Luischen war ja schon immer mein kleines Sorgenkind. Da sie als Einzige in der Gruppe nicht fliegen konnte, hatte sie auch nie so den Kontakt wie die anderen untereinander.
Anfangs, als nur Paule und Luise bei mir lebten, kümmerte Paule sich rührend um Luischen.
Er wich ihr nicht von der Seite, die beiden waren ein Herz und eine Seele.
Als dann noch Meilin und Tanju bei uns einzogen, verliebte sich Paul unsterblich in Meilin und ließ von da an Luischen links liegen. Zum Glück verstanden sich Tanju und Luischen sehr gut. Von diesem Zeitpunkt an kam Luise auch immer mit nach draußen, um mit den anderen munter zu spielen.
Mit ihrem Handicap kam sie gut klar, auch wenn sie nicht fliegen konnte, schaffte sie es doch alle Spielplätze zu erreichen und war so immer in die Gruppe integriert.
Am Donnerstagabend wurde sie jedoch ungewöhnlich ruhig und fraß meiner Meinung nach viel zu oft und lang. Am Freitag schien die Welt wieder in Ordnung, sie benahm sich eigentlich wie immer.
Am Abend dann bemerkte ich ihren Durchfall, denn ihr ganzes Beinchen und ihre Beringung war weißlich verfärbt.
Daraufhin hab ich sie separiert von den anderen gehalten und sie bekam nur noch Hirse und Möhrchen.
Samstag und Sonntag verliefen ruhig. Luise schlief viel, fraß aber ordentlich Hirse und Möhrchen.
Montag dann konnte ich endlich mit ihr zum Tierarzt, um eine Kotprobe zu machen und um ihr rettende Medikamente zu besorgen.
Sie war schon ganz schwach und wog nur noch 30 Gramm. Die Tierärztin meinte, die nächsten 24 Stunden würden es jetzt zeigen, ob Luischen es wieder schafft, oder ob sie den Kampf verliert.
Luischen hat den Kampf verloren!
Noch in der Nacht konnte sie sich nicht mehr auf der Stange halten und hockte mit dem Bauch auf dem Boden. Da sie zu frieren schien, schlug ich sie vorsichtig in ein weiches Handtuch und legte sie zu mir ins Schlafzimmer. Am frühen Morgen verstarb dann mein liebes Luischen still und leise….es war so unendlich traurig.
Am Mittwoch bekomme ich das Ergebnis der Kotprobe, ist ja auch wichtig für meine anderen Flauschis.
Eben hab ich alles ausgekocht, was ging und jeden einzelnen Gitterstab gründlich gereinigt. Die Angst, dass sich meine anderen vielleicht anstecken könnten, ist groß.
Mein liebes Luischen, Du fehlst mir sehr…….hoffentlich geht es dir gut, da wo du jetzt bist.
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Wie traurig das zu lesen
Aber du hast alles für dein Luischen getan.
Wir wissen alle, wie traurig das ist. 

was ich gerade hier erfahren muss lähmt mich total...mir kommen die tränen.
glaube es nicht...
