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Was muss man beim Freiflug alles beachten?

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    Was muss man beim Freiflug alles beachten?

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    Guten Morgen,

    Ich dachte ich starte nochmal ein neues thema, zum Freiflug.

    Wir sind uns sicher alle einig, dass "um so mehr freiflug, desto besser" für wellensittiche ist. Auch dass das Zimmer wellisicher sein sollte , fenster und Türen anständig gesichert (fliegengitter zum rein hängen mit klettband sind nicht sicher!) , alle Pflanzen auf vergiftungsgefahr angeguckt wurde, Lücken geschlossen sind wo wellis reinfallen und sich einquetschen könnten, Fenster mit Gardinen abgehängt oder mit febsterbildern dekoriert, damit keiner dagegen fliegt, ab der stelle finde ich übrigens Steckdosen sollten auch gesichert sein. Man weiß ja nie!


    So aber wie verhält man sich, gerade die ersten male bis es zur Routine für alle geworden ist?

    Wir haben folgendes geplant für die ersten Tage:

    -möglichst einige Tage am Stück wählen, an denen im selben Zeitraum kein Zeitdruck durch Termine usw. Entsteht.

    -Einen Zeitraum wählen wo kein Besuch erwartet wird

    - Der Zeitraum sollte möglichst nah an dem späteren Alltäglichen Freiflug-zeiten sein.

    - Unsere Wellis dürfen fliegen während wir da sind ( vllt ändert sich das die nächsten Jahre noch, aber für den Anfang begleiten wir den freiflug)

    - Leben Kinder im Haushalt sollten Regeln klar abgesprochen und formuliert werden

    - falls vorhanden andere Haustiere sollten bedacht werden


    Habt ihr noch Tips und Erfahrungen? Etwas woran gedacht werden sollte?

    Wir werden vermutlich heute! Den freiflug anbieten.?


    Wie geht ihr mit zukünftigen (Familien)Besuch oder kinderbesuch und freiflug um?

    und vorallem...wie waren eure ersten freiflugversuche? Ich bin sehr gespannt ob unser Kleeblatt sich pberhaut raustraut. ?

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    #2
    Du hast dich ja super vorbereitet, Respekt.
    Da gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen.

    Ich erzähle mal von meinen Erfahrungen.
    Vor über 40 Jahren hatte ich meinen ersten Welli, einen Einzelwelli.
    Ich habe mich anfangs jeden Tag stundenlang mit ihm beschäftigt (im Käfig), bis er handzahm war.

    Dann wollte ich ihn im Zimmer fliegen lassen (nach etwa 2-3 Wochen), aber er kam nicht aus dem kleinen Käfig raus.
    Nach ein paar Tagen habe ich die Geduld verloren und ihn auf dem Finger sitzend rausgeholt, was mehrerer Versuche bedurfte.

    Dann flog er in meinem Zimmer, weigerte sich aber, dieses Zimmer zu verlassen, auch wenn die Tür offen stand.
    Da war er bereits sehr zahm, kam auf die Schulter, die Hand, war immer bei mir.
    Aber er kam nicht hinterher, wenn ich durch die böse Türöffnung ging.
    Da habe ich nach einigen Wochen wieder nachgeholfen, wie Kinder halt so sind.
    Von da an ging morgens der Käfig auf, er stand neben meinem Bett und begann den Tag mit mir zusammen, und abends ging es zum Schlafen wieder rein.

    Er war bald mit der ganzen Familie vertraut, saß mit uns am Esstisch, machte mit mir Hausaufgaben, sah mit uns fern, hockte dabei auf der Schulter, der Sessellehne oder auf der Brille meines Vaters.
    Er bewegte sich frei in der ganzen Wohnung.

    Leider wurde er nur zwei Jahre alt, weil er mir eines Morgens hinterher flog und in eine zuschlagen Tür flog.
    Genickbruch, er war sofort tot.

    Als mein Schock abklang bekam ich einen neuen Einzelwelli, mit dem lief es ganz genauso wie mit dem vorherigen.
    Er wurde genauso zahm, flog in der ganzen Wohnung und lernte sogar sprechen.
    Mit 8 Jahren machte er einen grossen Umzug mit in ein Haus hier im Saarland.
    Da fand er sich nicht mehr richtig zurecht, ein Haus über zwei Ebenen ist was anderes als eine 4-Zimmer Wohnung.

    Er flog nur noch in einem Zimmer und bekam mit knapp 10 Jahren eine Kropfentzündung.
    Er starb in der Hand des Tierarztes, hatte wohl einen Herzstillstand.

    Danach hatte ich ein Pärchen, beide entflogen bei einem Freiflug, die Henne kam aber wieder zurück und wurde recht zutraulich.
    Sie durfte danach nur noch in unserem Wohnzimmer fliegen wenn wir dabei waren und die kleinen Kinder im Bett.
    Sie kam immer gern raus, insbesondere wenn es abends ruhiger wurde und wir fernsahen.

    Als wir in unser eigenes Haus zogen, blieb sie bei meiner Mutter.

    Danach hatten wir immer ein Pärchen im Wohn- Esszimmer mit angrenzender Küche.
    Ein großer Raum mit mehreren Zugängen zum Garten.
    Freiflug gab es nur unter Aufsicht, meist abends, wenn es ruhiger wurde.
    Aus dem Käfig wurde eine Voliere, so dass sie auch da etwas fliegen konnten.

    An ruhigen Wochenden durften sie auch schon nachmittags raus.
    Einige waren anfangs zögerlich und es dauerte Tage bis Wochen bis sie mal raus kamen.
    Sie waren aber immer nur zu zweit bzw. für kurze Zeit zu dritt, als mein alter Hahn seine Partnerin verloren hatte und ein junges Pärchen dazu kam.
    Bei Kinderbesuchen oder Familienbesuchen blieben sie in ihrer Voliere.

    Meine jetzigen Oldies waren nie im Freiflug, die Henne kann nicht fliegen und der Hahn wollte allein nicht rauskommen.

    Sie haben die Madeira III ganz für sich und sie lieben Trubel, Familie, mitten drin sein.

    Meine Jugendgang ist ins neu gestaltete Vogelzimmer gezogen, Timo hatte bereits Freiflug nach 4 Tagen bei uns und ist auch ganz allein fleißig geflogen.

    Dann kamen Charlie und Nele, die durften dann 2 Tage später schon raus, weil Timo unbedingt fliegen wollte.
    Nele ist mittlerweile immer die Erste die raus kommt, gefolgt von Timo.
    Charlie ist von der gemütlichen Fraktion, der fliegt nur, wenn die anderen beiden lange genug draußen zetern.

    Wenn Charlie nur eine ruhige Partnerin hätte, kämen sie wohl nicht so schnell aus der Voliere.
    ​
    Laß dich überraschen, du hast ja einen kleinen Schwarm, wenn einer den Anfang macht, kommen die anderen bald hinterher.

    Ich bin gespannt auf deinen Bericht.

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      #3
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      Leben Kinder im Haushalt sollten Regeln klar abgesprochen und formuliert werden
      Hallo,

      ich finde auch, dass ihr sehr gut vorbereitet seid. Und ja, Steckdosen Kindersicherung braucht es meiner Meinung nach auch.

      Einen meiner Wellis hab ich von Privat übernommen, weil seine Partnerin entflogen war. Er blieb alleine zurück. Die Tochter der Besitzerin hatte das Fenster geöffnet und die Henne ist leider entwischt. Es regnete an dem Tag. Die Familie ist nicht mal vor die Tür gegangen, um wenigstens ein einziges Mal nach ihr zu schauen.

      Die Mutter erzählte mir, sie hat es ihrer Tochter hundert Mal erklärt, dass das Fenster niemals während des Freiflugs geöffnet werden darf. Die Kleine war nach meiner Schätzung etwa 5 Jahre alt. Kinder halten sich nicht blind an Erklärungen und Ermahnungen von Erwachsenen. Sie können Dinge manchmal einfach noch nicht so nachvollziehen, wie wir Erwachsenen sie verstanden wissen möchten.

      Das nur als kleine leider wahre Geschichte von mir, weil es für die Wellis harte Folgen hat, wenn sie entwischen.

      Aber ich bin optimistisch, ihr macht das schon. In diesem Sinne: Guten Flug für euer ?Kleeblatt.

      Liebe Grüße die Fanny & Co.


      Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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