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Thema: Tumor oder Infekt??? Bin am Verzweifeln... :(

  1. #1
    Kennt sich schon aus Benutzerbild von ZeYnO
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    Standard Tumor oder Infekt??? Bin am Verzweifeln... :(

    Hallo liebe Welli-Freunde, ich war bisher immer die stille Mitleserin und nun muss ich mich auch zu Wort melden. Ich wünschte es wäre etwas Erfreulicheres.
    Nun zu meinem Problem, es wird leider ein wenig lang..aber ich muss es ganz von vorne erzählen um euch einen Überblick verschaffen zu können.

    Ich habe vor etwa 2 Wochen bemerkt, dass meine 2 Jahre alte Welli-Dame beim Atmen mit dem Schwanz wippt und leise fiepende Geräusche aus ihrer Nase kamen. Sie war ganz munter, flink, laut und frech. Keinerlei Anzeichen von Krank- oder Angeschlagenheit. Aber so wie ich Sittiche kenne sind sie gute Schauspieler und zeigen es nicht immer gleich wenn ihnen etwas fehlt. Ich habe nicht lange herumgefackelt und sie gleich zum nächst möglichen vogelkundigen TA gebracht. Die Ärztin hat sich ihren Hals von innen angeguckt und sah, dass ihre Zunge ein wenig angeschwollen war. Sie hat einen Abstrich gemacht und ihn gleich unterm Mikroskop betrachtet. Bei der mikroskopischen Untersuchung gab es keinen Befund.
    Daraufhin hat sie den Abstrich eingepackt und ins Labor geschickt um es auf Pilz untersuchen zu lassen.
    Sie hat ihr Antibiotika gespritzt und gleich noch ein paar Nährstoffe/Vitamine dazu, denn die Ärztin hatte den Verdacht, dass das Tier nicht richtig frisst.

    Wenige Tage später ist mir aufgefallen, dass sie zusätzlich Schluckbeschwerden hat. Sie wollte sich ständig von ihrem Partner füttern lassen, der es übrigens leid war das Futter aus seinem Kropf hochwürgen zu müssen.
    Also gingen wir erneut zur Praxis..sie hatte seit der letzten Untersuchung ein paar Gramm abgenommen und hat noch immer nicht richtig gefressen. Erneute Untersuchung, wieder alles sauber. Die Ergebnisse vom Labor waren noch nicht da und es war kurz vor Ostern. Also hat die Ärztin ihr vorsichtshalber ein Antibiotikum gespritzt und in den Hals direkt kam ein Pilzmittel. Für zu Hause bekam ich ein Antibiotikum und ein Medikament gegen Pilz, welches ich über das Trinkwasser verabreichen sollte.
    Gesagt getan..ich war für 3 Tage bei Besuch und meine Eltern kümmerten sich weiterhin um die beiden.
    Ich kam also zurück und rief bei der Ärztin an. Die Labor-Ergebnisse waren da: Negativ! Kein Pilzbefall.
    Ich habe dann gemerkt, dass sich absolut nichts verändert hat. Am nächsten Tag konnte ich nicht zu meiner eigentlichen Ärztin, also ging ich zu der um die Ecke, die übrigens auch eine vogelkundige TÄ ist.

    Diese wiederum nahm ihr Blut ab und untersuchte ihren Kot.
    Ergebnis:
    - das Futter wird nicht richtig verdaut
    - eine Infektion
    - eine durch die Infektion resultierende starke Anämie
    - durch die Infektion und der Anämie wurde ihre Leber in Mitleidenschaft gezogen (wenn auch nicht so stark)

    Das waren echt "tolle" Neuigkeiten. Mein Pieper tat mir schon so leid...dieses ewige hin und her..die ganzen Spritzen und Medikamente. Es war eine Tortur!
    Also auch da bekamen wir wieder eine Spritze mit allen Mitteln, die sie für ihre Genesung braucht. Fürs Trinkwasser gabs Globuli als Stärkungsmittel und Unterstützung für ihre kleine Leber.
    Aber dennoch: Es hat sich nichts verbessert. Sie versucht partout zu fressen, bekommt aber nicht immer alles runter und würgt es teilweise rein oder raus. Schwanzwippen nach wie vor vorhanden. Fiepen taucht jetzt gelegentlich auf. Und weiterhin ist sie munter und quicklebendig. Schläft aber öfter mal.

    Heute bin ich also erneut zu meiner (Haupt-)Ärztin gegangen. Meine Kleine wiegt zur Zeit 35 Gramm, hat seit ihrem letzten Besuch 7 Gramm abgenommen. Die Ärztin hat nochmal in den Hals geguckt. Sie sagte, dass ihre Zunge stark angeschwollen ist. Sie hat versucht etwas rauszuwischen. Sie sagte es sieht teilweise fettig aus..sie liess mich auch durch dieses Rohr gucken..ich sah die dicke Beule auf ihrer Zunge und es brach mir das Herz.
    Sie sagte, dass es vermutlich ein Tumor ist..und dass er auf einer ziemlich ungünstigen Stelle liegt. Es spricht für einen Tumor, weil sie auf die Antibiotika nicht reagiert hat. Nun hat sie ihr heute ein anderes Mittel gespritzt..in der Hoffnung, dass es vielleicht doch nur eine Infektion ist und diesmal anschlägt.
    Sie fügte aber hinzu:
    "Falls es bis zum Freitag wenigstens nicht etwas zurückgebildet ist wäre es wohl humaner sie einzuschläfern, weil sie letztendlich ersticken oder verhungern wird."
    Das war wie ein Schlag ins Gesicht..ich wollte losheulen. Es geht ihr so allgemein gesehen nicht schlecht, sie ist munter, schnabbelt mit ihrem Partner, klettert rum und piept seit gestern auch wieder rum. Ich kann es unmöglich übers Herz bringen diesen munteren Vogel einschläfern zu lassen..es muss doch ein Weg geben ihr zu helfen.

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder habt ihr Tipps was ich sonst tun kann oder wohin ich mit ihr kann?

    Es tut mir Leid, dass es so lang wurde, aber wir haben echt harte Tage hinter uns und das ist schon die kurze Fassung von dem ganzen hin und her. Ich bin am Verzweifeln und komm aus dem Weinen nicht mehr raus..es bricht mir das Herz und ich will gar nicht erst dran denken, was mir die Ärztin am Freitag sagt.

    Liebe, traurige Grüße


    Zeyno
    Geändert von ZeYnO (12.04.2010 um 19:25 Uhr)

  2. #2
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    So etwas haben glaub ich noch nicht viel erlebt. Ich jedenfalls nicht. Aber wie es sich anhört, geht es dem Welli eigentlich ja gut. Ist dein Vogel eigentlich zahm? Wenn nicht ist das wirklich eine große Tortur. Frisst er wirklich nicht richtig? Aber wenn es sich wirklich zum schlechteren ändert oder du merkst das es ihm wirklich nicht gut geht, wäre es für den Welli eine große Erleichterung. Trotzdem viel, viel Glück.
    Liebe Grüße von Nik24 und den Wellis Tobi, Jackie und Frieda und natürlich Oskar im Regenbogenland

  3. #3
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    Zitat Zitat von Nik24 Beitrag anzeigen
    So etwas haben glaub ich noch nicht viel erlebt. Ich jedenfalls nicht. Aber wie es sich anhört, geht es dem Welli eigentlich ja gut. Ist dein Vogel eigentlich zahm? Wenn nicht ist das wirklich eine große Tortur. Frisst er wirklich nicht richtig? Aber wenn es sich wirklich zum schlechteren ändert oder du merkst das es ihm wirklich nicht gut geht, wäre es für den Welli eine große Erleichterung. Trotzdem viel, viel Glück.

    Ich habe Vögel seit ich denken kann und sowas habe ich auch nie erlebt. Ich weiss nicht mehr was ich glauben soll. Eine Infektion kann genausogut anschwellen, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Ich kann das Tier doch nicht einfach aufgeben, weil es auf 2-3 Medikamente nicht reagiert hat. Wir Menschen reagieren auch nicht immer auf jede Medizin.

    Wie gesagt, sie ist eigentlich munter..sehr aufmerksam und keinesfalls apathisch. Sie ist nicht zahm, aber das Einfangen ist kein Problem mehr. Vielmehr tut es mir leid, dass sie schon unzählige Spritzen in ihr kleines Bäuchlein bekommen hat. Sie muss Unmengen von Nadelstichen haben..es tut mir so weh. Sie steht sehr oft am Napf und knuspert da rum, aber ich erwische sie immer wieder dabei wie sie versucht Körner runterzuwürgen. Sie hat wegen dieser Beule Probleme beim Schlucken. Habe Kräutermischungen, Gemüsefutter, rote Hirse, Kräuterapotheke, Keimfutter besorgt und gebe ihr alles zum Fressen. Ich versuche alles in meiner Macht stehende um sie aufzupäppeln und ihr zu helfen. Ich wechsle abends vom Globuli zum verdünnten Kamillentee..in der Hoffnung, dass es doch eine Infektion ist. Kamille wirkt ja entzündungshemmend. Ich bin wirklich verzweifelt und will dieses wunderschöne Lebewesen nicht aufgeben.

  4. #4
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    Hallo ZeYnO,

    das was Du schilderst habe ich noch nicht erlebt (dicke Zunge)
    Das mit dem Schwanzwippen kann meiner Erfahrung nach sehr viel sein.
    Das quietschen/fiepen habe ich derzeit bei meiner Leberpatientin und hatte es vor ca. 2 Monaten bei meinem Tumorpatient (Lebertumor). Allerdings handelt es sich dabei um Schwellungen im Körper. Ich denke die drücken dann manchmal irgendwo drauf, wo es vielleicht auch etwas wehtut und dann kommt es zu den Geräuschen. Oder aber wenn es mit dem Atmen Schwierigkeiten gibt.

    Hast Du schon mal versucht ob sie Kochfutter annimmt?
    Z.B. Hirse oder Reis gekocht?
    Meine essen das sehr gerne. Da es weich ist, kann sie das vielleicht besser zu sich nehmen.

    Ich weiß nicht wie es ihr geht, aber so wie Du schreibst geht es ihr ja noch so gut, dass sie sich noch am Kontakt zu den anderen erfreut, oder?
    So lange sie sich noch wohlfühlt, würde ich diesen schweren Schritt noch nicht gehen.
    Meine persönliche Meinung, den ich denke sie wird Dir sehr klar zeigen wenn es ihr so schlecht geht, das sie keinen Lebenswillen mehr hat.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, das es doch ein Infekt oder etwas "harmloses" ist.

    LG

  5. #5
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    Zitat Zitat von Welli-Fan Beitrag anzeigen
    Hallo ZeYnO,

    das was Du schilderst habe ich noch nicht erlebt (dicke Zunge)
    Das mit dem Schwanzwippen kann meiner Erfahrung nach sehr viel sein.
    Das quietschen/fiepen habe ich derzeit bei meiner Leberpatientin und hatte es vor ca. 2 Monaten bei meinem Tumorpatient (Lebertumor). Allerdings handelt es sich dabei um Schwellungen im Körper. Ich denke die drücken dann manchmal irgendwo drauf, wo es vielleicht auch etwas wehtut und dann kommt es zu den Geräuschen. Oder aber wenn es mit dem Atmen Schwierigkeiten gibt.

    Hast Du schon mal versucht ob sie Kochfutter annimmt?
    Z.B. Hirse oder Reis gekocht?
    Meine essen das sehr gerne. Da es weich ist, kann sie das vielleicht besser zu sich nehmen.

    Ich weiß nicht wie es ihr geht, aber so wie Du schreibst geht es ihr ja noch so gut, dass sie sich noch am Kontakt zu den anderen erfreut, oder?
    So lange sie sich noch wohlfühlt, würde ich diesen schweren Schritt noch nicht gehen.
    Meine persönliche Meinung, den ich denke sie wird Dir sehr klar zeigen wenn es ihr so schlecht geht, das sie keinen Lebenswillen mehr hat.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, das es doch ein Infekt oder etwas "harmloses" ist.

    LG

    Hallo Welli-Fan,
    ihr Schwanzwippen hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit etwas mit ihrer dicken Zunge zu tun. Da sie durch die Beule schwer atmet wippt sie dementsprechend auch mit ihrem Schwänzchen.
    Ihr Keimfutter kam heute per Post nach Hause, habs schon ins Wasser gelegt. Wird aber auch wahrscheinlich erst morgen fressfertig sein. Reis kann ich ihr auch anbieten ja? Das würde ich jetzt sofort tun. Wie muss ich denn bei der Hirse vorgehen? Hab das noch nie gekocht.
    Ihr geht es gut. Wann immer wir zum Arzt gehen und im Warteraum bleiben flippt sie total aus und fängt an Faxen zu machen. Sie rennt dann in ihrem kleinen Transportkäfig rum, wälzt sich unter das ausgelegte Papier, versteckt sich drunter und blödelt rum, sie klettert kopfüber rum und baumelt mit beiden Beinen rum oder macht Luftrollen. Das sind Dinge, die sie zu Hause kaum macht. Sie blüht richtig auf, wenn sie all die anderen Vögel da sieht oder hört. Bei ihrem Partner ist sie etwas ruhiger. Aber wie gesagt: Von der Laune her geht es ihr gut, sie hat immer noch genug Mumm ihren Freund mal ordentlich eins hinter die Löffel zu geben..dominiert also immer noch. Ich werde diesen Schritt solange nicht machen, bis ich eindeutig sehe, dass sie nicht mehr kann. Denn so ist mir das echt alles andere als human.....

    LG
    Geändert von ZeYnO (12.04.2010 um 19:56 Uhr)

  6. #6
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    Hast du schon mal an Vit. A Mangel gedacht. Das verursacht auch Schwellungen.
    Wenn es ein Tumor ist kann man es mit Tarantula (ein homöopatische Mittel) versuchen - das sollte allerding ein erfahrener Tierheilpraktiker machen.

    Ich wünsche euch alles gute!!!!!
    Tierheilpraktikerin und Hundetraining - Links sind nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    Ein Herz für Tiere


  7. #7
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    Zitat Zitat von blue-stones Beitrag anzeigen
    Hast du schon mal an Vit. A Mangel gedacht. Das verursacht auch Schwellungen.
    Wenn es ein Tumor ist kann man es mit Tarantula (ein homöopatische Mittel) versuchen - das sollte allerding ein erfahrener Tierheilpraktiker machen.

    Ich wünsche euch alles gute!!!!!

    Vitamin A Mangel hör ich zum ersten mal..und erst recht die Geschichte mit Tarantula. Ich glaube ich fahre doch in die grooooße Klinik hier in Berlin. Dieser Vogel ist für mich kein Sterbekandidat. Ich habe viele verschiedene Arten von Vögeln gehabt und ich kann gut unterscheiden, welches Tier froh und munter ist und welches Tier schon abgeschlossen hat. Und meine Süße hat definitiv NICHT abgeschlossen. Ich werde mich umgehend informieren. Vielen Dank für diesen Tipp! Danke, danke, danke!

  8. te sichtbar)
  • #8
    Stammgast Benutzerbild von blue-stones
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    Das ist eine gute Entscheidung. Alles Gute!!!!!!!!!
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  • #9
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    Hallo ZeYnO,

    ja, Reis kannst Du anbieten.
    Einfach wie normalen Reis kochen (etwa 15 min.), allerdings ohne Salz (ganz wichtig!!!).
    Dann abgießen und nochmals gut durchwaschen. Klebrige sachen haben sie nicht so gern. Gut abtropfen lassen, damit es nicht zu feucht ist.

    Mit Hirse meine ich Hirse zum kochen, keine Kolbenhirse oder so.
    Die koche ich dann auch etwa 10 min. ohne Salz und wasche sie ebenfalls gut durch.

    Meine lieben Reis und Hirse. Du kannst aber auch noch viele andere Sachen als Kochfutter anbieten z.B. Nudeln, Buchweizen, Roggen, Weizen, Quinoa... Ich kaufe alles im Reformhaus oder Supermarkt. Du kochst alles natürlich wie gesagt ohne Salz und darauf achten, dass es nicht mehr heiß ist.

    Ich drück die Daumen das es klappt.

    LG

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