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Vergesellschaftung - Ein langer und gut überlegter Wunsch

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    Vergesellschaftung - Ein langer und gut überlegter Wunsch

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    Hallo zusammen,

    ich möchte meine beiden Wellis mit zwei Nymphen vergesellschaften.Von dem Vorhaben selbst werde ich mich wohl nicht mehr abbringen lassen, da ich dies schon sehr lang plane und nun endlich den Platz habe, um dies umzusetzen.

    Ich möchte dies hier gern als eine Art "Tagebuch" nutzen, um euch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen und vor allem auch, von euch auf eventuelle Fehler hingewiesen und verbessert zu werden, oder einfach nur für Tipps.

    Zur Ist-Situation:

    Meine beiden Wellis (Bruce und Brian, 4 und 2 Jahre jung) sind meine kleinen Herzchen. Beide ähneln sich charakterlich sehr. Sie sind unfassbar neugierig, aufgeweckt und ein eingefleischtes Team.
    Der Altersunterschied der beiden kommt daher, dass der Partner von Bruce im Alter von 14 Jahren letzten Sommer friedlich eingebuzelt ist (RIP Johnny, ich trage dich immer noch im Herzen). Bei Bruce und Brian war es "Liebe auf den ersten Blick". Es gab kein fremdeln, keine Skepsis, die beiden waren direkt ein Herz und eine Seele, sehr zu meiner Verwunderung damals. Und dieser Zustand hält bis heute, worüber ich sehr froh bin.
    Die beiden leben aktuell in einem Käfig, welcher grundlegend Platz für vier Wellis bietet. Sie können nach belieben sich frei in Ihrem Zimmer (mein Schlafzimmer) bewegen und fliegen, lediglich zum Lüften ist der Käfig geschlossen.
    Sie besitzen einen großen Vogelspielplatz auf dem sie meistens auch schlafen. Meist gehen die beiden nur zum futtern und trinken rein, bzw. wenn ich putze.
    Ich habe auch eine * Bird Lamp, unter der die beiden sich sehr gern "sonnen". Bei dem Teil war ich am Anfang auch echt skeptisch, kann diese jedoch bedenkenlos weiter empfehlen. Diese ist nicht billig, aber ihr Geld wert.

    Zu meinem Vorhaben:

    Meine beiden Goldstücke sollen mit zwei Nymphen-Hähnen vergesellschaftet werden.
    Aktuell steht der Käfig auf einem Unterschrank, daneben hängt der besagte Vogelspielplatz, daneben soll eine Voliere (1,70m hoch, 80 breit, 60 tief) aufgestellt werden, in welche die Nymphen eingesetzt werden sollen.
    Ziel soll sein, dass die vier sich, wenn es soweit ist, erstmal beschnuppern können. Jede Vogelart soll seinen Rückzugsort haben, also beide Käfige sollen auch dauerhaft erhalten bleiben, verbunden durch den freihängenden Vogelspielplatz.
    Ich möchte die Wellis und Nymphen ca. eine Woche im jeweiligen Käfig halten, damit sich die jeweils anderen an die Geräuschkulisse der anderen gewöhnen können, bzw. die Nymphen sich allgemein eingewöhnen können. In Woche zwei möchte ich dann die Nymphen raus lassen, während die Wellis (leider) noch im Käfig bleiben. Ich möchte das die Nymphen sich einfliegen können, und ggf. über den Vogelspielplatz auch mal bei den Wellis vorbeischauen, zumindest durch den Käfig.
    In Woche drei plane ich dann gemeinsamen Freiflug bzw. ein direktes "Treffen".
    Natürlich sind die zeitlichen Abstände nur "geplant". Ich mache dies vom Verhalten und den Reaktionen der Kleinen abhängig.

    Soweit mal zu dem...
    Gruß und einen schönen Sonntag.


    P.S.: Das Bild zeigt die beiden kurz vorm Schlafen, links Bruce, rechts Brian.

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    #2
    Hallo,
    kurze Frage, kennst du das Nymphenpärchen schon und wie alt sind diese?

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      #3
      Hallo,

      ich wollte mal wieder etwas Leben in diesen Beitrag bringen, vielleicht interessiert es ja den Einen oder Anderen

      Also, ich habe vor zwei Wochen mein Vorhaben in die Tat umgesetzt. Erster Schritt war getan mit dem Kauf einer schönen großen Voliere, ohne so ein komisches Schrägdach. Das gehört auf Wohnhäuser, nicht auf Käfige. Die Suche gestaltete sich etwas schwierig aber ich habe am Ende doch eine passende gefunden.

      Heim gefahren, aufgebaut, eingerichtet...wobei man das nur grob machen kann...wirklich einrichten kann man es ja dann, wenn man sieht, wie die Herzchen den Innenraum des Käfigs nutzen und es darauf hin anpassen.

      Am kommenden Tag habe ich dann zwei Nymphen aus einem Zoofachgeschäft gekauft, nach kurzem beobachten war Kandidat eins geritzt, der zweite folgte recht zügig.

      Ich habe meine Wellis zwei Tage lang drin gelassen, damit die Nymphen sich an die neue Umgebung, die neuen Geräusche etc. etwas gewöhnen konnten. Allerdings habe ich dann zumindest die Wellis eher als geplant herausgelassen, da sie es gewohnt sind Tag und Nacht sich überall frei bewegen zu können, wurden sie dann doch etwas quengelig.
      Kurz darauf entschied ich mich dann dazu, auch bei den beiden Neuankömmlingen aufzumachen und zu schauen was passiert. Die beiden Nymphen kamen auch recht zügig nach draußen und versuchten sich in den ersten Rundflügen durch ihr neues zu Hause. Das war natürlich etwas "holprig" aber so ist das nun mal.

      Mittlerweile, nach knapp 3 Wochen gemeinsam Tag und Nacht draußen und drinnen mit den Wellis, hat sich einen schöne vierer-Truppe gefunden, die sich gegenseitig akzeptiert, respektiert und friedlich miteinander umgeht. Es wird gemeinsam aus einem Napf gefuttert, gemeinsam gespielt und mittlerweile, sofern man denn außer zum Futtern oder Ruhen in den Käfig geht, auch gemeinsam in der Voliere geschlafen.
      Ich lasse den Käfig für die Wellis nach wie vor stehen, damit beide Parteien ihren Rückzugsort haben.

      Ich habe auch noch einen Vogelbaum/Vogelspielplatz selbst gebaut, welcher hervorragend angenommen wurde, zum Ende hin bin ich gar nicht mit fertig geworden mit bauen, weil er durch die vier Herzchen direkt in Besitz genommen wurde.

      Nun, dies mal kurz angerissen...Bilder findet ihr anbei. Es waren sehr aufregende, sehr schöne, erste 2/3 Wochen mit den Viern.

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        #4
        Hallo Tim,
        prima, wenn alles so glatt gelaufen ist, was wirklich nicht selbstverständlich ist. Freue mich mit dir, denn Nymphis sind wirklich tolle Vögel. Danke auch für die schönen Fotos.
        Wenn du deinen Nymphen eine Freude bereiten willst, biete ihnen Äste mit Blättern an. sie lieben es, diese abzuknipsen.

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          #5
          Hallo,

          Danke für deine Antwort und die "Mitfreude". Ich war auch riesig erleichtert, dass das alles so gut funktioniert und die vier sich so gut verstehen. Momentan ist Highlight Nummer 1 der selbstgebaute Vogelbaum.
          Was Äste, speziell von welchem Baum, kannst du empfehlen? Danke dir vorab

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            #6
            Hallo Ramses,
            freut mich das alles so gut geklappt hat,
            ich hätte ja auch noch Lust auf Nymphensittiche, bekomme das allerdings bei meiner Regierung nicht durch...
            Ich glaub deine vier haben das sehr gut bei dir, so wie man auf den Bilder erkennen kann, das einzige was mich stören würde, das alle vier im Schlafzimmer leben...

            Aber wenn es denn klappt.

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              #7
              Hallo Pucki,

              Danke, ja ich hoffe und denke das haben sie es bei mir. Mittlerweile ist es ja mehr Vogel- als Schlafzimmer.
              Ich finde es einfach traumhaft aufzuwachen und meine vier Birdies zu sehen. Aber ich denke das ist einfach Geschmackssache.
              Mal sehen was ich so als nächstes für Ideen habe, den Vogelbaum habe ich im Übrigen für knappe 100 EUR Material selbst gebaut und ist tausend mal besser, vogelfreundlicher als der fertige Plastekram den es so zu kaufen gibt.

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                #8
                Mit den Plastikkram hast du recht...
                Ich habe für meine Bande vor zwei Jahren eine Außenvoliere selber gebaut, wo sie jederzeit rein und raus können wenn die Terrassentür auf ist.
                Leider wollen sie auch im Winter, bei Minusgraden raus, obwohl sie eigentlich Stubenwellis sind, da ist die Tür nur ab und zu auf ( frier ).
                Zur jetzigen Jahreszeit ist die Terrassentür sowieso immer auf.

                Selbstgebaut ist immer am besten und meistens auch günstiger..

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                  #9
                  Ich freue mich wirklich für deine Viererbande, mögen sie gesund bleiben und noch viele Jahre bei dir glücklich sein!

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                    #10
                    Recht herzlichen Dank, ich hoffe doch sehr dass sie glücklich sind

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                      #11
                      So, da nun noch etwas Zeit ins Land gegangen ist und soweit auch nach wie vor alles prima funktioniert, wollte ich meine Viererbande auch mal etwas genauer beleuchten.

                      Also eigentlich wollte ich zu den einzelnen Federkugeln getrennt etwas sagen, bei Bruce und Brian macht das jedoch wenig bis gar keinen Sinn, da die beiden eh Eins sind.

                      Die Geschichte zu Bruce habe ich ja schon mal erzählt. Das kleine Tierchen kam vor 3 Jahren in meine Obhut, extrem verwahrlost. Bruce ist für einen Welli sehr ausgeglichen, natürlich hat der Herr auch seine Momente, in denen er mal Vollgas gibt. Aber im Grunde ist eher für einen Welli schon recht besonnen. Dennoch hat er einen sehr starken Spieldrang und ist auch sehr neugierig, besitzt jedoch eine gesunde und natürliche "Vorsicht" vor neuen Dingen.
                      Ich habe zu Beginn nicht glauben können, also ich ihn übernahm, wie viel Leid in so einem kleinen Wesen stecken kann. Umso glücklicher macht es mich, dass aus dem vielen Leid, viel Herzlichkeit geworden ist.
                      Sein Kumpel Brian kam im September letzten Jahres zu mir, weil Bruce Partner verstorben ist. Das war (Männer-) Liebe auf den ersten Blick. Karton auf, Brian kam langsam hervor, Bruce direkt zu ihm und hat ihn vollgequasselt. Man hat sich am gleichen Abend noch gekrault und beieinander geschlafen. Seit Tag eins sind die beiden im wahrsten Sinne unzertrennlich und erkunden auch viel bis alles gemeinsam.
                      Es gibt nur ganz selten Momente, in denen Mann einen der Wellis allein sieht. Es wird gemeinsam gegessen, gespielt, gesessen, geschaut, gebadet, geschlafen...
                      Brian ist jedoch, wie schon eher typisch für einen Welli, sehr sehr sehr quirrlig. Manchmal zum Leidwesen von Bruce Mit einer riesen Neugier und wenig bis gar keiner Angst stürzt er sich auf alles Neue. Er hat, was seinen Bruce angeht, für einen Welli einen recht ausgeprägten Beschützerinstinkt, ist aber ein sehr liebenswertes Kerlchen.

                      Nun, handzahm sind beide Wellis nicht. Darauf lege ich persönlich aber auch keinen Wert. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, fliegen sich mich schon an, vor allem Bruce der auch gern kusselt, oder laufen über meine Hand, wenn ich etwas am Vogelbaum mache o.ä.

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                        #12
                        Jimmy, ein kleiner lebensfroher Bursche. Nach ca. vier Wochen, die er nun bei mir ist, kann ich eins sagen:

                        Schüchtern ist er nicht!

                        Jimmy war von Beginn an ein sehr aufgeschlossener und neugieriger Vogel. Natürlich war am Anfang, stellenweise auch jetzt noch, eine gesunde und natürliche Scheu dabei. Jedoch keine panische Flucht bei verschiedenen, für uns natürlichen/alltäglichen Handlungen.
                        Er macht einen sehr intelligenten Eindruck, er hat schnell begriffen wie mein Alltag mit ihnen funktioniert und sich auch daran gewöhnt. Er singt unheimlich gern und hat ein unfassbar niedliches Stimmchen. Mittlerweile scheut er auch nicht, wenn er mal in der Voliere ist und ich zum Wasserwechsel etc. hineingreife.
                        Ich schätze wenn man es direkt darauf anlegt, würde er sehr zügig handzahm werden.

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                          #13
                          Last but not least...Jester

                          Jester ist ja mit Jimmy zusammen eingezogen, die beiden verstehen sich soweit auch gut. Liebe auf den ersten Blick wie bei meinen Wellis ist es nicht gewesen aber die beiden erkunden viel gemeinsam und schlafen auch beieinander. Die eine oder andere Zärtlichkeit wurde auch schon ausgetauscht, ist aber noch eher selten statt die Regel...aber...was nicht ist, kann ja noch werden.

                          Jester ist ein ruhiger Vogel, der gern Zeit mit Jimmy auf dem Vogelbaum verbringt und schreddert. Jester singt gern leise vor sich hin und spielt gern mit den Wellis. Er wirkt sehr ausgeglichen und wenig aufgedreht, weshalb er wohl meinen Bruce auch recht gern mag. Jester badet sehr gern und scheint sich bei mir, wie auch Jimmy, recht wohl zu fühlen. Scheu ist die Federkugel nicht, gibt einem durch fauchen aber zu verstehen wenn ihm etwas nicht passt. Soll er ja auch!

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                            #14
                            So viel mal dazu...Mich hat noch ein Bekannter angeschrieben, der zwei Federkugeln in Not aufgepeppelt hat und die beiden nun abgeben möchte. Jetzt arbeitet mein Verstand gegen mein Herz für Federkugeln...na mal sehen was ich mache.

                            Habts einen schönen Abend und vielen Dank fürs Lesen!

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                              #15
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                              Hallo Tim,

                              ja schön, wie es den Federkugeln bei Dir geht. Ich sehe schon wie Herz gegen Verstand kämpft. Bin gespannt, wer da gewinnt .

                              Dir auch einen schönen Abend.

                              Gruß Silvia

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