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Probleme zwischen 2 Paaren in einer Vierergruppe

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    Probleme zwischen 2 Paaren in einer Vierergruppe

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    Guten Tag liebe Community, ich bin neu im Forum und komme gleich mit einer ziemlich vertrackten Situation „um die Ecke“ 😅 und hoffe auf eure Hilfe…

    Folgende Situation: Ich habe seit etwas über einem Jahr vier Federbällchen, die ich alle am selben Tag aus dem Tierheim adoptiert habe (2/2). Sie wohnen in einer Madeira Double und haben (hatten bisher) von früh bis spät Freiflug in einem 24qm Zimmer. Soweit so gut…

    Von Anfang an war es nicht der harmonischste Schwarm. Ein Hahn ist deutlich hormonell aktiver als der andere und beansprucht (nicht permanent, aber phasenweise sehr heftig) beide Hennen für sich und baggert auch den anderen Hahn an (im Wechsel mit verjagen). Eigentlich sind aber 2/2 ziemlich fest verpaart.

    Auffällig war von Anfang an, dass der weniger aktive Hahn ungewöhnlich zahm ist. Die anderen 3 sind scheu (und es auch geblieben).
    Lange habe ich das beobachtet und gehofft die Gruppe würde ruhiger werden, was auch bis zu einem gewissen Grad geschehen ist.
    Zwischen den Hennen herrscht inzwischen eine Art „Waffenstillstand“ (meist) und solange die Hormone nicht hochkochen halten sich die Jagereien im Rahmen (es gab auch nie echte Kämpfe zwischen den Hähnen, weshalb ich bisher nichts unternommen hatte, sondern nur sorgsam beobachtet hatte…

    Der ruhigere Hahn hat leider immer wieder Federprobleme und auch wirklich sehr ruhige Phasen…wurde mehrfach untersucht und auch behandelt (eher gegen diffuses).

    Nun das Problem:
    Vor ein paar Wochen konnte er plötzlich quasi gar nicht mehr fliegen 😢; dadurch dem anderen Hahn nicht mehr gut ausweichen und wurde häufig gezwungen auf dem Boden zu landen. Stress pur. 😕

    Ich bin dann nochmal zu einer Spezialistin mit ihm gegangen und es stellte sich heraus, dass er sich selber die Federn kaputt putzt 😣. Theorie ist, dass er vermutlich eine Handaufzucht ist, wenig bis keine Sozialisation erlebt hat und mit sozialen Kontakten so viel Stress hat, dass er mit rupfen/knabbern kompensiert.


    Ich habe dann auf Anraten die Paare derzeit getrennt…(seit 3 Wochen inzwischen) und lass sie umschichtig raus (logistisch anspruchsvoll 😕). Loki (so heißt der Kleine) erholt sich inzwischen echt gut und ist in der Trennungssituation inzwischen viel lebhafter geworden.

    Aber _so_ kann das ja nicht ewig weitergehen 🙈…. Was mach ich?
    Habt ihr sowas schon erlebt? Oder einfach gute Ideen?

    Ich freu mich über Austausch 🙋‍♀️🙏 Beste Grüße Bö
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    #2
    Willkommen hier im Forum. Das hört sich ja nach Stress pur an für Tier und Mensch. Leider kann ich dir da nicht helfen, da ich auch noch in der Lernphase bin. Hoffe du findest hier ein paar Antworten und Lösungen.
    Die vier sehen sehr putzig aus.
    Viele liebe Grüße Sabine und ihre Hallodris

    Liebe Grüße von Sabine und den Hallodris

    Immer in unseren Herzen unsere liebe Kati.

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      #3
      Hej, ja 🙄🥺. Das hast du genau auf den Punkt gebracht!
      lg

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        #4
        Herzlich willkommen Boesel , schön das du zu uns gefunden hast, leider ist der Grund ja nicht so toll!

        Ein experte bin ich auch nicht, aber ich liebe Wellis , egal ob Fußgänger oder nicht. Von daher kann ich dir nur sagen, was ich machen würde!

        Da Loki ja sich rupft und sein Gefieder kaputt macht weil er Stress in der Gruppe hat, ist das Trennen für ihn schonmal der richtige Weg. Für seine Begleitung hingegen nicht.
        Ich würde mir einen älteren ruhigen Parter/ Partnerin , vielleicht sogar einen Fußgänger für Loki suchen und die zwei dann zusammen leben lassen und nicht zurück in den Schwarm setzen. Seine jetzigen Partner würde ich zurück setzen und ebenfalls für ihn einen neuen Freund | Freundin suchen.

        Alles gut 😊

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          #5
          So einen Fall hatte ich bisher noch nicht. Da deine Wellis ein eigenes Zimmer haben, könntest du eventuell die Pärchen in verschiedenen Zimmern unterbringen.
          Dann hat dein Hähnchen keinen Streß mehr und du kannst ihnen ständig Freiflug gewähren. Die Frage ist nur, wie es seiner Partnerin damit geht.
          Gruß Ratio

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            #6
            Danke für eure Antworten!

            Derzeit scheint mir auch nur eine dauerhafte Trennung der Gruppe eine vernünftige (wenn auch überaus traurige) Lösung zu sein.
            An den Zwistigkeiten wird sich ja nicht durch „Zauberhand“ etwas ändern.

            Ich hatte kurz überlegt, ob ich nochmal versuchen sollte, sie tagsüber zusammen fliegen zu lassen und nachts zu trennen…

            Aber wenn ich so das letzte Jahr Revue passieren lasse, dann denke ich das die Probleme die Loki hat, damit nicht aus der Welt sind 😢…

            Derzeit stabilisiert er sich wirklich mehr und mehr…

            Vermutlich werde ich mich von den beiden fitten und super aktiven trennen und Loki und seine Partnerin in einer 1 zu 1 Situation behalten. Das wollte ich zwar eigentlich nicht, aber „komische“ Vögel brauchen wohl besonders geschützte Verhältnisse….

            Immerhin hat er ha diese Partnerin und muss nicht nur komplett fehlgeprägt mit einem Menschen vorlieb nehmen 🙏.

            habt alle einen schönen Abend

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              #7
              Hallo Birgit,

              ja, die Schwarmhaltung kann ziemlich komplex sein...

              Wir haben/hatten eine ähnliche Situation.
              Unser "schwächster" Hahn Bobby, der ein wenig gesundheitlich angeschlagen ist, muss sich immer wieder gegen den aggressiven Hahn Leo zur Wehr setzen. Leo ist ebenfalls fest verpaart.
              Obwohl Bobby seit Einzug bei uns fest verpaart ist mit seiner Henne, drängt sich Leo immer wieder der Henne auf. Bobby versucht dann gegenzuhalten und zieht dabei manchmal den Kürzeren.

              Wir haben damals die Schwarmgröße auf 5 sich selbst reduzieren lassen, da wir überlegt hatten die Wellihaltung aufzugeben. In dieser Phase waren die Attacken von Leo am intensivsten und Bobby wirkte manchmal ziemlich erschöpft. Vor einiger Zeit haben wir den Schwarm dann wieder vergrößert mit drei Neuzugängen. Dadurch hat sich die Gesamtsituation wesentlich verbessert. Leo ist nun nicht mehr so fixiert auf die Henne, da zwei Hennen dazugekommen sind. Außerdem hat die neuzugezogene Henne Lilly inzwischen klargemacht, dass sie Leo nicht mag und sie greift tatsächlich manchmal in diese Streitigkeiten mit Leo ein, indem sie zwischen die Streithähne flattert. Und wenn Lilly etwas nicht möchte, dann zieht man(n) sich lieber zurück...
              So hat bei uns die Vergrößerung des Schwarms Bobby geholfen. Dieser ist viel entspannter und gesundheitlich wesentlich stabiler.

              Bei dir sehe ich etwas Ähnliches. Diese Streitigkeiten zwischen den Hähnen können gerade dem unterlegenen Hahn ziemlich viel Kraft kosten oder viel Stress erzeugen.

              M.E. gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Lösungen:
              Entweder vergrößerst du noch mit mindestens einem Paar oder besser noch mit einem Hennenüberschuß, oder du gehst den anderen Weg und trennst dauerhaft die Paare.

              LG
              Lionheart/Gero




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                #8
                Huhu Ich gucke und beobachte und schwanke non stop 😅

                Ob es nicht doch eine Kompromisslösung gibt?

                Gemeinsamer Freiflug, aber abends trennen?
                Nur unter Aufsicht zusammen rauslassen?

                Ich frag mich einfach, ob die derzeitige Situation mehr mich oder die Vögel „quält“ 🙈.

                Kann ich es nicht einfach so lassen und dann gucken, ob man die Gruppe Stück für Stück re-integriert bekommt?

                Aber vermutlich nichtkann man Vögel eigentlich auch kastrieren? 🤣. Nein ich weißwäre aber eine Lösung 🫣

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                  #9
                  Ich würde es ausprobieren mit dem gemeinsamen Freiflug unter Aufsicht und nachts getrennt, aber erst wenn sich der zahme Welli wieder komplett erholt hat.

                  Dann kannst du ja relativ schnell feststellen, obes im wieder schlechter geht oder ob du es beibehalten kannst.

                  Ich drücke dir die Daumen das es funktioniert ✊

                  Kommentar


                    #10
                    Ich würde es erstmal auch so machen. Dass ein Flauschbällchen schwächer ist heißt nicht gleich, dass sich nicht durchgesetzt werden kann.
                    Marge fliegt schlecht, ist aber die Schwarmchefin.
                    Vielleicht lernt dein kleiner Mann ja auch sich zu behaupten.

                    Liebe Grüße von Judith und den Flauschbällchens

                    Im Herzen und unvergessen: Maxi, MoritzEins und Moritz

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                      #11
                      Hallo Birgit,

                      Zitat von Boesel68 Beitrag anzeigen

                      Aber vermutlich nichtkann man Vögel eigentlich auch kastrieren? 🤣. Nein ich weißwäre aber eine Lösung 🫣
                      Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, einen Hormon-Chip zu implantieren.
                      Wir haben bei unserem Leo mal einen Versuch gestartet mit einer Hormonspritze.
                      Die Wirkung war allerdings so gering, dass wir uns gegen das Einsetzen eines Hormonchips entschieden haben...

                      LG
                      Lionheart/Gero



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                        #12
                        @Lionheart:

                        Interessant! Und danke fürs Teilen der Erfahrungen damit.
                        Ich habe im Internet beim Suchen nach Lösungen auch verrückte Dinge gefunden 😅:
                        zB Stallruhe-Spray 🤣 und Hormeel Tropfen und braunes Rauschen. Aber letzteres haben meine eh durch das Luftfiltersystemführt aber eher zu angeregten Unterhaltungen.

                        pS: wie macht man das mit dem zitieren.. ich bin zu doof offensichtlich🙈

                        Bö

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                          #13
                          Hallo Birgit,

                          das Zitieren funktioniert ganz einfach über den Klick auf "Zitat" unterhalb der Nachricht, die du zitieren möchtest.
                          Dann kannst du alles innerhalb des Raums zwischen den beiden eckigen Klammern bearbeiten:

                          Zitat von Boesel68 Beitrag anzeigen
                          -----
                          pS: wie macht man das mit dem zitieren.. ich bin zu doof offensichtlich🙈
                          -----
                          LG
                          Lionheart/Gero

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                            #14
                            Hey,
                            ich muss mal ein wenig jammern 🥺

                            ich hab (in Absprache mit Tierheim und Tierärztin) die Gruppe nun doch komplett aufgelöst und das fitte Paar sehr gut untergebracht.
                            Den Rupfer und seine Henne hab ich behalten leider schwankt sein Befinden sehr stark und er verbringt zTl Stunden damit sich zu „zer“-putzen.

                            gerade mache ich einen Behandlungsversuch mit einer Bachblütenmischungwenig Erfolg.

                            der nächste Schritt wäre ein Versuch mit CBD Öl. Da weiß ich nur nicht wie ich es ihm „unterjubeln“ soll. Greifen und schnabulös würde ihn zusätzlich stressen (obwohl er sehr zahm ist). Die Bachblüten auf Hirse hat er abgelehnt 🙈, in Wasser geht es.

                            Es gibt zwar keine klinische Diagnose, aber möglicherweise hat er ja einen Nervenschaden (stolpert viel/ scheint alles zu jucken/schlimmer wenn er aufgeregt ist/ vibriert viel/ zeigt deutlich Stress).

                            Hat zufällig schon jemand mit CBD Öl Erfahrung? Bei Hund/Pferd und Katze gibt man das inzwischen öfter.

                            ansonsten gehen uns langsam die Optionen aus 🥺🥺..
                            Psychopharmaka werd ich wohl nicht testen
                            Lg
                            Birgit mit Loki&Saxa

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                              #15
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                              Hallo Birgit,

                              ich habe mich hier gerade durch dein Thema gelesen.
                              Ich kann dazu leider nichts sagen oder raten, weil mir das ganze völlig fremd ist.
                              Ich habe seit 50 Jahren Wellis, immer in Gruppenhaltung und derartige Probleme noch nicht erlebt.

                              Ein einziges Mal, da wollte ich einen Welli aufnehmen aus der Vermittlung, der war irgendwie verhaltensgestört. Der hat alle meine Wellis verprügelt, warum weiß lich nicht!
                              Es war ganz schrecklich. Er stürzte sich auf andere Vögel und krallte sich fest, wälzte sich im Knäuel auf dem Boden und biss sein Opfer. Das Opfer schrie verzweifelt!

                              So habe ich diesen Welli separiert und in ein anderes Zimmer gebracht. Meine alten Wellis waren völlig panisch und verstanden die Welt nicht mehr. So musste ich den Störenfried entfernen, weil die anderen durch den Anblick schon panisch reagierten.

                              Am nächsten Tag brachte ich ihn zurück zu der Vermittlungsstelle. Habe dann hinten rum erfahren das schon einige Vermittlungsversuche vorher ähnlich verliefen.

                              Bis auf dieses eine Mal habe ich in all den Jahren nie Probleme damit gehabt das Wellis unverträglich sind.

                              LG von den Tieffliegern und ihrer Körnchengeberin Corinna

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