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Thema: Kopfschiefhaltung - flugunfähig

  1. #1
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    Frage Kopfschiefhaltung - flugunfähig

    Hallöchen,

    wer kann mir helfen???
    Habe seit Oktober die kleine Lissi bei uns. Anfangs war sie ein Meister im Fliegen und hat sich schnell mit den anderen sechs Wellis angefreundet. Seit Dezember hält sie ihren Kopf schief, konnte aber anfangs auch noch damit fliegen, wobei sie aber zunehmend mehr geschlafen hat und am allgemeinen Dasein nicht mehr teilnahm. Ich weiss nicht, ob sie gegen eine Scheibe etc. geflogen ist. Nun kann sie seit 10 Tagen nicht mehr fliegen, sitzt nut noch im Rotlicht. Der Tierarzt konnte mir dazu nichts sagen hat mir Traumel Tr. mitgegeben zur Entspannung. Sie frisst noch, ist aber ser dünn geworden.
    Sie tut mir so unendlich leid und ich weiss nicht, ob sie unter Schmerzen leidet!!!
    Hat jemand von Euch etwas ähnliches erlebt, oder einen Rat, was ich noch machen kann???
    Ich bin über jede Hilfe dankbar.

    Lieben Gruss

    Zauberjule

  2. #2
    Pausensnack Welli.netTeam Benutzerbild von twixx_87
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    Hallo Zauberjule,

    aus deiner Beschreibung entnehme ich, dass der Tierarzt, den ihr zu Rate gezogen habt, nicht vogelkundig war. Bitte suche dir einen von der Liste hier heraus und bring deinen Vogel noch mal da hin: www.welli.net/tierarztliste.html

    Diese Tierärzte sind auf Vögel spezialisiert und kennen sich mit ihren Problemen gut aus.

    Eine Schiefhaltung des Kopfes kann beispielsweise von einer Hirnhautentzündung kommen, da sollte man auch kein Rotlicht geben so weit ich weiß. Es gibt verschiedene Ursachen für das Verhalten und alle sind ernst. Bitte warte nicht mehr und geh am besten noch heute zu einem TA von der Liste, wenn du es irgendwie schaffen kannst.

    Vielleicht kannst du ja auch mal ein Bild von deinem Vogel machen, damit wir uns einen Eindruck von seinem Zustand verschaffen können.

    Ich drücke deiner Lissi ganz fest die Daumen!
    Viele Grüße von Zim, Polly und zwei Federlosen. Unvergessen bleibt mein Fritzken im Regenbogenland
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  3. #3
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    [QUOTE=zauberjule;261005]Hallöchen,

    Seit Dezember hält sie ihren Kopf schief, konnte aber anfangs auch noch damit fliegen, wobei sie aber zunehmend mehr geschlafen hat und am allgemeinen Dasein nicht mehr teilnahm. Ich weiss nicht, ob sie gegen eine Scheibe etc. geflogen ist. Nun kann sie seit 10 Tagen nicht mehr fliegen, sitzt nut noch im Rotlicht. Der Tierarzt konnte mir dazu nichts sagen hat mir Traumel Tr. mitgegeben zur Entspannung. Sie frisst noch, ist aber ser dünn geworden.

    Für mich hört sich das nach einer Vergiftung an.
    (die schleichend verläuft)

    Ich weiss ja nicht wo deine Wellis überall hin kommen wenn sie draußen sind. Aber wenn ein Welli zu viel Kochsalz erwischt vielleicht in Form von Chips oder salzigen Keksen usw.
    wird nach und nach das Nierengewebe geschädigt der Hananteil wird flüssiger und es kann
    zu zentral nervösen Symptomen durch erhöhten Druck im Gehirn kommen.
    Sprich doch deinen Tierarzt darauf an.
    Fall es zutrifft muss du unbedingt deine Fütterung umstellen.

  4. #4
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    Wichtig ist erst einmal, dass Du zu einem VOGELKUNDIGEN Tierarzt gehst. Ein normaler Tierarzt kann hier leider nicht viel ausrichten.

    Unser kleiner Bolek hatte die gleichen Symthome wie Dein Welli. Er hat sehr viel geschlafen und ist 2x nachts auf den Boden gefallen, wo er sich im Kreis drehte. Beim 2. Mal war klar, das es nicht normal war und so ging es zu einem Vogelspezialisten.
    Die Blutuntersuchung ergab, dass er sehr schlechte Leberwerte hatte. Hierfür gab es Medikamente zur Unterstützung der Leber. Die Leberwerte besserten sich, er konnte sich wieder besser orientieren, aber die Schiefhaltung blieb.
    Tests auf PMV und Zink-/Bleivergiftung waren negativ, diese Ursachen konnten ausgeschlossen werden. Möglich ist auch ein Schlaganfall, aber dies ist schwer nachzuweisen. Aber die schlechten Leberwerte können auch zu schlaganfallänlichen Symthomen führen.
    Bolek bekam zusätzlich ein durchblutungsförderndes Mittel. Wir mußten Bolek im Krankenkäfig unterbringen damit er seine Ruhe hatte und in Ruhe fressen konnte. Tagsüber durfte er zu seinen Freunden raus aus der Krankenstation.
    Leider sind die Heilungschancen nicht gut. 3 Monate haben wir Bolek so noch schenken können. Dann hat er innerhalb kürzester Zeit abgebaut und wir mußten ihn vor Weihnachten erlösen lassen.

    Ich kann Dir nur empfehlen dringend einen auf Vögel spezialisten Tierarzt aufzusuchen.

    Alles Gute für Deinen kleinen Liebling.
    Viele Grüße von Barbara und Holger sowie unseren 29 Piepsern

  5. #5
    Gehört zum Inventar
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    Zauberjule hatte irgendwie Probleme mit dem Antworten, aber hier kommt ihre Nachricht:

    Zitat von zauberjule
    Hallo Ihr Lieben,

    danke erst einmal für Eure Anteilnahme und schnellen Antworten. Ich habe nachdem ich die Tierarztliste am Mittwoch aufgerufen habe, gleich einen Tierarzt in Hamburg aufgesucht. Das war zwar sehr viel Stress für die kleine Lissi, da wir 70 Min Autofahrt hatten, jedoch habe ich es nicht bereut. Der Tierarzt macht sinen sehr guten Eindruck und gab mir das Gefühl, dass auch so ein kleines Lebewesen eine Daseinsberechtigung hat! Jeder weiss, dass es für sehr wenig Geld ein neues Tier gibt, aber so denken wir Welli-Liebhaber nun mal nicht! Also er hat der Kleinen erst einmal ein Antibiotikum und Vitamin B gespritzt ( Verdacht einer Ohrinfektion = Gleichgewichtsorgan)und hatte ausserdem den Verdacht, dass mit den Ausscheidungen etwas nicht in Ordnung sein könnte, denn sie hat ja sehr abgenommen, obwohl sie frisst. Zur Beobachtung hat er sie dann für zwei Tage dort behalten. Heute hat er mich angerufen und mir mitgeteilt, dass sie eine Schädigung des Innenohres hat, sowie Pilze im Darm, die sie schon von den Eltern mitgebracht hat. Nun kann ich sie am Nachmittag abholen, muss sie zu Hause weiter behandeln(14 Tage gegen die Pilze, und Antibiose für ? Tage). Ausserdem soll sie von den anderen Vögeln isoliert werden , damit diese nicht evtl. doch angesteckt werden.
    Nun bin ich am überlegen, ob ich sie in einen anderen Raum stelle, sonst wird sie wahrscheinlich zu unruhig, wenn die Anderen ständig rein und raus fliegen, oder ???
    Ja, ich bin auf jeden Fall froh, dass ich von Euch den Rat mit der Tierarztliste bekommen habe! Dort fühle ich mich gut aufgehoben. In 14 Tagen soll sie nochmals zur Kontrolle bzgl. der Pilze. Die Kopfschiefhaltung wird aufgrund der Innenohrschädigung vorerst so bleiben, jedoch kann es sich langsam bessern und es besteht kein Grund sie einschläfern zu lassen. Schmerzen wird sie nun, Gott sei dank der Antibiose auch nicht mehr haben!!!Rotlicht soll ich weiter anbieten.
    So, ich hoffe, dass die Antwort im Forum ankommt, denn ich hatte gestern schon versucht im Forum zu antworten, doch leider hat es nicht geklappt. Warum auch immer.

    Lieben Gruss und alles liebe für Eure Süssen.

    Zauberjule
    Ich freue mich, dass Du nun einen TA gefunden hast bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst. Auch wenn die Fahrt lang ist, so bringt es doch mehr als zum nächsten TA zu fahren, der aber nicht wirklich helfen kann.
    Nun drücken wir fest die Daumen damit der kleine Schatz wieder gesund und munter wird
    Viele Grüße von Barbara und Holger sowie unseren 29 Piepsern

  6. #6
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    Hallöchen,

    hilfe ich bin verzweifelt! Die kleine Lissi kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Die Medikamente würgt sie wieder hoch. Fressen tut sie wenig, aber sie kämpft so unheimlich!!! Ich weiss nicht was ich machen soll. Kann kaum zusehen, wie sie sich quält, habe jedenfalls den Eindruck. Habe ihr den Käfig so zurecht gemacht, dass sie den Kopf abstützen kann, wenn sie auf der Leiter sitzt. Habe die Leiter waagerecht im Käfig so dass sie mehr Möglichkeiten hat sich abzustützen. Auf dem Boden sitzt sie noch nicht. Kämpft sich immer wieder hoch. Was soll ich tun???

    Lieben Gruss und danke

    Zauberjule

  7. #7
    Welli.netTeam Benutzerbild von Elena
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    Hallo Zauberjule,

    das sind ja furchtbare Nachrichten!
    Für mich klingt das Ganze auch nach einem möglichen Schlaganfall / Schädel-Hirn-Trauma.
    Ich hoffe, du konntest nochmal zum vk Tierarzt, - deine Schilderung ist dramatisch.
    Wenn der TA nicht weiterweiß und helfen kann, dann ist es vielleicht manchmal besser, das Leiden eines geliebten Tieren zu beenden, aber das kann ich nicht beurteilen.

    Ich drücke euch allen sowas von die Daumen!
    Wenn man nicht mehr helfen kann, dann lass deinen kleinen Schatz in Liebe los und begleite ihn auf seinem letzten Weg.

    Gruß
    Elena
    Ein Mensch kann nicht auf Erden leben, wenn er nicht in Kopf und Herz ein Stückchen Himmel hat. (Phil Bosmans)

  8. te sichtbar)
  • #8
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    Standard Kopfschiefhaltung - flugunfähig

    Hallo Elena,

    danke für Deine Anteilnahme. Leider konnte ich gestern nicht mehr zum TA. Ich werde versuchen die Kleine so gut als möglich über das Wochenende zu bringen. Sie würgt ja leider das AB wieder aus. Das riecht aber auch schon widerlich, ich kann es ihr nicht verdenken. Sie ist ein Fliegengewicht - wiegt 30g, aber ist stur und zwischendurch auf " Achse ";dann taumelt sie durch den Käfig, fällt zwischendurch auf den Rücken und kämpft sich dann wieder hoch. Sie putzt sich noch und fressen tut sie auch, wenn auch wenig. Dann sitzt/liegt sie völlig erschöpft breitbeinig auf der Leiter und stützt ihr Köpfchen ab. Ich bin hin und hergerissen. Aber ist das so noch ein erstrebenswertes Vogelleben???
    Ich werde mich auf die Meinung des TA verlassen müssen, denn selber die Entscheidung zu treffen fällt mir so schwer.

    Lieben Gruss, Zauberjule

  • #9
    Welli.netTeam Benutzerbild von Elena
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    Hallo Zauberjule,

    ich denke es ist wichtig zu wissen, ob die Diagnose deines Arztes wirklich stimmt. Denn dann ist auch eine Prognose machbar und die Möglichkeiten zu überdenken.
    Die Schiefhaltung des Halses deines Wellis erinnert mich an meinen Welli Peeco, der während eines Fluges einen Schlaganfall erlitt und ungebremst gegen eine Tür donnerte.
    Seitdem waren Nackenwirbel verschoben und das Tier erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Er war apathisch, hatte Koordinationsstörungen und neurologische Ausfallerscheinungen. Wir päppelten ihn wieder hoch, aber sein Zustand war ein tägliches Auf- und Ab. Manchmal ging es ihm gut, dann gab es Tage, an denen drehte er sich orientierungslos im Kreis, schlief mit Körnchen im Schnabel kopfüber am Fressnapf ein oder wankte haltlos durch die Gegend.
    Seine Kumpels hackten und verstießen ihn dann entweder, oder aber sie leisteten ihm oft auch stille Gesellschaft und gaben ihm Nähe und Zuneigung.
    Das war eine furchtbar schwere Zeit für ihn und uns alle. Ich war absolut hin und hergerissen; krank vor Sorge und entmutigt von der Prognose.
    Eines Tages saß Peeco morgens nur noch am Boden. Das war mental für mich so ein Punkt gewesen, an dem ich mir schon zuvor geschworen hatte, dass ich ihn erlösen lassen würde, wenn es mal so kommen würde. Leider kam es so. Ich habe Peeco an diesem Tag zum Tierarzt gebracht und erlösen lassen.
    Das war furchtbar; noch jetzt kommen mir die Tränen.

    Für mich kann ich sagen, habe ich, denke ich, richtig entschieden.
    Ich habe alles in meiner Macht Stehende getan, das Leben des Tieres zu retten und ihm noch ein paar Monate mit seinen Kumpels und seinem Frauchen zu ermöglichen. In dieser Zeit wusste ich, es würde nicht mehr heilen; ich wusste also, dass es eine Zeit der letzten Freude, aber auch des Abschiednehmens sein würde. Als es dann soweit war, konnte ich loslassen.

    Ich hoffe für euch das Beste
    Elena
    Geändert von Elena (27.03.2010 um 11:52 Uhr)
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