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Nahrungsumstellung auf Pellets

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    Nahrungsumstellung auf Pellets

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    Hallo, ich braeuchte mal dringend eure hilfe.

    Ich will die nahrung meiner 3 wellis auf xxx umstellen, leider rühren sie es überhaupt nicht an.
    Der napf wird immer nur doof angeguckt, dann gehen sie wieder.
    Ich hab schon alles versucht... hab die nahrung mit früchten gemischt, mit normalem körnerfutter. Aber sie fressen dann nur die bekannten körner.
    Morgens füll ich immer futter nach, da sind sie ja so hungrig. dann stelle ich das neue futter rein, trotzdem fressen sie es einfach nicht
    Was kann ich denn noch machen? So geht das schon etwa 5 tagen. Da meine welli dame erkrankt war, rat uns der arzt die nahrung auf die vitamin pallets umzustellen weil dort alle nötigen vitamine vorhanden sind.
    Habt ihr einen rat?
    Liebsten dank!

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    #2
    Also wenn es um Vitamine geht, würde ich doch eher ein Ergänzungsmittel wie Korvimin verwenden, das man über das normale Körnerfutter streuen kann.

    Ich bin überhaupt kein Anhänger von Pelletfütterung. Nur bei Krankheiten, bei denen Körner unverdaut ausgeschieden werden, können Pellets sinnvoll sein.

    Die Umstellung kann leider sehr schwierig und langwierig sein! Am besten lässt du einfach die Pellets immer in einem Extranapf stehen lassen, vielleicht knabbern sie irgendwann mal daran.

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      #3
      Hallo,

      auch mir wurde vor geraumer Zeit eine Futterumstellung auf das erwähnte Pellets-Futter empfohlen. Nach einigem abwägen, hab ich mich dann dazu entschlossen es einfach mal zu probieren...

      Meiner Erfahrung nach (und es gibt viele ähnliche Meinungen im Netz) werden Pellets von Wellis nur äußerst schwer bis gar nicht angenommen. Habe anfangs sehr geduldig mit Körnern gemischt und dann festgestellt, dass die Pellets nicht angerührt werden. Dann habe ich die Pellets in einem extra Napf angeboten - auch ohne Erfolg.

      Es mag was anderes sein, wenn die Wellis es ab dem Kükenalter gewohnt sind - aber bei adulten Vögeln ist die Umstellung fast unmöglich. Bei anderen Papageienarten ist das anscheinend nicht ganz so schwierig - aber unsere Wellis sind da halt etwas ganz besonderes Bitte achte darauf, dass sie genügend Körnerfutter vorfinden, so dass sie nicht hungern müssen - wenn Du es wirklich weiter versuchen möchtest, dann gib die bisherige Pellets-/Körnermischung z.B. am Morgen und wenn am Nachmittag/Abend von den Pellets alles noch im Napf liegt, dann gib noch eine kleine Menge Körnerfutter nach.

      Den Flauschern fehlt es bei den Pellets wahrscheinlich einfach an Animation durch die Form und Farbe, auch das entspelzen eines Körnchens entfällt ja komplett - und genau darauf ist ja der krumme Schnabel unserer Australier ausgelegt. So müssten sich die Wellis ein gänzlich anderes "futtern" angewöhnen, dass nach meinem Empfinden auch noch unnatürlich wäre.

      Das die richtige (und wichtige) Menge an Vitaminen durch eine Pellets-Fütterung besser gegeben ist, halte ich persönlich für ein Marketing-Gerücht. Eine wirklich ausgewogene, abwechslungsreiche Fütterung von Körnermischungen (inkl. Grassamen) und dazu ein "gesundes Mittel" an Gemüse, Salat und ab und an Obst sollte den Vitaminbedarf der Plüschpopos zur Genüge decken.

      In Zeiten besonderer Beanspruchung, wie z.B. bei Krankheit oder Mauser, kann dann ja durchaus auch mal eines der gängigen Vitaminzusätze gegeben werden (Korvimin, Prime usw.).

      Liebe Grüße, Anne

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        #4
        Danke für eure antworten.

        Ich bin ehrlich gesagt auch hin und her gerissen. Zum einen sind die empfohlenen pellets sehr teuer (11 euro für 490g). Zum anderen werden sie nicht angerührt, und da sie so teuer sind will ich sie ja nicht regelmaessig wegschmeissen müssen. Es sieht auch leider wirklich so aus, als würden meine kleinen die dinger nicht als futter wahrnehmen oder sie schmecken einfach nicht. Ich denke schon dass zumindest aus neugier mal dran geknabbert wurde.
        Meine welli dame hatte ein fettlipom am bauch, nach behandlung ist es innerhalb einer woche zurückgegangen und nun nicht mehr sichtbar.
        Das soll auch so bleiben, daher sah ich die pellets als sehr gute lösung.
        Aber sicher können auch obst und gemüse sowie kraeuter die gleiche wirkung zeigen. Aber durch die pellets wird eben saemtlicher vitaminbedarf jeden tag gedeckt...
        Ich glaube nicht dass man jeden tag so viele verschiedene obst und gemüse sorten auftischen kann. : (
        Mal schauen wie sich das weiter entwickelt, . . . . . .
        Liebsten dank an euch : )

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          #5
          Ich habe auch mal die Pellets-Fütterung nach einer Leberentzündung einer Henne "verordnet" bekommen. Ich sollte den ganzen Tag nur die Pellets anbieten, und nur abends normales Futter hinzugeben, damit sie nicht "ganz" verhungern.
          Ab und zu dran geknabbert haben die Wellis schon, aber es entspricht einfach nicht ihrem natürlichen Fressverhalten, und so wurden die Pellets schnell wieder ausgespuckt.
          Nach zwei Wochen dieser Fütterung, als meine Wellis schon gut abgenommen hatten und mich mit bösen bis sehr hungrigen Blicken anschauten, gab ich auf. (Ein Gutes hatte die Sache doch: sie fressen seitdem ihren Napf immer gründlich leer!)
          Seitdem gebe ich lieber ein Vitaminpräparat übers Futter, ansonsten verschiedene Gräsermischungen. Bei der jetzigen, die ich verwende, ist zwar der Napf immer gut gefüllt, aber mindestens die Hälfte der Sämereien (Fenchel usw.) werden nicht angerührt (weil sie die nicht kennen oder mögen). Hat dann auch einen Diät-Effekt.

          Du solltest dir also im Klaren sein, dass deine Vögel gerade jetzt, wo sie das Lipom nicht mehr haben, durch die nicht funktionierende Pellets-Fütterung KAUM Futter und damit KAUM VITAMINE aufnehmen - genau das, was doch eigentlich nicht erwünscht ist.

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            #6
            Vitamine sind nicht nur in Frischkost enthalten, sondern auch in gutem (!), ausgewogenen Körnerfutter. Schau mal hier, da sind Onlineshops empfohlen, die solches Futter anbieten.
            Onlineshops für Wellensittich-Zubehör, die von unseren Usern empfohlen wurden auf Grund guter Ware, pünktlicher Lieferung und gutem Support. Kategorie: Futter


            Da ich auch einen Welli im Bestand habe, der mit einem Lipom zu kämpfen hat, habe ich das Futter auf eine spezielle Diätmischung umgestellt. Diese beziehe ich aus Shop Nr.1, da in direkter Nachbarschaft - aber auch andere Anbieter haben solche Mischungen. Zusätzlich gibt es täglich noch ein extra Näpfchen mit Knaulgras (auch sehr kalorienarm).

            Generell sollte darauf geachtet werden, dass weder Zucker, noch Honig, noch Bäckereierzeugnisse im Futter enthalten sind - welches bei 99% der gängigen Futtermischungen im normalen Handel leider der Fall ist. Das sind natürlich Dickmacher, die außerdem noch andere Krankheiten auslösen oder zumindest begünstigen können.

            Gemüse und Salat bekommen meine Geier auch nicht jeden Tag - es ist wichtig dass sie Frischkost haben, aber hauptsächlich ernähren sich Wellis (in Wildbahn) nun mal von Gräsern. Golliwoog steht im Topf jederzeit zur Verfügung - allerdings scheint der eher als tolles Schreddermaterial zu dienen ...

            Ich habe damals die Pellets solange angeboten, bis das Päckchen (endlich!) leer war - und dann hab ich es sein lassen. Zu schade war mir das Geld, dass quasi nur "für die Tonne" ausgegeben wurde. Aber, wer weiß - vielleicht freunden sich Deine Flauscher ja doch noch damit an - solange Du die Pellets ohnehin da hast, kannst Du ja weiter probieren... Schaden tut es nicht, wenn es nicht gleichzeitig so radikal angeboten wird, dass die Wellis hungern.

            Liebe Grüße, Anne

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              #7
              Pellets... find ich klasse

              Ich füttere meinen Papageien schon lange keine Körner mehr (seit Charlys Aspergillose, um genau zu sein) und kann nur positiv berichten. Meine Vögel haben Top Blutwerte, super glänzendes Gefieder, sind aktiv ohne Ende und futtern alles an Obst und Gemüse, was ich ihnen hinstelle (vorher hatten sie´s oft nur aus dem Napf geworfen).
              Meine Großsittiche hatten sich selbst umgestellt, mit ihnen hatte ich null Probleme. Sie haben von Anfang an die Pellets lieber als das Körnerfutter gefressen.
              Die Wellis sind da schon etwas wählerischer. Meine eigenen Nachzuchten und die, die ich als Jungvögel bekommen hab, futtern die Pellets auch sehr gern, die Alten sind weniger davon begeistert, Je nach Pelletsorte würden sie lieber am Napf verhungern.
              Derzeit hab ich den Ferrari unter den Pellets, möchte aber auf den Porsche umstellen, weil die Preise explodieren. Fast 60 Euro für 2,26 kg, die dann 3 Wochen halten, sind mir definitiv zu teuer... davon mal abgesehen futtern sie das Porsche-Futter auch lieber

              Im übrigen kenn ich fast niemanden, der Wellis, die älter als 2 Jahre sind, auf (Ferrari-)Pellets umgestellt bekommen hat... Porsche klappt besser, die buntern Dinger werden auch selten angenommen...

              LG

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                #8
                danke ihr lieben. ich werds weiter versuchen. hab wenig hoffnung und eine packung pellets die ich jeden morgen anbiete.
                schauen wir mal was passiert. wohl eher nichts ...

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                  #9
                  Denk an die tägliche Gewichtskontrolle

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                    #10
                    Hallo Tigress,

                    wie klappt es mittlerweile mit der Umstellung ?
                    Ich kann dem obrigen Beitrga von Mucki nur beipflichten. Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem Thema
                    Pelletfutter auseinander gesetzt und die Pro und Contra gegenüber gestellt.
                    Die schlagensten Argumente fand ich bzgl. der Entspelzung der Saaten und des Geschmacks der Pellets bzw. dem
                    Extrudat Futter (wie es auch genannt wird).
                    Im Ausland werden Groß- und Kleinpapageien, wie auch unsere Wellis mit diesem Extrudatfutter erfolgreich ernährt,
                    jedoch sind die meisten von Nest ab daran gewohnt und erlernen es durch die Elternvögel.
                    Umstellungen habe ich in meinem Umfeld bisher schon erlebt und nicht immer komplikationslos erlebt.
                    Du sollst nicht den Eindruck gewinnen, dass ich dich von der Umstellung abbringen will, denn das obliegt allein dir,
                    ich wollte dich jedoch einfach wissen lassen, dass die Saatenvielfalt die es gibt, der natürlichere und geschmacklich abwechslungsreichste Weg der Ernährung darstellt.
                    Trotz allem hoffe ich, dass deine Umstellung bereits Fortschritte macht und du uns bald positives berichten kannst.
                    Denn es gibt manchmal verschiedene Wege etwas zu tun, ohne dass einer richtiger oder falscher als der andere wäre.
                    Das Forum lebt vom Austausch verschiedener Erfahrungen und so würd ich mich über eine Rückmeldung
                    freuen.
                    Alles Liebe für dich und deine Federchen, Ive

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                      #11
                      Ich konnte beobachten, dass meine Vögel die Pellets genau wie Körner im Schnabel drehen (als würden sie entspelzen). Von daher denke ich nicht, dass ihnen etwas fehlt. Beschäftigung bekommen sie durch Spielzeuge, bei denen sie sich ihr Futter "erarbeiten" müssen und natürlcih ständig frische Äste.

                      Eine geschmacklich abwechslungsreiche Ernährung haben meine Piepsies auch, täglich gibts mehrere Sorten frisches Obst und Gemüse, Kochfutter, Quellfutter, Beeren und Grünzeugs von draußen

                      Ich bin derzeit dabei, mein Pelletfutter zu wechseln, das neue scheint geschmacklich besser zu sein, einige lassen sogar die Körner links liegen Bei diesem Futter gibts auch Sorten, bei dem getrocknetes Obst und Gemüse beigefügt ist.

                      Bei den Sittichen bin ich nicht zwingend für eine Pelletfütterung, meine bekommen heute noch zusätzlich Körner (wobei ich komplett umstelle, damit ich nicht zweimillionen unterschiedliche Säcke im Keller stehen hab). Bei den Papageien lehne ich Körnerfütterung jedoch komplett ab.

                      Mich würde natürlich auch interessieren, wie´s mit der Umstellung klappt? Sind deine Nerven noch ganz?

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                        #12
                        Hallo Fayelle,

                        schön von dir zu hören, bzgl. deiner Erfahrungen mit Extrudatfutter.Bzgl. Abwechslung und Co scheint deinen Geiern echt
                        nichts zu entgehen. Danke für deinen Input.
                        Das Thema ist schon sehr spannend, finde ich. Habe gesehen, dass du auch mehrere Papageien pflegst.
                        Ich bin mit vielen aufgewachsen, da mein Dad gezüchtet hat, und wir selbst unsere Goldschätze im Haus hatten...

                        Darf ich näher nachhaken, weshalb genau du Körnerfütterung bei Papageien ablehnst ?
                        Würd mich total interessieren.

                        Liebe Grüße, Ive

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                          #13
                          Hallo Ive84!

                          Es gibt mehrere Gründe, warum ich die Pelletfütterung bei Papageien absolut befürworte.

                          Zum Einen sind die meisten Papageien in ihrem natürlichen Lebensraum keine Körner- sondern eher Früchtefresser (Palmnüsse zähle ich jetzt einfach mal dazu).
                          Aber der Hauptgrund für meine Fütterung ist eigentlich die Aspergilloseanfälligkeit der meisten Arten. Gerade Graupapageien und Pionuse (ich halte beide Arten) gehören zu den Anfälligsten, neben den Pinguinen, überhaupt.
                          Fast 90 % der Graupapageien, die mit Körner gefüttert werden, entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Aspergillose.
                          Pionuse wurden zeitweise kaum noch gezüchtet, weil unmengen Nachzuchten an dieser Krankheit verstorben sind.
                          Einer meiner Maximilianpapageien erkrankte letztes Jahr ebenfalls daran, damals fütterte ich Körner (qualitativ hochwertiges Futter). Er wäre fast daran verstorben, wenn ich nicht einen super TA gehabt hätte.
                          Diese Qual möchte ich keinem meiner Tiere mehr antun.

                          Wenn du den Weg eines Korns verfolgst, wird dir auffallen, dass du niemals ein hygienisch einwandfreises Futtermittel bekommen kannst. Es fängt bei der Ernte an, wird in diversen Zwischenlagern gelagert und braucht teilweise ein ganzes Jahr von der Ernte bis in den Napf. Die Qualität und der Nährstoffgehalt des Korns ist in dem Falle auch nicht mehr optimal.

                          Ein selektieren der fetten Saaten entfällt ebenfalls, somit kann ich bei der Pelletfütterung eine optimale Nährstoffversorgung gewährleisten

                          Wenn ich nicht arbeiten müsste, würde ich weiter schreiben ich werde die Liste heute mittag weiterführen

                          LG

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                            #14
                            Hallo Fayelle,

                            (jaja, das arbeiten - sind im selben Beruf hab ich gesehen)...
                            Vielen lieben Dank für deinen Beitrag, deine Argumentation hat durchaus Sinn !
                            Es macht immer wieder Sinn Dingen hier direkt auf den Grund zu gehen.
                            Die Aspergilliose Anfälligkeit der Graupapageien musste ich leider auch schon schmerzlich erfahren...

                            Nochmals vielen lieben Dank und bis demnächst, nach Feierabend

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                              #15
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                              jaja...die Arbeit...

                              Um nochmal auf die Pelletfütterung zurück zu kommen:

                              Die Blutwerte meiner Vögel haben sich seit der Umstellung drastisch verbessert, vorher waren die Leberwerte immer erhöht. Auch das Gefieder glänzt mehr und sie probieren mittlerweile alles an Obst und Gemüse.
                              Das träge Pack hat sich zu richtigen Düsenfliegern entwickelt

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