Gestern bemerkte ich, dass der Kot unseres kleinen Cocos grünlich verfärbt war. Da wir aber kurz zuvor Basilikum und Rucola verfütterten, dachte ich, diese Verfärbung komme von besagter Grünkost.
Ich behielt Coco weiterhin im Auge, konnte aber sonst keine Krankheitsanzeichen entdecken: er plusterte nicht übermäßig, fraß und trank ganz normal, war aktiv wie immer und sauste beim Freiflug durch die Wohnung.
Heute ließ ich die Vögel wie üblich zum Freiflug heraus und sah, dass Cocos Kot nicht mal annähernd normal aussah: Der Urinanteil war sehr flüssig, der Kotanteil grünlich verfärbt und matschig. Beide Anteile liefen quasi ineinander.
Mein Freund und ich machten direkt den Transportkäfig bereit, setzten Coco hinein (da er glücklicherweise auf die Hand kommt und man ihn so ganz einfach hineinheben konnte) und erstmal ab zum vogelkundigen Tierarzt. Der ist zum Glück nur circa 17 Kilometer von uns entfernt.
Ich hatte bereits den Verdacht, es könne sich um Trichos oder Megas handeln, von deren Befall unsere Wellis bisher glücklicherweise verschont geblieben waren.
Allerdings stellte der vogelkundige Tierarzt weder Trichos noch Megas fest, sondern eine Nierenentzündung. Er sagte, die Nieren seien um das doppelte der normalen Größe angeschwollen und diese Schwellung wäre nicht von heute auf morgen gekommen, sondern ziehe sich schon länger hin. Er muss es also schon in der Tierhandlung gehabt haben, denn wir besitzen Coco erst seit 9 Tagen.
Der Tierart verschrieb unserem Coco dann das Antibiotikum Baytril, von dem wir ihm zweimal täglich 1 Tropfen verabreichen müssen.
Ich hätte nun folgende Fragen:
Hat jemand von euch bereits Erfahrungen mit einer Nierenentzündung beim Wellensittich gemacht? Falls ja, wurde betreffender Welli wieder vollständig gesund?
Und wie kann ich das tägliche Einfangen zur Medikamentenverabreichung für Coco am stressfreiesten gestalten?
Ich habe bereits mehrfach gelsen, dass man den Raum möglichst abdunkeln sollte, und sich dem Vogel mit der Hand dann langsam nähern soll, um ihn dann greifen zu können. Gibt es sonst noch wertvolle Tipps?
Vielen Dank im voraus und liebe Grüße,
Acala



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Überraschenderweise hat er auch wenn wir ihn nun zwei mal täglich einfangen müssen keine Angst vor der Hand, wenn ich während des Freiflugs beispielsweise Hirse oder Grünzeug auf der Hand anbiete. 

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