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Thema: Ballengeschwür und Milbenbehandlung: Schläft sich der Vogel gesund?

  1. #10
    Adlerauge Welli.netTeam Benutzerbild von Lissie
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    Wenn der vkTA nicht explizit "Käfigknast" verordnet hat, spricht aus meiner Sicht nichts gegen den Freiflug (ein bischen Ablenkung tut dem Patienten wahrscheinlich eher gut). Vielleicht findet er auch eine Stelle, wo er den kranken Fuß gut entlasten kann. Allerdings würde ich warten, bis der Fuß versorgt ist - im Freiflug fangen müssen ist schwieriger und deshalb meist mit mehr Stress verbunden.

    Gute Besserung dem kleinen Patienten
    LG Lissie

    PS den Titel habe ich ergänzt
    Geändert von Lissie (16.01.2012 um 11:19 Uhr)
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  2. #11
    Ist öfters hier Benutzerbild von Siegrune
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    7 Wellensittiche

    Standard wer hat Erfahrung mit Fußballengeschwüren und deren Behandlung?

    So, ich habe den kleinen Mann heute doch drinnen gelassen, war zwar am Vormittag eigentlich ganz fidel, hat dann aber ab Mittag wieder viel geschlafen und sich aufgeplustert. Auch kam mir das linke Beinchen (= das schlimmere) heute etwas dicker vor und leicht bläulich-lila (nicht sehr, aber eine Nuance im Ggs. zum rechten Bein), außerdem sah es so aus, als wenn auf der Oberseite eine Wölbung entstehen würde Auch nicht eindeutig, aber ganz leicht.
    Ich hab dann die Vogelärztin angerufen und sie meinte, es könnte davon sein, daß der Welli jetzt öfter am Beinchen rumnagt (hab ich aber nicht beobachten können - außer heute Nachmittag, da hat er mal sehr ausführlich dran geknabbert - und
    der Käfig steht direkt im Wohnraum, wo ich mich die meiste Zeit am Tag aufhalte bzw. man ihn immer sehr gut sehen kann).

    Ich hatte auch die Vermutung, ob evtl. die Creme Wirkung zeigt, indem sie im Geschwür "zu arbeiten beginnt", also den ganzen Dreck Richtung Außenseite zu befördern versucht. Die Ärztin bejahte auch diese Möglichkeit, und daß es auch gut wäre, wenn es rauskommt. Offen ist bis jetzt nichts (also auch noch nichts abgeflossen) und ich beobachte den Kleinen bis morgen auch noch ganz genau. Und je nachdem könnte er auch noch ein Antibiotikum bekommen, damit die Heilung von innen heraus unterstützt wird.
    (Meine Befürchtung ganz zu Anfang war allerdings, ob sich die Geschwüre nicht innerlich und durch den Knochen nach oben fressen. Aber ich glaube, dann würde der Vogel noch elendiger dahängen?)

    Hat jemand von euch Erfahrung mit solchen Fußsohlengeschwüren beim Welli? bzw. der Behandlung derselbigen?
    Ich bin so hilflos, ich schau die ganze Zeit nach und versuche zu sehen, ob sich irgendeine Veränderung am Füßchen bemerkbar macht.
    Obwohl ihm das Eincremen und Nägelschneiden nach dem TA-Besuch sehr gut getan hat, schaut es jetzt fast so aus, als ob mit Einschmieren allein es zu wenig wäre. Heute war die Creme auch schon wieder so gut wie weg, nachdem ich ihn nach der Behandlung wieder zurück in den Käfig gesetzt hatte. Und einen Verband anzulegen ist bei seinem Gestrampel nicht möglich, ist schon schwer genug, die Creme an Ort und Stelle zu bringen. Vielleicht stecke ich ihn morgen kurzzeitig nach dem Einschmieren in den Transportkäfig, dann kann er sich nicht so bewegen und die Creme hat vielleicht mehr Chance, einzuziehen.
    Das arme Kerlchen. Muß wieder mal für was büßen, was blöde, gedankenlose Menschen mit der Erfindung und Verkauf von unbrauchbarem Käfiginventar (hier Sitzstangen) verbrochen haben.

    Gerade bei eitrigen Erkrankungen habe ich sowohl bei Mensch als auch Tier (Katze) schon überraschend gute Erfahrung mit Hepar Sulfuris Globuli gemacht. Die brachten oft schon am nächsten Tag eine Öffnung des Eiterherdes!
    Aber wie soll ein Welli Globuli lutschen? Und wieviel dürfte er überhaupt davon haben? Darf er überhaupt? Man könnte sie ja evtl. zerdrücken und dann ins Futter oder auf ein Stückchen Kolbenhirse schummeln...

    P.S.: Ich hab heute ALLE Sitzstangen gepolstert und ein Stück Korkrinde als Sitzgelegenheit angebracht (bisher wurde sie aber noch nicht getestet, obwohl mit Lieblingssalatblatt dekoriert). Die Sisalschaukel mag er sehr gerne, er knabbert auch gern an den Sisalfäden und an der Kalksitzstange (offensichtlich kann er den auch gebrauchen). Ich habe die Stange so gedreht, daß die ganz feine Seite nach oben zeigt, ohne Spitzen und es bröselt auch nix ab.

  3. #12
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    Standard

    Ich würde auch die homöopathische Behandlung mit der Tierärztin absprechen. Globuli werden meist im Trinkwasser aufgelöst (dann keinen Metallnapf verwenden), es soll aber auch Vögel geben, die die wie ein Leckerli pur nehmen.

    LG Lissie
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  4. #13
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    Standard Ist das noch normal? Trauer, Schmerzen oder Streß?

    Mein Neuzugang hält mich ganz schon auf Trab, mal scheint er ganz fit zu sein, dann hängt er wieder rum wie das Leiden Christi persönlich.
    Vormittags macht er einen, den Umständen entsprechenden, guten Eindruck. Sitzt halt auf seiner Stange, macht aber sonst nichts.
    Heute habe ich ihn dann wieder gefangen und die Füßchen verarztet, diesmal alleine, aber es ging auffallend gut und auch rasch.
    Anschließend hab ich ihn fliegen lassen, da er es wirklich gut kann und ich mir dachte, daß es ihm etwas Freude und Ablenkung bringt. Meine Rasselbande war in der Voliere, aber als er auf dem Dach gelandet ist, sind die Weiber natürlich wieder raus um nachzusehen. Eine kümmert sich immer besonders um ihn, so auch heute, wollte ihn die ganze Zeit am Schnabel stupsen und alle wollten zu ihm. Man hat aber gesehen, daß es ihm zu viel war und er ist eher reserviert am Seitenbalken gesessen, ist dann aber auch auf dem Dach rumgerannt und es machte nicht den anschein, daß es ihn schmerzen würde. Wahrscheinlich tut die ausgestreckte Zehenhaltung beim Laufen auf geradem Grund seinen geschundenen Füßchen gut. Besonders gefreut habe ich mich, als er von selber das eine Weibchen ganz sanft und liebevoll in den Flügel gezwickt hat, so als ob er ihr sagen wollte, daß er sie gut findet :-)
    Bald aber saß er wieder am Seitenbalken, Äuglein auf Halbmast und hat ganz herzhaft gegähnt, so daß man das winzige Zünglein richtig gut sehen konnte Da habe ich ihn dann wieder per Stöckchen in seinen Krankenkäfig transportiert, daß er Ruhe hat (hat zwar heute ein paar Minuten länger gedauert als gestern, aber mit ruhigem Zureden hat er sich dann doch überzeugen lassen). Kaum drinnen, ist er eingeschlafen und hat wieder gut 8 Stunden (!) praktisch am Stück gepennt - wobei er den ganzen Tag wieder nichts gefressen hat!
    Dann ist er wieder irgendwann nach 20 h aufgewacht und hat endlich das winzige Stückchen Kolbenhirse abgenagt, das ich mit seinen Vitaminen und xxx aufgelösten Hepar sulfuris Globuli präpariert hatte (nach Rücksprache mit seiner Ärztin).
    Morgen hole ich dann ein Antibiotikum und ein leichtes Schmerzmittel ab, das habe ich ebenfalls mit ihr besprochen.

    Bin von diesem Wechselbad der Gefühle etwas verwirrt, pennt er jetzt den ganzen Nachmittag, weil ihn das Einfangen, Füßchen einsalben und der Kurztrip (vielleicht 10 min.) zu den anderen am Vormittag so schlaucht? Gestern hat er aber auch so lange am Stück geschlafen, und da hatte ich ihn nicht rausgelassen. Er war dann aber dafür am Abend "relativ" aktiv, ist sehr oft zu seinem Futternapf gehopst und hat sich sein Essen körnchenweise geholt, hat auch die Kolbenhirse abgenagt und er hat sogar mit den anderen Wellis gesungen und gequatscht, als aus dem spätabendlichen Gerauschel und Getuschel in der Voliere wieder mal eine heitere und angeregte Unterhaltung geworden ist
    Oder ist es die Trauer über den Verlust seiner langjährigen Partnerin vor ein paar Tagen (und somit auch seiner Menschenfamilie, da ich ihn ja übernommen habe)?
    Sind es Schmerzen? (wobei er heute nicht mehr so aufgeplustert rumsaß wie in den letzten zwei Tagen, aber doch reichlich schlapp).
    Oder ist er einfach auch darüber traurig, daß zwar noch andere Wellis da sind, er aber nicht bei ihnen sein darf. Wobei ihm ja offensichtlich der enge Kontakt zu ihnen zu viel ist, es ihm aber doch gefallen hat, unter seinesgleichen zu sein.

    Solange er die Fußbehandlung braucht, bleibt er aber auf jedem Fall im Krankenkäfig, ich kann ihn ja nicht immer aus der Voliere rausfischen, das macht mir die anderen ja auch verrückt.

    Was evtl. Krankheiten betrifft, wäre es für ihn schlimmer, wieder den langen Transport zum vkTa zu machen und die ganzen Untersuchungen, hab da mit der Ärztin drüber gesprochen. Und da beide Käfige in einer offenen Wohnebene stehen, ist eine strikte Trennung in versch. Zimmern gar nicht möglich. Außerdem waren die neugierigen Weibchen eh schon an seinem Käfig.
    Seine Partnerin war auch schon neun Jahre alt, als sie gestorben ist, ohne vorherige Krankheitszeichen, also ist anzunehmen, daß sie an Altersschwäche o. ä . gestorben ist (mit dem Alter verbundenen Wellikrankheiten meine ich).

    Gottseidank mußte ich noch keine Erfahrung mit einem kranken, Schmerzen leidenden Wellensittich machen, und auch noch nicht mit einem trauernden. Darum kann ich es wirklich schwer einschätzen, wie es um meinen Heinrich derzeit steht. Jetzt hockt er wieder am Futternapf und frißt wie ein Scheunendrescher, den ganzen Tag hat er dafür nix angerührt. Generell hat er scheinbar am späten Abend eine Art "Hochphase". (Hm, das erinnert mich grade an Menschen mit Depression, die kommen morgens auch nicht in die Puschen, hängen den ganzen Tag rum und sind am Abend besser drauf...)
    Geändert von Lissie (18.01.2012 um 15:17 Uhr) Grund: Dosierungsangabe entfernt - bitte nur per PN

  5. #14
    Ist öfters hier Benutzerbild von Siegrune
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    Standard Henry - Update!

    Hallo zusammen!
    Habe mich jetzt länger nicht gemeldet, sehr viel um die Ohren, viel zu viel eigentlich...

    Jetzt gibt es aber gute Nachrichten von Henry, und das möchte ich gerne teilen:
    nachdem das Ballengeschwür am linken Füßchen auch nach wochenlanger Salbenbehandlung nicht kleiner geworden und nach einer kurzen Schmier-Pause sogar noch größer geworden ist (man konnte es fast täglich beobachten), haben wir uns entschieden, das Geschwür chirurgisch entfernen zu lassen.
    Letzte Woche war der Eingriff in Gasnarkose, Henry hat es super überstanden, hat einen tollen Verband bekommen, mit dem er wunderbar zurecht gekommen ist. Die Nacht über hat er bei der vTÄ verbracht und hatte seine persönliche Welli-Krankenschwester dabei, damit er nicht so alleine sei. Zu Hause angekommen sah er sichtlich erleichtert aus, bekam auch eine Woche Antibiotika und bei der gestrigen Kontrolle war das Füßchen sehr schön verheilt, es war nur noch eine kleine, oberflächliche Kruste zu sehen von dem ehemals sehr großen Geschwür.
    Laut der Ärztin war sogar ein richtiger Dorn nach innen ins Füßchen gewachsen, das muß ihm wirklich sehr starke Schmerzen verursacht haben.
    Ich bin so froh, daß wir den kleinen Eingriff doch gewagt haben. Ich denke, daß sich seine Lebensqualität dadurch wirklich sehr verbessert und ich wünsche ihm noch viele schöne, gesunde Jahre bei uns - und daß er vielleicht eine
    neue Herzensdame aus unserem Schwarm findet

  6. Die folgenden User gaben Siegrune ein Danke für den Beitrag:

    Lano (08.03.2012)

  7. #15
    User des Monats - April 2012 ForenTeam Benutzerbild von dasjanielein
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    Standard

    toll, dass ihr keine Kosten und Mühen gescheut habt! Wunderbar!
    Alles Gute für Henry!
    Viele Grüße von Penny, dem Käpt'n, Moonpie, Percy, Molly und Nemo! Tschüß Teddy!!

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