Hallo!
Wir sind ganz neu hier und haben euer Forum auf der Suche nach Hilfe für unsere Goldstirnsittich-Dame (Aratinga aurea) gefunden. Kann uns jemand von euch helfen und einen Tipp geben? Speziell über Goldstirnsittiche gibt es ganz wenig Infos im Netz, so dass wir uns hier Hilfe erhoffen.
Wir haben seit ca. 6 Wochen ein Goldstirnsittichpaar. Die beiden sind ca. 1 1/2 Jahre alt. Die Henne kränkelte von Anfang an ein wenig, hat sich aber inzwischen gut erholt und macht nun bis auf ein Problem am Schnabel einen gesunden und munteren Eindruck. Sie hat rechts oben an der Schnabelwurzel direkt unter der Wachshaut der Nase ein Loch im Schnabel. Leider haben wir in Münster noch keinen wirklich vogelkundigen Tierarzt gefunden, zumindest aber einen sehr netten Tierarzt, der ein wenig Erfahrung mit Vögeln hat und sich für unser spezielles Problem kundig gemacht hat.
Das Loch hat eine direkte Verbindung zur Nase, entsprechend ist das Infektionsrisiko recht hoch. Der Tierarzt hat einen Abstrich entnommen und das Loch gespült. Das Ergebnis des Abstrichs ist negativ, es sind also weder eine Pilzerkrankung noch eine Infektion die Ursache, so dass wir eine Verletzung durch einen Unfall o. ä. vermuten. Bei der Untersuchung hat der Tierarzt festgestellt, dass an der Schnabelwurzel kein Horn nachwächst.
Unser Tierarzt hat versucht, das Loch mit einer lichthärtenden Zahnfüllung zu verschließen. Das hat nicht funktioniert, die Füllung hielt nicht und ist nach wenigen Stunden schon wieder herausgefallen. Abenteuerlich war, dass er vorgeschlagen hat, eine Masse aus dem Baumarkt auszuprobieren, die man auch für die Füllung von Dübellöchern verwendet. Das werden wir auf keinen Fall zulassen.
Ist es überhaupt sinnvoll, das Loch zu verschließen? In den ersten 2 oder 3 Wochen bei uns schien die Kleine leichte Atemprobleme zu haben. Deshalb befürchten wir, dass die Atumung durch den Verschluss wieder erschwert werden könnte. Aber was ist mit dem Infektionsrisiko?
Besonders in der ersten Zeit saß sie meist ein wenig aufgeplustert in beduckter Haltung auf der Stange und kratzte sich auffällig oft im Kopfbereich. Das wurde schlagartig besser, nachdem der Tierarzt die Wunde gespült und den Abstrich (ohne Befund) genommen hatte. Auch hatte die Henne von Anfang an ein etwas struppigeres Gefieder. Da der Hahn aber eine Bilderbuch-Schönheit ist, sieht vielleicht jeder andere Vogel neben ihm ein wenig struppig aus.
Der Züchter versicherte uns, dass die Henne schon immer eine geducktere Haltung und ein etwas struppiges Gefieder hatte und dass das bei ihr völlig normal sei.
Beide Vögel waren aber ansonsten putzmunter, spielten und flogen von Anfang an, haben gut (sehr gut sogar) gefressen und getrunken, Kot normal etc. etc. Das Gefieder der Henne ist auch schon ein wenig glatter und glänzender geworden. Bis auf das Loch im Schnabel, was sie nicht zu stören scheint, geht es der Henne jetzt offensichtlich prima.
Wer hat Erfahrung mit Schnabelverletzungen bei Großsittichen bzw. kleinen Papageien? Kann ein Vogel sich mit einem zur Hälfte defekten Oberschnabel noch ernähren? Wenn wirklich nichts nachwächst, wird das Loch sich ja bald durch das normale Schnabelwachstum vergrößern.
Wie können wir der Kleinen helfen?

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Keine Sorge! Meine Vögel wollen doch nur schreddern! 
Wir haben inzwischen eine auf Vögel spezialisierte Tierarztpraxis in der Nähe von Osnabrück gefunden (Tipp vom Allwetterzoo in Münster). Dort sind wir in knapp einer Stunde. Allerdings scheuen wir uns noch, die Vögel "einzupacken" und dahin zu transportieren. Vielleicht antwortet ja das Team vom Loro Parque auf Teneriffa, das sind weltweit anerkannte Papageienexperten. Aber die werden uns wohl auch nur zum Tierarzt schicken. 
