Hallo Liebes Welli-Forum,
wir haben uns noch gar nicht vorgestellt und schon haben wir hier schlechte Nachrichten zu verkünden. Aber fange ich mal von vorne an…
… seit knapp zwei Monaten sind meine Freundin (Merle, 25) und ich (Sebastian, 24) nun Welli-Besitzer. Wir haben uns vor dem Kauf umfangreich informiert und versucht von Anfang an alles richtig zu machen (relativ großer Käfig, Naturholz, abwechslungsreiches Futter, Kletterbaum etc.).
Barny und Lilly (beides recht Junge Tiere, die wir in einer vertrauenswürdigen Zoohandlung gekauft haben) haben nach einer Eingewöhnungsphase ziemlich schnell angefangen handzahm zu werden und Vertrauen zu uns zu fassen. Auch wir haben die beiden sehr lieb gewonnen. Sie haben jeden Tag einige Stunden Freiflug bekommen, ordentlich gefressen und sich scheinbar pudelwohl gefühlt.
Gestern kam dann der Schock. Lilly saß auf dem Boden, aufgeplustert und hat sich ganz komisch bewegt. Einmal flog sie auf einen niedrigen Ast und hat dann angefangen zu zittern. Dann kauerte sie sich wieder in eine Ecke auf dem Boden. Sie war am Tag zuvor noch topfit, wie immer!
Ich habe sie dann sofort eingefangen und bin mit ihr zu einer vogelkundlichen Tierklinik gefahren (leider nur Notdienst, da Sonntag). Vor Ort hat sie sofort prophylaktisch ein Antibiotikum und eine Infusion gespritzt bekommen. Es wurde festgestellt, dass ihre Kloake verschmiert war. Ich hatte noch Kot aus dem Käfig mitgenommen, der sehr dunkel gefärbt war, was mit ihren Symptomen zum Verdacht auf Schwermetalle führte. Sie sollte erst mal die Nacht dort verbringen.
Heute Vormittag habe ich dann in der Praxis angerufen und man teilte mir mit, dass Lilly in der Nacht verstorben ist… Damit hatte ich nicht gerechnet…
Ich sollte nun Barny mitbringen, wegen des dunklen Kots, um ihn röntgen zu lassen. Dabei kam dann zum Glück heraus, dass er nicht mit Schwermetallen belastet zu sein scheint und auch der bakteriologische Befund von Lilly zeigte keine besonderen Auffälligkeiten. Also Entwarnung für Barny. Ich durfte ihn wieder mit nach Hause nehmen.
Jedoch bleibt unklar woran Lilly verstarb. Laut Tierärzten ist eine Vergiftung mit Schwermetallen am wahrscheinlichsten. Mir wurde geraten den Vogelsand wegzulassen, da dieser möglicherweise belastet ist. Barny solle ich zur Unterstützung seiner Darmflora Apfelessig ins Trinkwasser mischen.
Ich bin noch total geschockt. Das ging alles so schnell! Das plötzliche Verstreben von Lilly nimmt mich ziemlich mit. Ich habe sie erst vor ein paar Stunden beerdigt (Leider führen meine Freundin und ich eine Fernbeziehung und ich bin grad alleine).
Ich frage mich, warum ich das mit dem belasteten Sand noch nie gelesen habe. Ich habe viel gelesen… Hat das jemand von euch schon mal gehört? Ich bin etwas verunsichert und habe Angst, dass die Ursache doch woanders liegt und Barny auch noch was passiert. Jetzt habe ich den Käfig erst mal sauber gemacht und statt Sand Küchenpapier auf den Boden gegeben.
Ich weiß noch gar nicht, wie es weiter geht. Barny braucht eine Partnerin, aber ich kann mir noch gar nicht vorstellen einen anderen Sittich dazu zu setzen und weiß auch gar nicht, wie das geht. Wie lang kann ich es verantworten ihn allein zu lassen?
Jemand schon mal Apfelessig in Wasser gemischt? Hat das einen Effekt?
So, jetzt habe ich uns hiermit „vorgestellt“ und euch meine Sorgen der letzten Stunden mitgeteilt. Vielleicht kann mich jemand trösten oder mir einen Ratschlag geben.
Vielen Dank fürs Lesen und eventuelle Antworten.
Sebastian & (seine durch Abwesenheit glänzende Freundin) Merle (die aber übers Telefon teilgenommen hat) & (natürlich) Barny (der ganz allein in seinem Käfig sitzt und wahrscheinlich genauso trauert wie ich…)

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Liebe Grüße von bumblebee, rocky und blue
Ja ich begreife Deinen Schock ,nichts schlimmeres wals ein geliebter Welli zu verliern. Im Jahr 2009 habe ich meine geliebte Sämy auch verloren. Päddy hat unglaublich getrauert um sie ,sodass ich drei Tage später ,da ja noch ein Sonntag dazwischen kam,zu meinem Züchter fuhr und Jenny holte.Die beiden waren bald ein Herz und eine Seele und bereiten unsviel Freude.
Lieben Gruß Mehlwurm und meine Federbälle

