicht... Das mit den Schmerzmedis ist mit der Assistentin von meiner Tierärztin besprochen und ganz wichtig, natürlich keine Dauerlösung.
Habe jetzt für morgen einen Termin...
Ich mache mir solche Sorgen... Er ist wie mein Kind... Und mache mir solche Vorwürfe... Hätte ich doch in die andere Praxis fahren sollen? Die vielleicht ihn direkt erlöst hätten? Die machen weniger Diagnostik sind aber besser als gar nicht zum Tierarzt zu gehen... Zudem sind sie auch viel weiter weg... Ich lasse gerade zum ersten Mal meine ganzen Gefühle raus, sitze hier und Weine... Einfach weil ich das Gefühl habe, ihn morgen gehen lassen zu müssen... Ich habe das so im Gefühl... Und ich schreibe das hier, damit andere vielleicht früh reagieren können. Denn meine Tierärztin meinte, lieber einmal zuviel zum Tierarzt fahren, als einmal zu wenig... Viele Körnchengeber*innen gehen erst wenn es zu spät ist... Und ja, ich habe mit ihr bereits Mail Kontakt gehabt...
Mir ist es ganz wichtig zu sagen: mir ist bewusst, dass Schmerzmedis so zu geben ohne genau die Ursache zu kennen, generell keine gute Lösung ist... Dennoch war dies die einzige Möglichkeit für mich, ihn ein bisschen zu unterstützen und ihn über Wasser zu halten... Habe mit der Assistentin auch überlegt ob etwas anderes cool ist, dass wäre aber nur ein Experiment gewesen und das Risiko, dass dabei etwas viel schwieriger es raus kommt und meine Tierärztin dann nicht da ist, dass wollten wir beide nicht eingehen. Vor allem weil es sich hier um Merlin handelt, der sowieso schon soviele Krankheiten mitgenommen hat... Da er bisher mein einziger PBFDler ist, habe ich keine Ahnung ob dieser Verlauf normal ist... Weiß aber dass das Virus alle inneren Organe angreift, sowie das Feder und Schnabelwachstum... Habe nur eine Henne gehört, die aber nur 4 Jahre geworden ist...
Von daher freue ich mich, falls ihr eure Geschichten teilen könnt und sagen könnt ob ihr ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht habt... Vielleicht kann ich dann nicht mehr ganz so düster auf morgen schauen...




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