Mein Walter damals, der mochte am liebsten klassische Klavierkonzerte. Pepy dagegen, im selben Schwarm, mochte es gerne schräg. Und als Walter als vorletzter von vieren starb, starrte Pepy die ganze Zeit auf die Stelle, wo dieser zuletzt gelegen hatte und rührte sich den ganzen Tag nicht. Wie eine Salzsäule. Ich habe mir große Sorgen gemacht und befürchtet, dass sie nicht einmal bis zur Ankunft eines neuen Kumpels oder Vermittlung in anderes Zuhause überleben würde.
Also habe ich eine Playlist mit ihren paar Lieblingsliedern erstellt und den ganzen Tag laufen lassen. Das war echt schwer auszuhalten, denn die Mischung war anstrengend und im kurzen Turnus: Joe le taxi von Vanessa Paradis, Children of the Revolution von T-Rex, Tainted Love gecovert von Marilyn Manson, Seargent Peppers Lonely Hearts Club Band von den Beatles (ohne Worte...) und ihr absolutes Lieblingslied, das schrägste überhaupt, The Mummy von Bob McFadden & Dor. Wer Lust hat, kann es ja mal bei y..t..e suchen und sich wundern, wie der Geschmack eines Wellis so ticken kann. Und sie ist bei dem Lied immer richtig ausgeflippt.

Glaubt mir, es war die Hölle das den ganzen Tag in Dauerschleife zu hören, aber es hat geholfen. Sobald die Musik lief, fraß und trank sie immerhin wieder. Und ich hatte ein bisschen Zeit gewonnen, ihr ein schönes neues Zuhause zu suchen, denn binnen Stunden hätte ich das nicht schaffen können. Wer seine Wellis liebt...


aber auch schottische Dudelsackmusik macht Spaß.



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