Hallo,
letztes Jahr im August habe ich den kleinen Hansi aufgenommen, bei ihm wurden beim Eingangscheck Hefepilze gefunden. Diese haben wir behandelt, und danach folgte eine Phase, in der er alle paar Wochen abwechselnd gegen Bakterien und Pilze im Kropf behandelt werden musste. Er würgte ständig, ohne sich zu erbrechen. Irgendwann konnten im Abstrich dann keine Erreger mehr gefunden werden, aber die Würgerei hörte nicht auf.
Wir beschlossen dann, Hansi eine Behandlungspause zu "gönnen", da die ständige Medikation ja nicht sonderlich gesund für Leber und Nieren ist. Er war die ganze Zeit quietschfidel und wirkte überhaupt nicht krank, daher wagten wir diese Pause. Das Gewicht wurde wöchentlich kontrolliert, es schwankte um ca. 4 Gramm, er nahm jedoch nicht übermäßig ab.
Vor knapp zwei Wochen sah ich ihn wieder einmal würgen, er kaute auf den hochgewürgten Körnern herum, und dieses Mal sah ich ihn das erste Mal etwas ausspucken. Er schien die hochgewürgten Körner im Schnabel zu "sortieren" und spuckte ausschließlich Kanariensaat aus! Ich schaute mir die Körner genauer an, und da fiel mir auf, dass sie extrem hart und spitz sind - offenbar wurde sein Kropf dadurch ständig gereizt. Kein Wunder hörte das Würgen nie auf...
Die letzten Tage habe ich sämtliche Kanariensaat aus dem Futter entfernt - und Hansi würgt nicht mehr!! Es lag also tatsächlich an den spitzen Körnern... ich werde die nächsten Wochen nun Futter ohne Kanariensaat anbieten, dann versuche ich noch einmal die Zugabe von Kanariensaat, um zu sehen, ob es nur an einer ständigen Kropfreizung lag, oder ob er diese Körner generell nicht gut verträgt. Zur richtigen Futtermischung werde ich noch einen Thread in der Ernährung-Rubrik aufmachen.
Ich habe auch der behandelnden TÄ Bescheid gegeben, sie war sehr dankbar für den Tipp, dass bei Würgen ohne erkennbare Ursache durchaus auch mal Körner schuld sein können... Ich bin auf jeden Fall heilfroh, dass Hansi sich jetzt nicht mehr so plagen muss!

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Die letzten Tage ging es ihm gut, da ich Urlaub habe, konnte ich ihn fast ganztags beobachten. Wir sind heute gleich in die Tierklinik gefahren, dieses Mal waren wir bei der "vogelkundigsten" Ärztin dort. Sie hatte Hansi bisher noch nicht behandelt und meinte, nachdem sie seine Krankheitsgeschichte gehört hatte, dass sie nichts großartig neues für ihn tun könnte, außer wieder Abstriche zu nehmen und evtl. zu röntgen.
