Als mein Loki Ende Juli gestorben ist, hat Heimdall auf beiden Seiten Flügelfedern verloren. Nicht alle, aber sie sah total zerrupft aus und ihre schöne gelbe Farbe war stumpf. Nun war sie aber mit Loki gar nicht so eng verbunden. Sie ist ein sehr ruhiger und einzelgängerischer Vogel. Loki, mein geliebter Rabauke, war ihr viel zu wild. Es wollte mir einfach nicht in den Kopf, warum sie so einen Schock bekommen hat.
Inzwischen glaube ich, dass der Schock sich nicht auf Loki bezogen hat, sondern auf den Tod und den Verlust an sich.
Sie ist eine aufmerksame Beobachterin und hatte genau gesehen, wie ich Loki eingefangen, in den Transportkäfig gesteckt und mit ihm das Haus verlassen habe. Und ich kam allein und voller Tränen zurück. Mein kleiner Thor war zuerst ein wenig ruhiger, hat dann festgestellt, dass er jetzt der einzige Hahn im Schwarm war und hat das nicht schlecht gefunden. Odin hat stellenweise gewinselt wie ein Hund und sich eng an ihre Heimdall gekuschelt. Sie hat ihren Schmerz heraus gelassen. Aber Heimdall? Ich glaube, sie hat den Schock in sich hineingefressen. Meint Ihr, dass das sein könnte?
Heute, 3 1/2 Monate später hat Heimdall wieder ihre schöne glänzende Farbe zurück und sieht auch nicht mehr so zerrupft aus. Einzig an ihren Flügeln hat sie noch eine Feder etwas abseits stehen. Sie ist auch wieder lebhafter und hat sich für mich ein neues Spiel ausgedacht. Immer, wenn ich das Grünzeug aus dem Käfig holen will, stürzt sie dorthin - sie ist natürlich vor mir da, weil sie den kürzeren Weg quer durch den Käfig nimmt -, hält das Grün mit einer Kralle fest und versenkt ihren Kopf darin. Ich rede dann leise auf sie ein, versuche sie dazu zu bewegen loszulassen und ich könnte schwören, dass sie das genießt.
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und Moritz
die Fanny & Co. mit Felo Susanne
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