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Sollte man den Wellis das tote Schwarmmitglied noch einmal zeigen?

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    Sollte man den Wellis das tote Schwarmmitglied noch einmal zeigen?

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    Hallo, ich habe mal eine Frage. Ich habe hier schon mal gelesen daß die Halter verstorbener Wellis sie in manchen Fällen dem Rest des Schwarms noch einmal zeigen, damit sie Abschied nehmen können. Ist das für den Schwarm auch sinnvoll, (damit sie zum Beispiel aufhören nach ihm zu rufen) oder tue ich ihnen damit etwas schlechtes(d.h. es könnte sie ja auch verstören?)
    Ich weiß, die Frage mag etwas naiv klingen aber aus gegebenem Anlaß muß ich die Frage leider stellen.

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    #2
    In all den Jahren haben wir unseren Vögeln immer den verstorbenen Freund gezeigt, damit sie wahrnehmen können, daß er gestorben ist. Aus meinem Gefühl heraus denke ich, sie verstehen es und nehmen damit auch Abschied, können es besser akzeptieren, daß plötzlich der langjährige Kamerad(in) fehlt.

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      #3
      Hallo Emma,

      mein herzliches Beileid!

      Ich habe es versucht und hatte den Eindruck, dass meine verbliebenen Schwarmmitglieder eher Angst hatten als ich ihnen das verstorbene Vögelchen zeigte. Verstanden haben sie die Situation auf keinen Fall, denn sie haben trotzdem nach ihm gerufen und gesucht.

      Liebe Grüße

      Mariama

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        #4
        Hallo,

        also ich habe gemischte Erfahrungen (keine schlechten!) und führe das auf den einzelnen Welli-Charakter zurück.
        Als z.B. Birdy starb, legte ich ihn auf den Käfig, damit die anderen sehen konnten, dass er sich nicht mehr rührte.
        Meine flugunfähige Lucky kam angeklettert, hockte sich daneben und zupfte dann mal sachte an seinem Gefieder.
        Es sah aus wie Abschied nehmen.
        Danach hat sie noch ein Weilchen bei ihm gesessen und ist dann wieder weg.

        Als letztens Humphrey gestorben war, da legte ich ihn auch auf den Käfig, aber keiner meiner jetzigen Welli-Crew schien das zu interessieren. Sie schauten zwar mal kurz hin, wandten sich aber dann anderen Beschäftigungen zu.

        Eine Panik oder Traumatisierung habe ich bislang noch nie erlebt; ich glaube, ein Teil der Vogelseele versteht, dass der Kumpel nicht mehr da ist, aber der andere Teil kann es dann doch nicht ganz begreifen.

        Für die Wellis unter den meinen, die evtl. dieses "physische Abschiednehmen" brauchen wie Lucky damals, werde ich auch künftig so vorgehen.
        Die anderen zeigten sich relativ unbeeindruckt und für sie macht es keinen Unterschied, ob da noch ein paar Minuten lang der tote Kupel liegt oder nicht.

        Das sind meine Erfahrungen.

        In Erinnerung:
        Peeco, Sissi, Birdy, Lucky, Sancho, Humphrey und all die anderen kleinen Spatzis davor

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          #5
          Ich danke euch allen. Ich denke daß ich es mal so mache, daß ich ihn auch kurz auf den Käfig legen werde. Ich wollte nur im Vorfeld schon mal fragen, da mir heute leider der letzte schwere Gang zum Tierarzt bevorsteht,und ich mir einfach total unsicher war wie ich mich dabei den anderen gegenüber verhalten soll.
          Leider kann der Tierarzt nichts mehr für mein Schätzchen tun, außer ihn erlösen.
          Bin untröstlich
          emma evil

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            #6
            Ich greife das Thema hier mal wieder auf, weil es mich interessiert, wie andere damit umgehen !
            und schildere auch meine Erfahrungen!

            Den Rocky hab ich damals der Ramboline nicht gezeigt, ich hab gar nicht dran gedacht. Ramboline hat von dem Käfigdach aus beobachtet, wie Rocky verschieden ist und fing dann an sich Federn zu rupfen und verweigerte die Nahrungsaufnahme !

            Dieses Mal ist Ramboline verstorben ...
            Ich hab sie in meine Hand gelegt, da meine Wellis eigentlich alle sehr zutraulich sind. Habe sie also den anderen hingehalten. Ihr Partner Benny setzte sich neben meine Hand, guckte, machte leise Futtergeräusche und wartete auf reaktion, verstand aber relativ schnell und verzog sich in eine Ecke.
            Amigo schielte nur von der Seite und fand die Situation etwas befremdlich. Pascha machte auch nur einen langen Hals.
            Benny hat den ganzen Tag noch gerufen und gesucht, sogar unter dem Schrank, auf dem Staubsauger und hinterm Fernseher.
            Benny ist ein absolutes Beispiel dafür, wie sehr ein Welli trauern kann ... abgenommen hatte er, sein heißgeliebtes Basilikum verschmäht, in der Ecke gesessen, Gesellschaft vermieden, er wurde sogar in den ersten beiden Tagen aggressiv, wenn ein anderer Welli ihn anzwitscherte.

            Mittlerweile hat er sich - soweit - wieder gefangen.

            Das sind meine Erfahrungen zu dem Thema ...
            Eure?
            Ich denke, so können wir uns gegenseitig helfen !

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              #7
              Hallo

              Wie traurig das deine kleine Ramboline jetzt ins Regenbogenland geflogen ist.

              Ich habe schon viel über deinen Welli gelesen und weiß, dass sie auch noch erblindet ist.

              Ich hoffe dass sie nicht leiden mußte.

              Ich habe noch keinen Welli verloren.
              Aber wenn ich mit Vögeln zumTierarzt mußte ist der Pieps immer auf den Krankenkäfig geflogen und wollte auch hinter uns herfliegen als wollte er sagen wo bringt ihr meine Freunde hin und war ganz aufgeregt.

              Mein Sohn sagte mir das Pieps die Wellis zu Hause noch gesucht hat.

              Aber ich würde einen verstorbenen Welli meinen Vögeln auch zeigen.

              Aber ich möchte gar nicht darüber nachdenken.

              Liebe Grüße Meise

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                #8
                Vielen dank für deine Antwort zu dem Thema

                Ich Glaube, Ramboline hat nicht gelitten...sie sah nicht danach aus. Und danach hat 2 Wochen lang die sonne geschienen

                Das Phänomen mit dem hinterher fliegen ist mir auch bekannt. Seitdem hab ich Benny immer mitgenommen, weil er dann ruhiger und entspannter war, ebenso wie Ramboline. Mit allen anderen Vögeln musste ich bisher nur ganz ganz selten zum Arzt.
                Zum Glück.

                Hoffe, dass weitere dieser schmerzlichen Erfahrungen für uns alle noch ganz weit in der Zukunft liegen mögen...weit entfernt

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                  #9
                  Hallo Emma,

                  ich habe "den Fehler gemacht" und meiner Lissy ihren toten Partner Leo nicht gezeigt nachdem er eingeschläfert werden musste. Sie hat bis zum Schluss an seiner Seite gewacht, ihn gekrault und ihm was erzählt.

                  Noch einige Tage nachdem er in unserem Garten seine letzte Ruhe gefunden hat, hat sie ihn laut gerufen, ist durch alle Räume gesaust und saß völlig apatisch und geknickt in der Ecke und hat sich am Schwarmleben nicht mehr beteiligt, obwohl sie vorher Anführerin des Clans war. Den Neuen hat sie Anfangs nicht mal mit der Schwanzfeder angeguckt, obwohl er ein absoluter Casanova ist.

                  Und genau diese Diskussion habe ich vor ein paar Wochen mit einer Vogelliebhaberin in der Vogelpraxis gehabt, auch sie war der Meinung, dass die Gruppe den toten Freund sehen sollte. Ich werde dies beim nächsten Mal auch tun.

                  Grüße, Möhrchen

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                    #10
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                    auch ich würde schauen, dass der Partner-Welli immer zum TA mitgenommen wird und notfalls bis zum bitteren Ende dem sterbenden Vogel zur Seite ist.

                    Ende Januar ist meine kleine Henne überraschend in ihrem Käfig gestorben (d.h. sie wurde tierärztlich behandelt und es sah aus, als hätte sie alles überwunden). Ihr Partner saß ganz ängstlich mit abgespreizten Flügeln auf der Stange und hat vier Tage keinen Mucks von sich gegeben und viel zu wenig gefressen. Er hat sehr gelitten, aber nicht nach seiner Henne gerufen, da er verstanden hatte, dass es sie nicht mehr gibt.

                    Leben kam erst nach vier Tagen wieder in die Bude, als eine neue Henne eingezogen ist.

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