Leider müssen wir unsere beiden Wellensittiche Carrie und Arti (Standort Erfurt/Thüringen) in andere tierliebe Hände abgeben, da wir beide ihnen aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit widmen können, die sie benötigen. Die Wellis haben wir nicht gekauft, sondern vor ca. zwei Jahren aus dem Tierheim aufgenommen. Wir wissen also leider nicht, wie genau die Tiere vor uns gelebt haben und wie alt sie genau sind.
Carrie (gelb-grün) jedenfalls ist mit ziemlicher Sicherheit eine rüstige alte Dame, deren Federkleid am Bauch leider nicht mehr richtig nachwächst. Der Tierarzt konnte die Ursache des Ausfalls nicht feststellen, aber immerhin ernsthafte Ursachen wie Papageien-Krankheit oder Französische Mauer ausschließen. Die fehlenden Federn sind lediglich ein kosmetisches Problem und hindern sie nicht am Fliegen. Sie frisst gerne, spielt mit ihrem Bällchen und setzt sich bevorzugt in sonnige Stellen des Zimmers. Aufgrund ihres Alters ruht sie mehr und ist auch gerne öfter mal allein. Leider ist sie etwas divenhaft und nörgelt gerne, ist aber weder menschenscheu noch bösartig. Sie braucht etwas länger als Arti, um Vertrauen zu fassen, aber wenn sie sich erstmal eingewöhnt hat, ist sie schnell verträglich. Sie frisst aus der Hand, setzt sich dafür allerdings nur zögerlich darauf, und liebt die ungeteilte Aufmerksamkeit ihres Halters. Es kann also passieren, dass sie etwas zickig wird, wenn gerade noch andere Wellis fressen wollen. Weil ihr der Ring vermutlich zu eng saß, wurde er noch im Tierheim abgenommen. Dem neuen Halter wird er selbstverständlich mitgegeben.
Arti (zitronengelb mit etwas blau am Kopf) ist ein noch junger, kraftstrotzender Hahn, der gerne den lieben langen Tag erzählt, viel herumzappelt und herumfliegt. Er braucht öfter etwas Action und Beschäftigung, wohl mehr als ihm seine jetzige Artgenossin aufgrund ihres Alters bietet. Da er noch relativ jung ist, ist er sehr lernfähig. Fremden gegenüber reagiert er immer etwas nervös und schüchtern, Bekannte grüßt er dagegen mit seinem Pfeifen. Er hat auch keinerlei Hemmungen, zum Fressen auf die Hand zu kommen, ist in der Hinsicht sogar ziemlich frech und einfallsreich. Ohne Anreiz durch Futter lassen sich jedoch beide nicht auf die Hand setzen. Außerdem sind sie beim Erkunden ihrer Umwelt stets sehr vorsichtig und konservativ, d.h. sie befinden sich die meiste Zeit an ihren Lieblingsplätzen. Beim Frischfutter sind sie ähnlich kritisch eingestellt: Möhren oder Äpfel schauen sie kaum an, sind dafür aber verrückt nach Salat, Löwenzahn, Gurke und anderem Grünzeug.
Der neue Halter sollte über Erfahrung im Umgang mit Wellensittichen verfügen und möglichst eine Voliere (egal ob Zimmer- oder Außenhaltung, wichtig ist der Freiflug, den wir ihnen leider nicht mehr so gut bieten können) mit weiteren Artgenossen besitzen, da wir zumindest von Arti wissen, dass er früher in einem kleinen Schwarm gelebt hat, und Carrie dort sicher mehr Ruhe hätte. Zudem merkt man ihnen an, dass sie lieber unter sich als mit Menschen sind (auf ihre Namen hören sie auch nicht). Wir hoffen, dass sich jemand findet, der seinen Schwarm um zwei weitere putzmuntere Mitglieder vergrößern möchte. Bevorzugt Selbstabholung, selbst bringen wäre jedoch auch möglich.
Gruß aus Erfurt
Subjimmy

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