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Verhalten bei toten Welli

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    Verhalten bei toten Welli

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    mich würde mal interessieren wie ihr mit dem schwarm umgeht wenn einer der wellis gestorben ist
    zeigt ihr den toten vogel den anderen nochmal damit sie realisieren können was sache ist ?

    ich habe es bisher so gemacht das ich mit den kranken angeschlagenen vogel zum arzt ging und ihn im nachhinein separiert habe dann sind die tiere aber auch schon so angeschlagen das die anderen vögel sie nur stressen würden wenn die vögel dann aber gestorben sind habe ich sie nie den anderen gezeigt sondern immer im garten begraben

    haltet ihr es für vorteilhaft für den hinterbliebenden schwarm ihnen den toten zeigen hat da jemand villt erfahrung mit machen können ??

    wenn ich das aus sicht der vögel betrachte : kommt der mensch nimmt einen vogel heraus steckt ihn in eine transportbox und im grunde ist der vogel dann für den schwarm einfach weg

    __


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    #2
    Oh, da sprichst du ein komplexes Thema an.
    Ich hatte Anfang des Jahres unseren Pieps durch Krankheit separiert, gemeinsam mit seiner Partnerin. Als Pieps dann gestorben ist, hat sich Liselotte kurz vorher von ihm verabschiedet. Ist zu ihm auf den Käfigboden und hat ihr Köpfchen an ihn gelehnt. Als er es geschafft hat, ist Liselotte wieder auf die Stange und hat angefangen zu zwitschern. Ich glaube für sie war klar, was geschehen ist. Dem restlichen Schwarm hab ich Pieps nicht mehr gezeigt, da sie ja schon einige Wochen räumlich getrennt waren, von Kurzbesuchen mal abgesehen.
    Prinz ist damals in meiner Hand gestorben, ihn hab ich dann nochmal auf das Käfigdach gelegt, Sunny und Pieps konnten damit aber nichts anfangen…
    Saßen nur wie zur Salzsäule erstarrt da und haben schief geschaut. Als ich ihn dann weggenommen hab, war die Welt wieder in Ordnung.

    Richtig getrauert hat damals nur Prinz, als seine Lucy gestorben ist.

    Bin gespannt, was andere User dazu berichten können.

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      #3
      Nachdem ich Pünktchen beim TA einschläfern lassen musste, habe ich ihn den anderen gezeigt. Da sie gewohnt waren, dass bei meiner Rückkehr auch Pünktchen zurückkommt, ich war oft mit ihm beim TA, wollte ich sie nicht in Unklarheit lassen, denn sie hätten ihn bestimmt gesucht.

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        #4
        Ich habe Maxi und meinen ersten Moritz nochmal in den Käfig gelegt, damit nochmal richtig Abschied genommen werden kann.

        Liebe Grüße von Judith und den Flauschbällchens

        Im Herzen und unvergessen: Maxi, MoritzEins und Moritz

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          #5
          Meine Wellis, die beim Tierarzt eingeschläfert werden mussten, habe ich nicht noch einmal in oder auf den Käfig gelegt.
          Hatte einfach kein gutes Gefühle dabei. Das tote Tier bringt ja den Geruch vom Tierarzt mit, da dachte ich immer das schadet mehr, als das es nützt.
          Wenn das Drama unten in der Bodenschale passiert ist, habe ich ihn nicht sofort raus genommen.
          Bisher ist bei mir noch nie der Partnervogel runter gegangen zum Abschied nehmen.
          Merkwürdigerweise waren die Alteingesessenen des öfteren an den nächsten 2 Tagen mopsfidel, als wenn ihnen eine Last weggenommen worden wäre, so nach dem Motto - Ein Glück, er oder sie hat es geschafft.
          Ich bin mir auch sicher, sie spüren das, wenn es zu Ende geht.
          Erst dann waren sie ein zeitlang irgendwie sehr zurückgenommen, als wenn sie doch trauern würden.


          Liebe Grüße von Eva und den 3 Rackern

          Im Herzen und unvergessen Emilie, Hansi ,Mäxchen , Moritz und Eddie

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            #6
            Es kann jetzt sein, dass ich das zu menschlich sehe. Ich denke aber auch, dass die Flauschis trauern.

            Liebe Grüße von Judith und den Flauschbällchens

            Im Herzen und unvergessen: Maxi, MoritzEins und Moritz

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              #7
              es ist schon lange her da ist mir die henne "mädchen 1" gestorben und ich habe sie dann verbuddelt
              ihr witwer aber war danach ca. eine woche nur noch apathisch im käfig hat kaum getrunken/gefressen gleichzeitig war er mir gegenüber sehr viel schreckhafter als im normalfall

              seitdem denke ich mir immer wieder ich hätte ihm sein mädchen nochmal zeigen sollen damit er weiß was passiert ist : villt auch nur einbildung meinerseits aber ich dachte auch sehr stark das er mir quasi die schuld gab... joa das ist vermutlich auch zu menschlich gedacht


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                #8
                Hallo zusammen,
                ich glaube auch das die Wellensittiche trauern, aber vielleicht anders als wir Federlosen und auch jeder auf seine Weise. Meine verstorbenen Wellensittiche habe ich meistens in einem kleineren Käfig neben dem Großen stehen gelassen, ca. eine Stunde oder so. Manchmal ist der Partner nochmal auf das Käfigdach geflogen und hat gerufen oder sie haben einige Tage lang gesucht und gerufen nach dem Partner. Niko war sehr traurig und hat richtig die Flügel hängen gelassen. Er saß da wie ein kleines Häufchen Elend. Mit der damals ganz jungen Pips konnte er nicht so richtig was anfangen. Sie haben sich aber angefreundet und sich umeinander gekümmert. Aber richtig fröhlich war er nicht mehr.
                Da habe ich auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

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                  #9
                  Mein erster Moritz ist nachts von uns gegangen. Mein Mann hat es bemerkt. Wir haben ihn über Nacht im Käfig gelassn. Maxi ist dann am nächsten Morgen völlig panisch rumgeflogen und hat ihn gesucht. Am gleichen Tag ist mein aktueller Moritz eingezogen. Auch sehr jung, aber ich glaube, Maxi war zufrieden.
                  Als Maxi dann ca 2 Wochen später einen tötlichen Flugunfall hatte, haben wir auch sie für ein paar Stunden im Käfug gelassen.
                  Moritz war um einiges ruhiger und hat nur einmal kurz geguckt.
                  Dann wurde normal gefressen und gesabbelt.
                  Am nächsten Tag ist Shiela eingezogen. Da war die kleine Welli - Welt wieder heil.
                  Wahrscheinlich ist es so wie bei uns Menschen. Jedr reagiert anders.

                  Liebe Grüße von Judith und den Flauschbällchens

                  Im Herzen und unvergessen: Maxi, MoritzEins und Moritz

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                    #10
                    Würde ich auch so sehen.
                    Jeder Wellensittich hat sein ganz eigene Persönlichkeit, oder wie man auch sagt seinen eigenen Charakter.
                    Es gibt ja auch oft Situationen, wo Wellis ein ganzes Leben lang nur so nebeneinander her leben,also keine Freundschaft aufbauen.
                    Da stimmt dann einfach die Chemie nicht, wie bei uns Menschen.
                    Die Trauer bei Verlust, hält sich dann natürlich auch in Grenzen.

                    Liebe Grüße von Eva und den 3 Rackern

                    Im Herzen und unvergessen Emilie, Hansi ,Mäxchen , Moritz und Eddie

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                      #11
                      Da unser Hilde und unsere Hedwig beide „auswärts“ gestorben sind (Tierklinik bzw. Tierarzt), habe ich sie auch nicht nochmal zu den anderen gebracht, sondern gleich begraben. Nach Hildes Tod war ganz eindeutig, dass Siggi ihn vermisst hat, weil er jedesmal, wenn er an Stellen saß, an denen er vorher meist gemeinsam mit Hilde gesessen hat, immer wieder lautstark gerufen hat. Selbst wenn eines der Mädels bei ihm war. Ich denke, wenn einer der Wellis zu Hause verstirbt, würde ich ihn auch nochmal zeigen, damit die anderen verstehen.

                      Zuletzt geändert von Steffi72; 21.08.2024, 18:17.
                      Viele Grüße aus OWL von Siggi, Paulinchen, Albert, Rosemarie und Steffi
                      Hilde und Hedwig werden immer in meinem Herzen sein.

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                        #12
                        Ich habe auch schon folgendes beobachtet:
                        Ein Welli war krank. Die anderen merkten das es ihm nicht gut ging.
                        Als ich den Kranken dann mehrere Tage in der Tierklinik lassen musste, hat der Partnervogel schwer getrauert!
                        Er dachte wahrscheinlich das sein Partner tot ist.
                        Das war für mich sehr traurig, er hatte quasi damit abgeschlossen und verkroch sich in einer Ecke fern des Schwärmchens!

                        Als dann nach Tagen sein Freund zurück kam und er ihn schon aus der Tasche rufen hörte, da konnte ich seine fassungslose Freude sehen, als ob ein Toter auferstanden wäre, der Totgeglaubte wurde mit Zärtlichkeiten überschüttet...
                        Es war für mich sehr berührend, was Wellis für soziale Wesen sind!

                        Und ein ähnlicher Fall:
                        Jann musste stationär bleiben als er seinen Unfall hatte, als sein Flügel geschient wurde.
                        Da hatte er sich dort aufgegeben, drohte vor Gram sich zu verabschieden.
                        Die Tierklinik rief an.
                        So kam ich auf die Idee seinen Partner in die Klinik zu bringen um Jann's Lebensgeister wieder zu erwecken!
                        Feli Herzchen rief aus der Transportbox und Jann hörte ihn schon aus der Ferne! Es war unglaublich, dieses herzige Wiedersehen rührte uns 3 Felos(mich, dieTÄ und Helferin) spontan zu Tränen...
                        Wir schauten uns nur an und wischten verstohlen die Tränen ab... hach, das bleibt mir bis heute und auch unserer TÄ unvergessen!

                        Diese Beispiele zeigen doch wie Wellis drauf sind, wie sie ihre Freunde vermissen, wie sie trauern und wie sie sich freuen können!

                        Wenn zuhause ein Welli stirbt, dann zeige ich ihn den anderen und sage ihnen das er tot ist und wir Abschied nehmen müssen. Natürlich weine ich dabei. Ich meine die Wellis merken das da etwas anders ist als sonst.
                        Wenn einer beim TA eingeschläfert wird, dann packe ich ihn nicht mehr aus. Dann zeige ich ihnen nur das Päckchen und sage ihnen das der Soundso nicht wieder kommt.

                        Natürlich kann man jetzt behaupten das das alles Quatsch ist, Vermenschlichung und was weiß ich.
                        Aber ich mache das so, wenn die Wellis das nicht verstehen sollten, dann halt nur für mich...



                        LG von den Tieffliegern und ihrer Körnchengeberin Corinna

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                          #13
                          Hallo Corinna,

                          das geht aber auch wirklich zu Herzen, wenn man so etwas erlebt.Das war eine geniale Idee von dir gewesen, den Partnervogel auch in die Tierklinik zu bringen.

                          Liebe Grüße von Eva und den 3 Rackern

                          Im Herzen und unvergessen Emilie, Hansi ,Mäxchen , Moritz und Eddie

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                            #14
                            Wir mussten zum Glück noch keinen Vogel ziehen lassen. Es war allerdings letztes Jahr nicht klar, ob unsere Cruschie ihre Megas besiegen kann. Jetzt geht es ihr wieder gut, aber die Zeit als es ihr wirklich schlecht ging war für die anderen echt schwer. Man hat gemerkt wie sehr sie versucht haben ihr zu helfen und wie traurig sie waren, als wir mit ihr zum Tierarzt mussten.

                            Ich persönlich würde bei einem Todesfall den Schwarm trauern lassen und den Bogen mit in den Käfig oder darauf legen. Wir haben einen 6 jährigen Sohn und der hat schon oft gesagt, dass die Wellis sich bestimmt vermissen, wenn einer nicht da ist. Er macht auch jedes Mal Grüße Sorgen, wenn einer der 6 bei TA ist und spricht in der Zeit viel mit dem Vögeln, dass ja alles gut werden wird usw. Alleine deshalb würde ich mit ihm und dem Schwarm zusammen Abschied nehmen. Damit alle zusammen einen Abschluss haben.

                            Ich hoffe dieser Tag liegt noch in weiter Ferne.

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                              #15
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                              Vor dieser schwierigen Frage stand ich zum Glück bisher noch nicht. Denn Julchen schloss ihre Äuglein im Käfig unten auf dem Boden. Johann und Fritzchen besuchten sie ganz kurz vorher noch und gingen anschließend nochmal hin, Johann stupste sie vorsichtig an, als sie bereits über die Regenbogenbrücke gegangen war. Sie bekamen dadurch mit, was passiert ist, so dass ich Julchen herausnehmen konnte. In der Folge ging das Welli-Leben weiter, es fiel aber doch irgendwie auf, dass es ruhiger war. Das änderte sich dann erst drei Tage später, als Emil einzog.

                              Viele liebe Grüße von Felo Roland sowie von Fritzchen, Johann, Emil und Heinzi. Julchen, Erna und Paulchen werden immer bei uns sein.

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