ich wollte mich und meine kleine Welli-Bande mal vorstellen – und gleichzeitig hoffe ich auf ein paar Tipps oder Gedanken von euch zur aktuellen Gruppendynamik.
Ich bin Melanie und wohne in der Nähe eines bayerischen Bonzen-Sees mit vier bunt zusammengewürfelten Federfreunden. Die Truppe besteht aus Spatz, Kiki, Ruby und Blue – und so sind sie zu mir gekommen:
Spatz kam im November eher unfreiwillig zu mir. Er lebte lange mit einem Partner zusammen, der Anfang 2023 verstarb, danach war er völlig allein – und das leider ohne viel Aufmerksamkeit. Der Vorbesitzer war schwer depressiv und ist Ende letzten Jahres ebenfalls verstorben. Als Spatz bei mir einzog, war klar: Der braucht dringend Gesellschaft.
Kiki kam keine zwei Wochen später dazu, über eine Anzeige einer privaten Auffangstelle. Anfangs war sie ziemlich genervt von Spatz’ aufgeregter Art (er war SO froh, nicht mehr allein zu sein!), aber irgendwann ließ sie sich füttern – und es sah nach einem ganz guten Start aus.
Allerdings waren die beiden eher ruhig, kaum unterwegs, kaum Geplapper – außer manchmal bei bestimmten Songs im Radio. Irgendwann war mir das zu still, also habe ich mich im Dezember spontan auf die Suche nach einem zweiten Pärchen gemacht.
Ruby und Blue fand ich im Nachbardorf – sie sollten weg, weil die Katze im Haushalt ihnen das Leben schwer machte. Sie wirkten gesund (Blue hat zwar einen etwas rundlichen Bauch, aber sonst alles unauffällig) und kamen erst mal mit zum vogelkundigen Tierarzt – ohne Befund. Danach standen sie ein paar Tage getrennt im selben Raum, bis das Geschrei zu groß wurde. Ich habe die Käfige nebeneinandergestellt – Ruby war sofort unterwegs zum Futternapf, Blue etwas langsamer… aber dann direkt zu Spatz. Seitdem: unzertrennlich.
Aktueller Stand:
Die beiden Jungs hängen permanent zusammen. Ruby versucht oft, sich anzuschließen, wird aber meistens verscheucht oder angekeckt – manchmal klappt’s, aber eher selten.
Kiki ist inzwischen komplett außen vor. Sie hält sich meist allein auf, pickt Ruby konsequent weg, wenn die sich nähert, und selbst die gelegentlichen Annäherungsversuche von Blue quittiert sie zwar interessiert – aber schlussendlich auch mit einem Pickser.
Alle vier sind ziemliche Flugmuffel. Die Voliere steht tagsüber immer offen, das Zimmer ist vogelsicher und wird videoüberwacht, aber wirklich motiviert zum Erkunden ist keiner. Ich habe Wühlkisten und -brettchen gebastelt – alles wurde ängstlich beäugt und dann konsequent ignoriert. Wir bauen auch gerade einen Vogelbaum und ich bin gespannt, wie sie darauf reagieren.
Beschäftigung ist reichlich da: Musik im Hintergrund läuft den ganzen Tag (zur Siesta und vor dem Schlafengehen was ruhiges, ansonsten ganz normales Radio), Kork, Weidenball mit Füllung, Holzspielzeug, ab und zu frische Haselnussäste aus dem Garten meines Schwagers, Sandbrettchen manchmal mit Hirse im Sand versteckt als Leckerli.
Trotzdem wirken alle vier manchmal sehr gelangweilt und schlafen viel.
Aber vor allem bei den Hennen hab ich oft das Gefühl: die beiden sind ziemlich einsam.
Einen fünften Vogel dazuholen ist aktuell keine Option – mein Mann ist davon wenig begeistert, und auch platztechnisch ist die Madeira Single mit vier Vögeln schon gut ausgelastet.
Jetzt meine Frage an euch:
Habt ihr Ideen, wie ich die Gruppendynamik etwas auflockern kann – besonders für die beiden Hennen? Die beiden wirken so oft außen vor, vor allem Kiki zieht sich sehr zurück und Ruby wird häufig abgeblockt. Dabei sind eigentlich alle vier recht friedlich (außer Blue manchmal
, aber der wird dann auch von Spatz zurechtgewiesen).Mir geht es weniger um Beschäftigung im klassischen Sinne – da gibt’s genug. Es geht eher darum, wie ich soziale Impulse fördern kann, damit sich vielleicht neue Bindungen entwickeln oder zumindest ein bisschen mehr Miteinander entsteht.
Freue mich über jeden Gedanken, liebe Grüße
Melanie mit Spatz, Kiki, Ruby & Blue




).

Zumindest habe ich gestern in der Video-Überwachung gesehen, dass Blue mal wieder seine frühere Partnerin Ruby gefüttert hat. Also gibt's vielleicht noch Hoffnung auf Freundschaft zwischen den Vieren 
Ist halt ein draufgängerischer Junggeselle.
und Moritz
Kommentar