Ja, zwei Jahre ist es her, dass Hubsi bei mir einzog.
Es war ein Mittwoch. Gute eineinhalb Wochen vorher wusste ich schon: Ich bekomme einen Wellensittich. So begann für mich eine Zeit des Überlegens: Wie nenne ich den Kleinen denn nur?
Nach ein paar Tagen und ein paar Nennungen unmöglicher Namen sagte ich aus Quatsch: "Suppenteller."Mein Ex sprang auf und ging in die Küche, da er sich verschluckt hatte vor Lachen. In dem Moment fiel mir ein Name mit fünf Buchstaben ein:
HUBSI
DAS war er. Der Name. Vier Tage später war es dann so weit:
Mein Ex brachte den Käfig. Dann brachte er den Vogel:
Ein kleines blauweißes Küki ohne Schwungfedern und die langen Schwanzfedern. Leider muss ich sagen: Im ersten Moment wusste ich noch nicht, ob mir der Farbschlag nun gefallen soll oder nicht.Laut meinem Ex sollten die fehlenden Federn in einer Woche nachgewachsen sein. Was sich als großer Irrtum herausstellte, es dauerte noch über ein halbes Jahr, bis Hubsi endlich RICHTIG fliegen konnte.
Dann taten wir etwas, wofür uns jeder gewissenhafte Vogelhalter erschlagen würde (ich wusste ja nicht, dass es so ein großer Fehler war, ich hatte ja Vertrauen in das nicht vorhandene Verständnis in Sachen Wellensittiche von meinem Ex):
Wir ließen den kleinen traurigen Vogel in seinem Käfig allein, um Sand und Futter zu kaufen (eigentlich wollte mein Ex mir das fürs Erste von sich mitbringen).
Als wir zurück waren, gab ich Hubsi zuerst mal viel zu wenig Sand, aber genügend Futter und auch Wasser. Dann zog sie (damals sagte ich aber noch "er") ins Wohnzimmer, wo wir uns immer vor sie stellten, sie auf den Finger nahmen und ich sagte immer: "Hallo, Hubsi."
Alles falsch, wie ich heute weiß.Ich hätte sie in Ruhe lassen sollen. Die ersten zwei Nächte ließ ich die Türen (nicht vom Käfig) offen, um mitzubekommen, wenn die Kleine flattern sollte. Sie tat mir so unendlich leid, dass sie nun allein war. Am zweiten Tag hatte ich das Wohnzimmerfenster offen, es war ja warm draußen. Es waren Vögel zu hören. Auf einmal rief Hubsi sich ihre kleine Seele aus dem Leib, für mich klang das wie ein verzweifelter Ruf nach Artgenossen, mein Ex freute sich nur, dass sie sich mal bemerknar machte.
Als ich am Nachmittag wieder nach Hause kam, sah ich Hubsi im ersten Moment nicht, sie saß unten in der Ecke des Käfigs. Plötzlich fing sie an, hin und her zu laufen und versuchte auszubrechen. Das zu beobachten tat mir in der Seele weh. Als mein Ex dann kam, sagte ich, was los war. Er griff zum Telefon und rief einen anderen Züchter an.
Wir fuhren los, um dort einen Freund für Hubsi zu holen. Als wir kamen, war der Karton mit dem Vogel schon bereit. Der Züchter zeigte ihn uns kurz: ein normal grüner Wellensittich schaute ängstlich aus dem Karton heraus.
Nachdem mein Ex sich dann unendlich lang noch mit dem Züchter unterhalten hatte, fuhren wir endlich zurück. Daheim angekommen machten wir den nächsten Fehler (von dem ich damals ja nicht wusste, dass er einer war): Wir setzten Flupsi, so sollte er heißen, direkt zu Hubsi in den Käfig. Noch während er ängstlich und verwirrt umherflatterte, passierte etwas unglaublich Schönes:
Hubsis Blick wandte sich von unendlicher Traurigkeit über ihr Alleinsein in unfassbares Glück über den neuen Freund. Ihre kleinen Kükenaugen begannen zu leuchten und sie fing an, Flupsi zu kraulen. Der setzte sich neben Hubsi und ließ es über sich ergehen.
Hubsi zog ein am 22.07.2009
Flupsi zog ein am 24.07.2009
Meine Süßen, was ich an Fehlern bei Euch und auch bei Euren Freunden gemacht habe, das tut mir unendlich leid. Ich wusste es lange Zeit nicht besser und in dem Forum habe ich mich ja erst nach Lottis Einzug angemeldet. Bis dahin ist so Einiges schief und falsch gelaufen. Es tut mir leid.
Um Euren zweiten Jahrestag gebührend zu feiern, habe ich Euch heute etwas mitgebracht: Einen Ast eines Korkbaumes, dessen Rinde Ihr abnagen dürft. Zudem habe ich eine der beiden Golliwoogpflanzen mit an das Fenster gehängt.
Bilder für die Community kommen nachher.![]()

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Mein Ex sprang auf und ging in die Küche, da er sich verschluckt hatte vor Lachen. In dem Moment fiel mir ein Name mit fünf Buchstaben ein:
Laut meinem Ex sollten die fehlenden Federn in einer Woche nachgewachsen sein. Was sich als großer Irrtum herausstellte, es dauerte noch über ein halbes Jahr, bis Hubsi endlich RICHTIG fliegen konnte.
Ich hätte sie in Ruhe lassen sollen. Die ersten zwei Nächte ließ ich die Türen (nicht vom Käfig) offen, um mitzubekommen, wenn die Kleine flattern sollte. Sie tat mir so unendlich leid, dass sie nun allein war. Am zweiten Tag hatte ich das Wohnzimmerfenster offen, es war ja warm draußen. Es waren Vögel zu hören. Auf einmal rief Hubsi sich ihre kleine Seele aus dem Leib, für mich klang das wie ein verzweifelter Ruf nach Artgenossen, mein Ex freute sich nur, dass sie sich mal bemerknar machte.


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Ist für die beiden sicherlich wunderschön, dass sie es so gut bei dir haben!




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. Tja, worauf der Mensch in seiner Verzweiflung so alles kommt ...
- erklärte sich als Welli-Kenner und so hörte ich auf ihn, obwohl ich mich vorher selbst sehr belesen hatte und so manche Aktion wider besseren Wissens machte
. Aber dafür kann ich niemanden außer mich selbst verantwortlich machen, denn die Frage stellt sich ja, warum habe ich scheinbar lieber auf ihn statt auf mich gehört ?! 
