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Mein Welli hat sich einen Blutkiel gezogen

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    Mein Welli hat sich einen Blutkiel gezogen

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    Hallo ihr Lieben,

    mein 12-jähriger Fußgänger hat sich heute Nacht einen Blutkiel gezogen (bzw. verloren bei einem nächtlichen Sturz von der Schaukel?). Habe es gerade eben erst gesehen! Es handelte sich um eine nachwachsende Schwanzfeder. Auf dem Volierenboden war ein getrockneter Blutfleck zu sehen (ca 1 cm²) und die gezogene Feder mit Blutkiel. Sein Schnabel ist blutverschmiert.

    Eine blutige Stelle konnte ich bei ihm auf den ersten Blick nicht finden.. Wenn ich noch eine finden sollte, wie kann ich da am bürzel das Blut stillen?

    Was kann ich denn jetzt machen? Die vkta hat erst morgen wieder offen. Traumeel ins Trinkwasser gegen Schmerzen? Oder wirkt Traumeel blutverdünnend (so wie bei Menschen einige Schmerzmittel) und ist es dann eher kontraproduktiv?

    ich habe gerade etwas panik.

    LG

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    #2
    Hallo Conny,

    also wenn Du keine blutige Stelle findest, wird es wohl zum Bluten schon aufgehört haben. Ich denke, dann kannst Du schon durchschnaufen. Lass Dich nicht verrückt machen. Ich kann Dich aber verstehen, denn Blut lässt die eigenen Streßhormone schon hochgehen.

    Man hört ja immer wieder, dass sich Wunden bei Wellis schlecht stillen lassen. Das erklärt auch, warum er so viel geblutet hat. Ich hoffe es meldet sich noch jemand, der so etwas schon mal gehabt hat.

    Zum Blutstillen gibt es so eine Watte, weiß leider gerade den Namen nicht. Ob Traumeel blutverdünnend ist kann ich Dir leider auch nicht sagen, wollte es in der Suchmaschine finden und bin nicht gleich zu einem Ergebnis gekommen.

    Das wichtigste ist erst mal, dass es nicht mehr blutet!
    Gute Besserung Deinem Fußgänger daumendrück:

    Piepsl

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      #3
      Claudenwatte Ich bezweifel das Traumeel wirkt. Das soll wohl nur bei Gelenksachen oä helfen

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        #4
        Claudenwatte habe ich da. aber die kann man beim bürzel ja doch garnicht so richtig auf die stelle drauf drücken (habe die stelle übrigens gefunden), weil da ja noch andere starke federn sind, die bei seite müssten, damit die watte an die wunde kommt. (wisst ihr wie ich es meine? kann es grad nicht so gut beschreiben).

        sweet hat mir noch einen link zu einer vogelklinik mit telefonischem notdienst geschickt.

        danke lintu, für deinen hinweis. dann fällt traumeel wohl weg. kann ja bei der vogelklinik nochmal nachfragen.

        Lintu, du bist doch angehende tierärztin, oder? ich meine, dass hier mal irgendwo mitgelesen zu haben, dass du in der richtung was lernst/studierst? ich hoffe ich lieg da jetzt nicht falsch. kann ich dir hier mal ein foto von dem kiel hochladen und du kannst mir sagen, ob es der ganze ist? nicht, dass noch ein teil in keks bürzel steckt. ich meine es sieht wie ein ganzer kiel aus und es ist auch bei keks nichts zu sehen, was nicht hingehört. aber vielleicht kennst du dich da besser aus!? der kiel ist erst rund und wird dann flach und am ende sind noch ein paar mini-flauschdaunen dran, daher vermute ich, dass es der ganze kiel ist...

        keks verhält sich im moment normal. zwitschert mit den anderen, hat schon gefressen. er ruht sich aus, aber das ist ja verständlich nach so einer nacht...

        LG und danke für eure antworten

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          #5
          Zitat von Lintu
          Claudenwatte Ich bezweifel das Traumeel wirkt. Das soll wohl nur bei Gelenksachen oä helfen
          Das ist eine veralterte Erkenntniss. Inzwischen gibt man Traumeel allgemein gegen Schmerzen.

          Hört sich doch aber schon gut an, wenn er zwitschert und frißt hat er vielleicht GsD keine Schmerzen.

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            #6
            Hallo!

            Ich habe in einer ähnlichen Situation vom vk Tierarzt einen blutstillenden Stift bekommen, der aussieht wie ein Mini-Labello. Die Spitze ist hart und dünn, so dass man sie direkt und ziemlich präzise auf die blutende Wunde, die durch das Herausziehen des Kiels entstanden ist, drücken kann. Die Blutung ist innerhalb von Sekunden gestoppt. Ich erinnere mich nicht mehr, wie die Substanz der Spitze hieß, aber daran, dass, wenn man versehentlich die Spitze an die eigene Haut brachte, diese sich braun verfärbte (geht nach ein paar Tagen von alleine wieder weg). Das Ganze scheint für Verletzungen an den Füßchen/Krallen auch zu funktionieren. Mich beruhigt es jedenfalls, den Stift "für alle Fälle" zu Hause zu haben.

            Alles Gute!

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              #7
              Das ist ein Alaunstift, Männer, die sich nass rasieren, haben den meist im Schrank:

              ***

              Meine Tierärztin hat Wundspray genommen.

              Zuletzt geändert von Forever; 19.07.2025, 08:01. Grund: Fremdseite entfernt

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                #8
                habe jetzt einfach etwas traumeel über das trinkwasser verabreicht, da auch bei birds-online geschrieben steht, dass es gegen schmerzen auch bei (blutenden) wunden hilfreich ist. offenbar hat sich die blutung aber von allein gestoppt, da er sich auch die ganze zeit putzt (auch am bürzel) und keine neuen blutflecken am schnabel hat, auch heruntertropfen tut schon länger nichts mehr. es muss nur nachts gewesen sein. habe noch zwei mini-blutkleckse auf dem boden gefunden, aber die waren auch schon lang trocken. als untergrund habe ich ja heu und darauf ein kopfkissenbezug, damit herr von und zu keks weich fällt, wenn er mal fällt. der kissenbezug ist natürlich optimal um die "blutspur" zu verfolgen.

                danke für den tip mit diesem stift. danach werde ich mal in der apotheke fragen. bei birds-online stand auch etwas von diesen stiften zum blutstillen. die verursachen wohl ein unangenehmes brennen auf der haut, aber hauptsache es hilft.

                ich werde nachher mal fotos von dem blutkiel hochladen. aber im moment muss noch der akku vom handy laden.. ohne handy keine fotos.. zeit wirds, dass endlich eine neue digi-cam ins haus kommt...

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                  #9
                  so, etwas gutes hat das alles: mein freund hat mal eben unsere digi-cam repariert, damit ich richtige fotos von dem blutkiel machen kann... anbei dann mal die bilder... falls jemand von euch sagen kann, ob der abgebrochen oder vollständig ist, dann bitte antworten

                  ich würde ja sagen, er ist vollständig. habe für morgen nachmittag einen besuch beim vkta erstmal eingeplant. auch wenn keks einen ganz guten eindruck macht und nur die blutspuren von seinem nächtlichen unfall zeugen... da die feder geknickt ist, nehme ich an, dass er sie nicht rausgerissen hat, sondern unglücklich von der schaukel gestürzt ist... es tut mir so leid für den kleinen...

                  aber immerhin hab ich jetzt wieder eine tolle digi-cam, um meine vögelchen ablichten zu können...

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                    #10
                    Hallo,
                    wollte nur Bescheid geben, dass ich gestern mit Keks beim vkTa war. Die vkTa schaute sich den Blutkiel und die Stelle an und sagte, dass alles ok wär. Keine weiteren Maßnahmen erforderlich.
                    Somit ist alles wieder gut und ich hoffe, dass Keks seine anderen neu wachsenden Schwanzfedern für sich behält.
                    LG

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                      #11
                      Hallo Conny,

                      freut mich, dass nun auch der Tierarzt sein okay gegeben hat und Du Dir nun keine Sorgen mehr machen musst, ob da noch was drinnen steckt.

                      Was so eine kleine Feder für eine Aufregung verursachen kann, kaum zu glauben!

                      Liebe Grüße Piepsl

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                        #12
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                        Hallo Conny,

                        zunächst zu dem Stift: Das mit dem Brennen habe ich auch gelesen, mein Welli hatte damals aber überhaupt nicht reagiert. Und selbst wenn es etwas brennen sollte, ist das m. E. besser, als wenn man riskiert, dass der Vogel verblutet...

                        Ich will jetzt keine Pferde scheu machen, aber was mir mehr Sorgen macht, ist das Aussehen der Feder: Ich denke, dass sie vollständig ist, aber sie sieht meines Erachtens nicht "gesund" aus. PFBD-Federn (virale Federkrankheit) können ganz ähnlich aussehen. Da diese Krankheit nicht heilbar ist, kannst Du im Moment nicht viel tun außer die Sache zu beobachten. Wenn sich solche Federn wiederholen, sollte man einen Test machen (negativer Befund ist leider nicht 100% aussagekräftig) und bei positivem Befund das Immunsystem des Vogels stärken. Wichtig ist die Kenntnis der Krankheit vor allem bei Neuanschaffungen, da der Virus hochansteckend ist (insofern nützt es auch nichts, im Falle eines Falles den Vogel jetzt zu isolieren, da die anderen ohnehin schon Kontakt haben würden.). Meiner Kenntnis nach sind die Ausformungen dieser Krankheit heute weit weniger dramatisch als früher. Also: keine Panik, aber Wachsamkeit.

                        LG
                        Kleiner Prinz

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