Wollte mich mal kurz im Forum melden, um ein wenig Optimismus zu verbreiten und eine Lanze für die wirklich vogelkundigen TÄte dieser Welt zu brechen.
Meine geliebter Leitvogel Amadea (Spitzname "Dicke") wippte seit Samstag (toller Tag für's Krankwerden, ist ja aber häufig so) merklich mit dem Schwanz und quietschte dazu im Ruhezustand hörbar beim Atmen.
Ihr Allgemeinbefinden schien aber dennoch gut zu sein: Sie spielte, jagte ihrem Hahn Franz-Josef hinterher, pickte meine anderen Hennen und Hähne, flog viel und zwitscherte fröhlich vor sich hin (kein Aufplustern etc.)
Vor allem durch birds-online (an dieser Stelle ein ganz herzliches DANKESCHÖN an Gaby und ihre hervorragende Arbeit) wusste ich aber, dass trotz Amadeas -scheinbar- guter Verfassung irgendetwas nicht stimmte. Sorry für den langen Text, aber irgendwie muss man sich den ganzen Stress mal von der Seele schreiben.
Mein Mann und ich sind dann kurzerhand am Sonntagmorgen in die benachbarte Vogelklinik gefahren (steht auf der Liste der vk.TÄ). In der Notfallsprechstunde wurden dann Abstriche von Amadeas Kropf und Rachen genommen, außerdem wurde sie geröntgt. Die Diagnose: vergrößerte Leber & ein aufgegaster Verdauungstrakt.
Wir entschieden uns dafür, die Süße über Nacht in der Klinik zu lassen, um heute mittels Kontrastmittel und erneutem Röntgen eine Ursache finden zu lassen. Morgens kam dann der Befund per Telefon: Hefepilzbefall und bakterielle Sekundärinfektion (Verschleimung, Schnupfen).
Amadea bekommt jetzt 14 bzw. 7 Tage lang Nystatin und Marbofloxacin schnabulös und durfte vorerst in den Schwarm zurück, der diese Woche ebenfalls nochmal auf Herz und Nieren geprüft wird. Die Abstrich-Befunde stehen jedoch noch aus.
Die TÄ war total erstaunt, dass Amadea trotz der erheblich erschwerten Atmung noch so fit war/ist und sprach uns ein riesiges Lob dafür aus, dass wir die Warnsignale so früh erkannt haben.
So und nun zum eigentlichen Grund für meinen langen Text: Der rechtzeitige Gang zum wirklich vogelkundigen TA kann Leben retten und unseren Federbällchen eine Menge Leid ersparen!
Ich wünsche allen kranken Wellis dieser Welt gute Besserung und ihren Federlosen Kraft und eine große Portion Hoffnung!
Liebe Grüße!

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