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Räumliche Trennung meiner Wellensittiche?

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    Räumliche Trennung meiner Wellensittiche?

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    Hallo ihr Lieben,

    vielleicht hat ja einer von euch auch schon diese oder eine ähnliche Erfahrung gehabt und kann mir weiterhelfen.

    Kurz zur Erläuterung: Ich habe momentan 5 Wellensittiche. Von diesen sind 2 kerngesund und flugfähig. Bei den anderen sieht es etwas anders aus.

    Peter hat plötzlich sein Augenlicht verloren, hat aber sonst keinerlei Einschränkungen.

    Dieter ist, schon seit ich ihn bekommen habe, durch einen früheren Knochenbruch in seinem Flügel flugunfähig. Außerdem hatte er von Anfang an eine Kralle weniger wodurch er etwas Schwierigkeiten mit dem Klettern am Käfig hat. Er hat jetzt seit circa einem Jahr sein linkes Auge beschädigt. Der Tierarzt sagte, es sei quasi nicht mehr vorhanden durch einen zu niedrigen Augeninnendruck. Er hat dort aber keine Schmerzen, nur eben kein Sehvermögen auf diesem Auge mehr.

    Hella, die Partnerin von Dieter, hat sich wohl bei einem Sturz (den wir leider nicht mitbekommen haben) die Schulter ausgekugelt. Das wurde auch bereits ärztlich abgeklärt und uns wurde gesagt, dass wir das mit Schmerzmitteln behandeln können und dass es sich im Laufe der Zeit versteifen wird (was nun auch passiert ist). Sie ist also auch flugunfähig, aber fit im Klettern (im Gegensatz zu Dieter).

    So, nach dieser Krankheitserläuterung nun zu meiner Frage: Macht eine räumliche Trennung des Schwarms eventuell Sinn?

    Die Frage ist bei mir aufgekommen, da Dieter wirklich sehr häufig (mind 5 mal täglich) beim klettern o.ä. abstürzt und vermutlich von einer Einrichtung mit mehr Seilen, Stangen und Rampen (und evtl. einer geringeren Käfighöhe) profitieren würde. Es tut mir immer sehr leid zu sehen oder hören wie er immer wieder abstürzt. Auch seiner Partnerin Hella würde das wahrscheinlich nicht schaden. Der Gedanke war, dass so Hella und Dieter eine Einrichtung bekommen, die zu ihren Bedürfnissen passt ohne Eddie und Anni (die gesunden Vögel) Platz zum Flattern im Käfig zu nehmen.

    Dann stellt sich natürlich die Frage: Wohin mit Peter, denn er ist komplett blind, eine neue Einrichtung ist da ja schwer umsetzbar. Da er die momentane Einrichtung noch von seinen Tagen als sehender Vogel kennt kommt er ziemlich gut klar. Sozial gesehen müsste er dann aber eigentlich mit in den neuen Käfig weil er sozial zu Dieter und Hella gehört und Eddie und er häufiger mal anecken.

    Habt ihr vielleicht irgendwelche Ideen, wie ich es erreichen kann, das jeder Vogel möglichst das bekommt was er braucht? Ich bin auch offen für komplett andere Ideen oder Ratschläge

    Vielen Dank schonmal im Vorraus! :-)
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    #2
    Hallo Jalon11,

    da hast du aber eine schwierige Entscheidung zu treffen.
    Haben deine Wellis ein eigenes Zimmer? Denn dann würde ich es für die Nichtflieger behindertengerecht einrichten. Käfig evtl auf dem Boden oder nur leicht erhöht, viele Klettermöglichkeiten und viele Leitern, die überall hinführen, wo auch die Flieger sitzen. Einen zweiten Käfig für die Flieger, der höher steht. So können die Nichtflieger entscheiden, wo sie lieber sind. Trennen würde ich sie nicht.
    Warum stürzt Dieter denn ab, weil er versucht loszufliegen oder weil er sich nicht halten kann?

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      #3
      Hallo SteffiW,

      Leider habe ich kein separates Zimmer für meine Wellis, sie sind bei uns im Wohnzimmer. Deswegen ist ein Käfig in Bodennähe auch nicht wirklich umsetzbar.

      Dieter stürzt immer ab weil er sich nicht halten kann, ich nehme an dass es auch an seiner fehlenden Kralle liegt. Früher war das noch nicht so schlimm, da war er ein richtig flinker und sicherer Kletterer und ist seiner Hella überall hin gefolgt. Aber jetzt ist er schon ein bisschen älter, circa 7 Jahre alt, und einfach nicht mehr so sicher. Ich habe schon ein paar mehr Seile und Äste im Käfig angebracht, aber er benutzt sie eigentlich gar nicht, ich nehme an aus Gewohnheit. Auf dem Käfig sind auch noch Spielplätze und Knabberspielzeug und ich habe das alles durch Seile mit dem Käfigeingang verbunden sodass er leichter hoch und wieder runter kommen kann. Früher hat er das auch ständig benutzt, aber mittlerweile verlässt er den Käfig eigentlich gar nicht mehr und bleibt lieber drin.

      Ich habe jetzt erstmal den Käfigboden mehr gepolstert sodass er sich hoffentlich nicht mehr so wehtut wenn er dann mal wieder fällt. Da er leider die Sachen nicht annimmt die ich ihm zur Erleichterung im Käfig anbringe, kam mir halt der Gedanke von einer Auftrennung des Schwarms und einem kleineren Käfig mit geringerer Fallhöhe, aber das wäre für den blinden Peter einfach nicht so gut. Ich möchte nicht riskieren, dass er dann nicht mehr richtig klarkommt. Ich bin ja froh dass er noch so munter und mobil ist und im momentanen Käfig gar keine Probleme mit der Orientierung hat, das möchte ich ihm eingentlich nicht nehmen indem ich ihn in einen neuen Käfig packe. Aber da ich ihn und Dieter auch nicht trennen kann glaube ich auch dass eine Trennung doch nicht die ideale Lösung ist…

      Da muss ich wohl noch ein bisschen weiter überlegen und Dieter noch ein paar andere Sachen anbieten bis er sich hoffentlich irgendwann mal unterstützen lässt :-D

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        #4
        Hallo Jalon 11

        Das ist wirklich schwierig wenn man gesunde und gehandicapte Wellis hat.

        Ich würde sie nicht trennen sie kennen sich doch alle und es funktioniert doch so gut miteinander oder ärgern die gesunden die anderen?

        Ich denke für Peter wäre es furchtbar wenn er plötzlich seine gewohnte Einrichtung und Käfig verliert da er es ja noch kennt als er sehen konnte.

        Kannst du vielleicht um den Käfig herrum etwas abpolstern das er weich fällt.
        Vielleicht kannst du es ja mal mit Kork Brettchen versuchen die sind nicht so hart vielleicht nimmt er die an ?

        Wie groß ist den dein Käfig? Kannst die vielleicht vorne ein kleines Tischchen hinstellen wo du dann polsterst wenn er fällt?

        Wären erstmal so meine Ideen

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          #5
          Ich finde, du hast das schon sehr gut gelöst. Ich habe damals meinen Käfig mit weichen Froteehandtüchern gepolstert, darüber nicht Küchenpapier und die Einstreu. Solange sie sich gut verstehen ist alles gut. Und ob Dieter sich an einer Leiter besser halten kann musst Du ausprobieren.

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            #6
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            Hallo Jalon11,

            unser Cupake ist auch relativ plötzlich erblindet. Die anderen 3 haben ihn dann ziemlich drangsaliert und oft verscheucht. Ist schon krass, wie die Wellis manchmal mit Kranken umgehen. Cupcake war dadurch sehr auf Abwehr eingestellt, so dass er immer wenn sich ein anderer Welli neben ihn gesetzt hat erstmal in die Richtung gehackt hat, auch wenn der andere erstmal freundlich gesinnt war. Natürlich hat Cupcake dann den kürzeren gezogen. Daher haben wir ihn erstmal in einen anderen Käfig gesetzt, weil wir nicht wussten, was wir machen sollten. Unsere Beobachtung, die für Dich vielleicht interessant ist: er konnte sich überraschend schnell in dem anderen Käfig orientieren und Wasser, Futter und Schlafplatz finden. Ich glaube es waren nur 2-3 Tage. Wir haben das natürlich gut beobachtet und am Anfang von Hand Futter und Wasser dazugegeben. Es kann also schon klappen Deinen Peter mit den anderen in einen neuen Käfig umzuziehen.

            Allerdings war Cupcake in seinem Käfig alleine, so dass er die meiste Zeit herumsaß. Nach einer Weile haben wir ihn daher in den anderen Käfig zurückgesetzt. Wir hofften, er hat sich vielleicht inzwischen an seinen Zustand gewöhnt und kommt besser klar. Das schien auch so zu sein. In seinem alten Käfig hat er auch sehr schnell gemerkt wo er war und ist sofort wieder an seine alten Plätze gegangen. Er hat sich mehr auf dem Boden aufgehalten, dadurch kam es weniger zu Konflikten mit den anderen und die Lage hat sich entspannt. Insgesamt waren wir sehr überrascht, wie gut er mit seiner Blindheit die Käfigwechsel gemeistert hat.

            Ein gutes Ende hat es im Falle von Cupcake allerdings leider nicht genommen. Die Erblindung kam wohl durch einen Schlaganfall und er hat bald darauf noch weitere Schlaganfälle gehabt, so dass wir ihn leider gehen lassen mussten. Eurem Peter wünsche ich, dass er noch viele schöne Wellijahre vor sich hat.

            Zur Haltung von Wellis mit Handicap (nicht nur Erblindung, sondern auch Flug- und Kletterprobleme) gibt es ein Buch, dass ich hilfreich finde. Es heißt "Vogelhaltung mit Handicap". Die Autorin hat auch eine Website mit sehr nützlichen Erfahrungsberichten, aus denen man noch viel mehr lernen kann. Verlinken und Namen nennen darf man hier ja leider nicht. Aber ich denke, wenn Du nach dem Buch googelst und dann nach der Autorin wirst Du auch ihre sehr gute Website finden.

            Liebe Grüße
            Cuppi

            Zuletzt geändert von Cuppi; 31.01.2026, 07:02.

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