Wenn sie abends in den Käfig gehen sollen, gehe ich meistens zu ihnen herüber und erzähle ein bisschen mit ihnen. Dann sage ich ihnen, dass es Zeit ist nach Hause zu gehen und schiebe ein bisschen meine Hände in ihre Nähe. Dann gehen sie schimpfend alle hinein. (Nur meine Oberhenne Odin bleibt am großen Tor sitzen und wartet bis alle drin sind. Vorher geht sie nicht hinein. Ich erwische sie aber immer, wenn ich ihr sage, dass ihre geliebte Heimdall schon im Käfig ist. Dann sieht sie mich fragend an, ich versichere ihr, dass ich den Rest noch nachschicken werde und schon ist auch Odin im Käfig.)
Thor blieb heute aber einfach am Fenster sitzen. Auch als ich meine Hand ganz nah an ihn heran geschoben habe, rührte er sich nicht. Es fehlten nur Millimeter und ich hätte ihn streicheln können. Dann hat er ganz langsam den Kopf gebeugt und mir mit dem Schnabel ganz sanft vor den Finger gestupst. Für ein paar Sekunden habe ich glatt vergessen zu atmen. Ich habe das Ganze noch weitere zweimal probiert und er hat mir jedesmal wieder leicht vor den Finger gestupst und meine Reaktion beobachtet. Na, ich war auf Wolke 7! Aber Odin hat uns beide knallhart in die Wirklichkeit zurückgebracht, indem sie im Käfig anfing zu zetern, wo denn jetzt die Hirsehand bleibt?! Da sie uns beide ja gut erzogen hat, ging Thor in den Käfig und ich habe umgehend die Hirse bereit gehalten.
Doch ganz ehrlich, ich hätte nie mit einem solchen Liebesbeweis von Thor gerechnet nach der langen Zeit.
image007.jpg
Mein kleiner Herzensbrecher Thor


Kommentar