Es geht weiter! Freitagabend habe ich auf einer Kleinanzeigenseite gesehen, dass einem ein Welli zugeflogen ist und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft (max. 5 Minuten Fußweg). Der arme Kerl steckt laut Foto in einer Holzkiste. So wie der Schnabel aussieht, scheint es sich aber um einen älteren Vogel zu handeln. Ich hatte angeboten den Kleinen erst einmal aufzunehmen (ein zweiter Käfig ist ja vorhanden) und nächste Woche das Tierheim zu informieren. Selbstverständlich würde ich ihn an den Besitzer zurückgeben, wenn der Besitzer sich meldet. Anfangs sah es auch so aus, dass er schon gestern hätte bei uns einziehen können, aber irgendwie ist diese Dame nicht sehr pragmatisch veranlagt. Keine Ahnung was sie jetzt vorhat. Ich hoffe, dass sie ihn dann wenigstens ins Tierheim bringt, denn dort stehe ich ja nun auf der Warteliste. Aber man könnte die Sache für den Vogel sicher einfacher gestalten.
Wie ist es eigentlich rechtlich bei zugeflogenen Vögeln. Habt ihr da eigene Erfahrungen? Kann man die so einfach behalten bzw. wäre es ausreichend das Tierheim zu informieren falls sich noch jemand meldet? Oder muss der Vogel nach einer langen und aussichtslosen Halterermittlung erst vom Veterinäramt freigegeben werden?
Dafür ist Kücki am Freitag in den neuen Käfig gezogen. Er hat erst einmal viel geschaut und es dauerte, bis er sich an die Fressnäpfe getraut hat. Ich habe den Käfig natürlich fast genauso eingerichtet wie den alten, aber es ist alles nicht mehr so hoch über dem Boden. Er ist anfangs auch gleich zweimal hintereinander von der Stange geplumpst, wobei er dabei auf den Füßen gelandet ist. Das macht er in letzter Zeit häufiger, dass er von nicht so hoch über den Boden angebrachten Stangen runterhüpft und sicher landet
.Dann möchte ich ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen für den Zuspruch und die persönlichen Nachrichten mit Tips und Hinweisen bedanken. Einige haben mich ja auch auf Anzeigen (hier als auch extern) aufmerksam gemacht, aber davon sind einige entweder sehr weit weg oder es handelt sich um nicht ganz so gesunde Vögel. Letzteres traue ich mir einfach nicht zu und bei ersterem ist zu sagen, dass der Weg nach Bremen oder Flensburg rund 2-3 Stunden Fahrt bedeuten - für eine Richtung! Das ist zur Zeit aufgrund der beginnenden Urlaubszeit und des schönen Wetters alles andere als ein entspannter Ausflug hier im Norden. Das möchte ich weder mir noch den kleinen Piepsern zumuten. Denn wenn ich dann nach so langer Fahrt einen anderen Welli bei uns aufnehme, ist ja noch lange nicht gesagt, ob es mit den Zweien funktioniert. Da ist es mit einem Vogel aus dem Tierheim insofern etwas einfacher, dass ich ihn wieder zurückbringen kann. Das hört sich vielleicht erst einmal herzlos an, aber wenn ich dann hier zwei Vögel habe, die sich ständig zoffen, ist den beiden nicht wirklich geholfen. Im anderen Fall besteht ja weiterhin die Möglichkeit, dass sich dann ein neuer Besitzer findet.
Also drückt weiterhin die Daumen. Vielleicht klappt es ja mit dem zugeflogenen Welli.
Jörg


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. Ich mag dieses Welli-typische Gezeter sehr. Ich mag es aber auch, wenn er mit dem Kopf zwischen den Flügel vor sich hin döst und fiepende Töne von sich gibt, so als würde er im Traum erzählen
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