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Wellihaltung aufrecht erhalten?

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    Wellihaltung aufrecht erhalten?

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    Hallo in die Runde,

    seit 2013 habe ich nun mit Freude Wellensittiche gehalten. Immer aus zweiter/dritter Hand. Immer habe ich meinen Schwarm auf 4 Tiere aufgestockt. Letztes Jahr sind dann auch noch 2 Nymphen bei mir eingezogen, die jemand auf der Straße einfach los werden wollte 🥺.
    Wie gesagt, sind viele arme Seelen bei mir eingezogen und aufgeblüht. Leider habe ich im Laufe der letzten Jahre viele der Federbälle ins Regenbogenland ziehen lassen müssen. Meist kamen sie mit Vorerkrankungen, hatten Tumore entwickelt und mussten regelmäßig zum vkTA. Aktuell ist nur noch ein Welli übrig geblieben und die 2 Nymphen, nachdem Anton ganz überraschend am vergangenen Mittwoch einfach die Augen geschlossen hat. Ich bin jedes Mal so traurig und mitgenommen. Ich glaube ich kann das nicht mehr jedes Mal durchleben. Ich bin selbst gesundheitlich sehr angeschlagen und dadurch belastet mich das alles noch einmal zusätzlich.

    Jetzt zu meiner Frage: Stand schon einmal jemand von euch vor der Entscheidung die Vogelhaltung komplett aufzugeben? Was hat euch bewogen entweder weiter zu machen oder tatsächlich aufzuhören? Ich habe bereits bei dem Gedanken ein riesiges Schuldgefühl, da mir meine Tiere wirklich sehr am Herzen liegen…
    Ich möchte nur das allerbeste für sie. Trotzdem weiß ich nicht, ob ich das ewig so weiter machen kann…
    Für eure Erfahrungsberichte oder Gedanken wäre ich dankbar. Liebe Grüße
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    #2
    Hallo Robert (edit: oh, so heißt wohl dein Welli ),

    , deine Überlegungen kann ich gut nachvollzeihen, glaube ich.

    Ich stand vor ein paar Jahren (und letztes Jahr im Dezember dann nochmal) vor der Entscheidung, mich aus Alters- und finanziellen und auch kräftemäßigen Gründen

    für eine einzige Tierart zu entscheiden. Ich hatte damals ein kleines Meerschwein-Rudel und 3 Wellis, die ich abgeben wollte.

    Ich dachte, die Freude an den Meerschweinchen teilt meine Tochter mit mir, deshalb behalte ich sie.

    Für die Wellis habe ich eine Suchanzeige aufgegeben, um sie in ein neues Zuhause vermitteln.

    Das war wie gesagt vor einigen Jahren.

    Es meldeten sich Leute, die schon von ihrem Schreibstil her (z.B. "Ist noch zu haben" und nichtmal ein Fragezeichen dahinter) so unmöglich waren,

    dass sich meine Bindung an die Wellis so verstärkt hat, dass schließlich noch 3 neue Wellis einzogen und der Gedanke an eine Abgabe

    vollkommen aus meinem Kopf verschwand.

    Aber: Aufgrund der durch die Decke gehenden Tierarztkosten könnte ich heute keine älteren Wellis mit bestehenden Baustellen adoptieren,

    bei denen von vorn herein schon hohe TA-Kosten vorprogrammiert sind. D.h. ich nehme überwiegend Jungvögel auf, die ich von Anfang an gesund ernähre

    in der Hoffnung, dass sie sich auch über Jahre gesund entwickeln.

    Meine Meerschweinchen habe ich letztes Jahr im Dezember schließlich abgegeben. Es war ziemlich plötzlich einfach für mich der richtige Zeitpunkt

    und auch das richtige neue Zuhause da. Ursprünglich wollte ich die Haltung auslaufen lassen, d.h. das letzte Schweinchen zur Vermittlung in einen

    Meerschweinchen-Tierschutzverein geben. Mit Rücksicht auf mich selbst und meine derzeitige Situation konnte ich dann die vorzeitige Entscheidung treffen

    und meine 3 letzten Meerschweinchen zogen um. Die Entscheidung war sehr schmerzhaft und gleichzeitig wusste ich die ganze Zeit, dass sie richtig ist.

    Ich weiß, dass es meine Wellis gut bei mir haben und ich ihnen (noch) gerecht werden kann. Auch wenn nix perfekt ist bei uns hier

    Solche Entscheidungen sind ein innerer Kampf.

    Mach es, wenn du fühlst, dass es in deinem Leben der richtige Zeitpunkt ist.

    Wenn du das nicht fühlst, nimm einen Welli auf, oder gib deinen letzten in gute Hände und fokussiere dich auf deine Nymphen.

    Überstürze nichts




    Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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      #3
      Lieben für deine prompte Rückmeldung und die lieben Worte. Du hast vollkommen recht damit, dass man einen inneren Kampf mit sich führt. Ich versuche nichts zu überstürzen, bin aber über den Austausch hier sehr dankbar.
      Ich wünsche dir und deinen Federbällen einen wunderschönen Sonntag

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        #4
        Ich verstehe genau was ihr beide meint.
        Ich stand schon mehrfach kurz davor meine Tiere abzugeben. Weil ich viele Tiere auf einmal verloren habe... Oder weil zwischen durch mein Leben so kompliziert war (damals: Berufsschule, Job und Praktikum), dass ich meine Tiere kaum gesehen habe. Oder auch vor einigen Jahren, wo ich keinen richtigen Job gefunden habe und ich nach meiner Ausbildung von Job zu Job gesprungen bin. Und ich mich gefragt habe, ob und vor allem wie ich mein Leben mit meinen damals 6 Tieren überleben soll. Nun ja, auch letztes Jahr wieder kurzer Zweifel weil ich innerhalb von 3 Jahren zwei Legenoten hatte und ich alles versucht habe, es zu unterbinden... Bisher mit Erfolg... Aber mir würde etwas fehlen .. wenn ich sie jetzt rascheln höre, weil sie über den gemachten Boden rennen, oder das knatschen/knirschen mit dem Schnabel, dass würde mir fehlen. Buddy der mich jeden Mittag wenn er meine Schlüssel hört ruft und erst aufhört wenn ich mich einmal gemeldet habe...

        Ich würde auch sagen, überstürze nichts und lasse es einge Monate im Kopf rumgehen und dann lass dein ❤️ und deinen Verstand gemeinsam entscheiden...
        Falls Fragen sind, melde dich!

        Liebe Grüße von Sharlie Choko und ihren 9 Chaoten:

        Phia, Barry, Pippa, Polly, Charly, Odin, Maddy, Malou, Romeo und Buddy


        Immer unvergessen und im ❤️: Merlin, Kaja, Neo, Finna, Fine, Leni, Toni, Pepe, Snow, Helene, Heiko und Franky

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          #5
          Vielen lieben Dank für deine netten Zeilen! Ich will nichts überstürzen, allerdings will ich meinen Robert auch nicht allzu lange alleine lassen. Ihm fehlt die Gesellschaft und die Nymphen können mit ihm leider nicht viel anfangen. Aber es hilft schon zu wissen, dass ich mit dieser Art Entscheidung nicht alleine bin. Ich wünsche einen wunderschönen Abend 🤗

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            #6
            Hallo dbremer,
            wir sind auch gerade noch in dem Prozess den Du auch durch machst und können Dich gut verstehen.
            Ich kenne es eigentlich nie ohne Wellis, seit ich laufen kann hatte ich immer Wellis, mein Mann kennt es mittlerweile auch nicht mehr ohne. Wir haben immer für unsere Plüschkugeln alles gegeben, egal ob Umbauten oder Tierarzt. In den letzten Jahren haben wir wie Du sehr viele Plüschkugeln verloren, viele durch Tumore, zwei davon sogar obwohl sie gerade mal erst etwas über ein Jahr alt waren. Wir haben uns lange überlegt Aufgabe oder einen neuen Partner dazu zuholen. Toni ist leider etwas gehandicapt und nicht wirklich flugfähig oder nur kurze Strecken, aber das hat uns nie gestört. da ich meist zuhause bin und ihn ggf bei nem Absturz wieder hochsetzen kann. Aber es zerfrisst mich trotzdem ihn so allein sitze zu sehen, zum Glück schnattert er, futtert noch gut (außer das er nicht mehr ganz runter geht und kein Frischfutter mehr nimmt seit Sammy niocht mehr da ist) uns geht auch noch raus.
            Aber man ist immer hin und her gerissen...und man zweifelt immer ob es die richtige Entschiedung ist, zu warten bis jemand eine geeignete/passende Schaukel frei hat oder ob er schon zu lange leidet und man doch wieder einen Partner holt...und wehe er zwitschert wie Sa abend lautstark herum...da können auch mal mal Tränen fließen.
            Versuch in Ruhe in Dich zu gehen und nimm Dir die Zeit die Du brauchst um eine Entscheidung zu treffen....und man darf sich auch umentscheiden.
            Liebe Grüße Tanja

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              #7
              Hallo Tanja, ich weiß genau was du meinst! Mir geht es genauso. Ich möchte immer nur das Beste für die Piepser. Und umso mehr zerreißt es mich meinen Robert jetzt so alleine zu sehen. Er versucht immer wieder mit den Nymphen Kontakt aufzunehmen, aber die sind mit einander beschäftigt und gehen ihm im Zweifel aus dem Weg. Und genau in solchen Momenten zerspringt mein Herz fast. Aber es hat ja niemand gesagt, dass es leicht wäre. Also lieben Dank für deine Nachricht und deine Gedanken zum Thema. Alles Gute auch für euch

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                #8
                Danke, das hoffe ich für Dich und Robert auch🙂

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                  #9
                  Hallo Du,
                  meine 4 Wellis sind inzwischen seit 2019 in der jetzigen Konstellation gewesen und meine Susi ist vor ca. 1 Monat verstorben. Inzwischen fällt mir auch das Putzen und Sauber machen schwerer. Mit nur 3 Wellis ist es aber schon merklich weniger Federn und Kotbällchen.
                  Ich hatte seit ich 12 Jahre alt war immer wieder wellifreie Zeiten und diese auch genossen. Natürlich fehlt am Anfang die Lebhaftigkeit und Unterhaltung der Welli Freunde. Wenn die eigene Lebensqualität mit Haustier mühsam wird und leidet ist es Zeit wieder etwas zu verändern.
                  Ich hatte Wellensittiche oft mir geholt, weil ich etwas Leben in der Bude haben wollte. Zuletzt ist meine Mutter 2020 verstorben, die ich betreut und gepflegt hatte und die Wellis haben uns damals beide sehr viel Spaß und Aufmunterung gegeben. Inzwischen hat sich einiges wieder verändert und ich werde die Wellensittichhaltung aus laufen lassen und den übrig gebliebenen Welli dann in gute Hände geben. Wir verändern uns und das Leben mit uns auch. Vielleicht werde ich mir wieder einmal Tiere in mein Leben holen, vielleicht auch nicht. Momentan habe ich auch niemanden, der in Urlaubszeiten sich um meine älteren Wellis kümmert und so verzichte ich auf eine Reise. Was viele überhaupt nicht verstehen können.
                  Das heißt: Es gibt immer positive und negative Aspekte dafür und dagegen und es gibt immer auch entsprechend Lösungen für entsprechende Entscheidungen. Es gibt auch immer genügend Wellis auf der Welt, die sich freuen bei uns zu sein. Keiner verurteilt dich, wenn du für dich entscheidest.
                  Alles Gute für Dich und Deine Wellensittiche Grüße von Marie

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                    #10
                    Ja ich ich wollte die Wellensittichhaltung aufgeben und vermittelte meine letzte Henne in einen Schwarm . Ja nun es hat sich so entwickelt das mich das Radio nicht glücklich macht. Es hat das Leben in der Bude gefehlt. Ich hab mich wieder zu 2 Wellensittichen entschieden auch wenn ich gesundheitlich angeschlagen bin. Mit Vögel geht's mir einfach besser.

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                      #11
                      Oh man wir stehen auch höchstwahrscheinlich vor einer schweren Entscheidung denn unserer Henne geht es nicht gut und sie hat auch ein schönes langes Leben bei uns gehabt.Alles im Krankheitenthread nachzulesen.
                      meine Frau möchte keinen 2ten welli mehr haben denn es wird persönlich immer schwerer für uns mit den Wellis.Sie würden unseren Günther der ca 6 ist gerne alleine behalten aber ich habe ich gesagt das dies nicht schön für das Tier wäre.Sie meinte es wäre schlimmer für ihn in einer neuen Umgebung aber das finde ich nicht.
                      das größte Problem bei ihm ist das er top fit ist aber sein Schnabel alle 3-4 Wochen gekürzt werden muss.ich würde ihn sogar zu netten Leuten mit Wellis bringen wenn ich wüsste es geht ihm dort gut und es wird sich auch um seinen Schnabel gekümmert.er ist sooo lieb und alles aber durch das ständige fangen und schmalen kürzen nicht mehr zutraulich aber er fliegt jeden Tag,brabbelt dir jeden Tag die Ohren voll!
                      wir wissen echt nicht was wir machen sollen,würde sogar den großen Käfig mitverschenken usw!

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                        #12
                        Alleine halten würde ich euren Hahn auf gar keinen Fall, für ihn wäre ein Umzug in ein neues Zuhause viel weniger Stress als ein ganzes Leben in Einzelhaft. An den Umzug gewöhnt er sich innerhalb weniger Wochen, an ein Leben alleine gar nicht, zumal Einzelhaltung auch tierschutzwidrig ist. Dass der Schnabel regelmäßig gekürzt werden muss, wäre natürlich für die neuen Besitzer eine Belastung, aber vielleicht wärt ihr auch bereit, euch weiterhin an den Tierarztkosten zu beteiligen? Das wäre vielleicht eine Möglichkeit. Wurde euer Hahn schon mal auf Leberprobleme hin untersucht, also z.B. geröntgt oder Blutabnahme? Das wäre so die typische Ursache für übermäßiges Schnabelwachstum.

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                          #13
                          Ja wurde er damals als das das erste Mal auftrat und da war nichts.
                          Das auch das einzige was er hat..Kot sieht immer gut aus,bekommt als Vorsorge auch Silymarin übers Futter und Hepar comp ins Wasser.
                          er ist sehr schlank also auch nicht dick wie unsere Henne.
                          Hoffe wenn dann jemanden zu finden der vllt den Schnabel selber kürzen kann oder vllt sogar beim TA selber arbeitet.
                          Denn das vermitteln wird nämlich deswegen mega schwer und ein 2ter wird zu 100% nicht mehr in die Wohnung kommen wurde mir nochmals deutlich gemacht.
                          Hoffe es findet sich dann jemand der ihn aufnimmt wenn es mal soweit ist

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                            #14
                            Vllt habe ich meine Frau überzeugt noch einmal einen 2ten älteren welli aufzunehmen falls unser Dickerchen es nicht schafft!
                            Morgen früh 8:30uhr wird der Tierarzt angerufen.er schläft zur Zeit echt viel,frisst aber echt viel aber man sieht ihm an das seine erste Krankheit nicht gut ist(1ste Mal krank nach über 10jahren)

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                              #15
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                              Ich kann mich ja nochmal kurz zu Wort melden. Also, ich habe vor ziemlich genau einem Jahr eine Henne übernommen,
                              Die ein dreiviertel Jahr alleine saß. Da sie mit PBFD in Kontakt war (ihr verstorbener Partner hatte es) war klar, sie muss zu mir oder einer guten Freundin weil wir beide bereits Fälle hatten und unsere Schwärme bereits "vorgeschädigt" sind. Sie hat sie eine unheilbare Prellung in beiden Flügeln zugezogen und ist somit Flugunfähig... Das war noch im alten Zuhause... Am Anfang hat sie sich aus Frust die Schwanzfeder gebissen... Aber mittlerweile ist sie wieder Happy... Auch das Schwanz beißen hat aufgehört... Sie kraxelt in einer Geschwindigkeit hier durch die Gegend und springt gefühlte 10m🤣
                              Ich will damit sagen, passt auf, dass eure Tiere die alleine sitzen es nicht zu lange tun. Sie leiden lange still.
                              Habt einen schönen Start in Tag!

                              Liebe Grüße von Sharlie Choko und ihren 9 Chaoten:

                              Phia, Barry, Pippa, Polly, Charly, Odin, Maddy, Malou, Romeo und Buddy


                              Immer unvergessen und im ❤️: Merlin, Kaja, Neo, Finna, Fine, Leni, Toni, Pepe, Snow, Helene, Heiko und Franky

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