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Peter bekommt Gesellschaft

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    #16
    Hallo Potter,
    hallo Tobe,

    es war jetzt irgendwie die Masse der Dinge, die mich noch mehr verunsicherten als die "nur" fehlenden Schwanzfedern:

    1. "Offensichtliche" suboptimale Haltung auf den Verkaufsfotos (vollgekotete Sitzstangen, mehrere völlig abgefressene Knabberstangen (ca. 6 Stück), Sitzstangen mit Schleifpapier umwickelt)
    2. Die Aussage, dass es "noch nie aufgefallen war, dass die Schwanzfedern kurz sind"
    3. Dann die Aussage - in der nächsten Nachricht - "die fehlen doch gar nicht? Der hatte schon nen Partner und bei dem waren die auch genauso lang"
    4. Dann die Aussage "Er ist sehr ruhig, mag es nicht unbedingt rumzufliegen. Geht auf die Hand, wenn man sich ihm ruhig nähert"
    5. Warum stelle ich eine Verkaufsanzeige erst drei Tage vor der längeren Reise ins Ausland ins Netz? Wenn ich wüsste, ich müsste für eine längere Zeit ins Ausland, dann würde ich nichts übers Knie brechen wollen und nicht den erst Besten neuen Besitzer für mein Tier haben wollen...
    6. Es gab in der Anzeige nur Fotos, wo der Welli im Käfig zu sehen war. Ich habe nur zwei Fotos von Peter im Käfig (weil ich den Käfig fotografieren wollte) und ungefähr 300 Fotos mit Peter auf der Gardinenstange, Peter auf dem Welli-Baum, Peter auf der Hand, Peter auf dem Korkenzieherhasel-Zweig... Und ich habe Peter noch nicht mal einen Monat bei uns...

    Mir kam das sehr dubios vor und ich war nicht besonders taktvoll mit der Formulierung, die ich ihr zum Schluss schickte. Ich habe ein ganz schön schlechtes Gewissen, denn ICH würde so eine Nachricht bestimmt auch unverschämt finden... - auch wenn es gar nicht so gemeint war.

    Ich fühle mich auf der einen Seite zwar erleichtert, weil ich auf mein Bauchgefühl gehört habe. Aber auf der anderen Seite wollte ich niemanden verärgern und wo der Vogel nun hin gekommen ist, ist auch fraglich. Letzteres tut mir am meisten Leid. Denn das Tierchen hätte es bei mir schön gehabt... Und der kleine Tropf kann ja gar nix an seiner Situation ändern...

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      #17
      Zitat von Tobe
      Vorallem aber ist es für Deinen Peter wichtig einen flugfähigen Partner zu finden.
      Dein Peter sieht nämlich sehr fit aus und würde sich bestimmt darüber sehr freuen,
      mit seinem neuen Partner, oder Partnerin gemeinsame Rundfüge zu machen
      und gemeinsam das Zimmer zu erkunden.
      Hallo nochmal, Tobe!

      Boa, da sagst Du was! Der Peter ist nicht nur fit, er wird von Tag zu Tag mutiger. Beim ersten Freiflug ist er nur auf die Gardinenstange geflüchtet (<- im wahrsten Sinne des Wortes!). Am nächsten Tag ist er dann schon 1 Runde im Zimmer geflogen (und dann wieder auf der Gardinenstange gesessen), am darauf folgenden Tag hat er dann schon den Welli-Baum erkundet, am darauf folgenden Tag konnte ich ihn dann schon mit einer Hirsestange auf die Hand locken (das war vor fast zwei Wochen, so konnte ich ihn seit diesem Tage ohne jagen und einfangen stressfrei in den Käfig zurück setzen), ein paar Tage darauf fand er dann schon den Weg alleine in den Käfig zurück und gestern landete er das erste Mal auf den Köpfen von meinem Mann und mir! Voll krass, da war ich baff! Und wie das kitzelt :-) ! Gestern konnte Peter gar kein Ende finden mit dem Fliegen. So lange wie gestern ist er abends sonst nie unterwegs gewesen. Ich machte mir schon Sorgen, da er teilweise nach 5-7 Minuten am Abend wieder zurück in den Käfig ist. Gestern war er echt viel unterwegs! Über den Tag verteilt waren es bestimmt 3 Stunden - überwiegend fliegend!

      Ich muss ehrlich aber mit vorgehaltener Hand zugeben, dass mir das Verhalten echt Spaß macht. Und ein bisserl bange bin ich, denn wenn ich ihm einen Partner dazu hole, dann wird sich das bestimmt ändern. Hat mein Mann gestern auch gemeint: "Wenn Du jetzt einen zweiten Vogel dazu holst, dann wird Peter bestimmt nicht mehr zu uns kommen. Das wirst Du sehen!" Aber mein Entschluss steht fest: Peter braucht nicht-menschliche Gesellschaft. Alles andere ist Tierquälerei! Auch wenn er dann meinen Kopf nicht mehr als Hubschrauberlandeplatz benutzen wird. Ich freue mich über ein glückliches Tier, das nicht zu mir kommt, mehr als über ein todunglückliches, das auf meiner Hand sitzen bleibt... Optimal wäre natürlich ein glückliches Tier, das auf meiner Hand sitzen bleibt. Na, wir werden es sehen...

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        #18
        Guten Morgen

        Bisher konnte ich die Erfahrung machen, dass auf sein Bauchgefühl hören niemals falsch ist.
        Es tut zwar manchmal weh oder verletzt auch einmal andere, aber es ist eigentlich immer das Richtige für einen selber und die eigenen Lieben.

        Du findest sicher einen passenden Partner für Peter!
        Lass dir Zeit und schau dich in Ruhe um.

        Zu dem Züchter des Vertrauenes ... ich muss leider an dieser Stelle betonen, dass es mehr unseriöse Züchter als gute gibt. Selber kenne ich in meinem Radius nur eine Züchterin, der ich ganz und gar vertraue, dass sie ihre Tiere optimal und toll hält. Eine weitere ist ebenfalls Userin in diesem Forum ... Aber ansonsten sind die meisten Züchter nicht das gelbe vom Ei.
        Es fängt bei zwar sehr liebevollen Hobbyzüchtern an, die jedoch nicht akzeptieren, dass Wellis auch Krankheiten haben können, die regelrecht verneinen, dass sie an Organschäden leiden können und damit die vkTä der Geldschneiderrei bezichtigen. Dann gibt es auch jene Züchter, die Wellensittiche nur haben, um Preise mit ihnen auf Ausstellungen zu gewinnen. Da wird nach irgendwelchen Schönheitsidealen gezüchtet, die auf Kosten des Wellensittichs gehen - zu großer Körper, aber zu kleine Flügel, zu viele Federn ... Inzucht wird hier auch sehr gerne betrieben bzw. arrangiert, damit der perfekte Welli entstehen kann. Beide Arten von Züchter habe ich schon zugenüge kennen lernen dürfen ... genauso wie den Typ, der so viele Vögel in seiner Zucht hat, dass er nur fragt, welche Farbe man haben möchte, dann würde er genügend davon zum anschauen raussuchen ...
        Deswegen spricht natürlich nichts gegen die Wahl eines Züchters als "Fundort" für einen Partnervogel, aber dieser muss wirklich mehr als gründlich angeschaut werden. Leider sind eben viele Züchter nicht so liebevoll und gut zu ihren Tieren, wie die zwei Damen, die mir aus dem Forum in den Sinn kommen ...

        Das die Zwerge, die man schlussendlich über Vermittlungen aufnimmt, auch von einem Züchter kommen, ist natürlich klar.
        Mein Cupido kam über eine Vermittlung zu mir und ich würde es persönlich - wenn möglich - nur noch so machen. Er war und ist aber auch ein sehr, sehr großes Geschenk.

        Ein weiterer Vorteil bei den Vermittlungswellis ist natürlich auch, dass sie in der Regel aus der Jungmauser raus sind. Bei Züchtern bekommt man zu dieser Zeit nur Jungvögel und die würden zwar mit Peter mithalten können, weil sie voller Energie sind, aber die Verständigung und Annäherung zwischen den Beiden dauert im schlimmsten Fall bis zu einem halben Jahr.

        Sooo... genug von Vermittlunsgwegen.
        Ich glaube nicht, dass du dir Sorgen machen musst, wegen Peters Vertrauen zu euch.
        Dies resultiert natürlich auch daraus, dass er Kontakt mit euch aufnehmen möchte, aber es ist auch ein Zeichen, dass er euch vertraut. Dieses wird er nicht so schnell wieder verlieren.
        Die erste Zeit wird er eventuell weit weniger zu euch kommen, weil der Neue spannender ist, aber wenn du mit Futter auf der Hand fleißig übst, dann wirst du bald zwei glückliche Wellis haben, die zu dir kommen.

        Liebste Grüße, Jacky

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          #19
          Hallo Mistral,

          als erstes ist es erstmal wichtig, daß Du die Bedürfnisse Deines Wellis Peter im Auge behälst.
          Ich weiß, die Bilder in den Kleinanzeigen treiben einem regelmäßig die Tränen in die Augen,
          aber man kann nicht alle Wellis aus schlechter Haltung aufnehmen und retten.
          Dafür sind es leider viel zu viele.

          Unsere Medina, die wir Samstag geholt haben, war auch (aus Unwissenheit) schlecht gehalten worden.
          Sie hatte ursprünglich einen Partner, der aber aus dem Käfig ausgebüchst und durchs offene Fenster abgehauen ist.
          Der Käfig war sehr klein, hatte weiße Gitterstäbe die viel zu weich waren (deshalb konnte der Partner entkommen),
          4 gerechselte Sitzstangen, ein Spiegel, Futter und Wasser, sonst nichts.
          Kurz gesagt ein sehr trostloser schlechter Käfig.

          Die Familie war begeistert von unseren Fotos (die wir mitbrachten), unserer Wellis und deren Möglichkeiten.
          Wir hatten ihnen vieles erklärt und gezeigt, was Wellis wirklich brauchen und worauf sie achten müssen.
          Sie möchten sich später, doch nochmal Wellis holen und alles richtig machen.
          Wir bleiben in Kontakt.

          Schlechte Haltungsbedingungen auf Fotos schrecken mich vor einem Kauf nicht ab.
          Die meisten Fotos aus Kleinanzeigen zeigen leider schlechte, bis sehr schlechte Haltungsbedingungen.
          Aber wenn ein Welli auf diesen Fotos offensichtlich nicht in meine Gruppe passt, lasse ich es lieber sein.
          Sei es, er sieht offensichtlich krank aus, oder hat eine für mich nicht einzuschätzende Behinderung.
          Es klingt vielleicht jetzt etwas hart, aber ich muss auch an meine eigenen Wellis denken.

          Sicher, eine absolute Sicherheit bringt natürlich nur die Untersuchung beim vkTA.
          Aber was macht man dann evtl. mit einem Welli, den man nicht zu den anderen lassen kann?
          Ich möchte halt das Risiko auf ein Minimum beschränken.
          Unsere Wohnung ist zu klein, um in 2 unterschiedlichen Zimmern Wellis dauerhaft zu halten.

          Wir haben zur Zeit auch eine flugunfähige Henne (Bubi, 8J).
          Man muss bei ihr auf vieles achten, z.B. daß sie sich bei einem evtl. Absturz nicht verletzen kann.
          Bei ihr wird sich die Flugunfähigkeit aber voraussichtlich wieder geben, da sie durch ein Leberschaden
          sich selbst die Schwungfedern abgekabbert hat.
          Jetzt knabbert sie seit längerer Zeit nicht mehr an ihren Federn,
          aber das dauert natürlich bis sie in ausreichender Anzahl nachgewachsen sind.

          Die Kombination flugunfähiger Wellis mit flugfähigen Wellis ist nicht einfach.
          Bei uns ist es Gott sei Dank so, daß Bubi nie lange alleine irgendwo sitzt,
          weil fast immer einer der anderen Wellis in ihrer Nähe sitzt.

          Bei nur 2 Wellis, wo einer flugunfähig ist, würde es sicher anders aussehen.
          Entweder würde der flugunfähige Welli oft alleine sitzen, weil der andere seine Runden dreht und das Zimmer erkundet,
          oder der flugfähige Welli wird vermutlich kaum noch fliegen und immer beim flugunfähigen Welli sitzen.
          Beides wäre nicht schön.

          Ich glaube nicht, daß Peter das Vertrauen zu Dir verlieren wird, wenn ein 2. Welli hinzukommt.
          Sicher wird er sich in erster Linie dann für seinen Artgenossen interessieren.
          Aber wenn Du Dich viel mit ihnen beschäftigst, wird das Vertrauen zu Dir bleiben.
          Mit aller Wahrscheinlichkeit wird Peter dann weiter zu Dir kommen und vermutlich wird sich sein Vertrauen zu Dir
          auch übertragen auf den 2. Welli.

          Bei uns ist nur Bubi wirklich sehr zutraulich (jahrelange Einzelhaltung ).
          Unsere anderen Wellis sind eigentlich sehr scheu.
          Aber als ich Bubi mal auf meinem Rücken sitzen hatte,
          landeten sehr bald 2 unserer anderen, sehr scheuen Wellis neben ihr auf meinem Rücken.
          Das war wirklich ein tolles Gefühl .

          Viel Zeit, Ruhe und Geduld, dann werden fast alle Wellis langsam zutraulich.
          Sicher braucht man mehr Zeit und Geduld bei Wellis, die Menschen eher als "Gefahr" erlebt haben,
          aber auch da kann man viel erreichen.
          Mitlerweile kann ich mich fast allen, unseren Scheuen Exemplaren, schon auf ca. 30-40cm nähern,
          ohne das sie die Flucht ergreifen.
          Vorher brauchte ich nur das Zimmer betreten und sie gerieten leicht in Panik.

          Ich hoffe, daß wir nie in die Situation kommen unsere Wellis abgeben zu müssen,
          aber wenn, dann würden wir dies auch sehr überlegt tun und nicht auf den Letzten Drücker irgendwie los werden.
          Gerade ein längerer Auslandsaufenthalt kann ja nicht so plötzlich kommen
          und muss auch gut überlegt und organisiert sein.
          Ich verstehe dieses Verhalten gegenüber seinem "geliebten" Haustier nicht.

          Es wird sich schon ein platz für diesen Welli gefunden haben, evtl. ist er jetzt erstmal in einem Tierheim untergekommen.
          Wer auch immer ihn aufgenommen hat, wird sich bestimmt besser um ihn kümmern, als der vorherige Besitzer.
          Wie ich schon sagte, man kann nicht alle aufnehmen und "retten".
          Wichtig ist immer, auch das Wohl des eigenen Tieres im Auge zu behalten, sonst ist dann nämlich keinem wirklich geholfen.

          Wenn wir alle aufnehmen würden, die uns leid tun und die es besser bei uns hätten,
          dann würde es allen bei uns irgenwann wieder schlecht ergehen, weil wir uns dann überhemen würden
          und uns nicht mehr um alle gut kümmern könnten.
          Wir haben uns festgelegt auf 6 Wellis und wenn einer von ihnen ins Regenbogenland fliegt,
          dann bekommt ein "neuer" Abgabe-Welli bei uns eine neue Chance auf ein schönes Leben.

          Alle unsere Wellis stammten und stammen aus schlechter Haltung und sie sind alle glücklich bei uns geworden.
          Dies gibt uns ein gutes Gefühl, zu wissen ein paar Welli-Leben gerettet zu haben.

          Dein Peter wird noch seinen Partner finden, davon bin ich überzeugt.
          Ich finde es sehr gut, daß Du Dir genau überlegst, wer Peters zukünftiger Spielgefährte sein wird.
          Fühle Dich gedrückt

          L.G. Tobe

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            #20
            Also langsam bin ich echt gefrustet, was die Suche nach einem Partner angeht. Das kann ich Euch sagen! Für heute habe ich die Nase gestrichen voll.

            Ich habe zwei Wochen lang die *Kleinanzeigen sowie andere Märkte und Vermittlungsforen im Auge behalten und echt alles gemerkt, was interessant war (was nicht viel war, da ich nur einen Hahn suche...), Telefonate geführt mit Verkäufern, Hobbyzüchtern, Tierheimen, festgestellt, dass viele der Anzeigen schon wieder obsolet waren und dann die Pleite mit dem "Auserkorenen" vom Wochenende...
            Vom ortsansässigen Tierheim habe ich auf meine Kontaktanfrage am Anrufbeantworter und auch auf meine darauf folgende E-Mail keine Antwort erhalten. Als ich dann heute morgen gleich ins Tierheim fuhr, bekam ich sofort eine Absage. Die Dame wollte die Vögel einfach nicht her geben, wenn ihr mich fragt. Sie hatte keine wirklichen Argumente parat, warum sie die Tiere nicht abgeben will, wollte auch nicht wissen, was ich suche oder wie die Haltungsbedingungen wären usw.

            (ANMERKUNG: Auch da hab ich auf mein Bauchgefühl gehört, denn als ich genau dieser Dame vor vier Wochen mitteilte, dass ich einen Welli gefunden habe, da wirkte sie eher nach "Oh Gott, mach mir bloß keine Arbeit mit Papierkram und bringe mir den Vogel her! Behalte ihn lieber, dann hab ich die lästige Verpflichtung nicht auf meinem Tisch..." So hat sie das natürlich nicht gesagt, aber diesen Eindruck hatte ich nach dem Telefonat von vor vier Wochen und auch heute wieder...)

            Die Tierheim-Frau verwieß mich an eine Auffangstation hier in der Umgebung, wo ich auch sofort anrief. Und auch im * wurde mir genau diese Auffangstation als eine der wenigen mit Vögeln empfohlen. Von der Dame der angepriesenen Auffangstation bekam ich dann jedoch - freundlich aber bestimmt - folgendes zu hören:

            "In Käfighaltung vermitteln wir nicht. Die Vögel sind bei uns in einer ganz großen Voliere untergebracht und wenn sie kein eigenes Zimmer haben, dann bekommen Sie keinen von uns - tut mir leid (ja klar...). Außerdem haben wir nur Paare, keine Einzeltiere, die wir nicht auseinander reißen möchten." Und, und, und.

            Ganz ehrlich: Ich verstehe es, dass gerade Tierschützer, die jeden Tag Schlimmes mit den Schützlingen erleben müssen, nicht in "mindere" Haltung vermitteln. Aber was ich nicht verstehe ist der Anspruch, der an den künftigen Halter gestellt wird. Auf der einen Seite wird an jeden, der sich ein Tier anschaffen möchte appelliert sich vorher zu informieren bezüglich Haltungsniveu und man solle sich doch bitte dafür entscheiden ein Tierheimtier (oder wie ich es gerne nenne "Zweite-Hand-Haustier" :-) ) bei sich aufzunehmen. Aber mit welchem Anspruch?!

            Ich bin der Meinung, wenn sich jemand so ins Zeug legt wie ich, sich informiert, das Wohnzimmer umstellt, aussortiert und auf die Bedürfnisse des Tieres umgestaltet, bereit ist einen höheren Preis (Schutzgebühr) zu zahlen als bei den großen Tier-/Baumärkten, bereit ist Privates (angefangen von Gehalt bis zur geplanten Lebenssituation) dann ist das echt nicht fair!

            Jetzt hab ich hier einen kleinen Kerl, für den ich Verantwortung übernommen habe, der es gut haben soll - und jetzt wird es mir von allen Seiten schwer gemacht, ihm einen Kameraden zu besorgen. Klar, wenn es da jetzt ein Vogelpärchen gibt, das schon 5 Jahre oder so zusammen ist, das würde ich auch nicht übers Herz bringen, die beiden von einander zu trennen (ganz abgesehen davon, ob die beiden das überleben würden...)! Aber warum müssen diese Vögel, die ja eigentlich in ein neues Zuhause vermittelt werden sollen, in so großen Volieren gehalten werden, dass ein Normalsterblicher diesen Anforderungen nur schwer gerecht werden kann?! Und warum werden dann Paare versucht zu bilden in der Zeit, in der die Tiere in den Heimen untergebracht sind? Das ist doch eher kontraproduktiv, finde ich.

            Ganz abgesehen davon, dass ich ja eigentlich als Interessent, der gewissenhaft ist und dem etwas am Wohl seines Tieres liegt indem er bequeme Einzelhaltung strikt ablehnt, die Hosen runter lasse. Ich habe kein Problem damit, diesen Fremden meine Haltung penibel genau zu schildern: wann ich daheim bin, ob ich Kinder habe, wie mein Tag aussieht, ob ich strukturiert bin, ob ich fähig bin dem Vogel täglichen Freiflug garantieren zu können, ob ich TA-Rechnungen zuverlässig zahlen kann, wie meine künftige Lebensplanung aussieht... Ich bringe sogar Fotos mit oder schicke sie vorab per E-Mail. Aber irgendwann ist es echt genug!

            Ich bin grad total gefrustet... Meine letzte Hoffnung ist jetzt das Tierheim in München. Die Dame war vorhin am Telefon total nett und stellte natürlich auch viele Fragen über die geplante Haltung und die IST-Situation. Und - wie auch schon zu Zeiten meiner Meeri- und Kaninchenhaltung - gebe ich geduldig bis ins kleinste Detail bereitwillig meine Informationen. Ich will ja mein Ziel - einen Gesellen zu bekommen - erreichen...

            Drückt mir einfach weiterhin die Daumen. Tut mir Leid, aber ich musste mir den Frust jetzt von der Seele schreiben... Vielleicht ist ja jemand da, der mir sagen kann warum so gehandhabt wird in Notstationen / Tierheimen...

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              #21
              Hallo Mistral,

              die Wellis leben bei Dir ganz sicher nicht in einer minderer Haltung.
              Du hast Dich super informiert und die Vorschläge und Anregungen immer umgesetzt.
              Dazu kann ich Dich schlicht beglückwünschen, Dich, Peter und seinen bald-Kumpanen.
              Er wird auch mit seinem neuen Kumpel höchstwahrscheinlich zutraulich bleiben, wenn Du Dich mit Beiden beschäftigst.
              Als ich noch 2 Wellis und mehr Zeit als heute hatte, waren diese handzahm, ohne Zwang, ich habe es auch als Teil von Beschäftigung gesehen. Ich habe mir immer etwas Neues zum Spielen und Üben einfallen lassen. Sie hatten ebenso sich und so war es wunderbar sie zu beobachten.
              Es tut mir Leid, dass Du mit der Dame im Tierheim schlechte Erahrungen gemacht hast. Ich hoffe, sie kümmert sich gut um die ihr anvertrauten Tiere.
              Ich habe mit dem Tierheimen in der Umgebung bei Anfragen gute Erfahrungen gemacht.
              Pipiolo ist aus dem Heim in Hannover, sie haben dort eine wirklich schöne Voliere, müssen aber natürlich Tiere vermitteln, denn es kommen immer wieder neue nach. Sie haben auch ein ausführliches Haltungsgespräch mit mir geführt.
              Ich hoffe, in München wirst Du ähnlich gute Erfahrungen machen.
              Ich bewundere Menschen wie Dich, die sich mit Leidenschaft und Herz einsetzen.
              Peter wird seinen Partner finden und es wir wunderbar !

              Ganz liebe Grüße ,
              Carmen

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                #22
                Hallo Cami,

                ich finde es halt schade, dass Notstationen oder Tierheime - wie in meinem Fall, trifft bestimmt nicht auf alle zu! - Leute wie mich eigentlich dazu zwingen von den großen Baumarkt-Ketten die Tiere zu kaufen, weil wir halt so keine andere Möglichkeit haben. Und genau das ist doch das Gegenteil von dem, was solch tierliebe Menschen möchten! Selbst ich möchte diese Ketten und die dahinter stehenden "Züchter" nicht unterstützen - dafür hab ich schon zu viel gehört...

                Klar könnte ich jetzt in Köln oder Stuttgart oder anderswo meine Suche ausweiten. Aber so eine lange Autofahrt per Mitfahrgelegenheit habe ich EIN MAL mit einem Rassemeeri gemacht und ich würde es keinem Tier ein zweites Mal antun. Ich bildete mir halt damals einfach genau diese Farbe und Rasse ein. Wohlgemerkt zu meinen 10 Zweit-Hand-Meeris! Das erste "Rasse-Schweinchen" sozusagen. Aber - vom Umweltaspekt und dem Stress des Tieres mal abgesehen - finde ich das eigentlich nur dämlich in Hinsicht darauf, dass "nebenan" freie Tiere für mich vorhanden wären...

                Danke jedenfalls für Deine aufbauenden Worte. So, jetzt hab ich genug hier rumgesurft für heute. Bin schon wieder - oh Gott - ZWEI STUNDEN hier! Peter hockte die ganze Zeit auf der Vorhangstange und glotzte mich dabei an... :-) Also, in diesem Sinne: Erfolgreichen Nachmittag!

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                  #23
                  Tut mir leid daß Du so viel Ärget hast.
                  Bis auf zwei Vögel die ich krank aus einer Zoohandlung mitgenommen habe,
                  hatte ich bisher immer Glück.
                  Das Tierheim ist hier froh wenn die Tiere unterkommen.
                  Da ich unter dem "Retter-Syndrom leide" ,würde ich Dir gern einen Partner für Deinen Peter überlassen, aber Du wohnst leider zu weit weg.
                  Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir viel Glück.

                  Liebe Grüsse
                  Sanjana

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                    #24
                    Zitat von sanjana
                    Da ich unter dem "Retter-Syndrom leide" ,würde ich Dir gern einen Partner für Deinen Peter überlassen, aber Du wohnst leider zu weit weg.
                    Ach, Du bist ja süß :-) ! Lieben Dank - auch wenns nix wird! Ich habe auch das "Retter-Syndrom" bzw. eine übermäßige soziale Ader. Wahrscheinlich bin ich deshalb oft mit Herz und Seele dabei. Ich kann einfach nicht anders

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                      #25
                      Eine Idee wäre auch noch bei vogelkundigen Tierärzten zu fragen. Mein Tierarzt hat eine Liste wo Vögel vermittelt werden, die einen Partner suchen. Da der Arzt ja oft auch mitbekommt, wenn ein Vogel stirbt...

                      Ich denke auch mal eine Fahrt von 100 km wäre machbar. Letzendlich sind alle Vögel süß und mit der Gesundheit steckt man eh nicht immer drinnen. 100% Sicherheit gibt es leider nicht habe ich lernen müssen.

                      Wünsche Dir viel Glück und Peter bald Gesellschaft. Und keine Sorge auch zwei Vögel können zutraulich sein :-)

                      LG

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                        #26
                        Hallo Mistral,

                        ich kann Deinen Frust gut verstehen.
                        Manchmal ist es echt nicht leicht ein passendes Vögelchen zu finden.
                        Wir haben unsere Wellis teilweise aus weiter Ferne zu uns geholt.

                        Unser ersten beiden Wellis (Willi u. Speedy) haben wir aus meiner Heimatstadt geholt (ca. 400 km),
                        Bubi kam aus ca. 10 km Entfernung,
                        Tweety u. Oskar kamen aus ca. 20 km Entfernung,
                        Maggie kam aus ca. 150 km Entfernung,
                        Ernie u. Hugobert kamen aus ca. 65 km Entfernung,
                        und Medina aus ca. 90 km Entfernung zu uns.

                        Wir mussten teilweise unseren Suchradius auch erweitern, um einen passenden Welli zu finden.
                        Es ist echt nicht immer leicht, aber lass den Kopf nicht hängen.
                        Du wirst schon einen Partner-Welli für Deinen Peter finden.
                        Solange Dein Peter nicht traurig in der Ecke des Käfigs hängt, hast Du auch noch etwas Zeit für die Suche.

                        Sicher, monatelang solte die Suche nicht dauern,
                        aber ob er jetzt noch 2-3 Wochen warten muss, ist m.E. auch nicht so dramatisch,
                        Hauptsache ist doch, er bekommt einen Partner-Welli.
                        Natürlich wäre es schön, wenn er so bald wie möglich einen Partner bekommt.

                        Kopf hoch, nicht aufgeben
                        das wird schon.

                        L.G. Tobe

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                          #27
                          Zitat von Mutzie
                          Eine Idee wäre auch noch bei vogelkundigen Tierärzten zu fragen.
                          Ja, das habe ich noch nicht versucht, danke für den Tipp! Meine Hoffnung liegt am Wochenende noch im Tierheim München. Mit denen habe ich bisher *toi, toi, toi* noch keine schlechten Erfahrungen gemacht - nur gute! Hatte von dort einige Meeris und Kaninchen und hat immer super geklappt. Auch bei den Kontrollen war immer alles entspannt... Klar, bei dem Eigenbau, den ich damals hatte *ha-ha* !


                          Zitat von Tobe
                          Es ist echt nicht immer leicht, aber lass den Kopf nicht hängen.
                          Du wirst schon einen Partner-Welli für Deinen Peter finden.
                          Solange Dein Peter nicht traurig in der Ecke des Käfigs hängt, hast Du auch noch etwas Zeit für die Suche.
                          Danke generell für Eure Zusprüche und aufmunternde Worte.

                          Seit einer halben Stunde habe ich jedoch schon wieder ein anderes Problem... Warum kann das nicht einfach glatt laufen?
                          Mein Mann hat grad wieder Bedenken wegen einem zweiten Welli. Er meinte, dann sind wir wieder angehängt an Zuhause bzw. abhängig von anderen Leuten, wenn wir in den Urlaub wollen (wobei wir das eh schon sind seit ich Peter eingefangen hab, da kommt es meiner Meinung nach auf einen mehr oder weniger nicht an für uns. Für Peter macht das aber einen RIESEN Unterschied).

                          Ich denke, mein Mann war "damals" echt froh, als ich mein echt langjähriges Hobby Meeris und Kaninchen nach der Geburt unseres Kindes langsam ausklingen ließ. Das war nach der Geburt alles andere als einfach mit so vielen Tieren, zumal die alle Rentner waren. Und mit dem Alter kommen halt auch die Zipperleins und ich war jede Woche mit mindestens einem meiner damals 7 Tieren beim Tierarzt. Das war stressig, verbrauchte Unmengen Zeit und Geld.

                          Der Vogel kam ja doch jetzt recht unerwartet. Aber ich hab heute zu Männe gesagt, dass Einzelhaltung für mich nicht in Frage kommt - auch wenn das heute leider immernoch Gang und Gebe ist... Wenn er sich jetzt wirklich - jetzt wo ich langsam vielleicht endlich Erfolg mit der Suche nach einem Kammeraden habe - sträubt gegen einen zweiten Vogel, dann werde ich Peter weg geben müssen. Ich benötige im Moment einfach finanzielle Unterstützung von meinem Mann, da ich selber mit dem Kleinen daheim bin und kein Geld verdiene. Betreuungsgeld wurde ja auch erst aktuell gestrichen und es ist fraglich, ob es Bayern wieder aufnehmen wird. Und da ich auch künftig wegen jedem "Popel" zum vkTA fahren werde (wie damals auch schon bei den Nagern...), muss mein Mann einfach auch zu 100% dahinter stehen. Sonst habe ich kein gutes Gefühl dabei.

                          Ich muss zugeben, Peter hat sich schon ganz schön dolle in mein Herz gestohlen und ich will ihn nicht hergeben. Ich hoffe, meinen Mann noch überzeugen zu können. Echt grad eine blöde Situation für mich... Vor allem, weil wir ja eigentlich letztes Wochenende einen Vogel geholt hätten, wenn das nicht so doof gelaufen wäre... Aber das er jetzt Zweifel bekommt... :-(

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                            #28
                            Also ob ein oder zwei Wellis - Urlaubsbetreuung benötigst Du sowieso oder Du gibst ihn halt im Urlaub weg, und da ist es auch egal ob ein oder zwei... klar bei Tieren ist man immer schon ein wenig eingeschränkt, aber wenn man einmal Tiere hat, dann fehlt es einem schon, wenn keines mehr da ist. Wir hatten auch viel Pech mit unseren ehemaligen Vögeln wegen Krankheiten, war auch alles sehr sehr teuer (ich arbeite allerdings und bin finanziell unabhängig...) . Wollten auch schon die Vogelhaltung aufgeben.. aber unsere jetzigen sind so süß und mein Mann kann glaube ich inzwischen auch nicht mehr ohne

                            Drücke Die Daumen
                            LG
                            Mutzie

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                              #29
                              Hallo Mutzie,

                              Zitat von Mutzie
                              Also ob ein oder zwei Wellis - Urlaubsbetreuung benötigst Du sowieso oder Du gibst ihn halt im Urlaub weg, und da ist es auch egal ob ein oder zwei...
                              ja, das seh ich genauso wie Du! Ob jetzt zwei TL pro Tag mehr Futter in den Napf gegeben werden müssen oder weniger, spielt für die Urlaubsbetreuung echt keine Rolle... Und wir haben ja im Grunde eine ganz liebe Schwiegermama, die sich auch zu Zeiten der Nager tapfer um die Tiere gekümmert hat. Sie selber hat sogar zwei Pfirsichköpfchen, ist also ideal als Urlaubsbetreuerin. Und sie wohnt genau nebenan... Also so gesehen haben wir kein Problem mit Urlaubsbetreuung.

                              Zitat von Mutzie
                              klar bei Tieren ist man immer schon ein wenig eingeschränkt, aber wenn man einmal Tiere hat, dann fehlt es einem schon, wenn keines mehr da ist.
                              Ich bin selber mit Tieren groß geworden und seit meine Nager weg sind (nunmehr seit 2 Jahren), fühle ich mich nicht "vollständig" irgendwie. Ist schwer zu beschreiben. Klar füllt mich mein Leben im Moment aus und ich bin glücklich damit wie es ist, aber seit Peter da ist, sind wir irgendwie komplett. Seit er hier ist merke ich, wie farblos das Leben ohne Tiere ist. Ach, das hört sich alles so blöde an :-) . Natürlich ist mein leben weder farblos noch sind wir als Familie unvollständig. Ich hoffe aber ihr versteht, was ich meine !

                              Jetzt warten wir es mal ab. Ich bin jedenfalls grad erleichtert, dass ich hier keinen Hagel an Kritik abbekomme wegen der entstandenen Situation mit meinem Mann. Da kann ja keiner was dafür und ich denke, wir werden als Familie den für uns besten Weg nehmen. Mein Mann ist im Moment glaub ich ziemlich hin und her gerissen. Ich vermute, er selber wollte überhaupt gar keine Tiere mehr und war wie gesagt froh, als ich die Nager aufgab. Aber auf der anderen Seite sieht er, wie mich Peter positiv pushed und wie gern ich mich um ihn kümmere. Abwarten. Ich möchte am kommenden Samstag nach Riem ins Tierheim fahren mit meiner kleinen Familie. Mal sehen, wie es da läuft. Die haben dort momentan drei einsame Herren sitzen

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                                #30
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                                Zitat von Mistral84
                                Die haben dort momentan drei einsame Herren sitzen
                                Das hört sich doch gut an!
                                Viel Erfolg

                                LG
                                Mutzie

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