Wir haben vor einiger Zeit einen männlichen Welli in einem Naturschutzgebiet gefunden, er war super zutraulich und flog uns auf die Köpfe, Schultern, Hände - ich glaube, der Kleine war richtig verzweifelt. Wir brachten ihn zunächst in ein Tierheim und suchten nach dem Besitzer. Sowohl aktiv als auch duetschlandweit Anzeigen durchstöbernd. Leider ohne Erfolg. Wir ertrugen es dann nicht, den Kleinen im Tierheim versauern zu lassen und holten ihn zu uns, zusammen mit einer Wellidame. Die beiden heißen nun Lenny und Shelly. Es kamen Tage der Eingewöhnung, Lenny war bereits ab Tag 2 zutraulich, Shelly brauchte etwas länger. Da Lennys Verhalten aber auffällig war und er in seiner "Freiheit" Kontakt mit Entenkot gehabt hatte (pickte auf dem Bodem am Teich), suchten wir einen vkTierarzt mit den beiden auf und ließen sie durchchecken. Bei beiden Tieren wurden Trichos festgestellt, welche sie besser wegsteckte als er. Er war zudem untergewichtig und geschwächt. Wir bekamen vom Tierarzt Clavaseptin (1x täglich in dem Schnabel), Leberschutz (1× täglich Schnabel) sowie Ac-i-prim zum streuen übers Futter.
Und ab da ging es abwärts: die 2 saßen in der riesigen Voliere und sobald wir sie holen wollten (ihr wisst schon, der Trick mit der Dunkelheit und dem Habdschuh) flatterten beide panisch los. Wir kriegten sie da nicht raus, kamen auch nicht richtig ran und so behalfen wir uns nach mehreren Versuchen (wir warteten zwiwchendurch immer kurz ab, bis dir Panik nachgelassen hatte) mit dem Kescher, da wir wollten, dass es für die Tiere schnell vorbei ist. Das klappte schnell und gut, mein Mann konnte sie so auch in die Transportbox setzen und dann nacheinander die beiden im vom TA gezeigten Griff greifen und die Medizin verabreichen. Soweit so gut.
Jetzt ist die Medikamentengabe vorbei und sie reagieren mit Panik, wenn ich an den Käfig herantrete. Es tut mir so unendlich leid für die beiden. Sie zwitschern nur selten, spielen nicht, nehmen keine Art von Frischfutter an (nicht mal Golliwoog) und miteinander interagieren sie auch nicht wirklich (es wurde mal mit den Schnabel nacheinander gehackt...). Alles schreit "ich fühle mich nicht wohl und ich hasse meine neuen Halter", was ich nachvollziehen kann. Die beiden Wellis hatten einen ganz blöden Start bei uns und sie müssen nicht zahm werden, mir war wichtiger, dass sie gesund werden. Aber wie kann ich den beiden nun helfen, dass sie sich in ihrem neuen Zuhause trotzdem wieder wohl fühlen?
Freiflug war noch nicht, da wir noch auf Laborergebnisse warten und erst dann fliegen lassen sollen. Aber wäre das jetzt schon gut für die beiden?
Vielleicht hatte ja jemand schonmal eine ähnliche Situation und kann mir Tipps geben.





die Fanny & Co.
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