endlich melde ich mich mal wieder bei Euch ... tut mir sehr leid, aber ich knapse gesundheitlich immer noch an den Folgen meiner Stürze ... auch wenn ich sagen kann, daß es mir mittlerweile um einiges besser geht.
Ich laufe zwar immer noch an zumindest einer Krücke, kann aber schon kurze Wege durch die Wohnung ganz ohne Krücke laufen und Schmerzmittel gab es seit letzten Sonntag auch keine mehr.
Morgen wird es dann ernst, denn ich habe im Laufe des Vormittags einen Termin beim Orthopäden ... der soll sich das Ganze mal anschauen.
Vorher muss ich allerdings noch meine Treppe bewältigen ... wovor ich mächtigen Bammel habe ... aber ich hoffe, daß alles gut gehen wird.
Unterstützung bekomme ich morgen von einer lieben Welli-Freundin, die mich fährt & begleitet.
Sie hat sich diese Woche Urlaub genommen und mir super bei den Jungs geholfen. So ist sie z.B. am Montag mit Gannicus zum Schnabiküre Termin und hat mir beim letzten Groß-Putz geholfen. Ich kann ihr wirklich nicht genug danken für ihre Hilfe.
Nun kommen wir zum traurigen Teil dieser Nachricht ...
Alfred, unser liebes Bärchen ist in der letzten Nacht vorausgeflogen ins wunderschöne Hirseland

Ich habe ihn heute morgen in seiner Lieblings-Schlafecke gefunden. Er wirkte auf mich ganz entspannt, sodaß ich hoffe, daß er sanft eingeschlafen ist.
Nach all den Einsätzen in Sachen Vogel-Intensiv-Medizin, habe ich mir gerade für Alfred immer gewünscht, daß er inmitten seines Schwarms einschlafen darf.
Und das hat unser kleiner Held nun wunderbar hingekriegt ... wir haben uns natürlich viel mehr Jahre mit ihm hier auf Erden gewünscht, aber seine Schaukel wird für immer bei uns frei bleiben und unser liebes Bärchen wird uns als Schutzengel für immer begleiten.
Sein letzter Abend mit uns verlief auf wundersame Weise.
Ich war so stolz & froh, daß ich gestern das erste Mal nach dem Unfall, abends das Vogelzimmer ganz "normal" durchfegen konnte.
In den letzten Wochen habe ich da immer auf unseren Saugroboter zurückgreifen müssen ... aber nachdem ich seit 2 Tagen schon einige Male ganz ohne Krücke in der Wohnung unterwegs war, habe ich es gestern Abend dann mit dem Fegen einfach mal probiert. Das Zusammen-Fegen klappte und beim Auf-Fegen habe ich das Kehrblech dann einfach in die rechte Hand und den Handfeger in die Linke genommen (also genau umgekehrt wie sonst), damit ich keine Schwierigkeiten mit meiner rechten unfallgeschädigten Schulter bekam.
Während der ganze Zeit saß Alfred auf meinen Rücken und kuschelte sich im Nacken unter meine Haare.
Ab und zu schaute Dagonet auch mal nach dem rechten und Alfred hat sogar ein wenig mit den Anderen zusammen gezwitschert und noch etwas Kohi genascht.
Am Montag hatte uns unsere vkTA noch Medis für Alfred mitgegeben (als Gannicus bei ihr war). Die erste Dosis bekam er gleich Montag Abend ... leider hat er ca. 15 Minuten nach der Gabe gewürgt, sodaß ich nicht weiß, ob oder wieviel er davon mitbekommen hat. Nach dem Würgen fraß er aber noch etwas Kohi und kuschelte sich dann an seinem Lieblings-Schlafplatz ein.
Wir sollten das Mittel jeden 2. Tag geben, daher war gestern also Medi-Pause. Der kleine Mann machte gestern einen, den Umständen entsprechend, entspannten Eindruck und ich ging später mit einiger Hoffnung ins Bett, daß alles wieder gut werden würde.
Nun ... auf eine gewisse Art, ist es dann ja auch so gekommen

Kennt Ihr das ... wenn etwas passiert und man blickt zurück und auf einmal ergibt alles ein schlüssiges Bild ?
Genauso war es bei Alfred
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, daß sein immer schlechter werdendes Sehen bis hin zu seiner Blindheit, nur die Folge von etwas anderem war, was in seinem kleinen Körper vor sich ging.
Wir konnten die Ursache seiner Blindheit ja nie feststellen ... es hätte so ziemlich alles sein können, aber das wahrscheinlichste wird wohl eine Art Tumor gewesen sein, denn äußerlich hatte er nie was am Auge ... also keine Entzündungen etc., die die Blindheit verursacht hätten.
Jedes Mal wenn ihm wieder etwas mehr Augenlicht verloren ging, machte er eine Anpassungsphase mit, in der er sich wieder neu orientieren musste.
Das kostete ihn jedes Mal viel Kraft & Nerven. Dieses Mal waren wir uns sicher, daß er nun komplett Blind war ... aber leider fiel diese Anpassungsphase nun das erste Mal mitten in die Mauserphase ...
Und irgendwie hat sich dann alles für ihn so gefügt, daß er inmitten seiner Schwarmbrüder an einem vertrauten Ort einschlafen durfte.
Ruhe in Frieden und Flieg' hoch und Frei, mein kleiner Schatz

Ich danke dem lieben Gott, der auch auf kleine Wellis aufpasst, daß er unser Bärchen auf diese Art & Weise ins Hirseland fliegen ließ ... auch wenn es für unser Verständnis viel zu früh war.
Wellis leben im Hier & Jetzt, daher ist nun alles gut.
Es wird natürlich noch einen schönen Nachruf geben ... aber ich muss erstmal das Atmen wieder lernen und die Dinge ordnen ... dann erkenne ich auch wieder meinen Weg und alles nimmt wieder seinen Lauf.
Es ist auch das erste Mal für mich, daß ich einen vorausgeflogenen Welli nicht sofort beisetzen kann.
Aber wahrscheinlich gehört auch das zu Alfreds großem Plan, in dem alles zum genau richtigen Zeitpunkt, am genau richtigen Ort und auf die genau richtige Weise geschieht.
Ich spüre auf jeden Fall schon jetzt wie er auf meiner Schulter sitzt und uns allen Mut & Zuversicht zuzwitschert.
Danke, lieber Alfred, für 5 wundervolle Jahre
Du wirst für uns immer ein Leuchtfeuer sein und bleibst das Wahrzeichen der Sechs in Stonehenge 
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Liebe Grüße an alle Wellis & Felos von
Susy und den Jungs


die Fanny & Co. mit Felo Susanne




und Galli 

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