Grundsätzlich ist es aber nicht verkehrt, generell etwas mager zu füttern, da sehr viele Wellis mit den üblichen und verbreiteten Futtersorten sehr schnell zunehmen und Lipome entwickeln, gesteigerte Brutigkeit bekommt man da meist gratis dazu geliefert. Insofern ist generell mageres Futter nicht verkehrt, wenn man es mit den meisten Futtersorten vergleicht. Ein Futter nachträglich aufpeppen geht sehr viel leichter als reduzieren.
In sog. Diätfutter muss leider nicht drin sein, was drauf steht. Sind als Beispiel Wildsämereien oder Unkrautsamen aufgelistet, dann lieber Finger weg davon. Diese Begriffe hören sich natürlich erst mal sehr gut und gesund an, aber alleine die sehr ungenaue Angabe der Inhaltsstoffe würde mich sehr abschrecken und dann auch die Tatsache, dass viele dieser Sämereien sehr reichhaltig sind und alles andere als diättauglich.
Es gibt aber durchaus auch Futtersorten, die bei normal gesunden Tieren völlig ausreichend sind und gut in der Zusammensetzung. Von Mischungen, die gerade mal nur 5 oder 6 verschiedene Saaten enthalten, würde ich Abstand nehmen, wenn man nicht selbst noch andere Saaten beimischen will.
Ein guter Futterhändler zeichnet sich in meinen Augen dadurch aus, dass er schon online bekannt gibt, was im Futter enthalten ist. Ist dies nicht der Fall, ist es eher eine Glückssache, ob man gutes oder zu reichhaltiges Futter erhält. Besser noch ist natürlich, wenn auch der Prozentuale Anteil der Saaten aufgelistet ist oder wenn man zumindest auf Anfrage die genaue Zusammensetzung genannt bekommt.
Überprüfen kannst du eine fertige Futtermischung anhand des Lexikons mit den Einzelsaaten (Link oben).
Wenn du Hilfe dabei brauchst, kannst du gerne auch eine Futtermischung (nicht den Markennamen, nur die Zusammensetzung) hier posten, damit ich mal einen Blick drauf werfen kann. Ein Experte bin ich zwar auch nicht, aber zunmindest kann ich schnell erkennen, ob es zu reichhaltig ist oder geeignet.
Das Grasnest würde ich dennoch gänzlich entsorgen und nicht mehr anbieten, denn irgendwann werden das auch die Hennen entdecken. Ist das geschehen, ist der Bruttrieb schon voll da. Bei meinen ist es auch manchmal so, dass erst mal die Hähne nach etwaigen Brutplätzen schauen und das den Hennen dann zeigen, falls sie es noch nicht selbst entdeckt haben. Das sind echte Ganoven, wenn es um aushecken neuer "Pläne" geht *g*.
Wenn die Tiere in der Mauser sind (sie nicht übermäßig brutig sind und keine gesundheitlichen Probleme bekannt sind), sollte man es auch nicht unbedingt auf den minimalsten Wüstenmodus runterfahren, da sie dann die Nährstoffe für die Neubildung der Federn brauchen. Wichtig ist dabei aber, dass es sich um die richtigen Nährstoffe handelt und sie nicht zu viel davon bekommen. Das richtige Maß ist hier einfach gefragt. Das zu treffen ist natürlch ein stetiger Eiertanz, den auch ich noch immer am tanzen bin...







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