... ich hatte einen wirklich schönen Post für Euch vorbereitet ... habe ihn Stück für Stück vorgeschrieben und immer wieder gespeichert, um ja nichts zu vergessen, von dem was sich in Sachen Walter & Tony in den letzten Wochen zugetragen hat ...
Es war schön ... und es war auch hin und wieder turbulent ... es war voller Liebe ... und auch voller Sorge ... und schließlich bleibt mir nur Euch mitzuteilen ...
das unser lieber Walter, unser braver mutiger Mäuse-Piet am letzten Dienstag dem 29. September vorausgeflogen ist ins schöne Hirseland

Er schlief zuhause inmitten seiner Schwarm-Brüder ein ... wir hatten einen sehr engen und liebevollen Vormittag miteinander verbracht ... er saß den ganzen Vormittag in meinem Nacken und kuschelte sich in meine Haare, so wie es Alfred immer getan hatte ... wenn ich ihn absetzen wollte, krabbelte er meinen Arm hinauf ... also nahm ich ihn, ein kleines Untersetzer-Nest und natürlich Futter und Leckerchen, etwas Grünzeug und Wasser mit in mein Arbeitszimmer und dort verbrachten wir dann den Vormittag.
Zur Mittagspause gingen wir wieder ins Wohnzimmer zum restlichen Schwarm, aber Walter blieb auch dort in meiner Nähe.
Ich hatte den oberen Gitter-Teil vom Krankenkäfig abgebaut und darunter konnte Walter ruhig futtern ohne das die anderen Jungs sich auch dort bedienten.
Wenn er satt war, kletterte er zum Türchen und ich ließ ihn raus ... er flog einmal zu Tony, kuschelte sich an ihn, machte ein Nickerchen und kam dann noch zweimal bei mir vorbei.
Dann war meine Pause zu Ende und ich fuhr los zu einem Außentermin.
Ich ließ Walter vorsichtshalber in der Voliere mitsamt seinen kompletten Büfett unter dem Gitter-Teil ... sein Verhalten am Vormittag war sehr ungewöhnlich und trotz seiner Nickerchen und der anschließenden Aktivität machte er einen irgendwie erschöpften Eindruck ... ich wollte nicht, daß ein übermütiges Schwarm-Mitglied ihn drangsalierte und vielleicht würde er so auch noch ein bißchen mehr futtern.
Es war auch ein kurzer Termin und ich musste nicht weit fahren ... widererwarten wurden es dann doch knapp 2 Stunden bis ich wieder zuhause ankam.
Walter lag ganz entspannt neben dem Untersetzer-Nest ... als hätte er gewartet bis ich weg war.
Ich habe ihn am Freitag Abend in der Nähe von Kurti beigesetzt ...
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Walter Gedenktafel mit Text.jpg
Tony ... geht es seitdem nicht besonders gut ... er trauert sehr ... ich kriege immer weniger in ihn hinein ... er und Walter bekamen ihre Tony-Teller in den letzten 4 Wochen mit Aufzucht-Futter angefeuchtet ... beide haben es sehr gerne gefressen ... in den letzten Tagen frisst Tony aber weniger davon ... ich biete ihm seine Sonderrationen natürlich trotzdem morgens & abends frisch angerührt an ... und er frisst auch zusammen mit den anderen die normale Tagesration ... ich habe aber trotzdem den Eindruck, daß es zu wenig ist und er schwächer wird.
Ich weiß nicht, ob er sich nochmal fangen wird ... ich bete aber jeden Abend darum.
Als wir Walter das 2. Mal geröntgt haben, kam Tony auch mit und wurde auch geröntgt ... sein Bild war "unauffällig" ... aber er ist viel zu klein und auf einem Röntgenbild ist leider nicht alles zu sehen ... vor allem in der Kopf-Region ist es schwierig.
Die Würge-Bewegungen die er nach dem Fressen macht, ohne zu Erbrechen ... das langsame Essen ... dafür kommen mehrere Ursachen in Frage ... anderes konnten wir aber auch einiges ausschließen (Entzündungen, Reizungen, Unverträglichkeiten, Vergiftungen etc.) ... bleiben noch ein (verkapselter ?) Tumor in der Speiseröhren-Gegend (die sind am lebenden Vogel kaum darstellbar und normalerweise schnell tödlich, daher hätte er nur bis heute überleben können, wenn der Tumor verkapselt wäre, aber dennoch die Futterbrei-Passage beeinträchtigt) ... oder ... es handelt sich um eine anatomische Fehlbildung ... mit der, der kleine Mann schon aus dem Ei geschlüpft ist ... vielleicht hat seine Mutter gemerkt, daß etwas mit ihm nicht stimmt und hat ihn deshalb attackiert ?
An die Version mit dem, wie auch immer gearteten Tumor, glaube ich mittlerweile nicht mehr so recht ... eine anatomische Fehlbildung scheint mir nachvollziehbarer ... das würde zur Reaktion seiner Mutter passen ... und je mehr er heranwuchs, desto mehr hat es sich ausgewirkt und ihn beeinträchtigt ... und nun hat er seinen Freund Walter verloren.
Könnte ich ihm nur klarmachen, daß Walter von nun an als Schutzengel über ihn wacht ...
Wie auch immer ... wir werden unseren Tony begleiten ... komme was da wolle ... er ist und bleibt für immer ein Stonehenge und darf seinen Weg gehen, wie es ihm bestimmt ist

Liebe Grüße an alle Wellis & Felos von
Susy und den Acht


und Galli 

die Fanny & Co. mit Felo Susanne


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