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    #61
    Da kann ich mich cerise nur anschließen, eine tierärztliche Versorgung hat der Mann den Vögeln keinesfalls zukommen lassen, bei den Massen war das ja auch kaum noch möglich. Sie waren zu großen Teilen vermilbt und auch so waren einige in einem schlechten Zustand.

    Aber wenn man mal davon und auch von dem Schinken absieht, den er den Vögeln gefüttert hat, kann man schon sagen, dass er sich sehr sehr viel Mühe gegeben hat. Sie haben ja auch jeden Tag frisches Grün bekommen.

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      #62
      Ja, die Vogelliebe ging bei dem guten Mann so weit, das die Pieper hin und wieder mal ein Scheibchen FLEISCHWURST bekommen haben.

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        #63
        *Hallo, peraw, und sorry fürs offtopic - Drücke Deinem Schwarm alle, alle Daumen*

        Hallo, Gregor,

        ich kann zwar in Teilen nachvollziehen, was Du sagst, möchte aber zu bedenken geben, dass die Gradwanderung zwischen "helfen-wollen" und der Einschätzung der eigenen Kräfte in solchen Fällen meist nicht stimmig ist. Leider geht das zu Lasten der Tiere.

        Das ist nicht nur dem Wellihalter aus Berlin passiert, sondern geht anderen - allerdings in kleinerem Ausmaß - auch so.

        Als verantwortungsvolle Tierhalterin muss ich in der Lage sein einschätzen zu können, wann Schluss mit der Aufnahme ist. Und wenn es mir noch so leid tut. Es gibt dann andere Möglichkeiten, Vermittlung, Tierheime, Hilfe in Foren etc.

        Ich selbst habe derzeit vier (!) Wellensittiche und gehöre zur arbeitenden Bevölkerung. Diese allein schon bei Krankheit, bei Eingangschecks, zur Kontrolle bspw. vor Urlaubsbetreuung vogelkundig tierärztlich versorgen zu können, entspricht z.Zt. genau meinem Budget. Wahrscheinlich würde es auch noch für 2-4 mehr reichen (dann gibbet halt keine halbreife Hirse, kein Einstreu, keine Bio-Gemüse/Obst-Sonder-Zulagen mehr ), aber mehr ist nicht drin. Und ich gehöre nicht zu diejenigen, die bei finanziellem Mangel beispielsweise auf billiges Futter zurückgreift, weil ich mir die Vogelhaltung eigentlich nicht mehr leisten kann oder mir bei Krankheit eines Wellis Geld leihen muss.

        Und der finanzielle ist nur ein Aspekt unter vielen, warum ich eine solche Massentierhaltung rigoros ablehne (obwohl es viele, viele Wellis wesentlich schlechter getroffen haben als die Berliner Schwarmwellis, da hast Du recht ...)

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          #64
          Zitat von gregor443
          Bei dem Fall in Berlin war aus tierärztlicher Sicht nichts zu beanstanden, so weit mir bekannt ist.

          Für die Wellensittiche waren die "Berliner Haltung" das Paradies!
          Da kann man geteilter Meinung sein. Wenn kein TA die Tiere anschaut, kann er auch nichts beanstanden. Es wurden verletzte und gehandicapte Tiere geborgen , was deine Aussage wiederlegt. Wenn so das Paradies ausschaut, dann prost Mahlzeit. Sind zu viele Tiere auf engstem Raum und da sind Wellis nicht ausgeschlossen, dann reagieren sie teilweise auch aggressiv aufeinander. Selbst so kleine Kerlchen brauchen hin und wieder die Möglichkeit, sich aus dem Weg gehen zu können.


          Zitat von joia
          *Hallo, peraw, und sorry fürs offtopic - Drücke Deinem Schwarm alle, alle Daumen*
          Kein Problem, passt ja irgendwie schon gut hier rein und solche Diskussion ist durchaus erwünscht.

          Zitat von joia
          Und der finanzielle ist nur ein Aspekt unter vielen, warum ich eine solche Massentierhaltung rigoros ablehne
          Da stimme ich dir sowas von zu. Ich hätte nie gedacht, wie schnell man soooo viel Geld beim TA los werden kann bei so lütten Zeitgenossen. Die Futterkosten und der Eingangscheck waren da meine kleinsten Ausgaben, wenn ich alles aus den letzten 6 Wochen zusammenrechne. Ich habe nun zwar 16 Wellis und damit sicherlich viele ... würde das wohl auch noch nicht als Massentierhaltung bezeichnen, aber meine Mittel würden beim derzeitigen Stand nicht mal für 50, geschweige denn für 500 oder 1500 Tiere ausreichen.

          Ich darf den zeitlichen Faktor bei Krankheit noch erwähnen, den ich auch niemals derart hoch eingeschätzt habe. Wenn wir nicht beide Urlaub hätten, wäre ein derartiger Aufwand den wir derzeit betreiben gar nicht möglich. Und ich bete, dass wir bis Ende der 1. Oktoberwoche das Schlimmste überstanden haben, sonst werden wir uns was einfallen lassen müssen.

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            #65
            Zitat von gregor443
            Bei dem Fall in Berlin war aus tierärztlicher Sicht nichts zu beanstanden, so weit mir bekannt ist.

            Für die Wellensittiche waren die "Berliner Haltung" das Paradies!



            Skandalös war nur die Tatsache, daß eine Haltung solchen Umfanges in Wohnräumen geschehen ist. Die Medien haben dann einen Hype daraus gemacht (Zustand der Wohnung, Verhaltensstörung des Tierhalters etc.).

            Der Tierhalter von Berlin hat von früh bis spät für seine Vögel gesorgt. Ich selbst würde nicht so leben wollen, schon aus humanhygienischen Gründen.

            (Aber als Vogelliebhaber muß ich sagen, daß ich diesem Manne tief in meinen Inneren bewundere und Respekt zolle dafür, daß er sich für die Tiere derart aufgeopfert hat.)

            Mit besten Grüßen

            gregor443
            Hallo,

            das ist doch nicht Dein Ernst oder ?
            Ein Vogelliebhaber würde seine Tiere niemals unter solchen Bedingungen
            halten . Das ist absolut krankes Verhalten und hat mit Tierliebe kaum noch
            was zutun .

            Hast Du eine Vorstellung davon wie beengt die Tiere dort gelebt haben ?

            Das mit der Kolonienbrut funktioniert in Natur wo die Vögel sich aus dem
            Wege gehen können , aber nicht in einer 2 Zimmerwohnung mit circa
            1700 Vögel .


            Liebe Grüße,
            Hilde

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              #66
              Zitat von peraw
              Ich darf den zeitlichen Faktor bei Krankheit noch erwähnen, den ich auch niemals derart hoch eingeschätzt habe. Wenn wir nicht beide Urlaub hätten, wäre ein derartiger Aufwand den wir derzeit betreiben gar nicht möglich. Und ich bete, dass wir bis Ende der 1. Oktoberwoche das Schlimmste überstanden haben, sonst werden wir uns was einfallen lassen müssen.
              Joh, der Zeitaspekt kommt immer noch hinzu. Es ist immer auch gut, wenn es ein "wir" gibt, so kann man doch die Arbeit und die Pflege, die Fahrerei in solchen Situationen, wenn möglich, ein bisschen verteilen. Ich kenne das auch (äh, und hier sind nur 4, hüstel ...) und kann mindestens nen halben Tag knicken, wenn ich mit einem Welli zum VK muss. Und bin manchmal froh und dankbar, wenn ich ab und zu ein wenig abgeben darf ...

              Toi-toi-toi, dass Ihr alle - die Federlosen und die Lütten - das gut übersteht!

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                #67
                Zitat von gregor443
                (Aber als Vogelliebhaber muß ich sagen, daß ich diesem Manne tief in meinen Inneren bewundere und Respekt zolle dafür, daß er sich für die Tiere derart aufgeopfert hat.)

                So, jetzt muß ich hier aber doch mal reinplatzen. Sonst platz ICH!.
                Ich glaub es ja nicht! Der Mann soll sich aufgeopfert haben! Na so ein guter Mensch!

                Ich würde ja so eine Aussage noch verstehen, wenn der Herr sich ausgesetzter, verwahrloster oder sonstwie zu rettender Tiere angenommen hätte und ihm das Ganze irgendwann über den Kopf gewachsen wär, weil er keine hilfsbedürftige Kreatur abweisen konnte.
                Aber, lieber Gregor, vielleicht bist Du ja nicht nur vogelliebend, sondern hast auch ein kleines bißchen Ahnung und weißt, daß sich Wellensittiche nicht einfach unkontrolliert vermehren, sondern man muß Ihnen schon in der vollen Absicht dazu die Möglichkeit in Form von Bruthöhlen schaffen. Für die Hundertschaften an Vögeln, die dann geschlüpft sind, mußte der Mann sich nicht mehr "aufopfern", nee, er hat sich selbst dieses riesen Problem geschaffen und ist dann selbstverständlich in der PFLICHT, sich um die Tiere zu kümmern. Das hat nichts mit aufopfern zu tun.

                Vielleicht hast Du schon mal einen Wellensittich an einer Krankheit krepieren sehen? In der Wohnung muß das an der Tagesordnung gewesen sein. Durch die Enge, die schlimmen hygienischen Zustände und die Anfälligkeit der Vögel durch Inzucht gab es wahrscheinlich nicht ein Tier, was nicht von Krankheiten oder Parasiten betroffen war. Das hat mit dem natürlichen Leben der Wellensittiche in Schwärmen in Freiheit überhaupt nichts mehr zu tun.
                Die Tiere sind ihrem Halter und der von ihm für sie vorgesehenen Lebensbedingungen ganz einfach nur noch ausgeliefert!


                Ich unterstelle dem Mann trotzdem einmal, daß er es mit seinen Tieren gut gemeint hat. Aber Fakt ist, daß er vielfaches schlimmes Leid verursacht hat, auch wenn dieses vielleicht nur aus Unwissenheit passiert ist.
                Ihn so durch die Presse zu ziehen, ist aber natürlich überhaupt nicht angemessen gewesen. Ich persönlich finde es noch viel schlimmer, wenn Menschen in voller Absicht aus Spaß oder als Zeitvertreib Tiere quälen oder dies einfach nur aus ihrer Gleichgültigkeit heraus tun.


                Wie schön, daß es dann noch Menschen gibt, die sich für notleidende Tiere wirklich aufopfern. Fremde Tiere, von denen die meisten Menschen nur sagen: was gehen MICH die an!?

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                  #68
                  @Mariana

                  Um es vorweg noch einmal klar zu sagen, ich befürworte eine solche Tierhaltung nicht.

                  Aber soweit ich es verfolgt habe, hat weder die Presse noch TV von kranken Tieren berichtet. Zumindest im Video machten die Tiere einen gesunden Eindruck und ich habe nirgendwo ein augenscheinlich krankes Tier sehen können.

                  Keine Berichte über Krankheiten (einige Tiere hatten Milben), trotz der eingeleiteten Untersuchungen von Proben und sichergestellten Tieren. Die sichergestellten Tiere wurden in Tierheime gebracht und nach kurzer Quarantäne an Privatpersonen weitervermittelt.

                  Wenn es wirklich 1700 Tiere waren, was ich bezweifle, ist es doch erstaunlich, das keine erwähnenswerte Menge an kranken Tieren vorhanden war.

                  Der Mann hatte sicher ein Problem - Animal hoarding- und so viele Tiere allein pflegen zu wollen, ist Selbstüberschätzung.

                  Ich weiß nicht, ob Du schon mal mehr als Hundert Wellensittiche im Bestand hattest? Ich ja, und das ist ne Menge Arbeit.

                  Deshalb ist es für mich um so erstaunlicher, daß dort nicht Schlimmeres passiert ist.

                  Mit besten Grüßen

                  gregor443

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                    #69
                    Zitat von joia
                    Toi-toi-toi, dass Ihr alle - die Federlosen und die Lütten - das gut übersteht!
                    Ich bin jetzt guter Dinge ... Flöckchen hat es endlich geschafft, Körner zu spelzen, Tränen der Freude sind mir gelaufen. Man geht nach dem Aufwachen doch immer mit der Angst hin, dass einer die Nacht vielleicht nicht geschafft hätte. Da tut so ein Erfolgserlebnis eines Wellis doch verdammt gut.

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                      #70
                      Zitat von gregor443

                      Wenn es wirklich 1700 Tiere waren, was ich bezweifle, ist es doch erstaunlich, das keine erwähnenswerte Menge an kranken Tieren vorhanden war.
                      Welche Menge wäre denn für dich erwähnenswert

                      Gehst du beim Menschen von den selben Voraussetzungen aus? In anderen Ländern sterben viele an Krankheiten oder Hunger ... im weltweiten Vergleich wäre das dann vielleicht auch nicht erwähnenswert . Man mag mich für verrückt erklären, aber kann und vor allem will ich da nicht mit zweierlei Maß messen. Mir ist manchmal so ein lüttes Tier mehr wert als ein erwachsener Mensch, denn letzterer kann Eigenverantwortung tragen ... den Tieren in Gefangenschaft haben wir Menschen diese Fähigkeit genommen.

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                        #71
                        Zitat von peraw
                        Ich bin jetzt guter Dinge ... Flöckchen hat es endlich geschafft, Körner zu spelzen, Tränen der Freude sind mir gelaufen. Man geht nach dem Aufwachen doch immer mit der Angst hin, dass einer die Nacht vielleicht nicht geschafft hätte. Da tut so ein Erfolgserlebnis eines Wellis doch verdammt gut.
                        Wie schön Ich freu mich mit dir.

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                          #72
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                          Weil der zusätzlich in diesen Thread eingebrachte Aspekt in Grundsatzdiskussionen zu münden droht, schließe ich diesen Thread.

                          Deinen Süßen, liebe peraw, drücken mein kleines Völkchen und ich alle .
                          Bitte berichte uns weiter, wie es den Kleinen und Dir geht.

                          Liebe Grüße
                          Leni

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