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Meine 2 neuen Wellis sind so ruhig und ängstlich

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    Meine 2 neuen Wellis sind so ruhig und ängstlich

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    Meine letzten Wellis hatte ich vor 30 Jahren, aber vor 3 Wochen habe ich mich entschlossen mir nochmal 2 der putzigen Kerlchen (beide männlich) zu kaufen (im Zoofachgeschäft). Meine Vergleichen beruhen daher auf meine sehr lange zurückliegende Erfahrung mit den Tieren. Generell halte ich sie als Einzelperson und bin an mindestens 3 Tagen in der Woche komplett zu Hause, an den anderen häufiger auch bis Mittags. Der Käfig ist mit 78x48 nicht gerade üppig, bietet aber oben einen Freisitz.

    Jetzt nach 3 Wochen stelle ich mir aber doch ein paar Fragen und fange an mir Sorgen zu machen:

    Im Gegensatz zu meinen alten Wellensittichen essen sie bisher nur ihr Trockenfutter. Verschiedene Obstsorten (Karotte, Apfel, Gurke) werden hartnäckig ignoriert. Ich habe sie in einem separaten Napf im Käfig angeboten. Mache ich etwas falsch?

    Kolbenhirse essen sie nur, wenn man sie direkt vor ihrem Schnabel hält, der grüne Welli ist soweit, einen Fuß auf meine Hand zu setzen, der blaue ist noch viel ängstlicher. Außer mit Kolbenhirse eine Annäherung an die Hand zu starten habe ich noch kein wirksames Mittel um Vertrauen aufzubauen. Habt Ihr noch einen Trick?

    Beim letzten Käfig reinigen hat der grüne Welli die Gelegenheit genutzt und unfreiwillig seinen ersten Freiflug gestartet. Glücklicherweise landete er innerhalb kurzer Zeit wieder auf dem Freisitz am Käfig. Wenn ich da bin lasse ich alle Käfigtüren auf, aber keiner der beiden macht auch nur ansatzweise einen Versuch seinen "Stammast" zu verlassen. Ist die Voraussetzung für die Lust am Freiflug, dass sie erstmal Handzahm werden?

    Ich bin dankbar für Eure Tipps und bitte um Nachsicht für meine Fragen.

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    #2
    Hallo,3 Wochen ist noch keine allzulange Zeit. Zu welcher Zeit dürfen sie fliegen,sehr füh oder erst nach dem füttern? Haben sie Landeplätze,Spielplätze ausserhalb vom Käfig. Wo steht der Käfig?Wellensittiche sinsd Schisser,sie brauchen sehr lange um sich an neue Dinge heran zu trauen,bietet ruhig weiterhin Möhre ... an.

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      #3
      Hallo, hab Geduld. 3 Wochen sind eine kurze Zeit. Versuche mehrmals täglich und immer nur kurz die Zwei an dich zu gewöhnen. Beachte ihre Ruhephasen und zieh dich zurück, wenn du merkst, dass es den beiden zuviel wird. Manche Wellis sind vom Charakter her sehr ängstlich und brauchen lange um sich an die Hand zu gewöhnen. Manchmal klappt das auch überhaupt nicht. Wichtig ist, die Tierchen so zu lieben und zu respektieren wie sie sind.
      Man weiß ja auch nicht, welche Erfahrungen sie vor dem Einzug bei dir gemacht haben…

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        #4
        Mir ging es letztes Jahr im Oktober als Bèla und Bartok bei mir eingezogen sind ähnlich.
        Die beiden waren so ruhig und scheu - genau das Gegenteil von den Wellis, die ich als Kind hatte. Aus dem Käfig sind sie zwar raus, aber immer nur an den gleichen Platz, von dem sie sich dann kaum bewegt haben. Kolbenhirse fanden sie gefährlich, genauso wie alles andere, was sie nicht kannten. Also alles, denn sie kannten eigentlich nichts. Nicht mal Schaukeln.
        Mit der Zeit wurde es ein bisschen besser,
        sie hatten dann auch nicht mehr so große Angst vor mir. Habe viel mit ihnen gesprochen, ein kleines Hirse-Abendritual eingeführt. Käfig war und ist durchgehend auf, auch wenn ich nicht zu Hause bin. Bin durch Arbeit und andere Verpflichtungen viel unterwegs.
        Sie sind schon etwas aufgetaut, hat allerdings deutlich länger als drei Wochen gedauert. Trotzdem waren sie mir noch viel zu ruhig und leise. Der Durchbruch kam erst, als ich meinen beiden Wellis nochmal zwei Wellis zur Gesellschaft mitgebracht habe.
        Das sind ziemliche Racker. Das Safilinchen hat zwar Angst vor mir, ist aber wenn es darum geht neue Dinge zu erkunden sehr abenteuerlustig und mutig. Chenoah ist da auch gut dabei und sie hatte auch keine großen Berührungsängste mir gegenüber, ist mir schon ziemlich bald auf Kopf und Schulter gelandet und auf mir rumgeklettert. Die anderen haben durch die zwei Kleinen erstmal mitgekriegt, was alles möglich ist und inzwischen ist kaum noch was vor ihnen sicher
        So richtig super zahm sind sie alle nicht, auch wenn sie manchmal gerne auf mir rumklettern - aber ich habe auch nicht übermäßig Zeit mich gezielt mit ihnen zu beschäftigen. Und das Vertrauen wird noch wachsen über die Zeit, da bin ich sicher.
        Also wenn du es dir vorstellen kannst - vier zusammen sind mutiger als zwei.
        Meine beiden "Kleinen" ( waren halt noch ziemliche Babys, kleiner sind sie in Wirklichkeit nicht) habe ich über die Kleinanzeigen aus zweiter Hand bekommen. Sie sind alle beide bestimmt mit mehr Ausseneindrücken aufgewachsen, als Bèla und Bartok,
        das merkt man deutlich.

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          #5
          meine Wellis sind alle nicht zahm,ich lefge da auch keinen Wert drauf,ich kann aber im Käfig oder Voliere hantieren,ohne das sie in Panik geraten

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            #6
            Wir haben damals die ersten beiden von einer Seniorin übernommen, die auch nicht mehr richtig kümmern konnte und die saßen in einem viel zu kleinen Käfig in der Küche ohne Frischfutter mit ein paar Minuten Freiflug am Tag. Es hat lange gedauert bis sie bei uns nach draußen kamen und vor allem, um zu merken, dass Gurke lecker ist und man Kork auch anknabbern kann.
            Die beiden anderen haben wir mit 14 Wochen im Januar bekommen und noch immer sind sie sehr sehr Schreckhaft. Sie fliehen in die hinterste Ecke von Landebaum oder in den sicheren Käfig, wenn wir den Raum betreten und bewegen sich erst wieder, wenn wir uns setzen oder sie nicht beachten. Sie lernen von den älteren vögeln, dass es außerhalb des Käfigs tolle Sachen zu entdecken und zum anknabbern gibt.

            Wir haben einen großen Baum als landeplatz im Raum und Äste über den Käfig. Ich denke sie brauchen die Zeit. Aus dem lauten unruhigen Laden im zu kleinen Käfig mit 10 anderen vögeln ohne Freiflug in ein ruhiges liebevolles Zuhause, wo sie Platz haben und auch entfalten können.
            Sie werden schon rauskommen wenn sie wollen.

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              #7
              Hallo du,
              die anderen User haben ja schon geschrieben, daß drei Wochen viel zu wenig Zeit ist für Wellensittiche um sich einzugewöhnen. Nach einem halben Jahr, oder nach einem Jahr schaut es sicherlich besser aus, Geduld und Zeit hilft am meisten. Alle Leckereien würde ich außen, auf dem Käfigdach, oder in Käfignähe anbringen, so daß sie sich das Leckerli erobern müssen und etwas in Bewegung kommen, die faulen Lütten. Bitte sei so gut und bedränge sie nicht, damit erreichst du oft nur das Gegenteil und lieber öfters 10-15 min. sich mit ihnen beschäftigen, als am Stück eine halbe Stunde lang. Und viel mit ihnen reden, damit sie sich an deine Stimme gewöhnen. Am besten geholfen hat bei mir, wenn ich mich in Käfignähe hingesetzt habe und ihnen was aus der Zeitung, oder einem Buch vorgelesen hab. Es ist völlig egal was, Hauptsache du bist in ihrer Nähe und erzählst ihnen was und von dir geht keine Gefahr aus. Das machen ja Wellis untereinander auch. Vertrauen bekommt man geschenkt und muß man sich als Federloser durch das eigene Verhalten verdienen.
              Du kannst ihnen auch Salat, oder anderes Grünzeugs anbieten, aber das würde ich auch außerhalb anbieten.
              Viel Spaß mit deinen neuen Mitbewohnern und du hast alle Zeit der Welt, nichts muß und alles kann. Grüße Marie

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                #8
                bei Salat bitte immer vorsichtig sein,er verursacht Durchfall. Ich würde mich ganz nrmal verhalten,aber immer mit ihnen redn,sie gewöhnen sich an Deine Stimme und sie merken dann,das ihnen keine Gefahr droht.

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                  #9
                  Hallo Schwarksen,

                  erstmal herzlich Willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zu deinen beiden Flauschis.

                  Wie alt sind die beiden Herren denn und wie gut verstehen sie sich miteinander? Haben die auch im Käfig im Geschäft miteinander interagiert oder hast du sie rein nach ihrem Aussehen ausgesucht? Unter Umständen müssen sie sich erstmal selbst sortieren und ihr Verhältnis klären.3 Wochen sind ja noch nicht lange und Wellensittiche können richtige Angsthasen sein, wenn es um neue Dinge geht. Du darfst auch nicht vergessen, dass die beiden in ihrem Leben einige "traumatische" Erfahrungen gesammelt haben werden: Rausfangen aus der heimischen Voliere und im Zoogeschäft haben sie uU auch mehrfach Fangaktionen von ihren Freunden mitbekommen. Das kann für sensible Tiere wirklich nicht einfach zu verkraften sein.

                  Meine beiden Jungs sind Brüder aus einem Gelege und haben sich daher von Anfang an gut verstanden, jedoch waren sie sehr scheu. Am Anfang durfte ich keinen unüberlegten Ton von mir geben oder schnell bewegen, ohne dass die beiden Angst bekommen haben. Ganz das Gegenteil von dem Vogel meiner Kindheit, der sofort Kontakt gesucht hat und vor dem nichts sicher war... Wellis sind kleine Individuen, jeder hat seinen eigenen Charakter.

                  Wenn du sagst, dass der grün gelbe Welli schon an die Hand kommt für Hirse, dann ist das ein toller Erfolg. Biete ihnen weiterhin unaufdringlich Hirse an und mach ihnen damit langsam klar, dass die Hand Freund und nicht Feind ist. Du darfst bitte auch nicht vergessen, dass eine Hand so viel größer als der Welli selbst ist und er sich sicher sein muss, dass die Hand ihn nicht wegschnappt und er verschwindet, wie so oft vorher in seinem Leben... Bei meinen Geiern hat das ganze gut 1 Jahr gedauert, bis sie mir wirklich vertraut haben. Auf die Schulter kommen sie nur selten und auch nur für Hirse. Auf die Hand kommen sie für Essen immer, inzwischen aber auch einfach so, um mir was zu erzählen oder mich in ihr Spiel zu integrieren, wenn sie auf der Gardinenstange rumhüpfen und sich jagen. Gib ihnen Zeit und Sicherheit, das Vertrauen kommt irgendwann.

                  Biete ihnen das Frischfutter ruhig weiter an, Gurke vielleicht als Scheibe mit so einem Mehrzweckhalter am Käfiggitter. Gib nicht auf und wenn die Wellis dir vertrauen, dann iss vor ihnen ruhig Mal Gurke oder Möhre und zeig ihnen damit, dass das gut ist und nicht giftig. Meine beiden stehen auf Basilikum und junge Apfeläste mit den jungen Trieben. Probier dich durch und bleib hartnäckig. Meine beiden Jungs ignorieren neues auch erstmal standhaft und gehen erst nach einigen Wochen oder Monaten dran.

                  Viel Erfolg und vor allem viel Spaß mit deinen beiden Flauschis

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                    #10
                    Vielen lieben Dank für Euer aufbauendes Feedback und Eure Tipps. Damit habt ihr mir erstmal die Sorge genommen, das etwas fundamentales mit meinen Wellis nicht stimmt. Ich werde Ihnen weiterhin die Zeit geben, die sie brauchen um sich einzugewöhnen und an unserer Beziehung "arbeiten". Ich habe sie im Zoogeschäft eher nach der Optik ausgesucht, dort war der blaue der Aktive mit dem großen Schnabel und der grüne etwas kleiner und zurückhaltender. Mittlerweile habe ich erkannt: Auch bei Wellis ist der mit der großen Klappe der größere Schisser Ich freue mich hier eine nette Community gefunden zu haben, die so freundlich bei Fragen hilft und wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

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                      #11
                      Sehr gerne, dafür sind wir da. Und keine Sorge: Hier wird jede Frage und jedes Anliegen ernst genommen.
                      Haber dir hier nochmal einen Link zum Thema Gewöhnung an Frischkost raus gesucht: https://www.welli.net/wellensittiche...gewoehnen.html

                      Alles klar, dann werden die beiden auch erstmal ihre Beziehung zueinander ordnen und gucken, wer die Hosen an hat

                      Hab ein schönes Wochenende und genieß die Zeit mit deinen beiden Flauschis

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                        #12
                        Hallo Schwarksen,

                        das Problem hat wohl jeder Federchen Besitzer in der ersten Zeit. Bei unseren beiden "Krawellis" war es ganz genauso. Sie sind uns im Ende September letzten Jahres zugeflogen und, da sich niemand gemeldet hat, trotz mehrfachen Versuchen die/den Besitzer ausfindig zu machen. Also haben wir sie einfach adoptiert ?‍♀️
                        Da ich auch als Kind Erfahrungen mit Wellis gemacht habe und sie ziemlich aufgeweckt und "frech" kenne, hatte ich mir Sorgen gemacht, weil die beiden ungewöhnlich ruhig und schüchtern waren.

                        Dann habe ich dieses Forum hier gefunden und mich durchgelesen, aber auch nachgefragt, wobei ich sehr hilfreiche Tipps bekommen habe. Aber, ich habe auch erfahren, dass die Flatterchen im allgemeinen recht misstrauisch sind und eine ganze Weile brauchen, bis sie "heimisch" werden und ihrer Umgebung mit den neuen Menschen vertrauen.

                        Es hat bestimmt 8 Wochen gedauert, bis sie sich herausgetraut haben und sind nur mit dem Stöckchentaxi wieder zurück in ihren Käfig gekommen.
                        Das haben wir aber nur kurze Zeit machen müssen, bis sie jeden Abend zur selben Zeit ins Häuschen geflogen sind.
                        Im Moment haben sie gar keine Lust zum Ausflug, aber auch das muss man akzeptieren ?‍♀️

                        Frisches Futter haben sie gar nicht gekannt. Ich hab sie dann mit Blättern von Salatherzen und Möhrengrün gekriegt ?
                        Petersilie ist kaum in ihrer Nähe, schon sind sie daran am knabbern.

                        Ein Tipp :
                        Hänge es in den Käfig, dann ist es interessant ☝️

                        Ich wünsche dir viel Geduld und auch viel Spaß.

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                          #13
                          Hallo Sico

                          . Sie sind uns im Ende September letzten Jahres zugeflogen und, da sich niemand gemeldet hat, trotz mehrfachen Versuchen die/den Besitzer ausfindig zu machen. Also haben wir sie einfach adoptiert ?‍♀️
                          Habt ihr die beiden tatsächlich gleichzeitig gefunden, also, waren sie zusammen?

                          Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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                            #14
                            Fanny... Ja, sie waren schon ein Pärchen als sie uns zugeflogen sind.

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                              #15
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                              Ich finde es so erstaunlich, dass sie sich draußen nicht verloren haben sondern zusammengeblieben sind. So habe ich das noch nie gehört. Kenne nur das Auffinden eines einzelnen Wellis.

                              Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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