Ich habe jetzt schon lange hier nichts mehr geschrieben, weil mir einfach die Zeit gefehlt hat und irgendwie hatte ich auch nicht so richtig Lust zum Schreiben. Einerseits gab es bei uns nichts Neues und andererseits war ich durch die Erfahrungen in einem anderen Vogelforum etwas genervt und habe mich entschieden erst mal eine Weile nichts zu schreiben. Ich habe aber trotzdem immer fleißig mit gelesen und habe mich an euren schönen Bildern und Geschichten erfreut.
Stefan hatte mir auch eine PN geschickt, dass sich Einige von euch im April in Frankfurt getroffen habt. Leider waren wir da noch im Urlaub und konnte nicht an dem Treffen teilnehmen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
Es gibt dann aber auch wieder Ereignisse, die man dann doch gerne mit Menschen teilen möchte, die Verständnis haben und nachfühlen können, daß man auch um einen kleinen Wellensittich trauern kann.
Am letzten Montag mussten wir leider unsere kleine Lilli über die Regenbogenbrücke schicken. Wie einige von euch ja wissen, hatte Lilli PBFD. Vor vier Jahren haben wir die ersten Anzeichen festgestellt. Die Schwanzfedern wuchsen verdreht nach und fielen auch bald wieder aus. Lilli konnte immer schlechter fliegen und irgendwann dann gar nicht mehr. Vor zwei Jahren haben wir dann die Diagnose PBFD bekommen. Aber Lilli war eine kleine Kämpferin und hat ihr Leben in vollen Zügen genossen. Mit Ihrem Partner Sky hat sie in den vergangenen zwei Jahren noch manch schöne Schmuse- und Kraulstunde verbracht. Aber in den letzten Wochen ging es ihr immer schlechter. Eine Nierenerkrankung kam dazu und Lilli wurde ruhiger und stiller. Bevor wir Ende März in Urlaub gefahren sind, ging es ihr auf einmal schlechter. Schweren Herzens haben wir sie in der Obhut meiner Eltern gelassen. Ehrlich gesagt, haben wir nicht damit gerechnet, Lilli noch einmal wiederzusehen. Wir haben jeden zweiten Tag telefoniert, und waren immer auf das Schlimmste gefaßt. Aber Lilli hat sich gut gehalten, sie hat schön gefressen, hat aber viel geschlafen und wollte auch nur noch im Käfig sitzen. Sky hat sich in der Zeit ganz rührend um sie gekümmert. Nach dem Urlaub durften wir noch eine Woche mit ihr verbringen.
Am Sonntag Abend ist sie dann jedoch vom Stängchen gefallen und konnte sich nicht mehr halten. Wir haben sie dann eine Weile in der Hand gehalten und nach einer Zeit hatte sie wieder Kräfte gesammelt und konnte dann die Nacht wieder im Käfig auf ihrer Schlafstange verbringen. Heinz hat die ganze Nacht im Wohnzimmer geschlafen und immer nach ihr geschaut. Am Montag früh ist sie dann aber wieder runtergefallen. Sie hatte keine Kraft mehr, sie wollte auch nichts mehr fressen. Sie hat sich nur noch im Kreis gedreht und war völlig orientierungslos. Sie wollte nicht mehr in den Käfig und saß ganz ruhig in unserer Hand. Wir haben uns dann entschieden, die TÄin anzurufen und blöderweise hatte unsere Ärztin auch noch Urlaub. Heinz ist dann mit Lilli zu einer anderen TÄin gefahren, von der wir wußten, das auch sie sich gut mit Vögeln auskennt.
Die TÄin hat uns dann eigentlich auch nur bestätigt, was wir schon wussten. Wir mussten uns von unserer kleinen Lillimaus verabschieden. Es wäre nur noch eine Qual für sie gewesen und quälen sollte sie sich auf keine Fall. Lilli ist 6 Jahre geworden und sie hat ein schönes Leben gehabt.
Sie war für uns ein ganz besonderes Vögelchen und wir vermissen sie ganz doll.
Flieg schön kleine Lilli und grüß den Micki und den Michel von uns. Zu dritt fliegt ihr jetzt ganz bestimmt um die Wette im Regenbogenland.
Vielleicht war es Schicksal, es sollte wohl alles genauso passieren. Oder hatte Lilli ihre Krallen im Spiel. Wir wissen es nicht. Im Wartezimmer dieser anderen Ärztin hing ein Zettel, das eine Wellidame, 2 Jahre alt, ein neues Zuhause sucht. Heinz hat sich die Telefonnummer notiert und am nächsten Tag haben wir dort, trotz der Trauer um Lilli, angerufen um zu erfahren, ob die kleine Dame noch da ist. Unser Onkel Sky sollte auch nicht zu lange alleine bleiben. Und siehe da, sie war noch zu haben. Am Donnerstag sind wir dann losgefahren um die kleine Dame zu begutachten. Und als wir die Kleine dann in ihrem Riesenkäfig so ganz alleine haben sitzen sehen, waren wir uns gleich einig, die nehmen wir mit. Chipsie ist ihr Name und sie war schon seit Dezember alleine. Vorher hat sie mit einer Henne zusammengelebt.
So, und jetzt ist Chipsie bei uns eingezogen.
Wie es mit Chipsie weitergeht werde ich Euch demnächst berichten. Bilder kommen dann auch. Ich habe schon viel zu viel geschrieben, das liest ja am Ende keiner mehr .
Wir werden unsere Lilli nie vergessen und die Trauer sitzt noch tief. Und so viele Dinge erinnern uns an sie. Aber Chipsie ist eine würdige Nachfolgerin und dem Sky scheint sie auch ganz gut zu gefallen. Und es sollte wohl genau so sein, wie es nun ist.
Ps. Auf dem Bild ist Lilli zu sehen







Schon merkwürdig, wie manche Dinge einem einfach zu fallen Ich hoffe, Chipsie gewöhnt sich schnell ein und sie und Sky werden ebenfalls tolle Freunde.
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