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Allergisch gegen Wellensittiche

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    Allergisch gegen Wellensittiche

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    Hallo,

    ich habe mir jetzt extra hierfür einen Account erstellt, weil ich euren Rat brauche.

    Ich habe letztens aufgrund langjährige Beschwerden einen Allergietest machen lassen und wie sich herausstellt bin ich allergisch gegen Wellensittiche. Leider werden die Beschwerden immer schlimmer, Allergiemedikamente haben bei mir mehr Nebenwirkungen als Nutzen. Eine Hyposensibilisierung übernimmt die Krankenkasse laut Arzt nicht, da es sich um ein "Luxusproblem" handelt.

    Problem ist, dass ich einen Schwarm von acht Flauschebällchen zuhause habe, die ich wirklich ungern abgeben würde. Habt ihr Ideen, was ich vielleicht versuchen könnte?

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    #2
    Hallo Nikolaus,

    ach je, das ist schlimm, es tut mir sehr leid. Natürlich verstehe ich, dass eine ärztliche Behandlung ein teurer Spaß ist, die nur den gut situierten Menschen vorbehalten ist und ein Erfolg ja auch nicht garantiert wird.
    Also, Du hast einen großen Schwarm, den Du gerne behalten würdest. Ich verstehe das, die kleinen Flattertierchen sind Dir auch ans Herz gewachsen und man kann sie nicht so einfach mal "ausrangieren". Es würde die Option bestehen, falls die Wellis in einem eigenen Raum leben, diesen nur mit Maske und Schutzkleidung zu betreten. Allerdings würde sich der Federstaub auch in der Wohnung verteilen, da Du die Tür zum Betreten und Verlassen, öffnen musst. Hier wäre eine Außenvoliere natürlich praktisch, wenn das möglich wäre, müsstest Du eine bauen, kostet auch viel Geld.
    Die wohl schmerzhafte letzte Möglichkeit ist, die Wellis abzugeben, auch wenn es furchtbar ist, aber die Gesundheit geht vor. Hier im Forum könntest Du Deine Wellis zur Vermittlung einstellen.
    Tut mir sehr leid, ich hätte gerne was positives geschrieben und hoffe, dass Du eine, für Dich annehmbare Lösung findest.


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      #3
      Ganz ehrlich. Auch wenn es hart klingt. Ich sehe da nicht wirklich eine Lösung, als die Flauschbälle abzugeben. Tut mir leid, dass ich dir das schreiben muss.

      Liebe Grüße von Judith und den Flauschbällchens

      Im Herzen und unvergessen: Maxi, MoritzEins und Moritz

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        #4
        Hallo Nikolas,

        das tut mir sehr leid, dass du diese Diagnose bekommen hast. 😪

        Hier im Forum gibt es min. zwei User, denen es genau so geht und die haben ihre Wellis abgegeben. Sicherlich könntest du es versuchen, sie in einen extra Raum zu stellen (sofern du es nicht jetzt schon so hast), aber im Endeffekt wäre eine räumliche Trennung für denen Körper wohl das Beste, gerade in der Anfangszeit.

        Vielleicht gibt es ja einen User hier in deiner Nähe, der deine Wellis in einem Schwarm aufnehmen kann und du sie wenigstens noch besuchen und sehen könntest.

        Darf ich fragen, wie sich die Symptome bei dir äussern?

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          #5
          Vielen Dank für die vielen Antworten,

          ich lebe in einer Zwei-Zimmer-Wohnung und die Wellis leben im Wohnzimmer. Ich meide es schon so gut wie möglich da rein zu gehen, das ist aber langfristig auch keine Lösung die Hälfte meiner Wohnung nicht mehr zu betreten. Eine Außenvoliere ist leider nicht möglich, ich lebe zur Miete und das Haus hat nicht mal einen Garten.

          Die Allergie äußert sich bei mir als Dauerschnupfen, Niesen, Husten mit juckenden Augen, das volle Programm.

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            #6
            Hallo FlauschigerWelli,

            das selbe Problem hatte ich mit Blütenpollen, Holzspäne, Stroh und Heu.
            Sobald ich nur einen Raum betrat wo sich etwas von dem befand begannen die Augen zu Tränen, als würde ich weinen, neben den Schnupfensymptomen mit niesen und Nase laufen.
            Kleine Heimtiere wie Mäuse, Hamster oder gar Kaninchen war undenkbar zu halten für mich.

            Bei mir halt dann tatsächlich diese Hyposensibilisierung gegen Blütenpollen, die die Krankenkasse übernahm, weil es selbst im Frühling wirklich heftig bei mir wurde (In den Pausen wurde ich in der Schule gefragt, warum ich denn traurig bin und weine, dabei lief mir nur allergie bedingt die Augen).
            Heute hab ich Kaninchen in der Wohnung, auch 2 Zimmer Wohnung, ein Gehehe in jedem Raum, damals undenkbar...

            Ich sehe halt leider auch nur 3 Optionen.

            Option eins:
            Die Hyposensibilisierung auf eigene Kosten machen lassen.
            Eventuell hilft da ein Kredit aufzunehmen bei einer Bank und diese dann stück für stück abzuzahlen, denn dass so eine Behandlung übelst teuer ist, glaube ich dir sofort.
            Ist natürlich mit Schulden verbunden und das Risiko, dass die Behandlung bei dir ggf. nicht genügend bringt, besteht auch.



            Option zwei:
            Einen Garten finden, der verkauft wird und den Kaufen, um eine Außenvoliere drauf zu bauen inklusive Schutzhaus.
            Das hatte mal ein Hundehalter für seinen Hund gemacht in einer Folge eines Hundetrainers (nein, nicht beim Rütter).
            Er konnte den Hund halt nicht frei laufen lassen, der wäre sofort weg gewesen, deswegen kaufte er den Garten zu dem er dann eben immer hin fahren musste, um seinen Hund dort aber frei laufen lassen zu können, damit der seine Energie etwas los bekommen kann.
            Ist natürlich auch mit Schulden machen verbunden.



            Option drei ist halt die Vermittlung.
            ​​​Es ist halt nicht gut, wenn dein Körper immerzu mit allergien konfrontiert wird.
            Jetzt als sofort Lösung, ich glaube, ich würde die Tiere erstmal ins Badezimmer umsiedeln.
            Dich immer nur in der Küche und Schlafzimmer nur aufhalten zu können und Wohnzimmer meiden zu müssen, find ich auch keine so gute lösung, insofern der Fernseher nicht im Schlafzimmer steht oder du baust dein Schlafzimmer zum Wohnzimmer mit um (Hochbett anschaffen, Chouch darunter stellen, Fernsehr Tisch davor und Fernseher mit dort rein) und machst das Wohnzimmer erstmal zum Vogel Zimmer.

            Es tut mir total leid, dass du ausgerechnet gegen sie allergisch reagierst.


            Liebe Grüße

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              #7
              Hallo Krummschnabel,

              da scheint mir tatsächlich nur die Vermittlung zu bleiben.

              Deine ersten beiden Optionen sind leider finanziell nicht stämmbar und mein Badezimmer hat nur 6 Quadratmeter, da passen kaum zwei Menschen rein, geschweige denn eine Voliere mit 8 Vögeln. Das Wohnzimmer ist schon mehr Wellizimmer als Wohnzimmer, alles wichtige ist schon im Schlafzimmer untergebracht.

              Es ist denke ich auch nicht fair den Wellis gegenüber, wenn ich mich nur noch einmal am Tag zum Futterwechsel mit ihnen beschäftige und sie sonst nur ignorieren muss. Da kriegt man ja auch Krankheiten und Verhaltensänderungen gar nicht mehr mit.

              Och menno

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                #8
                Hallo Nikolas,

                ich habe solches Mitleid mit dir.
                Ich glaube aber auch, es wird wohl eher kein Weg daran vorbei führen.
                Zur Hyposensibilisierung wollte ich nur noch erwähnen, dass es ein langer Weg ist ( 3 Jahre ) bis ein eindeutiger Erfolg erzielt werden kann.
                Würde also sowieso nicht in Frage kommen, auch wenn du dir das leisten könntest.
                Dir bleibt eigentlich nur eine ganz kleine Chance. Den Bestand radikal reduzieren, runter auf höchstens 4. … und ganz wichtig ein gutes Luftreinigungsgerät anschaffen.
                Wenn allerdings die Allergie zu stark ausgebildet ist, wird auch das nicht helfen, fürchte ich. 🤔
                In weniger schweren Fällen soll das aber schon funktioniert haben,dass weiß ich von einem Hobbyzüchter.
                Wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir und deinen Wellensittichen alles Gute.

                Liebe Grüße von Eva und den 3 Rackern

                Im Herzen und unvergessen Emilie, Hansi ,Mäxchen , Moritz und Eddie

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                  #9
                  Hallo Nikolas,
                  als einzige Lösung, so traurig wie es für Dich und die Wellis ist, sehe ich nur, die Wellis abzugeben. Unsere Wellis sind alle Familienmitglieder und die kann man nicht auslagern. Das Zimmer, in denen die Wellis leben, nicht zu betreten (außer zum Füttern und Saubermachen) wird den Wellis als Familienmitgliedern nicht gerecht. Schließlich erfreuen wir uns an unseren munteren Gesellen und das fuktioniert nur, wenn wir ihnen nahe sein können. Selbst wenn Du das Geld für eine Hyposensibilisierung aufbringen würdest, dauert die Behandlung lt. Internet etwa 3 Jahre, Ergebnis offen.
                  Vielleicht kannst du Dich mit einem anderen Haustier anfreunden, gegen das Du nicht allergisch bist.
                  Alles Gute
                  Gruß Ratio

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                    #10
                    Hallo,
                    mir geht es gerade auch so. Ich bin Asthmatikerin und es ging lange gut mit meinen zuletzt 11 Wellis. Ich habe einen Hepa Luftfilter. Meine Lungenfachärztin hat einen Bluttest auf Allergene ins Labor gegeben. Es dauert. Das Ergebnis erwarte ich in zwei bis drei Wochen. Aber meine Hoffnung ist gering. Fünf Wellis konnte ich bereits in meinem Wellinetzwerk vermitteln. Wenn der Test auf Wellis positiv ausfällt, müssen alle ausziehen. Eine Vermittlungsanzeige findet ihr hier auf Welli.net.
                    Ich bin sehr traurig und kann dich gut verstehen.
                    Aber die Gesundheit muss an erster Stelle stehen.

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                      #11
                      Hallo,

                      ich habe mich jetzt auch dazu entschieden meine Wellis abzugeben. Bei mir in der Nähe gibt es einen Vogelpark, da können meine Vögel mit in einen großen Schwarm in die Außenvoliere ziehen (wenn Megabakterien- und Psittakosetests negativ sind). Da werden sie es bestimmt gut haben, mit so vielen Artgenossen.
                      Es ist hart, aber es ist wohl das beste für mich und auch für die Wellis. ich kann ihnen ja durch die Allergie gar nicht mehr die Beachtung und Zuneigung schenken, die sie verdient haben.

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                        #12
                        Guten Abend Nikolas,

                        Deiner Gesundheit zuliebe machst Du es richtig und das Gute ist, dass Du Deine Wellis in gute Hände abgeben kannst. Besser kann es gar nicht sein, alle sind zusammen und lernen neue Artgenossen kennen. Und wenn Dir danach ist, kannst Du sie besuchen, mit Maske müsste das gehen.
                        Ich wünsche Dir nach dem schweren Schritt, dass es Dir wieder gut geht.
                        Alle guten Wünsche für Dich.

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                          #13
                          Das sind ja tolle Nachrichten und für die Wellis sicher das Beste, was man machen kann.

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                            #14
                            Da ich momentan sehr in dem Thema mit Luftqualität in Innenräumen involviert bin würde mich mal brennend interessieren wie und wie oft in dem Wohnzimmer gelüftet wird.
                            Das ganze Futter, Stroh, usw. erzeugt sehr viel VOC in Wohnungen und wenn das Lüften durch irgend welche baulichen Gegebenheiten nicht richtig funktioniert, kann das viele verschiedene Krankheiten auslösen. Sowohl bei Memschen als auch bei den Vögeln.

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                              #15
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                              Zitat von FlauschigerWelli Beitrag anzeigen
                              Hallo,

                              ich habe mir jetzt extra hierfür einen Account erstellt, weil ich euren Rat brauche.

                              Ich habe letztens aufgrund langjährige Beschwerden einen Allergietest machen lassen und wie sich herausstellt bin ich allergisch gegen Wellensittiche. Leider werden die Beschwerden immer schlimmer, Allergiemedikamente haben bei mir mehr Nebenwirkungen als Nutzen. Eine Hyposensibilisierung übernimmt die Krankenkasse laut Arzt nicht, da es sich um ein "Luxusproblem" handelt.

                              Problem ist, dass ich einen Schwarm von acht Flauschebällchen zuhause habe, die ich wirklich ungern abgeben würde. Habt ihr Ideen, was ich vielleicht versuchen könnte?
                              Der wohl häufigste Grund für die Aufgabe einer Wellensittichhaltung ist die Veränderung der Lebensumstände des Halters. Dies geschieht durch Wohnort- oder Arbeitsplatzwechsel, aus gesundheitlichen oder Altersgründen und häufig auch aus einer veränderten Gewichtung der Wohnhygiene.
                              Gerade letzteres wird von vielen Wellensittichfreunden unterschätzt. Kann aber bei Schwangerschaft, Kleinkindern, Allergien schnell zum gesundheitlichen Problem, sogar zur lebensbedrohlichen Gefahr eskalieren.
                              Viele, gerade junge Wellensittichhalter blenden hier die Vernunft und gut gemeinte Ratschläge von Hygienemedizinern aus.
                              In Innenhaltung ist die Wellensittichhaltung immer auch eine gesundheitliche Gefahr für den Menschen.
                              Besonders in Wohnnungen mit weniger als 100 qm Wohnfläche wird die Wellensittichhaltung auf Grund des Federstaubes und der mit der Wellensittichhaltung vorhandenen Keime, schnell zur Gefahr für den Menschen.
                              Das Übel daran ist, dass junge Menschen zunächst nichts davon merken. Aber wenn erste Beeinträchtigungen wahrgenommen werden, dann ist es regelmäßig zu spät und eine Genesung vom Vorschaden nicht mehr möglich.
                              Das Mietrecht setzt bei 4 Wellensittichen in einer Mietwohnung die Grenze.
                              Aber schon ein Wellensittich bringt naturgemäß eine ständige Federstaubbelastung in allen Räumen der Wohnung mit sich. 2 Wellensittiche machen durch ihre erhöhte Aktivität Dreck für drei.
                              Bedenken Sie dabei immer, dass Sie selbst es sind, die solche mit Federstaub belastete Luft atmen.
                              Die Wellensittichhaltung in Schlafräumen ist deshalb ein Unding - ein No-go!
                              Bei täglich 12 Stunden Aufenthalt in ihrer Wohnung sind das 84 Stunden /Woche; 360 Stunden/Monat oder 4380 Stunden /Jahr oder ca. 44000 Stunden in zehn Jahren. Das sind in 10 Jahren etwa 2 640 000 Minuten oder etwa 158 400 000.
                              Oder anders gesagt, die Hälfte ihrer Atemzüge im Verlaufe von 10 Jahren, dies sind in Ruhe etwa 80 000 000, - - 80 Millionen - -, belastet ihre Lunge mit Federstaub.
                              Sie müssen kein Arzt sein, um zu erkennen, wie Ihre Lunge nach 10 Jahren aussieht.
                              In der Praxis sagt mir meine jahrzehntelange Erfahrung mit Wellensittichhaltern, dass sich nur die Allerwenigsten einer solchen Gefahr bewusst sind.
                              9 von 10 spielen Russisch-Roullet und wissen Tag für Tag, dass die Masse der Wellensittichfreunde ein übles Schicksal trifft, aber sie vertrauen darauf, dass Sie selbst die einzelne Ausnahme sind.
                              ​

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