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Probleme mit Neuzugang - Verhaltensstörung?

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    Probleme mit Neuzugang - Verhaltensstörung?

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    Hallo liebe Forumsmitglieder

    Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben.
    Erst mal die Vorgeschichte:

    Wir hatten 2 Hähne und 3 Hennen, nachdem letztes Jahr eines der älteren Männchen gestorben ist.
    Einer der Hähne hat mit den 3 Hennen eine Art Haremsverhältnis, das andere Männchen hat sich noch nie besonders für die Damen interessiert (kam zusammen mit einem Hahn vor ein paar Jahren zu uns und der war immer sein bester Kumpel). Das hat bisher alles gut funktioniert, die Mädels haben sich nicht gestritten und der "Chef" hat sich auch nett um das andere Männchen gekümmert. Bei uns stehen zwar zwei grosse Käfige, aber die sind eigentlich immer offen. Die Wellis haben quasi ein eigens Zimmer, schlafen unter der Zimmerdecke in einer Ecke in diversen Schaukeln.

    Jetzt zum Problem:
    Vor 4 Wochen habe ich mich dann entschlossen, einen neuen Hahn zu holen.
    Ich habe in Kleinanzeigen möglichst nach einem gesucht, der alleine ist und dann auch einen gefunden, dem das Weibchen angeblich abgehauen ist. Zum Fenster raus.
    Hier habe ich ihn wie üblich erst mal zwei Tage in einen Käfig zum Eingewöhnen gesperrt. Da hat er noch mit einer der Hennen ganz normal geflirtet, so weit so gut.
    Als ich ihn dann rausgelassen habe, ging aber das los, was ich nicht für normal halte: Er hat sich an dieses Weibchen gehängt und hat nur Augen für sie. Wenn der alte Chef mal in ihre Nähe will, bewacht er sie und verscheucht ihn. Zwei mal kam es auch zur Rauferei und weil ich in den letzten Monaten schon sehr viel für Tierarztkosten augegeben habe, habe ich sie getrennt und den neuen Hahn erst mal für ein paar Stunden eingesperrt.

    Nachdem das von ihm auserkorene Weibchen zunächst nicht abgeneigt schien, lässt sie sich von dem Neuen inzwischen nur noch fütterm damit er endlich mal Ruhe gibt, Ansonsten gibt sie ihm auch klar zu verstehen, dass er zu aufdringlich ist und sie nervt. Aber er hört nicht auf. Sobald er kann, sitzt er fast die ganze Zeit neben ihr und baggert sie zwischendurch immer wieder (viel zu oft) an. Die anderen Wellis interessieren ihn überhaupt nicht, da beschränkt sich der Kontakt aufs Verscheuchen.
    Seine Auserwählte hat ihn auch schon 2-3 mal in den Fuss gebissen. Danach hat er sogar sie attackiert und wollte ihr das Futter mit Gewalt verabreichen.

    Deswegen musste ich ihn wieder einsperren. Gestern habe ich ihn mal wieder rausgelassen, aber es wurde nicht besser und nach ein paar Stunden ging die Rauferei wieder los. Also habe ich ihn wieder eingesperrt und erst kurz vor dem Schlafen gehen wieder rausgelassen. Heute vormittag dann wieder das gleiche Spiel, seitdem sitzt er alleine im allerdings sehr grossen Käfig. Tigert natürlich immer wieder mal hin und her und ich würde ihn ja auch gerne wieder zu den anderen lassen, aber so geht es einfach nicht.

    Ich habe jetzt schon über 20 Jahre viele Wellensittiche gehabt, aber so ein manisches Verhalten ist mir noch nie untergekommen. Auch nicht, dass es solche Probleme mit einem Neuzugang gibt. Schon gar nicht bei den Hähnen.

    Kennt jemand so was bereits? Woran könnte das liegen? Und wie kann man das Problem lösen?
    Wenn ich ihn jetzt immer einsperre und die anderen dürfen draussen rumturnen, mache ich es vielleicht noch schlimmer und so was geht auf Dauer ja sowieso nicht.

    Herzliche Grüße an alle Welli-Freunde,
    Patrick

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    #2
    Hallo Patrick,

    willkommen im Forum. Na da ist ja was los bei dir. Wenn der Hahn so extrem auf das Weibchen abfährt gehen vielleicht die Hormone mit ihm durch? Weißt du wie alt der neue Welli ist? Junge Wellis sind oft sehr ungestüm und wollen buchstäblich mit dem Kopf durch die Wand. Mein Pieps war zuletzt so hormongesteuert als beide Hennen brutig waren. Er hat dann abwechselnd mit zwei Hennen gepuschelt, obwohl eine von beiden mit dem anderen verpart ist. Fridolin wurde dann auch oft verjagt. Blutig darf es natürlich nicht werden. Warte mal ab, was andere User so berichten.

    Viele Grüße Emba

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      #3
      Hallo Patrick,

      deine Situation erinnert mich ein bisschen an den Zeitpunkt, als Fernando zu meinen dreien kam. Er war zu dem Zeitpunkt 3/4 bis 1 Jahr alt und seine Partnerin war gerade entflogen. Weil er alleine zurück blieb, sollte er abgegeben werden.

      Ich hatte hier 2 Hähne und eine Henne. Er stürzte sich auf die Henne, die mit einem meiner beiden Hähne verpaart war und hat sie ihm auch letztlich ausgespannt. Er war so dominant, dass ich aufgestockt habe, bis 3 Hähne und 3 Hennen hier wohnten.

      Erst dann hat er sich entspannt und scheuchte meinen kleinen dünnen Hahn (der vorher mit meiner ersten Henne verpaart war) nicht mehr herum.

      Du hast allerdings mit deinem Neuzugang bereits ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis mit 3m, 3w.

      Wenn du ihn immer wieder wegsperrst und dann wieder zu den anderen lässt, können sie ihre Beziehungen nicht klären sondern fangen ihre Streitereien immer wieder von vorne an.

      Dein Neuzugang wirbelt die eingespielten 5 ordentlich durcheinander. Hat ihn seine Auserwählte denn blutig (in den Fuß) gebissen? Hier wäre für mich auch eine Grenze bei der Vergesellschaftung erreicht.
      Meiner Meinung nach kann man bei absoluter Unverträglichkeit auch über eine Abgabe in ein gutes neues Zuhause nachdenken.

      Bei mir hat sich mein Neuzugang Fernando allerdings beruhigt und ist inzwischen verträglich gegenüber seinen 5 Schwarmmitgliedern, egal ob m oder w.

      Es hat ein paar Monate gedauert. Dein Neuer kann seinen Stress vielleicht ebenfalls nach und nach abbauen und ein ausgeglicheneres Verhalten zeigen, das könnte aber ebenfalls ein paar Monate dauern. Vielleicht hat er als Schwarmvogel einfach etwas nachzuholen.

      Wenn du trotz der geraden Zahl ein Ungleichgewicht im Temperament deiner Vögel hast, würde es vielleicht helfen, noch einen dazu zu nehmen.

      Oder - wenn kein Blut fließt - lass die 6 über längere Zeit zusammen und lass sie ihre Verhältnisse neu austragen und dadurch klären.

      Gute Beobachtung deiner Vögel und auch Offenheit deinerseits für das neu entstehende Schwarmgefüge sind dabei wichtig.

      Liebe Grüße die Fanny & Co.


      Zuletzt geändert von Fanny; 19.03.2023, 21:28.
      Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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        #4
        Ich würde ihn nicht einsperren,denn damit verbindet er nichts. Fütterst Du gerade viel Grünzeug? Der Frühling beginnt und damit auch das flirten. Ich würde das Licht früher ausmachen,kein Grünzeug füttern und für sehr viel Ablenkung sorgen.

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          #5
          Hallo Patrick,

          Dein neues Hähnchen ist jetzt triebgesteuert. Einer meiner Hähne war vor 2 Jahren sehr "triebig", wie der vk-Tierarzt es beschrieb. Der TA hat mir Tropfen mitgegeben. Zuerst habe ich es durch Wüstenklima versucht: Fettarmes Futter, kein Grünzeug, Rollläden später hoch und früher runter. Tatsächlich war diese Maßnahme erfolgreich. Die Tropfen lagern noch im Kühlschrank, ich hätte sie nur gegeben, wenn die anderen Aktivitäten erfolglos geblieben wären. Ich weiss nicht, ob ich hier veröffentlichen darf, um welche Tropfen es sich handelt. Ich kann Dir den Namen, wenn Du willst, gerne per PN schicken.

          Gruß, Rena

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            #6
            Hallo glucke06

            Den Namen der Tropfen darfst du hier gerne nennen, nur keine Firmennamen dazu oder Dosierungsangaben.

            LG
            Tine

            Liebe Grüße
            Tine und ihre neun Zwerge

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              #7
              Danke Tine. Es handelt sich um Agnus Castus (Mönchspfeffer). (Haben die Mönche früher genommen, wenn es zu arg wurde?)

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                #8
                Hallo Patrick,


                ich kann dir auch nur raten, dich nicht einzumischen. So schwer das auch ist. Deine Wellis müssen eine neue Rangordnung festlegen und das müssen sie unter sich austragen. Wenn du sie dabei immer wieder störst und einen wegsperrst, fangen sie immer wieder bei null an. Und der Weggesperrte versteht nicht, warum er alleine sitzen muss, er kann da keinen Zusammenhang lernen.

                Was du machen kannst wäre, evtl. den ganzen Käfig und Wellibereich komplett umzugestalten. Dann ist es für alle neu und sie sind vielleicht etwas abgelenkt. Vielleicht möchtest du ja auch mal Clickertraining versuchen, das lenkt die Wellis auch ab und ist eine tolle Beschäftigung.
                Wenn bei mir extrem ernste Hahnenkämpfe stattfanden, habe ich höchstens mal in die Hände geklatscht. Dann haben sie sich erschreckt und sind auseinander gegangen. Ansonsten habe ich immer sofort nach dem Aufwachen den Käfig geöffnet, damit sie sich aus dem Weg gehen konnten. Das hat auch sehr geholfen.
                Ich würde ihnen noch ein paar Wochen Zeit geben und abwarten, wie es sich entwickelt.

                Liebe Grüße
                Steffi

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                  #9
                  Vielen Dank für die vielen Antworten! Sorry, dass ich die jetzt erst gesehen habe, ich musste meine Einstellungen noch anpassen. Jetzt habe ich ihn gerade nach 4 Stunden Freiflug wieder einsperren müssen. Diesen Freiflug nutzt er auch gar nicht. Er hängt die ganze Zeit an dem armen Mädel dran, die ihm aber immer wieder zu verstehen gibt, dass er sie nervt.

                  @Emba
                  Das Alter weiss ich leider nicht ich schätze ihn aber auf mindestens 3 Jahre. Die Vorbesitzerin war ein bisschen chaotisch. Ob ihre Geschichten gestimmt haben, kann ich nicht sagen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die es mit den Tieren gut meint oder da eine Art komischer Handel mit Problemtieren stattfindet. Könnte auch beides zutreffen.
                  In der Anzeige stand, daß der Wellensittich mit einem Nymhensittich zusammen lebt und die sich nicht vertragen. Jetzt ist es vielleicht auch etwas unglücklich, dass einer unserer Wellis die Farbzeichnung eines Nymphensittich hat. Man kann aber auch anzweifeln, ob er den überhaupt wahrgenommen hat. Die anderen Wellis sind ja für den Neuen (Ernie) Luft, so lange sie seiner Angebeteten (Chichi) nicht zu Nahe kommen.

                  Der Nymphensittich war ein Weibchen, das wirklich bezaubernd war. Fast hätte ich die auch mitgenommen. Ich hab der Dame das Versprechen abgenommen, dass sie für die entweder auch einen guten Platz oder einen passenden Partner sucht. Dann gabs da noch einen etwas überkandidelten Schäferhund (Mischling?), aber auch sehr süß und zutraulich. Alles in einer recht kleinen Wohnung. Daß der Hund mir gleich ins Gesicht geschleckt hat, war natürlich etwas frech (Aus Hundesicht), die Besitzerin hat es nicht mal zur Kenntnis genommen - geschenkt.
                  Daß er mich dann auch spielersich angesprungen hat, hätte sie aber unterbinden müssen. Nicht wegen mir, aber wenn er das mit einem Kind oder einer schwächeren Person macht, ist der kräftig und gross genug, dass da etwas passieren kann. Dass die Besitzerin auch das ignoriert hat, hat mir zumindest gesagt, dass sie das nicht so ganz im Griff hat. Im nachhinein wollte ich ihr fast noch den Hund abschwatzen, aber dazu habe ich keine Zeit und der braucht auch einen Garten.

                  Nachdem mir aufgefallen ist, dass der Ernie sich nicht ganz normal verhält, habe ich die Dame noch mal angerufen. Angeblich war vor dem Nymphensittich ein Wellensittich-Weibchen da, das dann aus dem Fenster abgehauen sein soll. Die soll zufällig auch blaues Gefieder gehabt haben (was ich eher für irrelevant halte) und die soll er auch schon ständig so belagert haben. Da kam mir natürlich der Gedanke, dass das auch der Grund gewesen sein könnte, warum die die erste Gelegenheit zur Flucht ergriffen hat.


                  Fanny

                  Vielleicht sind es ja die spanischen Namen. Unseren habe ich Ernesto getauft. Angeblich hatte er keinen Namen und wurde nur "Er" genannt. Da habe ich noch ein "nesto" dran gehängt. Jetzt ist daraus "Ernie" geworden.

                  Im Ernst:
                  Daß die das unter sich klären sollen, ist eigentlich auch mein Ansatz. Aber man sieht ja deutlich, dass Chichi seine ständige Belagerung nervt. Zu Beginn war sie ja nicht abgeneigt und hat auch mit ihm geflirtet. Jetzt pickt sie ihn immer wieder auf die Füsse und deutet Hacken an. Er gibt keine Ruhe, dann wehrt sie sich heftiger und das hat eben dann schon dazu geführt, dass er sogar sie attackiert. Ihr alter Freund, der allerdings auch die beiden anderen Damen gefüttert und sogar geputzt hat, hält sich eigentlich zurück (Ernesto ist deutlich grösser), aber irgendwann geht er dann auch dazwischen und dann sieht es wirklich gefährlich aus.
                  Das sind auch nicht wirklich Ranglistenkämpfe und ich zweifle sogar an, dass Ernesto die anderen als Schwarm wahrnimmt.

                  Ich habe auch schon überlegt, ihm einfach noch ein blaues Weibchen zu besorgen, aber das habe ich schnell verworfen.
                  Heute dachte ich mir, es wäre vielleicht mal ganz praktisch, ihn raus zu lassen und vorher die Chichi in einem kleinen käfig in ein anderes Zimmer mitzunehmen. Das wäre schon mal ein interessantes Experiment. Aber ich mache mir noch ein bisschen Sorgen, wie Chichi und ihr alter Freund (Bruno) damit umgehen würden.

                  Spinnenbein

                  Ich füttere immer viel Grünzeug. Das Licht mache ich wegen der baldigen Zeitumstellung gerade sowieso immer ein bisschen früher aus. Wann das bei Ernie vorher war, kann ich nicht sagen. Bei uns wird es relativ spät ganz dunkel. Immer. Das Licht wird aber in Stufen asugemacht, so alle 20 Minuten wird es etwas dunkler. Wobei ein Nachtlicht immer brennen muss, damit die sich orientieren können.
                  Die Vorbesitzerin behauptete ja, dass der sein früheres Weibchen auch immer so behandelt hat. Daran wird es also eher nicht liegen. Zumindest nicht alleine, kann aber natürlich auch gut sein, dass es das jetzt verstärkt. Ich habe aber auch schon daran gedacht und gehofft, dass sich das nach der "brütigen Zeit" legen wird.

                  @glucke08

                  Danke für den Tipp! Ich frage am besten auch mal unsere Tierärztin. Die hat ihn ja schon untersucht, aber da wussten wir noch nicht, wie er sich dann benimmt. Wir haben sie dann noch mal kurz angerufen und ihr das Problem auch ganz kurz geschildert. Ich werde sie morgen mal anrufen und vielleicht auch einen Termin ausmachen.

                  "(Haben die Mönche früher genommen, wenn es zu arg wurde?)​"

                  Das könnte das Problem dabei sein. Die Mönche haben ja nicht das ausschliessliche Bedürfnis gehabt, ständig zu füttern, zu bewachen und die Konkurrenz zu verscheuchen.
                  Ich habe zumindest noch nicht beobachtet, dass Ernie mehr versucht hätte. Auch nicht in den ersten Tagen, als Chichi noch nicht abgeneigt schien und das ständige Füttern über sich ergehen hat lassen. Obwohl sie eh etwas zu dick ist.


                  @SteffiW

                  Ich mische mich auch ungerne ein, aber ich kann auch nicht zulassen, dass die sich blutig beissen.
                  Und das sieht auch nicht nach dem normalen Gerangel um die Vorherrschaft aus. Er greift ja sogar seine Auserwählte an, wenn die ihn abweist.

                  Ich habe heute zumindest mal 2 Stunden bei denen geputzt, Die Abwechslung in der Umgebung ist immer ein guter Tip, würde in diesem speziellen Fall aber sicher keien Auswirkung haben. Der Ernie ist ja gerade mal 3 Wochen hier, für den ist ja alles neu. Aber es interssiert ihn alles gar nicht. Der hat nur ein einziges Interesse.

                  Hände klatschen mache ich auch immer wieder und das hilft auch. Meine Wellis haben aber ein eigenes Zimmer mit 24 Stunden Freiflug. Die kann ich eigentlich immer auch mal ein paar Stunden (zur Not sicher auch mal einen ganzen Tag) alleine lassen, ohne das was passiert. Das geht halt jetzt nicht mehr. Ich kann aber nicht die ganze Zeit auf die aufpassen. Dann fühle ich mich besser, wenn der Ernie erst mal im Käfig bleibt.

                  Vielen Dank noch mal für die vielen Anregungen und ich speche die Tierärztin morgen mal auf den Mönchspfeffer an.

                  Liebe Grüße an Alle, auch an den Mod (Forever)

                  Parick

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                    #10
                    Hallo liebe Welli-Freunde

                    Die Tierärztin meinte, dass sie ähnliche Fälle kennt. Meistens würde sich das wieder legen, es ist halt jetzt auch eine ungünstige Jahreszeit. Ich fürchte, genau so einen Fall kennt sie noch nicht.
                    Den Mönchspfefer kannte sie bisher nur für Pferde. Dabei ist die eine der besten vogelkundigen Tierärzte*innen in Bayern. Ich soll es ruhig mal ausprobieren, aber sie selbst hat erst in zwei Wochen wieder einen Termin frei.

                    Seit gestern vormittag ist Ernie wieder draussen. Als erstes durfte er ChiChi füttern, aber dann wollte sie ihre Ruhe haben und er hängt jetzt auch schon wieder die ganze Zeit an ihr dran und will sie noch mehr füttern. Sie hackt auch schon wieder nach ihm, das stört ihn aber nicht. Alles wie gestern und vorgestern. Null Interesse für die anderen Wellis, die Umgebung allgemein scheint unwichtig. Wo das Futter steht und wo ChiChi ist, das reicht ihm. Für mich sieht das manisch aus. Ob da Mönchspfeffer reicht?

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                      #11
                      bitte sperre ihn nicht ein,es wird dadurch nicht besser werden

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                        #12
                        Hallo Kanzi,

                        hier habe ich still mitgelesen, nun melde ich mich auch mal. Wie die Userin Spinnenbein bereits anmerkte, bitte lasse dem Welli den Freiflug, das Einsperren ist kontraproduktiv. Der kleine Lustmolch versteht doch gar nicht, warum er bestraft wird. Lasse doch die Wellis alles selbst regeln, es wird nicht lange dauern, dann bekommt er von seinen Artgenossen gehörig die Leviten gelesen, eins auf die Mütze und gut ist es. Beim Freiflug können sich die Wellis auch aus dem Weg gehen, wenn sie dann wollen.
                        Solange es keine blutigen Kämpfe gibt, musst Du nicht einschreiten.
                        Ich wünsche Dir und Deinen Wellis eine harmonische Zeit und viel Freude miteinander.
                        Alles Gute und viele Grüße

                        Silvia und Heinis

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                          #13
                          Wenn mein Sohn am Wochenende kam, brachte er immer seine beiden Wellis mit. Sie standen dann in seinem Zimmer und bekamen von meinem Blue Besuch. Wenn ich aber auch noch den grünen Kiwi mit nach oben nahm, flippt der eine Welli Chico meines Sohnes komplett aus und jagte Kiwi ununterbrochen durchs Zimmer. Irgendwie glaube ich, dass er mit seiner Farbe etwas Schlechtes verband.
                          Mittlerweile ist der eine Welli gestorben und Chico zog ganz bei mir ein. Nach der Zusammenführung kam, was kommen musste. Er jagte wieder Kiwi.
                          Aber nach ein paar Tagen hat sich das gelegt. Er hat einen neuen Freund gefunden und lässt Kiwi in Ruhe.
                          Also gib Ernue ein paar Tage Zeit, versuche, dich nicht einzumischen, auch wenn es mal blutige Krallen gibt. Deine Henne wird sich schon zu wehren wissen. Dafür sind Hennen bekannt. Aber Ernie muss wenigstens ein paar Tage Zeit bekommen, ohne, dass er immer wieder getrennt und eingesperrt wird.
                          Wenn es dann immer noch nicht funktioniert, würde ich ihn in einen grossen Schwarm abgeben. Jetzt im Frühjahr, wo es wieder wärmer wird, vielleicht sogar in eine Außenvoliere.

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                            #14
                            Ich gewinne immer mehr den Eindruck,das ganz viel menschliches Empfinden eine Rolle spielt. Die arme Henne ?nur die Henne ist nicht arm,sie ist durchaus in der lage sich zu wehren,Hennen haben das Sagen und die Sopielregeln werden dem Welli beigebracht werden. Er muss aber dazu auch die Gelegenheit erhalten und nicht immer weg gesperrt werden.

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                              #15
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                              Liebe Spinnenbein,
                              Wenn da kein menschliches Empfinden dabei wäre, würde ich mir Sorgen um mich selbst machen.
                              Ich habe mir aber mehr Sorgen um den eigentlichen Freund von ChiChi gemacht. Der ist nämlich deutlich kleiner als Ernie.

                              Außerdem ist ChiChi jetzt ein bisschen unglücklich. Mit Ernie mag sie nicht mehr und mit ihrem Bruno darf sie nicht, weil Ernie da immer noch aufpasst und dazwischen geht.
                              Aber es ist schon besser geworden. Obwohl er kleiner ist scheint Bruno keine Angst mehr zu haben und Ernie hat sich jetzt auch mal mit den anderen Wellis beschäftigt und starrt nicht mehr nur ausschließlich die ChiChi an. Ich kann sie auch beruhigt alleine lassen, ohne dass es ausartet. Das war das wichtigste. Ich hoffe, dass Ernie noch einsieht, dass ChiChi glücklicher ist, wenn er keine Alleinansprüche auf sie anmeldet. Wird schon werden, er ist ja ohne dieses Problem auch ein ganz lieber Kerl.

                              Wie gesagt, ich habe schon über 20 Jahre Wellis und so was ist mir vorher noch nie untergekommen.
                              Vielen Dank für die Vorschläge noch mal an alle ?

                              Und falls jemand einen Platz für die Nymphensittich-Henne hätte, könnte ich ja noch mal Kontakt mit Ernies Vorbesitzerin aufnehmen, ob die dort noch alleine sitzt.

                              Liebe Grüße noch mal an alle,
                              Patrick


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