Ich begleite gerade eine Züchterin hier in der Nähe während der Brut ihrer Wellis.
In einer sehr großzügig und schön gestalteten Außenvoliere leben eine bunte Wellischar, verschiedene Sittiche und am Boden Fasane.
Letzen Freitag stand dann wieder ein Besuch an, die Küken hatten inzwischen ihre Nistkästen verlassen und ich war sehr gespannt auf die Farbschläge. Die Züchterin lässt ihre Wellis so brüten, wie sie sich finden, also nicht ausgesucht nach Farben usw. Alle Küken sind also aus Liebe entstanden.
Wir haben also erstmal geplaudert und die flügge gewordenen Küken bewundert. Auf einem Tisch separiert im Innenbereichen stand eine Transportbox. Sie meinte dann auf meine Frage hin, was es damit auf sich hat, das dass die traurige Seite der Zucht ist. Der kleine Welli ist einer Fasanenhenne vor den Schnabel geflogen und war nicht schnell genug wieder weg. Er wurde am Schwanz gepackt und gehackt. Er hat daraufhin alle Schwanz- und Steuerfedern verloren und eine Vegletzung am Hinterteil. Blutig wie er war, ist er vom Schwarm verstoßen und sogar attackiert worden. Die Züchterin hat das entdeckt und ihn erstmal separiert, damit er sich erholen konnte.
Sie hat ihn rausgeholt und mir gezeigt. Maxi hat sich dann gleich in meine Hand gekuschelt.
Die Züchterin hat gesagt, dass ich ihn gleich mitnehmen kann. Es klingt grausam aber das ist halt Natur. Sie kann ja nicht 24/7 in der Voliere hocken und aufpassen. Ob er sich in diesen Schwarm noch mal hätte integrieren können ist ungewiss.
Ich hatte noch nie einen Welli vor der Jugendmauser. Entsprechend groß die Sorge ob ich ihm gerecht werden könnte. Natürlich wäre er bei seinen Eltern besser aufgehoben gewesen aber manchmal geht das Leben andere Wege.
Ich habe Maxi zu Hause erstmal einen separaten Käfig in einem andere Raum hergerichtet. Im Käfig fand er es total blöd, vorher hatte er ja eine riesige Voliere. Also Käfig auf, Welli auf den Finger. Er hat auch erstmal extrem unsere Nähe gesucht.
Übers Wochenende habe ich ihn dann immer bewusst die Körnchen und das Wasser gereicht, um zu schauen ob er auch wirklich futtertest ist. Für den Notfall hatte ich Aufzuchfutter von der Züchterin mitbekommen. Das haben wir nicht gebraucht, Maxi bringt schon stolze 38 Gramm auf die Waage.
Am Mittwoch dann der Eingangscheck beim VK TA. Maxi ist kerngesund bis auf die Verletzung. Die heilt aber schön ab, muss noch zweimal am Tag mit einem Gel gepflegt werden. Ob Maxi‘s Schwanzfedern jemals wieder richtig wachsen bleibt abzuwarten. Das fliegen klappt aber recht gut, beim landen flattert er/sie auf der Stelle und lässt sich dann langsam sinken. Ähnlich wie ein Hubschrauber.
Das Zwitschern klingt bei Maxi noch wie so ein kleines Trällern, wahrscheinlich wie der Bettelruf am Anfang. Er/Sie lernt aber jeden Tag dazu, gestern wurde schimpfen geübt. Es ist unglaublich wie schnell sie sich verändern.
Im Schwarm ist er/sie recht selbstbewusst, natürlich können die Großen mit ihm noch nicht so viel anfangen aber zumindest darf Maxi dabei sein.
Ich hoffe ihr verurteilt mich und auch die Züchterin nicht vorschnell. Vielleicht haben wir damit sein Leben gerettet.
Jetzt sind die Fotos wieder am Anfang?
Rechts plaudert Fridolin ganz lieb mit Maxi.


Es ist schön das Maxi futterfest ist und fliegen kann. In ein paar Wochen wirst Du dich fragen. Was habe ich nur ohne ihn gemacht. 


und Galli

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die Fanny & Co.

. Ich bin auch gespannt auf seine neuen Federn.
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