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Futtermenge - Wellis sind wie ausgehungert

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    Futtermenge - Wellis sind wie ausgehungert

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    Guten Morgen,

    unsere Wellis (inzwischen 3) bekommen täglich je 2TL Futter auf morgens und abends verteilt. Ich habe aber das Gefühl, dass sie immer total ausgehungert sind. Tagsüber gehen sie öfters in den Käfig und wühlen in den Näpfen (da sind dann nur die leeren Hülsen vom Frühstück drin) und suchen im Anschluss den Käfigboden ab. Wenn ich Ihnen Hirse anbiete (seit Welli Nr. 3 da ist kommen ALLE auch auf die Hand) machen sie sich darüber her als hätte es seit Tagen nichts mehr gegeben.

    Gestern haben sie sogar die Hirse, die auf dem Wohnzimmertisch lag, gefressen - da sind sie sonst nie hingekommen. Abends hab ich ihnen dann je 1TL Knaulgrassamen gegeben - will ja auch nicht dass sie zu dick werden.

    Kann es sein, dass die drei zu wenig Futter bekommen oder sind Wellis generell so "verfressen"? Die drei haben was das angeht schon große Ähnlichkeit mit unserem Labrador - und der kennt nun wirklich kein Sättigungsgefühl!

    Soll ich die Futtermenge erhöhen? Was kann ich ihnen sonst noch an kalorienarmer Kost für tagsüber anbieten? Gemüse (Gurke, Petersilie etc.) bekommen sie bereits tagsüber außerhalb des Käfigs...

    Danke für eure Hilfe und ein schönes Wochenende!

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    #2
    Wenn es Hirse bei mir gibt (vor allen Dingen die rote!) dann tun meine auch so, als würden diehier nichts zu essen bekommen und schlingen. Meine bekommen etwas mehr als 2 TL pro "Person", aber das lassen sie dann auch liegen. Wie viel wiegen sie denn? Wenn sie nicht untergewichtig sind, dann fände ich das jetzt auch ok, bei der Menge zu bleiben. Wenn sie nahe dem Untergewicht sind, könnte man nochmal zusätzlich Kolbenhirse anbieten, die ist ja auch sehr energiereich. Meinebekommen jeden Tag - der Zähmung wegen , die Kolbenhirse aus der Hand. Jeden Tag immer ein kleines Stück. In einem Wellibuch von mir schrieb ein Züchter, dass die Kolbenhirse auch sehr nährstoffreich ist und er daher seinem großem Schwarm auch jeden Tag pro Vogel ein kleines Stück gibt, weil sie so viel enthält.

    Fütterst du sonst noch Gemüse? Od ist den Vögeln sonst langweilig und sie knabbern dann halt einfach gerne wie wir Menschen? Meine beschäftigen sich gerne mit Karottengrün, nehmen davon das Wasser auf (serviere es tropfnass) und knabbern gern dran rum, das sorgt bei mir auch für Beschäftigung.

    Nur meine Meinung: beim stürzen auf die Kolbenhirse würde ic hmir keine Gedanken machen, das machen meine auch, obwohl die Näpfe noch voll sind.

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      #3
      Ich weiß, dass 2 TL pro Tag überall empfohlen werden. Was ich dabei nie verstanden habe, ist, wie man vermeiden will, dass einer/manche deutlich mehr als die ihnen zugedachte Menge fressen und für die anderen dann nur wenig übrigbleibt.

      Meine haben immer gefüllte Näpfchen, sie fressen so viel sie wollen (Körnerfutter), überfressen tut sich da keiner, wenn sie satt sind, sind sie satt. Da die meisten von ihnen viel fliegen und klettern, gibt es da auch überhaupt keine Gewichtsprobleme. Die, die aus unterschiedlichen Gründen eher zu dünn sind, bekommen täglich zusätzlich Kolbenhirse extra gefüttert, die anderen rund zweimal die Woche auf der Hand. Grünzeug wird täglich in kleinen Mengen angeboten (Vogelmiere, Gurkerl etc., bei letzterer neigen sie zu wahren Orgien, was ihnen dann gar nicht so gut bekommt...)

      Ich hatte auch mal einen Wellensittich, der deutlich zu dick war (obwohl er kaum mehr als die anderen fraß), das ist bei Gruppenhaltung wirklich schwierig zu managen, zumal wenn andere viel futtern sollen... Aber sind denn Deine überhaupt zu dick?

      Zusammengefasst ist meine Meinung, dass es wirklich auf die jeweiligen Vögel ankommt, wie viel man zu fressen anbietet (ist beim Menschen ja auch nicht anders ).

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        #4
        Ehrlich gesagt - wenn eine Futterbegrenzung nicht medizinisch notwendig ist, wegen extremem Übergewichts, Pendelkropf, Lipomen o. Ä., halte ich da nicht viel von.
        Der eine futtert mehr, der andere weniger, und wenn es bei rationiertem Futter doof läuft, hängt einer über dem Napf, bis nichts mehr da ist, und die anderen gehen leer aus.

        Ich bin alleinstehend und muss immer damit rechnen, abends mal nicht pünktlich zum Füttern Zuhause zu sein. Deshalb ist bei mir immer reichlich Futter vorhanden. Dennoch habe ich gut genährte, aber nicht dicke Wellis. Bis auf 2 Hennen, die aber auch durch ihre Hähne rund gestopft werden.

        Ansonsten sind meine alle sehr aktiv, fliegen, klettern, schreddern, was das Zeug hält, und deshalb halten sie auch ihr Gewicht.

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          #5
          Hallo zusammen,

          es stimmt, die Futtermenge ist wirklich am besten auf die jeweilige Situation und die Schwarmkonstellation auszurichten.
          Zwei Teelöffel pro Vogel/ Tag ist dabei auch nur als Orientierungshilfe zu verstehen. Es heißt, dass ein Piepser etwa 10 Gramm Futter (+Frischkost) am Tag braucht.
          Da kommt es ja aber auch immer drauf an, was für ein Futter gegeben wird. Außerdem (ich hab es selbst getestet) sind auf dem einen Teelöffel 3 Gramm wenn er voll ist und auf dem anderen Teelöffel 6 Gramm.
          Ich habe damals wegen zweier meiner Problemkandidaten mit dem Rationieren angefangen. Die Piepser waren deutlich zu dick und hatten bereits gesundheitliche Probleme. Trotz 24h Freiflug und Diätfutter ging das Gewicht nicht runter.

          Der vkTA prognostizierte bei meinem Sunny noch eine Lebenserwartung von max. 6 Monaten, wenn er nicht irgendwie abnimmt. Er erklärte mir, dass natürlich auch im Diätfutter Saaten drin sind, die kalorienreicher sind als andere. Und wenn eine übergroße Menge an Futter zur Verfügung steht, dann suchen sich viele Vögel eben gerne genau die Dickmacher raus. Es läuft also nicht so sehr darauf hinaus, dass sie weniger fressen, sondern darauf das weniger selektiert wird. Wenn z.B. ab Nachmittags alle Dickmacher bereits weg sind, dann werden automatisch auch die kalorienarmen Saaten und Körner gefressen. So bleibt die Nahrungsaufnahme besser abgestimmt und ich weiß, dass sich die Geier ausgewogen ernähren und sich nicht nur die "Schokolade" raussuchen.

          Da nicht pauschal gesagt werden kann jeder Vogel 10 Gramm und eine individuelle Rationierung im Schwarm eh sehr schwierig ist - muss/ sollte die jeweils günstigste Futtermenge idealer Weise per Monitoring herausgefunden werden. Das erforderte bei mir wochenlanges, tägliches wiegen der Piepser. Zum Glück ging es ohne einfangen, hab einfach den Futterteller auf eine Waage gestellt und dann, wenn die Piepser gefuttert haben das Gewicht abgelesen.
          Es hat eine Zeit gedauert und sicher hat bei mir auch die Gewöhnung an extrudiertes Futter noch geholfen, aber es hat gut geklappt. Alle Vögel halten ihr Gewicht, kleinere Schwankungen sind ja normal. Die zwei Dickerchen hatten nach etwa 3 Monaten Idealgewicht (Sunny beispielsweise ist von 60 Gramm runter auf 48/49 Gramm) und die anderen, schlanken Piepser haben ihr Gewicht trotzdem gehalten.

          Wie gesagt, es geht beim Rationieren nicht hauptsächlich um die Reduzierung des Futters sondern (meiner Meinung nach) auch um das vermeiden der Selektion. Schlussendlich sind das meine ureigensten Erfahrungen. Jeder Halter kennt seine Vögel am besten und handhabt das anders. Und dagegen ist auch gar nichts zu sagen

          Ich für meinen Teil freue mich riesig, dass Sunny die prognostizierten 6 Monate schon weit überschritten hat und alle Schwarmmitglieder seit längerem endlich mal durchgehend gesund und stabil sind.

          LG, Anne

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            #6
            Ich habe für mich einen Kompromiss gefunden. Ich habe zwei Futterstellen: eine Edelstahlschale (24 cm Durchmesser) und ein große Papageienbadewanne. Beides habe ich mit Buchholzgranulat aufgefüllt, sozusagen als Wühlkiste. Darauf stehen dann die Tontellerchen mit dem Futter (10g pro Vogel, abgemessen mit dem Meßlöffel). In den "Wühlkisten" habe ich auch Körnerfutter, das die Tiere sich dann aber erarbeiten müssen, wenn ihnen das Futter auf den beiden Tontellern nicht ausreicht.

            LG

            sweet4

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              #7
              also wir gehen immer in eine extra Klinik für Vögel und da haben wir auch mal genau nachgefragt, da wir sehr große Probleme mit dem Gewicht haben. Dort hieß es, am besten wäre pro Vogel am Tag ca. 1 TL Körnerfutter und zusätzlich so viel wie sie mögen Frischkost.

              Wir haben aber mittlerweile festgestellt, dass es auf das Schwarmverhalten ankommt und auf den einzelnen Vogel.

              Für unsere Wellis war nur 1 TL am Tag zu wenig, deshalb bekommen sie wieder Morgends und Abends 1 TL pro Vogel.
              Da einer unserer Wellis Untergewicht hat, trennen wir ihn von den anderen damit er eine extra Portion bekommt und danach bekommen alle zusammen ihr Futter. Außerdem haben wir einen Vielfraß im Schwarm, wenn wir also Futter den ganzen Tag bereitstellen, dann würde der alles auf einmal wegfressen und den anderen bleibt nichts übrig. Und einmal in der Woche wird von jedem Vogel das Gewicht überprüft, da ein Welli Megas hat und wir einen Schub frühzeitig erkennen können.

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                #8
                Zitat von sweet4
                Ich habe für mich einen Kompromiss gefunden. Ich habe zwei Futterstellen: eine Edelstahlschale (24 cm Durchmesser) und ein große Papageienbadewanne. Beides habe ich mit Buchholzgranulat aufgefüllt, sozusagen als Wühlkiste. Darauf stehen dann die Tontellerchen mit dem Futter (10g pro Vogel, abgemessen mit dem Meßlöffel). In den "Wühlkisten" habe ich auch Körnerfutter, das die Tiere sich dann aber erarbeiten müssen, wenn ihnen das Futter auf den beiden Tontellern nicht ausreicht.

                LG

                sweet4
                den Post hab ich erst jetzt gesehen. Das ist wirklich eine gute Idee, das probiere ich auch mal aus.

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                  #9
                  Vielen Dank für die Antworten.

                  Beim Eingangscheck vor etwa 1 Monat wurden die Wellis gewogen. Die beiden Kleinen wiegen 38 bzw. 39 g - die etwas größere Dame (laut TA ist da wohl etwas mehr "Standard" dabei) wog 46g. Alles aber im Rahmen war die Aussage. Die Menge von 2TL pro Vogel hat uns der TA so empfohlen. Probleme, dass einer mehr abbekommt als die anderen gibts eher nicht. Wir haben für jeden Welli einen Edelstahlnapf und es wird auch immer brav aus dem "eigenen" Napf gefressen.

                  Wir hatten uns nur gewundert, dass sie bei Hirse immer so abdrehen und "ausgehungert" wirken...

                  Die Näpfe komplett gefüllt zu haben, da wäre mir nicht ganz so wohl bei. Habe doch etwas Angst, dass unsere Damen dann zu Übergewicht neigen könnte. Das muss ja nicht sein.

                  naja, haben jetzt Knaulgrassamen an den Spielplätzen auf dem Boden im BHG verteilt. Da können sie dann etwas wühlen - Frischkost gibts dann auch weiterhin... Und demnächst wird dann wieder gewogen (ich hoffe, sie freiwillig auf die Waage zu bekommen), dann sehen wir ja ob und wie sich das Gewicht verändert hat.

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                    #10
                    Hallo Zusammen,

                    Bei meinen Wellis habe ich dies so gemacht, dass ich dennen jeden morgen 2 Tonschalen mit Futter fülle, die Menge gebe ich nach Gefühl, mal mehr mal weniger. Wenn die schalen am nächsten morgen nicht leer sind, bekommen Sie erst am nächsten morgen wieder Futter.

                    Meine Wellis sind dadurch auch nicht zu dick. Von der Teelöffel Empfehlung halte ich auch nicht viel. Wie Hägar schon schreibt, da wird auf jeden Fall immer einer zu kurz kommen, weil ein anderer mehr isst. Wenn man nur 2 Wellis hält, könnte ich mir dies schon eher vorstellen, das es funktioniert bzw. mit der Verteilung der Futtermengen aufgeht.

                    Das deine Wellis, sich sehr gierig auf die Hirse werfen, ist für mich ein Zeichen, dass Sie zu wenig Futter bekommen und großen hunger haben. Meine essen auch gern Hirse, aber Sie sind da etwas ruhiger.



                    Gruß

                    Paddy

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                      #11
                      Meine bekommen 2 Teelöffel pro Vogel pro Tag.

                      Nebenbei verstecke ich in der Wühlkiste noch Hirse, oder Knaulgras, mal ein paar Haselnusskerne usw.
                      Dann gibt es noch die Schlemmerterrasse, wo täglich Frischkost angeboten wird.

                      Jetzt gibt es draußen viel zusammeln, wie Vogelmiere, Löwenzahn, Giersch usw. das macht auch nicht dick und ist gesund.

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                        #12
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                        Hallo,

                        ich gebe auch zwei TL pro Vogel und Tag und verteile es auf zwei Mahlzeiten. Letztlich bekommt jeder Piepmatz morgens und abends je einen TL. Zumindest unser kleiner Rüpel, Pico, stürzt sich immer auf das Futter, als ob er kurz vor dem Verhungern ist. Das macht er allerdings auch dann, wenn wir ihm Kolbenhirse versteckt haben, die er gefunden und gefressen hat.

                        Aber ich räume ein, dass ich immer ein schlechtes Gewissen habe, wenn er sich so gierig auf die neue Portion stürzt. Die beiden sollen ja nicht hungern. Meist verlängere ich jetzt den TL noch mit ein paar Körnern (weniger als ein halber TL) Knaulgras. Soweit zur Konsequenz...

                        Wahrscheinlich sind die Geier aber nur gute Schauspieler. Heute gab es mal anderes Futter, die Grundlage war die gleiche aber mit Trockenfrüchten angereichert. Pico stürzt sich gierig auf das Futter, frisst, guckt mich vorwurfsvoll an und verweigert es. Geht wieder hin, frisst, ist aber immer noch nicht begeistert. Hätte er wirklich dringenden Hunger würde er ja wohl futtern, oder?

                        Viele Grüße
                        Hase

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