zurück von meiner Tierärztin...
Koko ist weiterhin fit und gedeiht recht gut =) Mehr brauch man zu ihm nicht sagen.
Mein Grünling hat Darmbakterien, welche sich "Escherichia albertii" nennen, ein Bakterium der gleichen Gattung wie E. Coli (E. steht auch hierbei für Escherichia). Im Befund heißt es, dass dieses Bakterium nicht zur Normalflora der Vögel gehört, oft aber nachgewiesen werden kann. Klinisch kann das Ganze dann in Kombination mit extremen Stress, Haltungs- oder Fütterungsfehlern werden, was wiederum zu Folgeerkrankungen führt.
OMalleys Kot zeigt zudem einen starken gelbstich, was laut meiner Tierärztin darauf hinweist, dass die Leber bereits in Mitleidenschaft gezogen oder zumindest angegriffen wurde. Er hat 1g abgenommen und wiegt jetzt 29g. Normalerweise sollte das Antibiotikum einmal am Tag in den Brustmuskel gespritzt werden, da OMalley aber so extrem dünn ist, wäre dieser nach drei- oder viermal dann perforiert wie ein Schweizer Käse. Deswegen werde ich es weiterhin schnabulös verabreichen. Der Milbenbefall sieht jetzt deutlich besser aus, der Schnabel ist wieder etwas glatter, aber auch hier heißt es dranbleiben. Zusätzlich habe ich noch Kapseln mit Mariendistel bekommen, die (laut Wikipedia) entgiftend auf die Leber wirken soll. Davon gibts einmal am Tag eine Messerspitze auf die angefeuchtete Kolbenhirse (Ja, OMalley hat rote Kolbenhirse für sich entdeckt).
Wie gehts nun weiter?
Zunächst soll ich den Sand aus dem Käfig rausnehmen und Küchenpapier auslegen. Jetzt kommt mein erster Tipp in diesem Forum - yeah - direkt aus erster Hand von meiner Tierärztin: Besonders wenn bekanntermaßen Bakterien im heimischen Vogelschwarm sind, ist es gesünder für die Tierchen, wenn der Käfigboden mit Küchenrolle ausgelegt ist und Vogelsand in einem extra Schälchen zur Verfügung steht. Denn wenn die Piepser am Boden den Sand aufpicken, nehmen sie auch alle Keime mit auf, die vorher zusammen mit dem Kot runtergekommen sind. Daher ist auch die Ansteckungsgefahr größer.
Das Antibiotikum hilft hoffentlich schnell, denn dann braucht OMalley die Energie des Futters nicht mehr um gegen die Bakterien zu kämpfen, die Verdauung funktioniert besser und er bekommt wieder etwas auf die Rippen.
Wenn sie abends fressen, muss ich nun den Käfig zumachen, denn sie haben inzwischen so viel Angst, dass sie auf der Gardinenstange bleiben und ihren Käfig nicht mehr als sicher ansehen. Ich musste sie jetzt zweimal abends von der Gardinenstange (in 3,5m Höhe) fangen, was echt ne Tortur für Vögel und Halter ist, aber ich muss meinen Grünling ja versorgen und die sollen dann ja auch zusammen im Käfig schlafen und nicht einer oben, der andere unten.
Es ist ein Wettlauf der Medikamente gegen den Hungertod, das ist mein sorgenvolles Fazit...
Viele Grüße



Mensch, er soll doch zunehmen nicht abnehmen
Meine beiden gehen sofort rein, wenn ich ihren TL Futter hinein gebe 
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