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Wellensittich schmeißt alles runter

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    #16
    Hallo zusammen,

    jetzt schalte ich mich auch mal hier ein.
    Ich bin Saras Freund und kenne Lenny jetzt seit fast 4 Jahren.

    Ich finde es toll, das ihr euch Gedanken darüber macht wie sich eure Wellensittiche und unser Lenny am Wohlsten fühlen.
    ABER woher wollt ihr wissen das eure Tiere glücklich sind? Ihr bringt schlüssige Argumente hervor, das kann ich nicht verneinen.
    Nur ihr vergesst etwas. Unsere Wellensittiche leben in GEFANGENSCHAFT.
    Klar wir geben ihnen nach bestem Gewissen so viele Freiräume wie möglich und glauben das wir das Beste für sie tun und das sie bei uns glücklich sind.
    Aber es ändert nichts. sie sind und bleiben Gefangene.
    Sollten wir nun alle unsere Käfige/Volieren oder sonstige Orte wo wir sie unterbringen jetzt öffnen und sie in die Freiheit entlassen?
    Das wäre NICHT das Richtige. Denn unsere Wellis sind an uns gewöhnt. Sie kennen uns und sie kennen kein anderes Leben. Woher auch?
    Und in Freiheit würden sie wahrscheinlich auch nicht lange überleben, auch wenn es z.B. in Köln und anderen Großstädten Wellensittich-Kolonieen gibt.
    Das sind aber nur Ausnahmen.

    Ihr habt recht, Wellensittiche sind Schwarmtiere. Nur keiner von uns hat zu Hause einen Schwarm, könnte man auch gar nicht bewerkstelligen. Denn dann hätten unsere Wellis nicht genug Freiraum zum Fliegen.

    Wer hier meint über andere Urteilen zu können und nicht sieht wie unsere Freunde mit uns leben, kann kein richtiges Urteil abgeben.
    Keiner hier hat das Recht dem Anderen hier seine Meinung aufzuzwingen.
    Wir können nur dem anderen Ratschläge geben und unsere Sichtweise weiter geben.
    Mehr kann keiner von uns tun. Und mehr sollte keiner von uns hier tun!

    Aus meiner Sicht geht es unserem Lenny gut. Alles was er macht, macht er freiwillig. Wir zwingen ihn zu nix. Und wenn wir bisher mit ihm zum Tierarzt gingen, egal aus welchem Grund. Dann haben wir auch nie etwas schlechtes von dem Tierarzt gehört.

    Habt noch einen schönen Abend und seid fair zu einander.
    Denn wir haben im Grunde doch nur eines im Sinn.
    Unseren geflügelten Freunden soll es bei uns gut gehen! Und wir glauben daran das sie sich bei uns wohl fühlen!

    Lieben Gruß Ben

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      #17
      Hallo Ben

      Du hast in vielem was du schreibst recht. Unsere Wellis sind in Gefangenschaft lebend und es gibt keine Möglichkeit sie absolut entsprechend ihrer wilden Artgenossen unterzubringen.

      Dennoch glaube ich, ist es das Recht eines Wellis, dass er tiergerecht untergebracht wird. Sprich Bedingungen erlebt, die seinen Grundbedürfnissen gerecht werden. Und Einzelhaltung ist leider nicht tiergerecht.
      Mindestens ein Artgleicher Partner. Das sollte jedem einleuchten. Und dass ein Welli dann wenigstens seinem Grundbedürfnis nachgehen kann zu kommunizieren und zwar unter Artgenossen. Richtiges Futter, Freiflug etc. das alles sind für euch doch keine No-Go´s. Weshalb denn dann dieser eine Punkt?

      Gerne wiederhole ich, dass es bereits Länder gibt, die aus fundierten Gründen bereits Gesetze haben, die Einzelhaltung verbieten. Ich glaube das spricht für sich. Letztendlich müsst ihr das täglich verantworten. Leid tut es mir trotzdem. Denn so werden einem Vogel der nicht die Möglichkeit hat sich in irgend einer Weise zu äußern, einfach wichtige Grundlagen genommen.

      Bisher lief die Kommunikation hier absolut fair ab. Wir werden das auch weiter forcieren. Schlussendlich gilt es jedoch trotzdem zu sagen, dass wir hier niemals Zustimmung zu einer entschuldigten Einzelhaltung geben werden. Denn die gibt es schlicht und ergreifend nicht.

      Und wie du selbst in deinem Zitat richtig schriebst, wollen wir, dass es unseren geflügelten Freunden gut geht. Nicht unserem einzelnen geflügelten Freund.

      Lieben Gruß, Ivonne

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        #18
        Zitat von MeinLenny
        Hallo zusammen,

        jetzt schalte ich mich auch mal hier ein.
        Ich bin Saras Freund und kenne Lenny jetzt seit fast 4 Jahren.
        Hallo Ben,

        demach kann ich davon ausgehen, daß Du seit fast 4 Jahren mit Sarah zusammen bist.
        Warum möchtest Du den mit Sarah zusammen sein?
        Wäre es für Dich und für Sahra nicht viel schöner, wenn ihr Singles wärt und jeweils alleine in einem Zimmer leben würdet,
        ohne Kontakt zu anderen Menschen?
        Das ist nämlich genau dasselbe, was ihr von eurem Lenny erwartet .

        Zitat von MeinLenny
        Ihr habt recht, Wellensittiche sind Schwarmtiere. Nur keiner von uns hat zu Hause einen Schwarm, könnte man auch gar nicht bewerkstelligen. Denn dann hätten unsere Wellis nicht genug Freiraum zum Fliegen.
        Nein einen Schwarm wie in der Natur sicher nicht, aber zumindest einen Artgenossen als Partner.

        Zitat von MeinLenny
        Wer hier meint über andere Urteilen zu können und nicht sieht wie unsere Freunde mit uns leben, kann kein richtiges Urteil abgeben.
        Von Freunde kann hier ja leider keine Rede sein.
        Die Haltungsbedingungen als solches, scheinen ja bei euch ganz okay zu sein. Aber das ist leider nicht alles, was ein Welli braucht.
        Ein Welli braucht Artgenossen, zumindest einen.

        Zitat von MeinLenny
        Aus meiner Sicht geht es unserem Lenny gut. Alles was er macht, macht er freiwillig. Wir zwingen ihn zu nix.
        Doch, ihr zwingt ihn alleine, ohne einen Artgenossen, zu leben.

        Zitat von MeinLenny
        Denn wir haben im Grunde doch nur eines im Sinn.
        Unseren geflügelten Freunden soll es bei uns gut gehen! Und wir glauben daran das sie sich bei uns wohl fühlen!
        Das wäre schön, wenn dies so wäre...
        Aber dazu bräuchte euer Lenny einen Kumpel.

        L.G. Tobe

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          #19
          Ich mische mich auch mal ein.

          Vor vielen Jahren, habe ich auch so gedacht und hatte am Anfang meiner Wellihaltung nur 1 Welli. Ich hab ihn geliebt und was absolut überzeugt, dass er glücklich ist. Das war er sicher auch im Rahmen der Möglichkeiten, die ich ihm gegeben hatte.

          Nach Hansi I bekam ich dann ein Pärchen geschenkt und als ich die beiden zusammen beobachten durfte wurde mir klar, dass ich meinem Hansi das schönste vorenthalten habe, was einen Welli im beschränkten Rahmen unserer Möglichkeiten in Gefangenschaft glücklich macht: Einen Partner mit dem er in seiner Sprache kommunizieren kann, der ihn krault und den er kraulen und füttern kann, mit dem er im Zimmer fliegen kann usw... Und es tat mit im nachhinein noch bitter weh.

          Aktuell habe ich 8 Wellis in einer großen Voliere mit Freiflug (wenn sie denn überhaupt raus wollen) und wenn ich meine Süßen angucke und ihr Verhalten, ihren Umgang miteinander, dann kann ich nur eins sagen: Nie, nie, nie wieder würde ich einen Sittich alleine halten. Mein Hansi war ein Süßer, er war total zahm, hat viel Unsinn gemacht, hat gesprochen und klebte an mir. Damals fand ich das super, heute weiß ich, es war die pure Verzweiflung, er hat Kontakt gesucht in dem Rahmen, der ihm möglich war und da kein Artgenosse da war, war eben ich die Auserwählte.

          Übrigens verkaufen sogar unsere Zoofachgeschäfte inzwischen keine einzelnen Wellis mehr, die erste Frage, wenn jemand einen Vogel will ist: Haben sie schon einen? Ansonsten verkaufen wir nur mindestens 2. Irgendeinen Sinn wird das schon haben.

          Klar bleibt jedem überlassen, was er macht, aber zumindest mal darüber Nachdenken, doch einen Partner zu holen wäre sicher nicht falsch.

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            #20
            Hallo Ben, Hallo Sara,

            ich will euch von den ersten Monaten meiner Chrissy erzählen. Ich habe sie von einer Freundin zu Weihnachten bekommen. Also offiziell ist sie denen zugeflogen. Und da ich schon früher Wellensittiche hatte, gaben sie sie zu mir. Da konnten meine Eltern nichts sagen. Und da sich keiner auf die Anzeige gemeldet hat , blieb Chrissy bei mir. Ich hab mich viel mit ihr beschäftigt und sie wirkte glücklich. Wirkte wie gesagt. Für uns kamen nur zwei Wellis in Frage, aber im Winter war es gar nicht so einfach einen Partner zu finden. Kurz vor Ostern zog dann Nicki bei uns ein. Und mein "glücklicher" Wellensittich ist ausgerastet vor Freude. Sie wusste gar nicht wohin mit ihrer Freude.

            Anfang November habe ich Bella aus dem Tierheim geholt. Sie lebte die ersten 6 Monate alleine. Und auch bei mir war sie munter und lebensfroh. So lange sie ich meine Hand nicht im Käfig hatte, war sie auch zutraulich. Sobald die Hand in den Käfig kam, hatte sie jedoch Angst. Am ersten Tag in der Gruppe kam sie jedoch sofort mit den Anderen auf die Hand. Ihr hat die Gruppe viel Sicherheit gegeben. Sie war sofort glücklicher als alleine.

            Natürlich ist das nichts gegen die Freiheit, aber vielleicht ist die Gefangenschaft gar nicht so schlecht. Ein langes Leben, immer genug Futter, der schlimmste "Feind" ist die zickige Henne. Statt ums Überleben zu kämpfen, kämpft meine Henne mit dem Gewicht und die Männer machen Wettfliegen.
            Wenn schon Gefangenschaft, dann immerhin keine Einzelhaft. Deswegen ist in Gefängnissen die Einzelhaft besonders schlimm.
            Ihr seid ein Paar. Könnt über alles reden, euch streiten, euch lieben und gemeinsam Filme schauen. Lenny kann mit niemanden eine Runde fliegen, gekrault werden von einem zarten Schnabel oder von seinem tollen Tag erzählen.

            Probiert es doch einfach Mal selber aus. Zwei Wochen ohne einen menschlichen Kontakt. Lenny ist erlaubt, aber natürlich nicht der andere von euch Auch kein Chatten, höchstens Spielfilme.

            Denkt drüber nach
            Eure sehr kontaktfreudige Chotty, die schon nach ein paar Tagen Probleme bekommt.

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              #21
              Hallo Ben, hallo Sarah,

              ich weiß nicht, wie ich euer Herz erreichen kann.
              Ich lese heraus, dass ihr Lenny liebt und ich weiß, eure Liebe ist groß genug für zwei Wellis.
              Ihr werdet die Erfahrung machen, dass Lenny mit einem Wellikumpel oder einer Wellifreundin an seiner Seite aufblüht, dass sein Leben und das eure bereichert wird.
              Ihr werdet eure Freude daran haben die beiden Süßen zu beobachten. Zu erleben, wie sie sich kennenlernen und wie sie gute Freunde, ja, vielleicht mehr werden.

              Schaut mit eurem Herzen auf euren süßen Lenny und gebt ihm einen Wellifreund.
              Lenny wird ihm alles zeigen und vielleicht, mit viel Geduld, wird auch dieser Welli euch vertrauen.
              Lenny wird viel glücklicher sein, und ihr ebenso.

              Ich wünsche euch Weisheit und Liebe die richtige Entscheidung für Lenny zu treffen

              Liebe Grüße,
              Carmen

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                #22
                Hallo,

                Man kann sich alles schönreden,aber Einzelhaltung ist und bleibt das Schlimmste was man einem Welli antun kann. Isolationshaft gilt bei Menschen als Folter, das Selbe gilt im übertragenen Sinne auch für Wellis. Der alleingehaltene Welli erlebt wesentliche Aspekte eines Welli-Lebens nicht und hat keine Interaktion mit Artgenossen, kann also auch nichts durch abschauen von den Anderen lernen, er kann sich nicht entwickeln. Er wird nie einen Partner lieben, graulen, putzen oder füttern.

                Diese Tiere sind faszinierend wenn man ihr Verhalten beobachtet, dieses natürliche Verhalten kann in Einzelhaltung nicht entstehen, der Welli in Einzelhaltung ist sozusagen sein ganzen Leben "in falschen Film". Nur aus purer Not nimmt er sich den Menschen als Bezugsperson, aber generell kann man sagen daß solche Tiere psychisch verkümmern.

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                  #23
                  Als ich vor etwas vor über vier Jahren wieder mit der Wellensittich-Haltung anfing, machte ich es so, wie ich es in meiner Kindheit kennengelernt hatte. Ein Vogel, wenn möglich ein Hahn. Die werden ja leichter zahm, reden usw. ...
                  Tja da war er mein Max, eine Henne, wie sich später herausstellte. Ein neugieriger, niedlicher Welli. Ich hatte viel Zeit, ich war zu der Zeit ohne Arbeit. Und dann fand ich einen neuen Job, war auf einmal acht Stunden am Tag nicht mehr zu Hause.
                  Ich lernte viel neues kennen, auch neue Freunde.
                  Und wenn ich Nachmittags nach vier nach Hause kam, saß mein Max in seinem Bauer, obwohl die Tür auf war und war traurig.
                  Als ich dieses Bild wahrnahm, war ich traurig. Mein kleiner Liebling war einsam, ich konnte es so genau sehen. Mir hat das Herz geblutet. DAS wollte ich nicht für ihn.
                  Also hab ich einen neuen großen Käfig gekauft, die gibts auch in niedrigen Preisklassen und innerhalb von zwei Wochen waren der neue Käfig und unser Pepi im Haus.
                  Okay, es war nun nicht unbedingt Liebe auf den ersten Zwitscherer, aber nachdem die Beiden sich etwas kennengelernt hatten, war mein Max wie ausgewechselt.
                  Ich habe damals beschlossen, dass so lange ich Wellis habe, sie immer mindestens zu zweit sein werden. Ich habe das Bild von Max so allein und traurig nie vergessen.
                  Was Ihr für euren kleinen Freund entscheidet ist natürlich eure Sache. Aber ihr werdet immer damit rechnen können, dass wir euch immer und immer wieder erzählen, WAS ihr eurem kleinen Freund antut: Ein Leben in Einsamkeit, in Traurigkeit, denn auch wenn Ihr es nicht glaubt, er braucht jemanden zum reden.

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                    #24
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                    Hallo Sarah,Hallo Ben.
                    Vor fast 13 Jahren ging es mir ähnlich,ich holte einen Welli und glaubte ihn glücklich machen zu können.
                    Dachte damals auch wenn ich mich viel und intensiv mit ihm beschäftige dann klappt das auch.
                    Die erste Zeit sah es auch so aus als könnte es klappen,er flog umher,zwitscherte und kam auch zu mir.
                    Dann aber wurde er zusehends ruhiger,kam nicht mehr aus seinen Käfig obwohl die Tür immer offen stand,zwitschern tat er nur noch ab und an wenn draußen vor dem Fenster die Wildvögel zwitscherten und von mir wollte er auch nichts mehr wissen.
                    Er saß da wie ein Häufchen Unglück.Darüber war ich auh sehr traurig und machte mir Sorgen.
                    Dann holte ich ihm einen Kumpel,ich kam mit dem kleinen Käfig ins Zimmer und wie von der Tarantel gestochen kam Sammy angedüst und war nicht mehr von dem kleinen Käfig weg zukriegen bis ich Klettermax rausgelassen habe.
                    Sammy war von Stund an wie ausgewechselt,er flog,zwitscherte und war total Glücklich,da wußte ich was meinem Kumpel Sammy gefehlt hat.
                    Sicher so schlimm ist es mit Eurem Lenny noch nicht,aber soll es erst so kommen.
                    Tut Eurem Lenny was gutes und besorgt ihm einen Wellikumpel mit dem er fliegen ,zwitschern und seine Federlosen glücklich machen kann.
                    S.G.
                    Enno

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