Eines noch als wichtige Info: Fett- und Proteinreiches Futter regt die Brutigkeit an. Wichtig ist allerdings: auch diese Nährstoffe brauchen sie natürlich und sollte ausgewogen in geringen Mengen in der Futtermischung enthalten sein. Wenn sehr karg, dann bitte nur kurzfristig um die Gemüter "runterzukühlen"
Bei den Inhaltsangaben auf Futterpackungen stehen nach anteiliger Menge absteigend sortiert die einzelnen Saaten. Das ist richtig, denn das ist in Deutschland sogar Vorschrift. Je weiter nach hinten, desto geringer der Anteil. Minimal enthaltene Anteile müssen nach deutschem Kennzeichnungsrecht leider nicht zwingend angegeben werden. Noch besser sind natürlich prozentuale Angaben. Manchmal hilft auch ein Blick auf die Seite des Online-Shops (falls z.B. keine Verpackung mehr vorhanden ist).
Bei unklaren Angaben würde ich lieber die Finger davon lassen. So gibt es als Beispiel Futtermischungen auf denen "Wildsämereien" drauf steht, aber nicht genau, wie das anteilig gewichtet ist. Gerade Wildsämereien enthalten oft sehr viele ölhaltige Saaten und das sollte in einem Diätfutter um die 3% nur ausmachen! Steht z.B. 30% Wildsämereien, dann lieber Finger weg. Gleiches gilt bei Unkrautsamen. Auch die sind in der Regel sehr ölhaltig.
@ maus_sp:
Wenn das die Futtermischung ist, die ich auch meine, dann ist da schon an 6. Stelle Haferkerne aufgeführt. Der Anteil ist damit vermutlich viel zu hoch für einen hormongeschwängerten Schwarm und schon dreimal, wenn man schon übergewichtige Tiere dabei hat.
Mangels Zeit auf die Schnelle aus dem Kopf:
An 8. Stelle kommt schon die erste ölhaltige Saat, bald dann Hanf, Leinsaat, Kardi, Perilla, Sesam und noch einige andere mehr sind alle ölhaltig. Das Futter würde ich, wenn überhaupt nur an Vögel in Aussenhaltung füttern und dann auch eher mit anderen ölarmen Mischungen zusammen.
@ groren
bei deiner Futtermischung ist Hafer sogar schon an der 5. Stelle aufgeführt. Ölhaltiges ist hier Nigersaat, Hanf, Leinsamen. Dass da steht, dass noch andere Saaten enthalten sind, bedeutet, dass noch andere Saaten enthalten sind, leider aber keine genauen Angaben, können also theoretisch auch wieder ölhaltige Saaten sein oder eben auch nicht.
Im Zweifelsfall lieber auf das Diätfutter zurückgreifen und das ggfs. nochmal genau prüfen. Unkrautsamen finde ich darin jetzt auch nicht so prickelnd wie oben geschrieben. Ich selbst füttere seit über 2 Jahren hauptsächlich ein Nymphenfutter von einem anderen bekannten Online-Händler, das auch sehr gut als Diätfutter für Wellis geeignet ist (trägt zurecht den Wüstenartigen Namen "Prä**e", Online-Shop ist aktuell in der Shopliste an 4.Stelle zu finden). Da das alleine bei manchen Situationen wie z.B. Krankheiten nicht ausreichend ist, kaufe ich dann dazu noch Einzelsaaten und mische das unter. Jedenfalls ist das sehr fettarm. Ebenfalls noch sehr karg ist bei dem Händler das Nymphen-Futter "Pam*a", welches ich gerne mit dem o.g. mische. Hier ist allerdings der Grasanteil geringer.
Foniopaddy würde ich als Beispiel nicht mehr bei uns wegdenken wollen. Das sind ganz winzige sehr kohlenhydratreiche Körnchen, die man als Leckerlie beruhigt in einem kleinen Schälchen geben kann. Unters normale Futter gemischt fallen sie leider nach unten durch und werden womöglich gar nicht gesehen und somit auch nicht gefressen. Das Zeug mögen sie sehr und auch wenn viele Kohlenhydrate enthalten sind, so macht das in kleinen Mengen freilich nicht so viel aus wie zu reichlich Proteine und Fette. Da das winzige Körnchen sind, haben sie dabei auch wesentlich mehr zu tun wie bei normaler Hirse (Fonio ist auch eine Hirseart)
Ach und nochwas: statt das Futter streng zu rationieren, sollte man lieber Diätfutter geben, denn zeitweise hungernde Wellis schlagen bei vollen Näpfen dann auch wieder entsprechend hamsternd zu. Ist bei den Federlosen in ähnlicher Form als Jojo-Effekt bekannt. Deshalb lieber die normale Futtermenge oder gar minimal drüber aber wirklich nur ein "wüstenähnliches" Futter dann.
Hat man sehr reichhaltiges Futter gekauft, muss man das natürlich nicht gleich entsorgen. Man kann es in sehr geringen Dosen in sehr karges Futter mischen.




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