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Thema: Hilfe bzg. Zucht

  1. #1
    Fuu
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    Standard Hilfe bzg. Zucht

    Hallo liebe Wellifreunde

    Ich hab ein kleines Problem mit meinen Wellis, genauer genommen, mit einer Wellidame. Vor etwa einem Monat habe ich diese brüten lassen und wie ihr wisst hat sie ihre Kinder totgebissen. Genauer will ich nicht darauf eingehen, sonst kommen mir wieder die Tränen hoch...

    Aber nun zum Problem: Ich habe schon seit geraumer Zeit festgestellt, dass eine andere Henne sich immer dunkle Plätzchen sucht und darunter stumm wie ein Fisch liegen beibt. Zuerst hab ich mir Sorgen gemacht, ob sie vielleicht krank ist. Aber als ich gesehen habe, dass sie futtert wie immer, sich putzt, mit ihrem Freund turtelt usw. und sie eine dunkelbraune Nasenwachshaut hat, war mir klar, sie ist in Brutstimmung. Also hab ich vor zwei Tagen meine Voliere geteilt (ist zwar für die restlichen 18 etwas eng geworden, aber mit ganztägigem Freiflug geht das schon), um die beiden brüten zu lassen. Ich wollte den anderen beiden, die vorher gebrütet haben, noch eine Chance geben und habe es mit einer Koloniebrut versucht. Notfalls hätte ich die Eier der anderen unterschieben können. Jedenfalls werd ich nie wieder vier Wellis zusammen lassen, wenn sie in Brutstimmung sind. Aine, so heißt die Dame, hat die anderen beiden total angeriffen, also sie gepackt, in die Flügel gebissen, vom Ast geworfen usw. Nach fünf Minuten hab ich sie kurzerhand aus der Voliere geschmissen und dachte, jetzt ist Ruhe.
    Aber denkste!
    Jetzt wollten die anderen beiden ihre Ruhe haben, und Aine flog immer in Richtung Nest und klebte am Gitter! Natürlich wollte Schnucki, der Freund der z. Z. brütenden Henne, sie da nicht haben. Kurzerhand stritten sie praktisch den ganzen Tag, also er von Innen und die Dame von außen. Diese Kämpfe gingen so weit, dass der arme Kleine jetzt kleinere Wunden an beiden Füsschen hat.
    Jetzt musste ich Aine mit ihrem Freund einsperren, es ging nicht anders.

    Habt ihr sowas schonmal erlebt? So eine besitzergreifende Henne hatte ich noch nie! Alle Nester gehören ihr und nur ihr, wehe eine andere/ein anderer kommt in deren Nähe!

    Habt ihr Tipps für mich? Wäre jedem dankbar!

    PS: Eine Zuchtgenehmigung braucht es bei uns nicht, aber ich habe Erfahrung in diesem Bereich und würde nie im Leben einfach drauf los züchten.

  2. #2
    Gehört zum Inventar Benutzerbild von Dagi
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    In Deutschland braucht man für jede Nachzucht von Krumschnäbeln eine Zuchtgenehmigung. Ansonsten macht man sich strafbar. Die Folge kann die Beschlagnahmung der Tiere sein sowie ein Geldstrafe im höheren 4-5 stelligen Bereich.

    Deine Fragen könntest Du Dir im übrigen alle selbst beantworten wenn Du diese Prüfung abgelegt hättest bzw. für sie gelernt hättest und Dich mit dem Thema beschäftigt hättest.

    Aggressionen während der Brut sind nichts ungewöhnliches.

    Tue Dir und vor allem Deinen Vögeln den Gefallen und macht eine Zuchtgenehmigung.

    Mit so einer Einstellung, findest Du hier sicher keine Hilfe.
    Grüße aus Rosahausen
    Dagi

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  3. #3
    Welli.netTeam Benutzerbild von Silvia
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    Silvia

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    36 Wellensittiche

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    Ähm Dagi, in Österreich und in der Schweiz braucht man keine Zuchtgenehmigung ...

    Hallo Fuu,

    ich habe ganz zu Anfang auch Kolonienbrut "betrieben". Das ist auch gut gegangen auf (damals) ca. 14 qm reiner Volierenfläche. Dann allerdings, im zweiten Jahr war es, glaube ich, verirrte sich ein fremder Hahn in einen Nistkasten und wurde von der Henne getötet.
    Seitdem rate ich grundsätzlich von Kolonienbrut ab. Es kann mit viel, viel Platz gut gehen, aber sicherer ist es doch immer, das brütende Pärchen zu separieren und evtl. gleichzeitig brütende Paare in Sicht- und Hörweite, aber natürlich ebenfalls jeweils in einzelnen (großen) Käfigen zu belassen.

    Von daher kann mein Tipp nur lauten: Jedes Paar für sich in einen großen Käfig, in dem auch ein paar Flügelschläge möglich sind, damit der Hahn, der ja während der Brut erstmal nicht viel zu tun hat, genug Bewegungsmöglichkeiten hat.
    Und darüber hinaus würde ich eine Henne, die einmal Eier zerstört oder Küken getötet hat, nie wieder zur Zucht zulassen.

    Liebe Grüße
    Silvia
    Rock'n'Roll is a state of mind.

  4. #4
    Fuu
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    Tja, das mit der "Kolonienbrut" hab ich eben auch gelesen und ein Versuch schadet ja normalerweise nicht. Man kann es ja nicht vorher wissen, sondern erst danach. Auf jedenfall mache ich das bestimmt nicht mehr, also keine Angst. Und außerdem ist ja nichts schlimmes passiert, habe ja sofort eingegriffen.

    Dagi, nimm es mit bitte nicht übel, aber ich finde deinen Kommentar nicht sonderlich passend. Schliesslich habe ich ja geschrieben, dass es hier keine Zuchtgenehmigung braucht und ich nie einfach so züchten würde, ohne mit vorher das notwenige Wissen anzueignen. Allerdings kann es immer wieder zu Komplikationen kommen, auch bei einem Züchter, der viel mehr Erfahrung hat als ich! Und damit eine Sache klar ist: Ich würde never ever das Leben einer meiner Piepmätze auf's Spiel setzen. Ich habe sofort reagiert und die Dame von den anderen separiert und jetzt passt es ja auch.
    Ok, ich will hier wirklich mit niemandem streiten, aber sowas regt mich jetzt doch ein wenig auf.

    Allerdings wollte ich eher wissen, ob ihr sowas auch schon mal erlebt habt und ob ihr gleich gehandelt hat wie ich oder anders. Man lernt ja nie aus.

  5. #5
    Gehört zum Inventar Benutzerbild von Angi
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    Hallo Fuu!

    Dagis Kommentar klingt für Dich sicher etwas heftig, aber ich glaube, sie hat einfach nur Deinen letzten Satz überlesen, in dem steht, dass Du keine Zuchtgenehmigung brauchst. Das war sicher nicht böse gemeint von hier.

    Leider lesen wir immer wieder von missglückten Brutversuchen von Haltern, die weder eine Zuchtgenehmigung haben, geschweige denn das für eine Zucht notwendige Fachwissen. Ab und an geht man da mal an die Decke, auch wenn das jetzt bei Dir nicht so angebracht war.

    Ich bin mir sicher, sie hat es nicht richtig gelesen und nicht böse gemeint
    Liebe Grüße
    Angi

    "Solange Menschen denken, dass Tiere
    nicht fühlen,müssen Tiere fühlen, dass
    Menschen nicht denken."

  6. #6
    Welli.netTeam Benutzerbild von Silvia
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    36 Wellensittiche

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    Meine Lieblingsgeschichte zum Thema - und sie zeigt, wie unberechenbar Wellensittiche sind:

    Während meiner Kolonienbrut traute ich meinen Augen kaum: Hatte ich tags zuvor noch Mortisha in den einen bestimmten Kasten hüpfen sehen, war es nun Bienchen, die neugierig hinauslugte. Mortisha saß auf dem Kasten und fand das offenbar ziemlich in Ordnung.
    Ich konnte mir keinen Reim darauf machen und begann zu beobachten. Und schnell stellte sich heraus: Hier hatte sich ein flotter Dreier gebildet. Mortisha und Bienchen teilten sich einen Hahn!
    Zusammen legten sie elf (!!) Eier, brüteten abwechselnd (!!) und wurden liebevoll von ihrem Pascha umsorgt. Aus den Eiern schlüpften sieben Küken, und auch diese wurden gemeinschaftlich großgezogen - ohne dass sich auch nur das kleinste Problem anbahnte.
    Klingt wie Seemannsgarn, war aber wirklich so. Habe aber nie zuvor und auch danach nie von einem ähnlichen Phänomen gehört.

    Im Jahr darauf waren die drei immer noch "ein Paar". Ich hatte inzwischen von der Kolonienbrut Abstand genommen und wollte dieses schöne Erlebnis nun in einer großen Zimmervoliere in der Wohnung wiederholen.
    Noch bevor das erste Ei gelegt werden konnte (glücklicherweise!), brach zwischen den beiden Damen die große Feindschaft aus. Urplötzlich ohne Vorwarnung lagen sie plötzlich keifend und ineinander verkeilt am Boden. Ich vermute, dass eine die andere getötet hätte, wenn ich nicht dazwischengegangen und den Versuch sofort abgebrochen hätte.

    Das war dann auch das Ende der Dreier-Liebe, fortan war Mortisha außen vor.

    Was ich da erlebt habe - im ersten Jahr - war wohl wirklich eine einzigartige und absolut ungewöhnliche Geschichte. In der Regel sind brutlustige Hennen einfach sehr aggressiv.

    Nun hast du auch deine Erfahrungen mit Kolonienbrut gemacht und kannst andere vor schlimmen Erlebnissen bewahren, indem du auch davor warnst.

    An sich eine wunderschöne Sache, wenn es klappt, so naturnah wie es halt geht, aber die Risiken sind leider doch zu groß. Mit zuwenig Platz sind Probleme in jedem Fall vorprogrammiert.

    Liebe Grüße
    Silvia
    Rock'n'Roll is a state of mind.

  7. #7
    Fuu
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    Keine Wellensittiche

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    Um eine Erfahrung reicher, ist auch was wert. Wie gesagt, ich war ja auch daneben um im Notfall eingreifen zu können.

    Das mit deiner "Dreierbeziehung" kenn ich auch, allerdings umgekehrt. Zwei Männchen und ein Weibchen. Vor ein paar Jahren, da war ich ja noch jünger und unerfahrener, hatte ich ein Paar, welches inmitten des Schwarms brüten wollte. Das Männchen hatte und hat einen guten Freund, mit dem er sich super versteht. Jedenfalls hat die Dame wirklich drei Eier gelegt und wir haben immer das Männchen gesucht. Srin bester Kumpel saß immer vor dem Nest und hat aufgepasst. Und der Mann? In der Voliere Nickerchen gehalten! Aus den Eiern ist natürlich nichts gekommen, dafür war es zu unruhig. Aber bei dem Männchen wären die Kleinen wohl verhungert.

    Tja, bin jetzt um einige Erfahrungen reicher geworden. Vor etwa 2 Jahren habe ich ja schonmal ein Pärchen brüten lassen. Damals gab es gar keine Probleme, weder unter den Brütenden noch unter den anderen. Aber in diesem Jahr... Was meint ihr, ob wohl der Klimawechsel was damit zu tun hat?

  8. te sichtbar)
  • #8
    Welli.netTeam Benutzerbild von Silvia
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    Wie es der Zufall will: Noch jemand mit Koloniebrut-Problemen
    Rock'n'Roll is a state of mind.

  • #9
    Fuu
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    Ach, in diesem Forum bist du auch... Ist mein Thread, ich bin im Forum von VWFD nur mit einerm anderen Nick eingeloggt.

    Trotzdem danke, ist echt lieb von dir.

    Ach, ich wollte vorhin nochwas schreiben: Vermutlich hat Dagi wirklich nicht den letztes Satz gelesen, den ich geschrieben hatte. Aber manchmal kommt es mir sovor, als ob jemand, der züchtet, von A-Z alles wissen müsste, mit aller rechnen müsste, also einfach perfekt sein müsste. Wenn man solche Antworten bekommt, vergeht (wenigstens mir) einem die Lust, überhaupt was zu fragen.
    Aber nun Schluss damit.

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