Hallo lieber Forumler.
Nachdem ich jetzt mehrere Male per PN gebeten worden bin, etwas über Bachblüten und die Bachblüten-Notfallmischung ("Rescue"-Mischung) zu schreiben, wollte ich mein Wissen nun auch öffentlich zur Verfügung stellen.
Ich hoffe, es ist der Allgemeinheit dienlich.
Sollte das welli.net-Team etwas dagegen haben, so bitte ich um Löschung des Threads. Ansonsten freue ich mich, wenn ich dem ein- oder anderen vielleicht weiterhelfen kann
Zuersteinmal gilt:
Ob Bachblüten etwas für eure Wellis (oder für euch selber!!!!!!!!!!!!!!!!!) sind, muss jeder selbst entscheiden.
Es bedarf einer gewissenen offenen Haltung für alternative Heilmethoden, sonst hat es keinen Zweck.
Im folgenden beschreibe ich kurz, was man über Bachblüten wissen sollte.
Die Bachblüten heißen Bachblüten nicht etwa, weil man sie in Bächen findet, sondern weil deren Entdecker so hieß (Dr. Edward Bach).
Er war ein englischer Arzt (1886-1936) mit hypersensitiven Fähigkeiten; sprich er reagierte auf feine Stoffe aus seiner Umwelt; vor allem auf Blüten, Blätter, Hölzer, Bäume, Gräser etc.
Im Laufe der Zeit sammelte er insgesamt 38 verschiedene Blüten und ordnete diesen speziellen seelischen Problemen zu.
Die Bachblüten-Notfallmischung, von der hier oft die Rede ist, ist eine Mischung von fünf dieser 38 Blütenessenzen und federt sozusagen als "Erste Hilfe" Schocksymptome ab (Schock, Panik, Ohnmacht, Totstellreflex, Nervenüberregung, Zittern, überschießende Handungsimpulse, Verleugnungstendenzen, diverse Ängste).
Keinesfalls wirken die Notfall-Tropfen (bzw. die Notfallmischung / die Rescue-Tropfen) wie Beruhigungsmittel oder sind Ersatz für konventionelle erste Hilfe durch den Wellibesitzer / Tierarzt!
Sie können unterstützen und lindern; ja vielleicht sogar heilen, aber nur was eine verletzte Seele und nicht den gebrochenen Flügel betrifft.
Bachblüten wirken subtil; feinstofflich. Sie wirken durch positive Schwingungen auf die Seele ein. Aus diesem Grund ist es durchaus überlegenswert, ob man mit diesem doch sehr unspezifischen Ansatz umgehen kann. Der reine Schulmediziner wird an dieser Stelle laut aufstöhnen.
Effekte sind, bis auf die Notfallmischung, langfristiger Natur. Auch die Einnahme ist darauf angelegt (mehrere Monate bis Jahre).
Da Störungen und Krankheiten, so Bachs Auffassung, ihre Ursache in seelischen Problemen haben, gehen Bachblüten darum nicht direkt Symptome, sondern deren Auslöser (ein seelisches Ungleichgewicht) an.
Man wird, nachdem man seinem Welli ein Tröpfchen der Lösung in den Wasserspender getan hat (muss unbedingt verdünnt werden, denn Bachblüten werden in Alkohol angesetzt) also nicht von einer Sekunde auf die andere merken, dass sich etwas ändert. Meiner Überzeugung nach aber tut es dem Vogel gut!
Tiere sprechen sehr viel eher auf solche Therapien als Menschen an, da sie von vornherein keine Skeptiker sind.
Gab es bei den Wellis also beispielsweise eine Schrecksituation (Tierarztbesuch, anstrengendes Fangen etc.) so ist es durchaus probierenswert, den Kleinen etwas von den Notfalltropfen in das Wasser zu tun.
Eine objektiv messbare Wirkung wird man aber nicht bemerken! Es ist nicht wie bei der Einnahme von AXXXrin und schon sind die Kopfschmerzen weg!
Seelische Probleme sind schwerer zu lösen als unmittelbar körperliche; darum kann man keine Schnellwunder erwarten.
Sollen beispielsweise sehr ängstliche Wellis langfristig behandelt werden, um deren Ängstlichkeit zu lösen, so ist in diesem Fall die Notfallmischung gar nicht so das Richtige, denn diese soll ja nur bei einem akuten Trauma gegeben werden.
Vielmehr ist zu überlegen, ob man nicht eine spezielle der 38 Blüten für sie heraussucht, die besonders auf Ängste einwirkt.
Es gibt allerdings eine ganze Anzahl von Blüten, die beispielsweise den Ängsten zugeordnet werden. Welche es sind bzw. welche genau zu einem jeweiligen Tier passen, kann ich als Laie pauschal nicht sagen / kann pauschal nicht gesagt werden.
Der normale Gang der Dinge ist, dass man sich die entsprechende Beschreibung der Blüten durchliest und schaut (als Mensch), ob die genannten Gefühle / Störungen auf einen zutreffen. Passen nur zwei oder drei Aspekte, ist es recht unwahrscheinlich, dass gerade jene durchgelesene Blüte die richtige ist. Treffen aber 6 oder 7 Aspekte zu, so ist man schon viel näher dran.
Nun kann man einen Welli ja schlecht vor das Buch setzen, ihn sich die Sachen durchlesen lassen und ihn dann entscheiden lassen, was ihm besonders treffend erscheint.
In diesem Fall müssen wir Menschen intuitiv entscheiden, welche Blüte(n) die richtige(n) für unsere Piepser sind.
Diese werden dann mehrere Monate lang täglich im Trinkwasser verabreicht. In diesem Fall sind jedoch die Globuli (es gibt Bachblüten auch in Kügelchen-Form) vorzuziehen, um die langfristige Alkoholbelastung zu vermeiden.
Einige Apotheken bieten jedoch auch an, die Essenzen in Apfelessig anzusetzen.
Anbei, wen es interessiert, nenne ich zwei Standartbücher, mit denen man sehr gut arbeiten kann. Vielleicht möchte es hier ja jemand vertiefen? (auch für den Menschen ist es interessant!)
BASIS:
Dr. Edwach Bach: Heile dich selbst mit den Bach-Blüten; Verlag Knaur
ANWENDUNG:
Mechthild Schäfer: Praxis der Original Bach-Blüten Therapie; Verlag: Irisana
(PS. es gibt auch extra Bachblüten-Globuli für Tiere; unter anderem im Internet.
Auch Tierärzte vertreiben diese. Meines Wissens nach gibt es eine Sorte speziell für Ängste oder auch eine speziell bei aggressivem Verhalten etc.)
Viele Grüße
Elena
Für Anregungen, Diskussionen und Meinungsaustausch bin ich offen.
Allerdings kann ich keine Diagnose stellen und eine spezielle Blüte empfehlen. Ich bin Laie und traue mir das höchstens für mich selber zu, nicht aber für ein fremdes Tier.

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