Hallo allerseits,
diejenigen, die mich und die Luna-Geschichte kennen, dürfen jetzt einmal herzhaft gähnen; ich fang trotzdem nochmal vorne an:
Vor ein paar Wochen habe ich eine Anzeige unseres örtlichen Tierheims entdeckt, in der eine kleine Wellihenne nur in Einzelhaltung abzugeben war, weil sie absolut unverträglich mit Artgenossen sei. „So´n Quatsch“, dachte ich mir, und habe gleich angerufen, dass ich sie haben wollte. Ich bin jetzt die vierte Besitzerin, dazwischen war sie dreimal im TH.
Die Diskussion, ob sie bei uns richtig ist, ging noch lang, aber ich kürze jetzt mal ab:
Die Probleme, die sie hat, sind:
Federrupfen: Mein Tierarzt hat sie gründlich untersucht, mit Hautabstrich usw. zusätzlich zur normalen Eingangsuntersuchung. Organisch hat sie keinen Grund zu rupfen. Klein ist sie, dünn, und es fehlen zwei Krallen (?). Alle Abstriche waren in Ordnung, der Kot sieht auch gut aus.
Aggression gegen die anderen Wellis, und das nicht nur ein bisschen. Ich habe schon viele Rangordnungskämpfe gesehen und bin da eigentlich recht nüchtern, aber das hat tatsächlich eine andere Qualität. Da muss früher ganz gewaltig was schief gelaufen sein...
Regelrechte Panik vor Menschen. Wer weiß, vielleicht hat da irgendein Vorbesitzer versucht, sie mit Bestrafung zu „erziehen“? Ist aber reine Spekulation...
Was ich über die Vorgeschichte weiß, ist nur, dass sie ihren ersten Partner „umgebracht“ haben soll, und auch danach Artgenossen verletzt hat. Ich habe kein Wort geglaubt, bis ich es selbst gesehen habe (also, die Angriffe).
Außerdem hatte sie im Tierheim einen Spiegel („nur weil sie so alleine ist“), was vielleicht beim Rupfen mitspielt, ich weiß es nicht...
Mit wochenlangem Eingewöhnen (Übernachtung im eigenen Käfig, Freiflug zuerst getrennt, dann unter Aufsicht zusammen...) haben sich die Anderen jetzt mit ihr arrangiert (nicht umgekehrt). Sie merken rechtzeitig, wenn sie gleich durchdreht, und gehen ihr dann aus dem Weg.
Das „Durchdrehen“ sieht so aus:
Wenn ein Welli in der Nähe ist, jagt sie ihn erbittert und ausdauernd. Sie hat sogar meine selbstbewusste Babuschka bis unter den Bodenbelag verfolgt.
Wenn keiner in der Nähe ist, macht sie dasselbe Streit-Gekecker einfach in die Luft; anschließend rupft sie sich total genervt. (auch da bin ich unsicher, ob ich reagieren soll, oder ob man es damit verstärkt)
Die Rupferei ist nach ihrem Einzug in die Voliere nicht besser geworden.
Mein TA sagt genau die Sachen, die ich vorher auch so selbstbewusst verkündet habe, aber wirklich weiter kommen wir nicht.
Deshalb spiele ich jetzt mit dem Gedanken, mir von einer THP oder Verhaltensberaterin helfen zu lassen. Ich frage mich nur, was bei Luna wohl mehr Erfolg verspricht. Hat jemand zufällig den Vergleich, was bei ihr der bessere Ansatz wäre?
Ganz ehrlich liegt mir persönlich besser eine gezielte Arbeit am Verhalten, aber es geht ja hier nicht um mich. Außerdem weiß ich nicht, ob man in dieser Phase überhaupt schon an sie ran kommt...
Was meint ihr?
Die dritte Möglichkeit ist natürlich, sie so zu nehmen, wie sie ist. Das machen wir dann auch, aber da es ihr selber nicht gut geht, will ich schon erstmal alles versucht haben. Abgeben kommt jedenfalls nicht in Frage, zumal ich sie ja nicht auf eigene Faust vermitteln darf.
Sorry für den langen Roman gleich im ersten Beitrag, peinlich...
LG Andrea

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, aber wirklich weiter kommen wir nicht.
. Außerdem weiß ich nicht, ob man in dieser Phase überhaupt schon an sie ran kommt...
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