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Thema: Mein Welli kann sich kaum auf der Stange oder sonst wo halten

  1. #28
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    Standard Enzephalitis

    Leider geht es der Kleinen zur Zeit nicht gut.
    Die ganze Angelegenheit hatte insgesamt eine sehr lange Vorgeschichte, die leider nicht glücklich verlief.
    Ich hatte zu wenig Erfahrung mit derartigen Problemen u. Nachforschungen, womit man es zu tun hat, brachten auch nicht viel.
    Auch der Tierarzt war nicht in der Lage gewesen, die Krankheitsursache bei den wenigen dafür vorliegenden Syntomen zu erkennen. Erst als dann Bewegungsstörungen auftraten erkannte er die Ursache des Problems richtig- aber soweit ich das danach mitbekam, sind die Symtome dieser Erkrankung auch sehr vielschichtig u. daher nicht immer so leicht zu definieren.
    Daher wurde wohl auch nicht richtig behandelt.
    Auch schien es sich um einen Erreger zu handeln, der von Anfang an relativ wenig beeindruckt war von einer Behandlung mit Antibiotika.
    Er verschwand einigermaßen aus den Atemwegen, die er jedes Mal befiel, wenn die Erkrankung sich verschlechterte, aber wohl nie richtig aus dem Gehirn.
    Sei ich den Vogel hatte, war sie immer über das normale Maß hinaus müde. Das verschwand auch nie. Egal was man dagegen tat. Die anderen Krankheitssymtome wie die Verstopfte Nase gingen durch Behandlung weg u. blieben es auch über lange Zeit.
    ( Nur nach der 3 Wochen dauernden Behandlung mit Baytril, die man vor einem 3/4 Jahr durchgeführt hatte, da damals die Bewegungsstörungen erstmals dabei auftraten- aus heiterem Himmel, wenn man von der Müdigkeit absieht, war die Müdigkeit eine Zeit lang weg u. dem Vogel ging es zum ersten mal seit ich sie hatte wie einem normalen Welli
    Leider kam das Problem bei der letzten Mauser wieder.
    Und der Erreger hatte genügend Zeit u. Möglichkeiten gehabt, eine Resistenz gegen Baytril zu entwickeln- es war ja bereits die 3. Behandlung damit im Laufe ihres Lebens
    Deshalb half dieses Antibiotika dieses Mal nur noch wenig. ( Der Arzt deutete mir bereits schon an, daß es dann vorbei ist. )
    Die Krankheitssyntome besserten sich zuerst trotzdem ein wenig, wenn auch extrem langsam, gegen die letzte Behandlung.
    Aber seit gestern verschlimmern sich die Bewegungsstörungen immer mehr...
    Morgen früh werde ich mit ihr zum Tierarzt gehen. Ich denke, man sollte sie gehen lassen... Sie hat sehr tapfer gekämpft! Aber es sollte wohl nicht mehr sein.
    Aber vielleicht hilft etwas Aufklärung dabei, falls es anderen Vögeln ähnlich ergehen sollte.
    Geändert von Peedee (01.01.2010 um 23:16 Uhr)

  2. #29
    Welli.netTeam Benutzerbild von Elena
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    Hallo Peedee,

    das klingt ja ganz und gar unerfreulich
    Ich hoffe, dass man deinem Welli doch noch helfen kann.
    Ich würde dir raten, dir noch eine zweite Meinung eines Experten dazu anzuhören; vielleicht hat ein neuer Tierarzt ja vielleicht noch andere Erfahrungen oder Ideen?

    Hier ist eine Liste mit vogelkundigen Tierärzten:
    www.welli.net/tierarztliste.html

    Dass bei Baytril das Ende der Fahnenstange (behandlungstechnisch) erreicht sein sollte, verwundert mich jedoch ein wenig.
    Es können Antibiogramme erstellt werden, bei denen man erkennen kann, auf welches Antibiotikum ein Erreger noch anspricht bzw. nicht (mehr).
    Ich kenne außer Baytril noch einige andere Antibiotika, die man Wellis bei schweren Infektionen verabreichen kann- bitte überprüfe das nochmal für dich, ob da die Aussage deines behandelnden Tierarztes korrekt ist.

    Wie wurde die Enzephalitis eigentlich genau diagnostiziert?
    Bei Menschen ist das ja manches Mal hochkompliziert und kann erst durch eine Lumbalpunktion oder Liquorentnahme gesichert werden (?)

    Gruß
    Elena
    Ein Mensch kann nicht auf Erden leben, wenn er nicht in Kopf und Herz ein Stückchen Himmel hat. (Phil Bosmans)

  3. #30
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    Standard Enzephalitis

    Das ist sicher richtig.
    Ich denke auch, daß ich da manchmal nicht ganz so gut beraten wurde, wie es im Bereich des Möglichen wäre.
    Ich selbst habe keinen Führerschein u. muß immer jemanden darum bitten mich zu fahren, wenn etwas entsprechendes ist.
    Ich bin früher einmal mit einem andern Vogel ca. 23 km weit gefahren, nur um leider festzustellen, daß der entsprechende Tierarzt zu der Zeit im Urlaub war, was man mir leider nicht am Telefon sagte, sondern ich bekam das im Laufe der Zeit zufällig mit. Das fand ich nicht so gut.
    Leider gibt es in meiner Umgebung nicht unbedingt eine große Auswahl an vogelkund. Tierärzten.
    Und es ist sicher auch richtig, daß es nicht gut war, daß man nicht versucht hat, mal zu untersuchen, was für ein Erreger eigentlich dahinter steckt- wenn es denn möglich ist, u. sich dieser nicht nur im Gehirn angesiedelt hat, denn dann ginge es erst nach dem Tod des Tieres.

    Die Enzephalitis wurde diagnostiziert aufgrund der Bewegungsstörungen. Also durch das Ansehen, könnte man sagen.
    Aber das kann ich nicht alleine dem Arzt anrechnen. Man sollte sich auch selbst dahinter klemmen.
    Am Anfang habe ich einiges versucht. Leider kam so nicht sehr viel heraus, da nur von einer einfachen Infektion ausgegangen wurde, u. sonst nichts zu sein schien u. ich auch zu wenig Ahnung hatte.
    Ich fand es aber einfach nicht normal, daß der Vogel trotz der Behandlungen weiterhin ständig müde blieb u. sich aufplusterte. Äußerlich gesehen sah ich keine Ursache, da die verstopfte Nase ja okay zu sein schien.
    Trotzdem versuchte ich weiterhin mich umzuschauen im Net usw., ob ich irgendetwas finden könnte, was da nicht stimmt.

    Eine andere Tierärztin, welche ich damals kontaktierte, nahm an, daß ein Herzproblem dahinter stecken könnte. Aber wenn ich den Vogel so beobachtet, konnte ich mir das nicht vorstellen, denn z. B. hatte die Kleine keine Atemnot, wenn sie herumflog, od. einen blauen Schnabel, usw.
    Aber ich beobachtete ein Verhalten, das mich auf die Idee brachte, daß das Tier vielleicht doch ein Problem mit der Atmung haben könnte, da sie eine seltsame Angewohnheit hatte: Und zwar setzte sie sich auf einen Ast, an dem eine Leiter eingehängt war. Und auf diese legte sie so ihren Kopf, daß der Körper eine gerade Linie bildete. Weiß nicht- bequem sah das nicht unbedingt aus. Deshalb gehe ich nicht davon aus, daß sie es aus Bequemlichkeit tat.
    Mich erinnerte das an das Verhalten, welches man wohl manches Mal bei einem Vogel mit einer Erkältung zeigt, um die Luftröhre zu strecken sich ins Gitter zu hängen. Darum dachte ich dabei an evt. Atemnot.( Ups, jetzt hätte ich es beinahe vergessen: Ganz am Anfang, als ich sie erst kurze Zeit hatte, hatte das Tier immer wieder Husten, welcher sich später ganz gegeben hatte u. auch nicht wieder kam. )
    Das zusammen mit der ständigen Müdigkeit ließ mich zu dem Verdacht kommen, es stecke vielleicht eine Aspergilliose dahinter. Ich erzählte auch von der seltsamen Schlafhaltung u. was ich darüber dachte dem Arzt.
    Aber als ich damals die Praxis aufsuchte, meinte der Arzt, daß er Wellensittiche nicht röntgen kann. Und er denkt auch nicht, daß es so etwas ist, da er die Erfahrung gemacht hätte, daß diese Erkrankung eher bei den größeren Arten vorkommt, da diese z. B. Erdnüsse fressen, die gerne mit Pilzen behaftet sind.
    Ich denke, daß sich dieser Tierarzt schon etwas mit Vögeln/Wellis auskennt, aber leider nicht genug
    Aber ansonsten hat er keinen schlechten Ruf. Mühe gab er sich damit sicher.

    Zugegebener Weise bin ich kein großer Freund von Antibiotikabehandlungen. Ich hatte selbst schon jahrelang Probleme mit Pilzen im Darm u. habe zumindestens ein wenig Ahnung davon, was Breitspektrum-Antibiotika evt. anrichten können, durch ihre Nebenwirkungen.
    Ich denke, wenn ich den kl. Mäusen so lange Antibiotika gebe, bis sie tot von der Stange fallen, dann nützt es ihnen nicht viel.
    Wenn das anders wäre, dann hätte ich vielleicht die Behandlungsdauer vor einem 3/4 Jahr noch etwas länger durchgehalten. Aber so langsam aber sicher bekam die Kleine Probleme wegen der Nebenwirkungen, d. h. es zeigten sich erste Anzeichen einer Kropfentzündung durch Pilzinfektionen- Candida albicans, guter alter Bekannter aus eigenen Erfahrungswerten... ( Ich selbst hätte bei solch langer Behandlung mit Antibiotika längst die schlimmsten Pilzinfektionen bekomme. Leider braucht es bei mir dafür nur wenige Tage.) Und darum wollte ich es damals nicht riskieren es länger als die 3 Wochen zu geben. Und äußerlich sah man keine Symtome der Enzephalitis mehr.
    Das war wohl ein Fehler von mir
    ( Ich hätte ahnen müssen, wie hart dieser Erreger zu knacken ist, aus der vorheriger Erfahrung damit, weil er bis dahin noch nie richtig weg gewesen war - zuvor hatte man bereits 2 Behandlungen mit 2 versch. Antibiotikaarten gemacht gehabt, das 2. Mal, weil ich damals sagte, daß die Symtome einfach nicht weg sind- die Müdigkeit blieb ja. ) Ich sagte ja, daß ich mich nicht genug dahinter geklemmt habe. Ich wußte auch so langsam nicht mehr weiter mit meinem Latein.

    Und leider wußte ich wirklich nicht, daß es da noch andere Antibiotika-Arten gibt, die evt. in Frage gekommen wären- nach dem Baytril. Das tut mir leid. Werde es mir merken für die Zukunft u. möchte mich für den Rat bedanken. ( Hoffe aber sehr, es nicht zu benötigen !!!!!!!!!!!! )
    Leider werde ich es aber nicht mehr anwenden können bei meiner Kleinen. Sie starb heute in der Nacht

  4. #31
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    Standard Enzephalitis

    "Und es ist sicher auch richtig, daß es nicht gut war, daß man nicht versucht hat, mal zu untersuchen, was für ein Erreger eigentlich dahinter steckt- wenn es denn möglich ist, u. sich dieser nicht nur im Gehirn angesiedelt hat, denn dann ginge es erst nach dem Tod des Tieres."

    Das stimmte jetzt nicht ganz genau so. Da hatte ich etwas vergessen gehabt: Auf Clamydien habe ich damals zur Vorsicht alle Tiere testen lassen. Das Ergebnis war negativ gewesen- zum Glück
    Clamydien kämen ja leider als mögliche Ursache als Erreger in Frage. Deshalb wollte ich selbst das geklärt haben.

  5. #32
    Welli.netTeam Benutzerbild von Elena
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    Hallo Pedee,

    das tut mir sehr leid


    Gruß
    Elena
    Ein Mensch kann nicht auf Erden leben, wenn er nicht in Kopf und Herz ein Stückchen Himmel hat. (Phil Bosmans)

  6. #33
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    Es ging ihr am Schluß sehr schlecht
    Darum bin ich nicht in jeder Hinsicht traurig darüber, daß sie jetzt nicht mehr leiden muß.
    Sie konnte fast die ganzen 10 Tage ab dem Behandlungsbeginn nichts mehr fressen. Und ich mußte sie zwangsernähren, damit sie nicht verhungerte. ( Was natürlich nicht wirklich gut ist, bei einer Krankheit, bei der Streß Gift ist. )
    Habe eben gehofft die ganze Zeit, daß das Antibiotika evt. doch noch genügend Wirkung zeigt, damit sie es schafft wieder alleine essen zu können. Das hätte ihre Chance sicher verbessert.
    Zumind. die Nase wurde freier u. eine kurze Zeit sah es auch so aus, als würde sie es vielleicht packen.
    Aber bei Wellis kommt genau dieser Effekt wohl immer wieder vor, soweit ich das mitbekommen habe, aus den Berichten anderer Halter.
    Aber dann verschlechterte sich der Zustand. Die Verschlechterung ging schnell vor sich, innerhalb von 1-2 Tagen. ( Verrückterweise hing das nicht unbedingt mit ihrer Körperkraft zusammen, sie blieb in dieser Hinsicht relativ kräftig, bis zum Schluß. )
    Am letzten Morgen bevor sie starb, schlief sie mir in der Hand ein als ich sie fütterte. ( Und meine Vögel sind nicht handzahm. )
    Am Nachmittag habe ich mich dazu entschlossen, sie nicht mehr zu füttern, als ich sah, wie heftig die Bewegungsstörungen inzwischen waren, so daß sie fast nur noch am Boden ihres abgedunkelten Krankenkäfigs saß u. schlief ( Ich denke, das wäre nur noch unnötige Quälerei gewesen. ).
    Nur ab u. zu schrie sie nach ihren Artgenossen u. versuchte zu ihnen zu kommen, wie das jeder abgesonderte Welli tun würde. So etwas tut in der Seele weh!
    Aber ein Vogel mit dieser Erkrankung sollte in einem abgedunkelten Extrakäfig untergebracht werden, weil bei dieser Krankheit Licht od. Geräusche die Symtome verschlechtern können, ähnlich wie bei einem Migräneanfall.
    Ich wollte sie nicht mehr quälen mit weitern Fütterungen. Da das am 1. 1. gewesen ist, beschloß ich dann, am nächsten Tag zum Tierarzt zu gehen, um sie erlösen zu lassen.
    Aber am Morgen war sie tot
    Nun muß sie kein Leid mehr ertragen.

    Ich hoffe, daß sie jetzt mit ihrem kleinen Caruso wieder zusammen sein kann.
    Der kleine Kerl war vorletztes Jahr im Oktober plötzlich, ohne Vorwarnung -am Tag davor ging es im ganz normal, tot im Käfig gelegen, als ich von der Arbeit kam.
    Für den kl. Kerl war sie wohl die ganz große Liebe gewesen, vom 1. Tag an, als sie hier ankam
    Der hat keine der anderen jemals ernsthaft angeschaut...
    Ich habe sie bei ihm im Garten unter Bäumen beerdigt. Da sind immer auch andere Vögel. Da ist keiner ganz alleine.
    Geändert von Peedee (03.01.2010 um 22:34 Uhr)

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