wir haben seit 1 Monat ein Wellensittichpärchen aus dem Tierheim adoptiert. Sven 3 und Marry 4 Jahre alt. Die beiden haben wohl ihre ersten Jahre in einem kleinen Käfig zugebracht. Sie leben bei uns in einem Vogelzimmer, hätten quasi 24/7 Freiflug aber sie trauen sich nicht wirklich aus dem Käfig. Sie machen jeden Tag Fortschritte und werden zusehend mobiler und freudiger aber den Käfig verlassen sie nur notgedrungen um an etwas Hirse zu kommen. Danach geht´s dann in den Käfig. Sie scheinen so vieles nicht zu kennen. Wenn ich das mit meinen früheren Welli´s ( vor ca. 16 Jahren) vergleiche sind sie in vielem sehr unsicher. Unser Ziel war es von Anfang an einen kleinen Schwarm von 6 Piepmätzen bei uns einziehen zu lassen.
Die nächsten Artgenossen möchten wir gerne wieder aus dem Tierheim holen, doch stellt sich uns die Frage wie wir am besten vorgehen, weil man ja auch gar nicht weiß was die Tiere vorher erlebt haben.
Macht es Sinn den Schwarm direkt auf sechs aufzustocken? Oder ist es besser erst das eine Pärchen und dann das nächste Pärchen einzugewöhnen?
Ich habe das Tierheim noch nicht angeschrieben, da wir sie erst nach unserem Urlaub im Juli holen möchten, damit wir uns dann auch vernünftig kümmern können. Ich weiß allerdings, dass das Tierheim viele Wellensittiche hat und gehe eher davon aus das sie wahrscheinlich dann eine Gemeinschaftsvogliere haben werden. wir möchten jedenfalls zwei bereits verpaarte Pärchen bei uns aufnehmen. Doch was ist wenn sich die vier dann schon aus dem alten Schwarm kennen, besteht da eher die Gefahr, das Sven und Marry von den Vier dann ausgerenzt werden? Weil dann wäre es ja vielleicht besser nach und nach den Schwarm zu vergrößern. Was sind eure Erfahrungen?
Zur Eingewöhnuung haben wir einen zweiten Quarantänekäfig (L80 x B 50 x H 50) besorgt, in dem unsere neuen Familienmitglieder Ihre ersten Tage bei uns verbringen würden ( danach natürlich auch 24/7 Freiflug) .Wir haben die Hoffnung Sven und Marry so aus dem Hauptkäfig zu locken damit sie Ihre neuen Freunde kennenlernen können und das sich die Sechs dann gegenseitig animieren.
Auch sind wir uns nicht ganz sicher wie innig Sven mit Marry verbandelt ist. Seit heute lässt sich Marry zwar füttern, aber sie wirken dennoch eher wie eine Zweckgemeinschaft. Kein kraulen oder wirkliches Schmusen nur seltenes Schnäbeln. Seit gestern spielen wir Ihnen zeitweise Wildvogelgezwitscher vor. Wenn das Fenster geöffnet ist freuen sie sich immer über das Gezwitscher unsere einheimischen Vögel. Das scheint die beiden zu beflügeln. Welligezwitscher möchten wir Ihnen nicht abspielen, weil es nachher falsche Hoffnungen auf Artgenossen bei Ihnen weckt.
Kann es nachträglich noch zu neuer Pärchenbildung und zu Rivalitäten kommen, wenn Welli´s nur als Zwangszweckgemeinschaft zusammen gefunden haben, weil kein anderer Artgenosse da war?
Ich sag schon mal ganz lieben Dank für das Teilen eurer Erfahrungen.
Herzliche Grüße Tanja



und Moritz
Kommentar