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Thema: Nordische Vogelmilbe , diff.diagn. Rote Vogelmilbe.

  1. #1
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    Unglücklich Nordische Vogelmilbe , diff.diagn. Rote Vogelmilbe.

    Moin,

    warscheinlich habe ich mir die Nordische Vogelmilbe evtl. auch die Rote Vogelmilbe eingefangen. Eine mikroskopische Untersuchung zur Diffenzierung steht an, ich muss nur mein Mikroskop wieder holen. Die Wellis zeigen eine eindeutige Klinik auf Nordische Vogelmilbe, die Parasiten sind deutlich zu sehen, auch tagsüber.

    Nun habe ich den Käfig mit einem Kombipräperat aus Cypermethrin und Biphenthrin eingesprüht (MilbenEx/Schopf Hygiene), dabei haben die Vögel auf jeden Fall auch was ab bekommen. Ich stelle fest, daß noch immer Milben aktiv über den Käfig laufen. Einen Fußrückziehefekt habe ich nicht beobachten können, ebenso sind nicht alle Milben nach 30 min bewegungsunfähig gewesen.

    Eine Grundreinigung des Käfigs (Zimmervoliere) und aller Gegenstände erfolgte 3 Tage vor der Behandlung. Es Habelt sich um einen Selbstbau aus Vogelgitter und unlackiertem und ungewachsten Nadelholz. Als Einstreu verwende ich Holzchips.

    Gruß

    Lutz

  2. #2
    Adlerauge Welli.netTeam Benutzerbild von Lissie
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    Hallo,

    Links sind nur für registrierte Mitglieder sichtbar.findest Du Infos zu beiden Milbenarten. Ich würde mich nicht trauen eine Behandlung ohne genaue Anweisung eines vogelkundigen Tierarztes durchzuführen.
    Im Link steht, dass Holzsitzstangen am besten entsorgt werden sollen, deshalb hätte ich Zweifel ob Du einen Holzkäfig wirklich wieder parasitenfrei bekommst ohne dass Vergiftungsgefahr für die Wellis besteht.

    LG Lissie
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  3. #3
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    Ja, ungefähr sowas habe ich befürchtet, daß ich den Käfig am besten heiß entsorgen kann.

    Dein Link ist leider nicht mit gekommen.

    Ich habe vorher schon jahrelang Fische gehalten, von da bin ich es gewohnt ohne Tierarzt aus zu kommen. Als Krankenpfleger habe ich aber auch eine entsprechende Routine in der Krankenbeobachtung und dem Umgang mit Arzeneimitteln. Ich bin selber immer recht kritisch was eine Selbstmedikation von Laien angeht, aber als solchen sehe ich mich nicht (ohne das ich denke daß ich immer einen Tierarzt ersetzen könnte, bei weitem nicht).

    Meine Frage ist nun auch, ob das Cypermethrin und/oder das Biphenthrin wenigstens Fruchtschädigend wirkt, so daß die jetzt noch lebenden milben sich nicht weiter vermehren und dann schließlich aussterben...

    Gruß aus dem Rheiderland

    Lutz

  4. #4
    Welli.netTeam Benutzerbild von Elena
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    Hallo Lutz,

    also bei mir funktioniert der Link.
    Du musst auf ´hier´ (blau unterlegt) klicken.

    Ehrlich gesagt bin ich selbst vom pharamzeutischen Fach und möchte deine Kompetenz nicht infrage stellen, aber mir ist eine eigenmächtige Milbenbehandlung nicht geheuer und ich würde sie nie selbst durchführen, wenn mein Tierarzt mich vorher nicht genau eingewiesen hat.
    Ich habe gute Erfahrungen mit dem Kontaktgift Ivomec gemacht, allerdings ist das die Spot-On Methode, die mein Tierarzt durchgeführt hat (Substanz in Nacken gerieben) - ich selbst habe mich nicht getraut, es bei ihnen anzuwenden.
    Wenn was schief geht, will ich nicht dran schuld sein

    Da die Mistviecher bei dir schon herumkrabbeln, scheint der Befall doch schon enorm.
    Ich empfehle dir von Herzen den Gang zum vogelkundigen Tierarzt, der dich auch bezüglich der Käfigreinigung (bzw Entsorgung?) beraten kann.

    Cypermethrin, der von dir genannte Stoff, gehört ja in die Klasse der Pyrethroide - ich denke nicht, dass man sich da sicher sein kann, ob es nicht auch schwerwigende Wirkungen / Folgen hat.
    Ich wäre extrem vorsichtig mit der Herumsprühen von dem Zeugs; es führt beim Opfer zu Krämpfen und dann zur Lähmung (Tod) durch überproportional lange Öffnung der Natrium-Kanäle (ist dir sicher bekannt); - ob es deshalb auch potentiell entwicklungshemmend ist, weiß ich nicht.
    Ich weiß nur, dass ich es weder in meinem garten, geschweige denn bei meinen Wellis und erst recht nicht an mir herumsprühen würde.

    Gruß
    Elena
    Ein Mensch kann nicht auf Erden leben, wenn er nicht in Kopf und Herz ein Stückchen Himmel hat. (Phil Bosmans)

  5. #5
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    Ich würde kein Gift anwenden, wenn die lebenden Vögel das abkriegen, sofern es sich nicht um ein Gift handelt, das explizit für Hautkontakt gedacht ist.

    Und eine Rücksprache mit dem Tierarzt erscheint mir hier durchaus sinnvoll. Die auf der von Lissie verlinkten Seite klingt doch vielversprechend...?
    Hast du deine Wellensittichnamen schon in unsere Namensstatistik eingetragen?

    Tequila, du warst zwar nur kurz bei mir, aber ich habe keinen Tag bereut!
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  6. #6
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    Hi,

    Permethrin ist auch Infektopedicul enthalten, einem Läusemittel, welches man sich auf den Kopf schmiert. Cypermethrin ist ein Abkömmling und hat ungefähr die gleiche Potenz, da passiert nix weltbewegendes bei Säugern und Vögeln. Und wenn, dann kippen die Vögel zuerst. Aber denen gehts klasse, außer daß die Milbenstiche jucken.

    Aber ich werde erst mal die Käfigkitzen mit nem Dampfreiniger bearbeiten, dann dürften die meisten Milben schon mal gar sein. Dann muss ich mal sehen ob ich noch Ivermectin einsetze oder was auf Ölbasis. Beides aber erst wenn ich merke, daß Cypermethrin nicht fruchtschädigend wirkt. ich werde auch den Hersteller mal dazu befragen. Permethrin wirkt bei Läusen auf jeden fall fruchtschädigend, also habe ich noch Hoffnung. Wäre halt nur beruhigend gewesen, wenn mir einer gesagt hätte, daß in einer Woche Schluss ist mit den Viehchern.

    Bis dann :-)

    Lutz

    Gruß aus dem rheiderland

  7. #7
    Stammgast Benutzerbild von Danni
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    Ich rate Dir auch, zu einem vk TA zu gehen und Deine Wellis fachkundig gegen die Milben behandeln zu lassen. Bitte experimentiere nicht mit Antimilben-Spray herum.

    Hier nochmal die Links zu den welli.net-TA-Listen:
    http://www.welli.net/tierarzt-liste1.html
    http://www.welli.net/tierarzt-liste2.html

    Viele Grüße
    Danni

  8. te sichtbar)
  • #8
    Welli.netTeam Benutzerbild von Elena
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    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Hi,

    Permethrin ist auch Infektopedicul enthalten, einem Läusemittel, welches man sich auf den Kopf schmiert.
    Richtig, aber es bleibt bei einem (Kopf-) Hautkontakt.
    Einsprühen erzeugt einen Nebel und eine mögliche Resorption durch die Atemwege soweohl des Menschen als auch der Tiere. Oral oder über die Atemwege aufgenommen sind Pyrethroide weitaus giftiger als über die Haut.

    Ich verstehe nicht, warum du dir so viel Mühe mit dem Experimentieren gibst, wenn du bei einem vogelkundigen Tierarzt eine kompetente und vermutlich auch nicht allzu teure Behandlung bekommen könntest, die den Tieren schnell hilft und deren UAWs absehbar sind. (?)

    Gruß aus dem Hessenland
    Elena
    Ein Mensch kann nicht auf Erden leben, wenn er nicht in Kopf und Herz ein Stückchen Himmel hat. (Phil Bosmans)

  • Die folgenden User gaben Elena ein Danke für den Beitrag:

    Blueberry (19.09.2010)

  • #9
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    Die Listen kenne ich, leider ist da keiner in der Nähe... :-(.

    Aber seid versichert, daß ich nicht experimentiere, sondern anwende. Ich bin da schon sehr genau mit dem Umgang mit solchen Mitteln. Ich habe nur die Bestellung von Agrinova Milbenfrei in Erwägung gezogen, möchte aber meine Wohnung nicht in eine Schneelandschaft verwandeln, wenn die Milben sowieso in ein paar Tagen Geschichte sind.

    Aber trotzdem danke für die Hinweise.

    Lutz

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